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Die Wahrheit · 1938-02-25 · Heft 9 (25.2.1938) · page 7

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1938
Issue
Heft 9 (25.2.1938)
Date
1938-02-25
Page
– (sequence 7)
Language
German
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WEWA]TOHE1T_ Seite 7 'Montag, 28. Februar, Uhr abends, im Klübsaale,;L, Wiesingerstraße II (Cafe Atlashof, eigener Eingang, ^Souterrain), Vortrag des iMerrn Dr. Josef Loewy: i.Englische Bibelübersetzungen". Eintritt frei. Gäste willkommen. tfifkiveizer Bürger mit edlem und großzügigem Charakter wünscht Meiwat eventuell Einheirat in Großbetrieb gleich welcher Branche. Bin med. Chemiker und Kaufmann mit eigenen großen med. Erfindungen von Weltruf Nur ausiührtlshe, vertrauensvolle Bildofferten von nur vermögenden Damen an Postfach 700 (f$aset 5, Schweiz Generalversammlungen von TempeBvereinen. Der Tempelverein Wieden-Margareten hielt am 13. d. M. unter dem Vorsitz seines rührigen Obmannes Desider Wollner seine 63. ord. Generalversammlung ab. Der Vorsitzende konnte in seiner Eröffnungsrede ■u. a. begrüßen: Herrn Rabbiner Dr. M. G. Mehr er, als Vertreter der Kultusgemeinde Herrn Komm.-Rat A1 b e r s, den Chefredakteur . der „Wahrheit" O. Hirschf eid, die Präsidentin des Frauenvereines IV/V Alice Fischer und die Vizepräsidentiii Berta Stern, zahlreiche Delegierte von Tempelvereinen und viele Vereinsmitglieder. Aus dem vom Schriftführer Moriz König zur Verlesung gebrachten Tätigkeitsbericht sei insbesondere die unter schwersten materiellen Opfern der Judenschaft, der beiden Bezirke durchgeführte Inuenrenovierung des Tempels hervorgehoben, welche Leistung vornehmlich dem zu diesem Zwecke eingesetzten Komitee mit Herrn Philipp Stern .'.zu danken ist. Nach dem Kassabericht, erstattet von .Kassier Rudolf Steinfeld, wurde der Antrag des Re- •visors Max Boritz, dem Vorstand das Absolutorium zu erteilen, einstimmig angenommen. Es entwickelte sich nun eine überaus lebhafte Debatte über die mangelnde finanzielle Hilfeleistung der Kultusgemeinde für die mit großen Sorgen kämpfenden Tempelvereine, in welche ■Wechselrede fast alle anwesenden Vereinsvertreter eingriffen, woraufder- Delegierteder Kmtusgemeinde die Erklärung abgab, daß er sich in der Gemeinde für Einsetzung eines Komitees zur Behandlung der Fragen der Tempölvereine einsetzen werde. Die Neuwahlen erfolgten einstimmig per Akklamation. Sonntag, den 13 d. M. fand die 31. Generalversammlung des Döblinger Tempelvereines statt Der Obmann Herr Bela Fränkl begrüßte als . Vertreter des Vorstandes der israelitischen Kultusgemeinde den Präsidenten, Herrn Staatsrat Dr. Desider Friedmann, den Vereinsrabbiner Herrn Prof. Dr. A. Frankfurter, den Vertreter des Tempelvereinsverbandes, Herrn Ing. Koditschek, Herrn Trebitsch vom Müllnertempel, Herrn Direktor Josef Brüll, Chewra Kadischa XIX.. die Damen Frau Rosa Spira. Fränkl, Dr, Frankfurter, und Fr. Vogel für den Döblinger jüdischen Frauenverein, sowie die überaus zahlreich erschienenen Vereinsmitglielder. Nach dem allgemein beifällig aufgenommenen Rechenschaftsbericht deis Obmannes Herrn Bela Fränkl und den Bericht des Kassiers Herrn Wilhelm Löwy, zollte Herr Staatsrat Dr. Desider Friedmann dem Vorstande für seine ersprießliche Leistung und musterhafte Verwaltung höchstes Lob und würdigte die überaus würdige Gestaltung das Jugendgottesdienstes im 19. Bezirk. Herr Rabbiner Dr. Frankfurter sprach über die hohe Bedeutung der Synagoge in der Vergangenheit und der Gegenwart. Er entflammte die Anwesenden nicht nur zur Gebefreudigkeit, sondern auch zur persönlichen Teilnahme am jüdischen Leben. Herr Ing. Koditschek -würdigte die mustergültige Gebarung und versprach, die berechtigten materiellen Belange des Vereines im Schöße des Verbandes tatkräftigst zu unterstützen. Dem Vorstande wurde das Absölutorium einstimmig erteilt. Zum Schlüsse stellte Herr Leo Löwy den Antrag, die Generalversammlung möge Herrn Bela Fränkl in Anerkennung seiner vieljährigen vorbildlichen Führung der Gemeindeobliegenheiten zum Ehrenmitglied -ernennen. Dieser Antrag wurde einhellig angenommen. Am 17. Id. fand die Konstituierung des Vorstandes statt, die folgendes Resultat ergab: Obmann: Bela Fränkl: 1. Obmann-Stellvertreter: Generaldirektor Dr Max Leimdörfer; 2. Obmann-Stellvertreter: Ob.