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Die Wahrheit · 1929-01-11 · Heft 2 (11.1.1929) · page 14

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1929
Issue
Heft 2 (11.1.1929)
Date
1929-01-11
Page
– (sequence 14)
Language
German
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svtsawi Seite 14 BnBw™mmHmM|M^™^ DIE WAHRHEIT Ernst Platzko, Martin Roth, Rudolf Rudinger, Bela Sonnenfeld, Ing. Leo Steiner, Oskar Tone 11 o. Salo Wassermann, Friedrich Wechsler, Leo Wei 11. Julius Weinmann, Josef Weiß. Dr. Walter Werner angehören, daß diese großzügige Aktion durchgeführt werden konnte, die so vielen armen Eltern eine große Sorge abnahm. Israelitischer Hamanitätsverein für den X. Bezirk. Am 27. Dezember fand im Schulsaale des Tempelvereines (Humboldtgasss 25) eine Beteilung an bedürftige Schulkinder und arme alte Leute statt. Anwesend waren der Obmann Herr Kommerzialrat Carl Weis und sechs Herren aus dem Vorstand und als Oäste in Vertretung des Vorstandes des Tempel- und Schulvereines die Herren Leopold Drill und Leopold Plaschkes. Obmann Kommerzialrat Carl Weis begrüßte die Erschienenen und hielt eine herzliche Ansprache. Er hob hervor, daß er sich glücklich fühle, mit seinen VorstandskoIIegen Vollstrecker eines so guten Werkes zu sein, das dank der Opferwilligkeit der Mitglieder, Förderer und Gönner des Vereines ermöglicht wurde. Sodann erfolgte die Beteilung von 37 Kindern und 13 Erwachsenen mit Schuhen, Kleidern usw. Die Kinder erhielten auch Strümpfe und einige von ihnen Mäntel und Anzüge. Obmann Weis ergriff hierauf nochmals das Wort und dankte allen Gönnern und Vorstandsmitgliedern des Vereines für ihre Mitwirkung. Herr Tempelvorsteher Leopold Drill gab seiner besonderen Anerkennung und Freude über dieses schöne Werk Ausdruck und sprach den Wunsch aus. daß die Leistungen des Vereines in verdienter Weise gewürdigt und, damit er den an ihn gestellten Anforderungen entsprechen könne, weiter tatkräftigst unterstützt werden möge. Pilsen. Vor kurzer Zeit hat Oberkantor S. Antreiber einer Berufung nach Pilsen Folge geleistet und sein Amt angetreten. Oberkantor S. Antreiber genoß seine musikalische Ausbildung und fachliche Umschulung für das Kantorrat bei Oberkantor G. M a r g u 1 i e s, welcher das schwierige Problem der Umbildung eines hervorragenden Opernsängers zum Kantor glänzend gelöst hat, wie der durchschlagende Erfolg des neuen Pilsner Oberkantors in seinem derzeitigen Wirkungskreise beweist. Kohut-Stiftung in Wien. Das in Wien seinerzeit durch Oberrabbiner Dr. H. P. Chajes s. A. für die in Wien bestehende Kohut Memorial Foundation gegründete literarische Komitee hat sich am 2. Jänner 1929 unter dem Namen „Beirat der Kohut-Stiftung" neuerdings wie folgt konstituiert: Obmann Hofrat Rektor Prof. Dr. A. Schwarz, geschäftsführender Obmann Prof. Dr. S. Krauß. Sekretär Rechtsanwalt Dr. E. Damask; Mitglieder: Prof. Dr. A. Aptowitzer. Rabbiner Dr. D. Feuchtwang, Hofrat Prof. Dr. S. Frankfurter, Rabbiner Dr. M. Rosen mann, Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz, Rabbiner Dr. A. Taglicht, Regierungsrat Dr. B. Wachstein. Heilanstalt AHand. Die traurige Tatsache, daß die jüdische Oeffenttichkeit bis nun für die armen. lungenkranken Glaubensgenossen nur wenig übrig gehabt hat. veranlaßt den „Tempelausschuß der Heilanstalt All and" aus eigener Initiative eine Aktion zur Rettung armer, lungenkranker Juden einzuleiten. Der Vorstand des genannten Ausschusses wendet sich daher mit dem dringenden Aopell an die iüdische Bevölkerung, ihn hierbei zu unterstützen. Eine Anzahl heilungsbedürftiger jüdischer Kranker wäre gezwungen, die Anstalt zu verlassen, was für dieselben den sicheren Untergang bedeuten würde, falls es durch diesen Aufruf nicht gelingt, deren Heilstätten-Verpflegsgebühr aufzubringen, die pro Patient 210 Schilling monatlich beträgt Obwohl hohe Ansprüche an die jüdische Wohltätigkeit gestellt werden, so ist doch zu hoffen, daß in Anbetracht der arg bedrohten Volksgesundheit die Hilfe nicht versagt werden wird. Verein zur Versorgung hilfsbedürftiger israelitischer Waisen in Wien. Die diesjährige Generalversammlung findet Sonntag, den 27. Jänner, um 11 Uhr vormittags. IX.. Unlversltätsstraße 4. statt und sind die Mitglieder und Gönner höflichst eingeladen, recht zahlreich zu erscheinen.