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Die Wahrheit · 1929-04-12 · Heft 15 (12.4.1929) · page 18

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1929
Issue
Heft 15 (12.4.1929)
Date
1929-04-12
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Seite 18 lHüiiü'iillillüiilHiüi! iniitttiHM DIC WAHRHEIT UMtWoekazulDockc Israelitische Kultusgemeinde Wien. Dienstag, den 9, d. M. begannen die Budgetberatungen des Wiener Kultusvorstandes, auf die wir noch in der nächsten Nummer ausführlich zurückkommen. Zunächst wurde nach einem Referate des Herrn Reg.-Rat Dr. Hermann Oppenheim der Rechnungsabschluß für das Jahr 1928 einstimmig genehmigt, der bei Oesamteinnahmen von S 5,977.556.98 und Gesamtausgaben von S 6,047.220.45 mit einem Defizit von S 69.663.47 abschließt, dem die Defizite der früheren Jahre per S 207.067.49 zuzurechnen sind, so daß im Jahre 1929 ein Gesamtdefizit von S 276.730.96 aufscheint. Der vom Finanzreferenten mit besonderer Eindringlichkeit vorgetragene Voranschlag für das Jahr 1929 weist ebenfalls bei Einnahmen von S 5,650.450.— und Ausgaben von S 5,839.786.— ein Defizit von S 189.336.— auf. Die Budgetberatungen werden fortgesetzt. Generalversammlung. Der Fraueaverein für den II. Bezirk hält Dienstag, den 16. Aoril, um 6 Uhr abends, im 7eremoniensaal des großen Leonoldstädter Tempels, IL, Tempelgasse 3, seine diesjährige ordentliche Generalversammlung ab. Purimveranstaltung der Agudas Jisroel-Jugendgrnppe. Vor vollbesetztem Hause veranstaltete die Agudas Jisroel- Jugendgruppe am 25. März im großen Festsaale des „Hotel Post" ihre Purimfefer, die einen überaus anregenden Verlauf nahm. Eingeleitet wurde der Abend durch eine Conference des Herrn Leo Neumann, der alle Register seiner heiteren Laune spielen ließ. Den Reigen der Darbietungen eröffneten Violinvorträge des jugendlichen Virtuosen Willy Bermann, der, begleitet von seinem Bruder Max Bermann, Paraphrasen über Themen aus den Opern Verdis und Mascagnis wirkungsvoll zu Qehör brachte. Als effn vorzüglicher Interpret des jüdischen Volksliedes erwies sich Herr Josef Feuer, der, von Herrn Erich Haipern stimmungsvoll begleitet, feinst abgetönter Musikalität Ausdruck lieh. Warme Aufnahme fand die einaktige Jargonkomödie „Kune Leml", die den Herren Elieser Scheer, Ösias Krakovski, J. Feuer und D. Friedberg Gelegenheit bot, Proben ihrer starken Bühnenbegabung abzulegen. Stürmischer Beifall belohnte Herrn A. Golday, der hier zum erstenmal mit großem Erfolge vor eine breitere Oeffentlichkeit trat. Seine brillante Gesangeskunst weist dem aufstrebenden Künstler eine vielversprechende Laufbahn. Wahre Lach- und Beifallsstürme entfesselte das Komiker-Duo Boyer-Walden, deren Couplets und Parodien ebensolch begeisterten Anklang fanden, wie die lustigen Verse der Kehilla-Revue aus der Feder des Herrn Siegmund Stern. Die von Herrn Siegfried Warkany mit wahrer Bravour geleitete Aufführung der Lokalposse „Pinkas & Co." durch ein Jugendgruppen-Ensemble, bestehend aus den Herren Josef Feuer, Tiby Urban, Felix Schreiber, Siegfried Warkany, Erich Haipern, Ernst Brunner, Alexander Langsam und Ernst Wasservogel, bildete den stimmungsvollen Ausklang des gelungenen Abends, um dessen Gesamtarrangement sich der rührige Geselligkeitsausschuß der Jugendgruppe unter Führung