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Die Wahrheit · 1929-04-19 · Heft 16 (19.4.1929) · page 15

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1929
Issue
Heft 16 (19.4.1929)
Date
1929-04-19
Page
– (sequence 15)
Language
German
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DIE WAHRHEIT wwmmm Kumt und Literatur Der Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Wien (IL, Ferdinandstraße 23/8), veranstaltet am Montag, den 22. April 1929, im Klubsaale der „Hakoah", L, Wipplingerstraße 24—26 (Cafe Altes Rathaus, Eingang durchs Haustor\ einen Vortrag des Herrn Dir. Leopold Ehrlich (Hichler): „Jüdische Dichtung" und Ernstes und Heiteres aus dem Roman: „Der Sohn des Moses Mautner". Bei Torsperre Eingang durch das Kaffeehaus. Beginn halb 8 Uhr abends. Eintritt frei. Gäste willkommen. M. Higger, Aggadot Tannaim, New York 19?8, Bloch (31 West 31st), 2. D. Als Festgabe werden hier die aggadischen Stellen der Tosefta zusammengestellt. Da die Schritt auf Vollständigkeit Anspruch erhebt, vermissen wir z. ,4> p. 143 die im Texte der Kontroverse R. Akibas und der Rabbanan über Sechut vorausgehende wichtige Auseinandersetzung über Sechut abot. Der Index ist sehr zweckdienlich. Grunwald. SEMMERING, Pension Hirsch, Fürstenhof, moderner Komfort. Entgegennahme von Voranmeldungen für die Pessachfeiertage. A. Altmamm, Sinn und Seele des „Höre Israel"; Ders. „Die Besoldung rabbinischer Funktionen als Usus und Recht." (Sep.-Abdr. aus d. „Jeschurun", 1928, Berlin. Der Verfasser will eine neue Uebersetzung des Schema Jisroel annehmbar machen. Sie dürfte kaum Anklang finden. Sehr beachtenswert hingegen sind seine Ausführungen über die Honorare, die den Rabbinern für Funktionen gezahlt werden. Der Begriff der Chasaka wird hier gründlich erörtert und nachgewiesen, daß das Recht auf solche Honorare mit dem Amte des Rabbiners verbunden, daß auch sonst das Gewohnheitsrecht, das an einer Stellung haftet, von jeder jüdischen Gemeindeleitung zu respektieren ist. P. S. E. Wasserzieher, Woher? Ableitendes Wörterbuch der deutschen Sprache, 7. Aufl., Berlin, Mk. 7.—, Ferd. Dümmler. Sie fühlen sich wie zu nause toeim Setter im bestrenommierten streng Restaurant und Hotel A. BARSCHAK Wien II., Große schllfgasse $ - Tel. R 40-1-39 Sederanmeldungen werden schriftlich und telephonisch entgegengenommen. Erstes Haus für: Palästinaweine, Karmel, Muskat, Malaga, Sherry, ungarische Weine, Met und ia Sliwowitz flDS *?tP Lieferungen: von 5 Flaschen aufwärts werden ins Haus zugestellt. PALÄSTINA - WEINE sowie feinster Tischwein, Dessertwein und S 1 i w o w i t z HDÖ preiswert zu haben im altrenommierten STADTGUTKELLER, KAWE, WIEN IL, Große Stadtgutgasse 36 — Telephon R 29-7-34 Samstag geschlossen t Seite 15 In dem vortrefflichen Buche werden auf S. 31 „Hebräische und überhaupt semitische Wörter" angeführt, die in die deutsche Sprache eingedrungen sind. In Wahrheit sind ihrer weit mehr. Siehe hierüber: L. Wieners Arbeiten (Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde, Heft 2, S. 55); S. Frankel, Orientalische Einflüsse auf die deutsche Sprache; Andree, AvS-Lallemant. Littmann u. a. (daselbt IV, S. 143 fg.). Einzelnes außer dieser Liste ist, wie Moos und Gauner, allerdings im Wörterbuch selbst zu finden. Die Familiennamen Dreher, Hahn, z. T. auch Mayer aus dem Hebräischen herzuleiten, ist verfehlt. Das Buch an sich aber verdient alles Lob. Es ist jedem Deutschsprechenden, der sich über seine Sprache Rechenschaft geben will, unentbehrlich. S. Wlninger, Jüdische Nationalbiographie, Bd. III, Selbstverlag Cernauti, Bucovina, Piata Decebal 4. Bewundernswert ist der Mut, mit dem Wininger an seine Aufgabe gegangen ist. erstaunlich die Ausdauer, m?t der er, finanziell fast ganz auf sich allein angewiesen, sie durchführt. Jedes andere Volk betrachtet es als eine nationale Pflicht, ein solches Werk aus öffentlichen MitteJn zu schaffen. Warum sollen wir Juden zurückstehen und efnera einzelnen eine solche Last auibürden, die nicht nur seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit übersteigen muß, sondern beim besten Wollen und Können auch an die geistige Kapazität schier übermenschliche Anforderungen stellt? Das Mindeste aber, worauf dieser jüdischpatriotische Opfermut Anspruch erheben darf, ist Werbung von Abonnenten in allen jüdisch eingestellten Kreisen. Das ganze Werk kostet, 5 Bände m Lexikonformat, Helbleder. pro Band Lei 11.—, per Lieferung Lei 120.—. Beim Lesen des vorliegenden dritten Bandes muß man sich erinnern, daß nicht nur Juden, sondern auch Persönlichkeiten, die mit jüdischer Geschichte in Berührung kamen, behandelt werden. Auf Schritt und Tritt stößt man auf Daten, die selbst dem Kenner unserer Geschichte neu sind und ihn zu weiteren Nachforschen anregen. Die Artikel „Rachel" und „Jenny Hirsch'", „Betty Heimann", „Hartmann", „Heilpern", „Kohut" und viele andere, ganz besonders Jesus und Kolumbus, werden jeden fesseln, den aktuellen Fragen, wie Frauenbewegung und Rassenforschung, beschäftigen. Das Werk kann trotz mancher Versehen in Einzelheiten, die sich leicht berichtigen lassen, nicht warm genug empfohlen werden. G. „Karmel - Original" (Friedmann, Petach Tikwah) und andere edle Sorten Wein Feierliche Seder-Abende Anmeldungen erwünscht: ReSfOBrattOII „WteBea" II., Obere Donaosfraoe 91 - Tel. II 49-1-15 Einzeleiemplare der „Wahrheit" sind in der Großtrafik Lloydhof, Wien IL, Praterstraße 11, erhältlich.

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