__ Geschäftsiubiläum. Das Mitglied des Bethausvorstandes und der Chewra Kadischah XVIII., Herr Johann K o h n, Bürstenfabrikant, Wien XVIII., der nach schwerer Operation seit 9 Monaten ans Bett gefesselt ist, wurde anläßlich seines 40jährigen Geschäftsjubiläums wegen seiner großen Verdienste im öffentlichen Leben seitens der Kammer für Handel. Gewerbe und Industrie mit der silbernen Ehrenmedaille und Diplom und von der Genossenschaft der Bürsten- und Pinselerzeuger mit einem schmeichelhaften Anerkennungsdiplom ausgezeichnet. Die Deputation, die ihm diese Auszeichnungen überreichte, ehrte ihn durch eine seine vieljährigen großen Verdienste in vielen Körperschaften würdigende Ansprache. Auch in den Vorständen der eingangs erwähnten jüdischen Vereine war der Ausgezeichnete Gegenstand herzlicher Beglückwünschungen. Der Frauenverein für den IV. und V. Bezirk, der unter der zielbewußten Leitung der Frau Karoline Hof mann steht, hat seit Jahren im Dienste der Humanität durch sein Eingreifen vielen armen Frauen und Kindern in höchster Not rasche Hilfe geleistet. Vor kurzem veranstaltete nun dieser Verein eine Aktion, bei welcher 21 Schulkinder mit Wäsche, Kleidern, Schuhen und Wintermänteln und eine Anzahl Kleinkinder und alter Frauen ebenfalls mit warmer Wäsche und Kleidern versehen wurden. Die in der ständigen Fürsorge des Vereines stehenden 50 Schützlinge wurden mit je drei Säcken Kohle bedacht. Der Vorstand des Vereines dankt allen Gönnern für die bisherige Förderung ihrer humanitären Aktionen und bittet, auch weiterhin durch Spenden den bedrängten Frauen und Kindern beizustehen. Wiener-Neustadt. Vom Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde erhalten wir folgende Mitteilung: Mittwoch, den 2. Jänner d. J. wurde der hierortige angesehene Kaufmann Max Tannenblatt unter zahlreicher Beteiligung zu Grabe getragen. Der Verblichene hat sich durch seinen Fleiß ein Vermögen erworben, welches er gar oft zu wohltätigen Zwecken verwendete. Als Ostjude kannte er die Not seiner Glaubensbrüder genau und suchte zu lindern und zu helfen. In seinem Testamente bestimmte er eines seiner Häuser der Chewra- Kadischa und setzte den Oberrabbiner der Kultusgemeinde, Herrn Dr. Heinrich Hillel Weiß, zum Vormunde seiner minderjährigen einzigen Tochter ein. In seiner ausgezeichneten Grabrede gedachte Sr. Ehrw. Herr Oberrabbiner Dr. Weiß der zahlreichen Wohltaten, die Max Tannenblatt zum Wohle seiner leidenden Glaubensbrüder ausübte und nahm in tief bewegten Worten Abschied von dem Verblichenen. Beim offenen Grabe vermittelte der Obmann der Chewra-Kadischa, Herr Samuel F r a n k 1, die letzten Grüße der Chewrabrüder. Das Andenken an Max Tannenblatt wird in unserer Gemeinde stets in treuer Erinnerung leben. 2,600.945 Juden in der Sowjetunion. Nach der veröffentlichten neuesten Statistik leben in den Ländern der Sowjetunion 2,600.495 Juden. Seit 1897 hat sich die jüdische Bevölkerung um kaum 4 Prozent erhöht, während der allgemeine Bevölkerungszuwachs fast 40 Prozent beträgt. DiVs erklärt sich daraus, daß zahlreiche Juden nach Amerika und Palästina abgewander' waren. Bei diesen Zählungen sind natürlich die Juden in den jetzt selbständig gewordenen Gebieten Polen, Lettland. Litauen usw. nicht berücksichtigt worden. Statt teurer, billiger! Anläßlich der Inventur gelangen im Musikhaus „Excelsior" Richard Herzog, Wien I., Adlergässe 5, jüdische und hebräische Schallplatten zu tief herabgesetzten Preisen zum Verkauf. Auch original englische Tanzschlagerplatten und beste Sprechapparate zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Leser unseres Blattes erhalten besondere Begünstigungen und Zahlungserleichterungen bis zu 18 Monatsraten. Jüngere Pensionistin. btlanZttMhtlg, rührig, zur Kontrolle geeignet fertranenswuTdlg, perfekte ÖmMinllfrln, nimmt jede Stellung an. Nähe bevorzugt. M. R., Trafik, VII., Kaiserstraße Nr. 96. . Gebildete Fron mittlerer Jahre, nanswesen und le ferner im Krankenpflege erfahren, in frauenlosem Wirkungskreis. Adr.: F. Wilhelm, IX., Türkenstraße 31/5. sodif Sfeile

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