des Herrn Emil Adler verdienstvoll bemüht hat. E. Sp. Das Lebensmittel zum Lebenszweck zu machen, wird man in Versuchung gebracht, wenn man bedenkt, welche herrliche Ware der amerikanische Mazzosfabrikant Manischewitz in diesem Jahre nach Wien gebracht hat. Manischewitz- Mazzos, -Grieß, -Farvel und die über Nacht berühmt gewordenen Manischewitz-Crackers vereinigen in sich die alten Riten mit den modernsten technischen und hygienischen Errungenschaften, vereinigen in sich erlesenste Feinheit des Geschmacks mCt einer Frische und Zartheit, die sie selbst für Magenkranke ersehnlich machen. 3 Millionen Juden kaufen Manischewitz- Mazzos. Das besagt alles. In bezug auf Kaschruth übernimmt die Redaktion keine Verantwortung Neunkirchen. Am 12. v. M. hielt Oberrabbiner Doktor H. Weiß in dem vor kurzem gegründeten jüdischen Jugendverein „Tifereth Bachurim" einen vorzüglichen Vortrag. Im gutbesuchten Vereinslokal wurde er von den Vorstandsmitgliedern der Kultusgemeinde M. Gerstl und M. Löbl und von dem zahlreichen Auditorium aufs wärmste begrüßt. Hernach ergriff der Präses des Vereines, Herr Rabbiner Zimmermann, das Wort, hieß den Vortragenden wie auch die Anwesenden willkommen und schilderte in kurzen Worten die Tendenz des Vereines, der zur Neubelebung des Bewußtseins und des Interesses für jüdisches Wissen und jüdische Kultur diene. An Hand der Psalmen den Werdegang des jüdischen Mannes zur vollkommenen sittlichen Reife schildernd, verstand es Oherrabbiner Dr. W e i ß, durch seinen fesselnden Vortrag die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer zu erwecken und wurde ihm zahlreicher Beifall zuteil. Rabbiner Zimmermann dankte Herrn Oberrabbiner Dr. Weiß für den schönen Vortrag. Solche Vorträge tragen zum Gedeihen des Vereines bei, der in Niederösterreich vereinzelt dasteht und musterhaft geleitet wird. Um die Veranstaltung machte sich der Obmann der Chewra Kadischa, Herr M. Gerstl, sehr verdient. Hamaskir. Englisch und alle anderen Sprachen, fabelhaft leicht zu erlernen, kann jeder glückliche Besitzer einer Sprechmaschine. Das Musikhaus Exzelsior. Wien I., Adlergasse 5, Telephon R 23-4-90. II., Kleine Pfarrgasse 28, Telephon A 41-6-24, hat eine Reihe Unterrichtsplatten schon längere Zeit auf Lager (auch Turnunterricht) und hat somit jedermann Gelegenheit, sich zu jeder Zeit selbst durch die ersten Autoritäten zu unterrichten. Leser unserer Zeitung können so eine Wundermaschine auch zu besonders günstigen Zahlungsbedingungen erwerben. Karmel-Weine an Bord des „Graf Zeppelin". Die Tageszeitungen berichten, daß während der Rundfahrt des „Graf Zeppelin" über Palästina Karmel-Weine an Bord serviert wurden. Diese sinnige Aufmerksamkeit hat bei den Passagieren lebhaften Anklang gefunden. Die Qualität der Weine, speziell der natursüßen alten Ausbrüche, wurde außerordentlich gelobt. — Wie wir nunmehr erfahren, haben die Großkellereien in Rischon le Zion die Weine im Wege des deutschen Keren-Haiessod-Bureaus der Flugleitung in Friedrichshafen zur Verfügung gestellt. ngglcnisdies Köniffelicht Seit vielen Jahren das anerkannt beste M^-TDtM Man achte auf die ges. gesch. Mark« ,Hygien. Königslicht' und Name Schulz Fabrik und Büro; Wien XIV., Braunhirschengasse 3 Telephon P 33-1-87

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