Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1929
- Issue
- Heft 1 (4.1.1929)
- Date
- 1929-01-04
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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Seite 14 »MIHI lllllilllllllllllllllil DIE WAHRHEIT BETTFEDERN En gros SPEZIALHAUS en detail Lme Scmotten, Wien XIV., Braunblncbengasse Nr. 21 Telephon R38-3-83 — Provinzversand — Samstag geschlossen Zentrale: Mattersburg, Bargenland._ gendes Geständnis ablegen: „Am schwersten aber wurde und wird in Wien die verbitterte Atmosphäre innerhalb der (zionistischen) Partei darum empfunden, weil die ewigen Streitigkeiten die Negativen und Kampfhähne in den Vordergrund gelangen lassen, wir aber vor allem die Arbeiter und Sachlichen brauchen." Zurückgezogene Demission. Die Gemeinde Mainz sah sich kürzlich veranlaßt, die Rabbiner-Stelle auszuschreiben, und zwar mit einem Anfangsgehalt von 21.000 Mark, da Rabbiner Dr. Levy demissioniert hatte. Nunmehr hat Dr. Levy seine Demission zurückgezogen. In dem neuen Vertrag ist ein Qehalt von 24 000 Mark, steigend bis 28 000 Mark, vereinbart. Trauungen. Sonntag, den 30. v. M. fand im festlich geschmückten und beleuchteten Zeremoniensaal des Pazmanitentempels die Trauung des Fräuleins Ella E h r e n z w e i g, Tochter des Direktors Karl Ehrenzweig und seiner Gattin S e r a f i ne, geb. Schräme k, mit Herrn Med.-Univ. Dr. Fritz Lang statt. An der schönen Feier beteiligte sich der Vorstand des Tempelvereines unter Führung des Präsidiums vollzählig. Herr Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz hielt an das Brautpaar eine herzliche Ansprache, in der er die jahrelangen, hervorragenden Verdienste der Großeltern, Eltern und Familienmitglieder der Braut um das schöne Gotteshaus rühmend erwähnte. Er ermahnte das Brautpaar, stets eingedenk zu bleiben der grenzenlosen Liebe und Treue der Eltern, sowie der Erziehung, die sie ihnen haben angedeihen lassen, um auf den festen Grunde dieser echt jüdischen Tugenden das neue Haus aufzurichten. Die kantorale Funktion versah Herr Oberkantor I. Müller unter Assistenz des ersten Kantors A. Stift und des Tempelchores in hervorragender Weise. — Dienstag, den 1. Jänner fand im Gotteshause des Tempelvereines „Beth Israel", IL, Leopoldsgasse Nr. 29, die Trauung des Fräuleins Elsa Adler, Tochter des Ehepaares Siegfried Adler aus Horn mit Herrn Ludwig Wechsler, Sohn des Ehepaares Friedrich Wechsler statt. Eine große Zahl von Gästen füllte das schöne Gotteshaus bis auf das letzte Plätzchen und bemerkte man unter anderen: in Vertretung der israelitischen Kultusgemeinde und der „Union deutschösterreichischer Juden" Präsident Dr. J. O r n s t e i n, eine große Anzahl Delegierter des Vereines „Wohlfahrt", der „Chewra Kadischa" und der Steueradministration für den 2. Bezirk. Der Vorstand des Tempelvereines „Beth Israel" erschien unier Führung des Obmannes Kultusvorsteher Dr. Leo Landau vollzählig. Der Trauungsakt wurde von Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner M. Mayersohn in feierlicher Weise vollzogen. Als Freund des Hauses hielt sodann Herr Rabbiner Dr. Max G r u n w a 1 d eine Ansprache an das Brautpaar, in welcher er auf die hohe Wertschätzung hinwies, die den Brauteltern, insbesondere Herrn Friedrich Wechsler