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Die Wahrheit · 1929-04-05 · Heft 14 (5.4.1929) · page 14

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1929
Issue
Heft 14 (5.4.1929)
Date
1929-04-05
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 14 üüHWfflmwifo««* ftHflftillfHIflH'ÄifW^iiffiiiiJUtlHIIIHflll^^ DIE WAHRHEIT mjuhteKvcnfäge Der Schönheitsfehler der Schönheitskönigin. Miß Europa hat, wie die „Neue Freie Presse" jüngst launig schrieb, die schmerzliche Erfahrung machen müssen, wie recht die Alten hatten, wenn sie behauptet haben, daß kein Prophet in seinem Vaterlande anerkannt würde. Die ungarische Stadt Keszthely, die den Vorzug genießt, daß dort die Wiege der garantiert schönsten Europäerin gestanden ist, scheint sich daraus absolut nichts zu machen. Keszthely demonstriert gegen Miß Europa. Die Studenten der dortigen landwirtschaftlichen Akademie haben vor ihren Fenstern eine nächtliche Katzenmusik veranstaltet, und als im städtischen Kino ein Film vorgeführt werden sollte, der den Einzug des Fräuleins Böske Simon in die Hauptstadt zum Gegenstand hatte, kam es zu einer solennen Demonstration. Die Herren Studenten nahmen es Böske Simon ungemein übel, daß die Wahl der Preisrichter in Paris auf diese junge Dame gefallen ist. Statt mit der Jury ins Gericht zu gehen, die den Schönheitsfehler der jungen Dame nicht herausgefunden oder, was beinahe noch ärger wäre, sich um ihn absolut nicht gekümmert hat, wird der erwähnten Schönheitskönigin selbst rücksichtslos der Prozeß gemacht Solange sie inkognito durch die Straßen von Keszthely gewandelt ist, hat sie bei den dorrigen Studenten keinerlei Anstoß erregt Vielleicht ist einer oder der andere von ihnen vorurteilslos genug gewesen, dem schönen Mädchen einen wohlwollend anerkennenden Blick zu schenken, der mit Erröten quittiert wurde. Auch Studenten haben ja schließlich das Recht auf ein Privatleben und als Privatleute sind sie nicht verpflichtet, ein junges Mädchen, das ihr Wohlgefallen erweckt, einer strengen Ahnenprobe zu unterziehen. Ganz anders liegen jedoch die Dinge, seitdem aus der schönen Böske Simon eine offizielle Persönlichkeit geworden ist, seit man sie zur ungarischen Nationalschönheit, mehr als das, zur europäischen Schönheitskönigin proklamiert hat Es läßt sich freilich nicht leugnen: Fräulein Simon ist keine erwachende Ungarin, ganz im Gegenteil. Ihr Schönheitsfehler ist jener Geburtstehler, den keine kosmetische Operation zu beseitigen vermag. Das Verhängnis hat gewollt, daß Miß Hungaria, die später zur Miß Europa avancierte, eben jener Rasse angehört, vor der Ungarn zu schützen die nationalistische Lebensaufgabe bildet Es hat sich gezeigt, daß gegen jüdische Vordringlichkeit manchmal kein Numerus clausus gewachsen ist Man hat die nötige Vorsicht außer acht gelassen, hat es verabsäumt, bei der Ausschreibung der ganzen Konkurrenz bereits derlei unliebsame Bewerberinnen im vorhinein auszuschließen. Nachdem aber das Unglück einmal geschehen war, wäre es vielleicht angezeigt gewesen, Gnade für Recht ergehen zu lassen. Man hätte Böske Simon ruhig unter der ungarischen Flagge kämpfen und siegen lassen sollen. Das arme Mädchen wäre ja nur allzu bereit gewesen, den Kranz, der ihr gereicht wurde, auf den Stufen des Altars des Vaterlandes niederzulegen. Uebrigens scheint die überwältigende Mehrheit der Ungarn solcher opportunistischer Auffassung in der hochwichtigen Angelegenheit gar nicht abgneigt zu sein. Einzig und allein eine Handvoll junger Exaltados bleibt unbelehrt und anbekehrt. Miß Europa soll sich aber trösten. Sie soll es ja vermeiden, den Glanz ihrer Augen durch ein wehleidig vergossenes Tränchen zu gefährden. Ihr wird schließlich deshalb keine Perle aus ihrer Schönheitskrone fallen, weil die landwirtschaftlichen Studenten in Keszthely sich zu dem Grundsatz bekennen: Schönheit vergeht, Dummheit besteht. Der entthronte Leibdichter. Der „Deutsche Revolutionsverlag" versendet an eine sonst an ihm gänzlich uninteressierte Mitwelt eine „Berichtigung", die den Leibdichter Hitlers Hans Steiger zum Gegenstand hat. Nicht der Dichter aber wird berichtigt, etwa in der Form: „Es ist unwahr, daß Steiger ein schlechter Dichter ist. wahr ist vielmehr, daß er Goethe übertrifft", sondern nur sein Hinauswurf wird berichtigt, noch genauer: die Gründe seines Ausschlusses aus der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. Man lese: „In freimaurerischen, jesuitischen und deutschvölkischen Kreisen wird mit einträchtigem Eifer die Nachricht verbreitet, daß unser Autor Hans Steiger, der Verfasser der „Judas-Ballade", wegen der darin enthaltenen maßlosen Beschimpfung des hochw. kath. Klerus sowie auch wegen grober Lästerung eines staatlich anerkannten Gottes aus der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei ausgeschlossen worden sei. Das ist unwahr! Wahr ist, daß der deutsche Dichter und antikorruptionistische Schriftsteller Hans Steiger lediglich deshalb aus der Gauschaft Groß- Berlin der N. S. D. A. P. ausgestoßen worden ist, weil er in seinem Meisterwerk, in der Trilogie „Die Judas-Ballade", den Helden Judas Ischarioth, den Nationalheros des „Volkes Gottes", nicht als einen blondhaarigen, blauäugigen, germanischen Recken, sondern nur als einen rasselosen, verwachsenen Zwerg gezeichnet hat In dieser rein visionären Darstellung des Heilandverräters glaubte die Berliner Gauleitung der N. S. D. A. P. irrigerweise den prominentesten nationalsozialistischen Parlamentarier erkennen zu müssen!" Während vor den Augen des amüsierten Lesers die Gestalt Dr. Josef Goebbels aufsteigt, des „prominentesten nationalsozialistischen Parlamentariers", wendet man gedankenvoll die Karte und liest: „Die der „Judas-Ballade" unmittelbar vorausgegangenen Bücher Hans Steigers „Hitler-Lieder", wurden gleichfalls wie die „Judas-Ballade", weil vom Privatsekretär Adolf Hitlers „nicht genehmigt", von sämtlichen Gauleitungen und Unterorganisationen der N. S. D. A. P. boykottiert, verleumdet und verboten." Dabei hatte Steiger im Vorwort der „Hitler-Lieder" Adolf Hitler dafür gedankt, daß er ihn vom Kirchenchristentum, dieser mehr oder weniger jüdisch-völkischen Irrlehre, beireit und im urchristlichen Nationalsozialismus seinen Gottesinhalt gefunden habe. Woraus mancherlei Schlußfolgerungen gezogen werden können. Entweder fühlt sich Hitler noch nicht besingungswürdig oder Steiger ist ihm nicht Dichter genug. Wir iinden, daß Hitler zu bescheiden ist; so bedeutend, daß ein Dichter von der Qualität Steigers ihm gerecht wird, ist er immer noch. Ridens. Wie die Juden die Weit knechten. Um unseren Lesern zu zeigen, wie sich in manchen Köpfen die Welt malt, veröffentlichen wir im folgenden den Anfang eines Leitartikels aus der „Deutschen Wochenschau", dem Blatt des Generals Ludendorff, im Wortlaut: „Die Stunde hat geschlagen für die Hochfinanz, die Kaiserreiche und Königtümer abzulösen und mit einer beispiellosen Autorität öffentlich der Welt ihre Gesetze zu diktieren, wie sie es bisher schon im Verborgenen getan hat." Schon 1913 hatte nach aem diese Zeilen enthaltenden Prospekt dei „Internationalen öanken-Alliance" die Stunde geschlagen. Was sich jetzt in Paris abspielt, ist lediglich das letzte endgültige Diktat der Hochfinanz (ließ Judas) an die zu Sklaven hergerichteten Völker, zu denen in gleicher Weise die „Sieger" des Weltkrieges wie die Besiegten gehören. In Paris hat der Jude Morgan, der in den Judenzeitungen den „Ehrennamen" eines „Weltgestalters" führt, den im 8. Zionistischen Protokoll beschriebenen Stab der jüdischen Weltoberregierung versammelt, „das Heer der Wirtschaftspolitiker, Bankherren, Industriellen und Millionäre", die in der im 21. Protokoll beschriebenen Weise den in Staatsangelegenheiten und Geldsachen oberflächlichen und verständnislosen nichtjüdischen Staatslenkern die Augen verschmieren sollen — soweit sie nicht Brüder sind und das noch nötig ist. Es gilt jetzt, „die nationalen Rechte durch das internationale Recht auszulöschen, das die Völker genau so beherrschen wird, wie die Zivilgesetze der einzelnen Staaten die Beziehungen ihrer Untertanen regeln." (2. Protokoll.) „Die Macht der Regierungen wird durch die Macht des Goldes ersetzt." „Die Zwingherrschaft des Kapitals, das ganz in unseren Händen ist, reicht dem Staat einen Strohhalm, den dieser wohl oder übel ergreifen muß, wenn nicht, geht er zugrunde." „Wir werden alle Staatsgewalten der Welt aufsaugen und alle Regierungen zur Unterwerfung unter unsere Oberregierung bringen." Diese — gleich im ersten Protokoll angekündigten — Vorgänge spielen sich jetzt ab, nach der Meinung des Juden schmerzlos und reibungslos, denn die offizielle Sprache dabei ist die diplomatische, die Willfährigkeit und die „Maske der Ehrbarkeit". (3. Protokoll.) Nicht umsonst hebt der Jude in den Zionistischen Protokollen alle Augenblicke das Gold als regierende Macht hervor, so im 5. Protokoll: „Alle Räder der Staatsmaschinerie laufen durch die Kraft eines Triebwerkes, das in unseren Händen ist, und dieses Triebwerk ist — das Gold." Wie Einstein für Palästina gewonnen wurde. In der Berliner zionistischen „Jüdischen Rundschau" schildert Kurt Blumenfeld, wie es gelungen ist, Einsteins Interesse für die Sache des Palästinaaufbaues zu erwecken. Kurz nach dem Kriege, schreibt Blumenfeld, versuchte Felix Rosenblüth, der damals Vorsitzender der Zionistischen Vereinigung für Deutschland war. Gespräche mit jüdischen Gelehrten über den Zionismus herbeizuführen. Als wir gemeinsam Professor

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