von weiten Kreisen gezollt wird. Die kantorale Funktion versah unter Assistenz eines erstklassigen Chores Herr Oberkantor E. Fränkel in ausgezeichneter Weise. Nach der Trauung fanden sich die Mitglieder, Freunde und Verehrer der Familien Wechsler-Adler zu einer Gratulation im Cafe-Restaurant des Hotel G u t h ein. Trauungsanzeige. Sonntag, den 6. Jänner, V*2 Uhr nachmittags, findet im Seltenstettentempel die Trauung des Herrn Berthold Popper, Sohn des Herrn Rat Josef Popper mit FrL Margit Politzer (Hornastubna) statt „Die Wiener Brockensammlung für jüdische Arme" (Fürsorgeveredn Auxilia) in Wien IX., Universitätsstraße 4, veranstaltet, wie alljährlich, auch im Jänner 1929 wieder eine Hilfsaktion zur Verteilung von je 2 Sack Kohle an arme hilfsbedürftige jüdische Familien. Groß ist die Zahl der eingegangenen Bittgesuche verschämter armer Familien und frierender Kinder. Gütige Geldspenden oder Mitteilungen wegen Abholung von Kleidern, Wäsche, Schuhe usw. an die Vereinsleitung. Postsparkassa-Konto A 150.331. Israelitischer Jugendgottesdienst. Am Samstag, den 5. Jänner 1929, um 3 Uhr nachmittags, findet der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirks-Synagogen statt. Der Verein für jüdische Geschichte und Literatur ladet zu dem am Montag, den 7. Jänner 1929, im Klubsaale der „Hakoah", I., Wipplingerstraße 24—26 (Cafe" Altes Rathaus, Eingang durchs Haustor) stattfindenden Vortrage des Herrn Komm.-Rat Theodor Ehrenstein, „Kunsthistorisches und über synagogale Fassadenkunst" ein. Beginn halb 8 Uhr abends. Eintritt frei. Gäste willkommen. Universitätsvorträge des Maimonides-Institutes über hebräische Literatur und Geschichte des Judentums, im Hörsaal 34 der phil. Fakultät vom Dozenten am Institut Herrn Dr. A. Kaminka: Mittwoch, 9. Jänner 1929, abends halb 7Uhr über „Das Problem der göttlichen Gerechtigkeit in der Welt" Neues jüdisches Theater. (Künstlerkabarett, II., Praterstraße 60.) Wochenspielplan: Freitag, den 4. Jänner gelangt zur Erstaufführung das dreiaktige Lebensbild mit Gesang „W i e man erzieht einen Mann", von L. Kobrin. Diese Novität wird Samstag den 5. und Sonntag den 6. wiederholt. Montag den 7. „A Weib im Luschen". — Dienstag den 8. „W ie man erzieht einen Man n". — Mittwoch, den 9. „Die B r i 11 La n t e n d a m e". — Donnerstag den 10. A nständige Mensche n." Bei sämtlichen Veranstaltungen wirkt das ganze Ensemble mit. Die Firma Friedländer & Deutsch, Gruft- und Grabmalerzeugung, Wien I., Seitenstettengasse 2 und XL, Zentralfriedhof, feierte vor kurzem ihr 35jähriges Bestandsjubi- 1 ä u m. Das Musikhaus Exzelsior, Wien L, Adlergasse 5, teilt mit, daß in den letzten Wochen jüdische und hebräische Schallplatten, speziell die ganz neuartigen Original amerikanischen Aufnahmen, reißenden Absatz gefunden haben, so daß der Verkauf derselben nur noch so lange der Vorrat reicht, stattfinden kann. Vorführungen für unsere Leser unverbindlich und kostenfrei. Außerdem findet derzeit ein Propagandaverkauf von erstklassigen Schlagerplatten zu besonders billigen Preisen statt. migioiisdies KönißslkM Seit vielen Jahren das anerkannt beste rzeitil M^TTDOT Man achte auf die ges. sesch. Mark« «Hyglen. Königslicht* und Name Schulz Fabrik und Büro; Wien XIV., Braunhlrschengasse 3 Telephon R 33-1-87 «I