-Ing. Wilhelm Berger; Tempelvorsteher: Moritz Gal; Stellvertreter: Leo Löwy; Schriftführer: Dr. Emil Neuspiel; Stellvertreter: Dr. Artur Kolban; Kassier: Wilhelm Löwy; Stellvertreter: Eduard Trnka; Revisor: Simon Koch; neugewählt wurde Herr Robert Kretsch. Gedenkfeier im Pazmaniten-Tempel. Am 17. Februar veranstaltete der Vorstand zu Ehren seines im Vorjahre verstorbenen Ehrenmitgliedes Herrn Salomon Hoffina n n s. A. eine würdige Trauerfeier. Zu derselben waren unter Führung des Obmannes Herrn Oskar Schramek eine große Anzahl Vorstandsmitglieder und viele Andächtige, Freunde der Familie des Verstorbenen im Tempel erschienen. Die Witwe, Kinder, Enkel .und sonstige Angehörigen waren ebenfalls anwesend. Herr Oberkantor Müller rezitierte mit Chor den Psalm 49, worauf Herr Rabbiner Dr. Mehr er die Gedenkrede hielt. In dieser sprach er von dem vortrefflichen und allgemein beliebt gewesenen Herrn Salomon Hoftmann. von seinem Leben und seinen Charakterzügen. Er erwähnte, was dieser in den 50 Jahren, die er dem Tempelverein als Mitglied und Vorstand angehörte, in treuer Arbeit geleistet hat, daß er ein vorbildliches Familienleben geführt, über 55 Jahre verheiratet war und seine Kinder zu allem Guten 'snd Nützlichen erzogen hat. Salomon Hoffmann, sagte der Redner, ertreute sich zu allen Zeiten und in allen Kreisen, in denen erwirkte und sich bis in sein hohes Alter betätigte, der vollsten Sympathien, so daß sein Andenken ein dauernd gesegnetes sein wird. Secher zaddik Uwrocho. Sodann sang Herr Oberkantor Müller das „EI mole rachatnim" und verrichtete das Maariv-Gebet, nach welchem die Söhne Kadisch sagten. R. Kraus. Der Brigittenauer Isr. Frauen-Wohltätigkeitsvercin (Präsidentin Olga Fried mann) veranstaltet am Sonntag, den 27. Februar, 4 Uhr nachm., im Festsaale des Hotel Metropol, I.. Morzinplatz, eine Akademie unter Mitwirkung folgender Kunstkräfte: Das Kiinstlerpaar Professor Erich Holländer und Trau, Violine und Cello, Klavierbegleitung Frau Regierungsrat Hedwig Massarek, Herr Martin Müller, Volksoper. Fraii Trude Roth. Herr Ernst Morgan (Klavierhumorist). Conference: Herr Hammer iRcnacher). Der Reingewinn diesr Akademie ist den notleidenden Armen des 20. Bezirkes gewidmet. Wir bitten alle, zu dieser Veranstaltung zu kommen und so zur Linderung des jüdischen Elends beizutragen. Danksagung Außerstande für die mir anläßlich des Ablebens meiner Gattin so zahlreich zugekommenen Beweise der Teilnahme an meinem unersetzlichen Verlust jedem einzelnen zu danken, bitte ich meinen in" nigsten Dank auf diesem Wege entgegenzunehmen. Oberkantor Josef Fouer Der Jüdische Frauenverein Landstraße (Präsidentin Frau Erna von Schwarz-Hiller) veranstaltet am Dienstag, den 1. März, halb 9 Uhr, in den Räumen des Hotel Metropole, ein Kostümfest Unter der Devise „NjaVht ohne Sorgen'*. Das Reinertrügnis fließt zur Gänze den wohltätigen Zwecken des Vereines zu. Freunde und Gönner des Vereines werden gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. Kapell« „Winaple-Band", Mitwirkung prominenter Kunstkräfte. Eintrittskarten S 3.—, bei allen Vorstandsdamen und im Wiener Ring-Cafe. Sommerkleidung, Dirndl oder Trachten. Der humanitäre Geselligkeitsverein ..Die Sauer, brunner Kurgäste" veranstaltet am Sonntag, den 27. Februar, 5 Uhr nachm.. im Blauen Saal des Cat'c „Sächsischer Hof". IL, Taborstraße 46a, eine gesellige Veranstaltung mit Akademie und Tanz. Mitwirkend: Geller. Liedersänger. Richter. Black-Outs, Rita Klein, Tanz, Gugi Singer, Gesangskünstlerin. Leo Werter, Humorist, Albert Hauser und Paul Klein, Sketch, Ronai, Zauberkünstler, O. Grosse, Gesangskomiker. Conference: Leo Werter. Klavierbegleitung: Otto Knoller.-Jazz: Fuks-Witty-Wexers, Originalbesetzung. Entree S 1.—. Beginn 5 Uhr nachmittags. Aufruf des Prater-Talmud-Thora-Vereins. Das erstemal seit seinem Bestand wendet sich der Prater-Talmud-Thora-Verein um Hilfe an die jüdische Oeffeutiichkeit: Unser Verein, der seit dem Jahre 1923 besteht, hat es sich zur Aufgabe gesetzt, die jüdischen Kinder des Praters zu erfassen und sie einem wahrhaft jüdischen Religionsunterricht zuzuführen. Zur Zeit erteilen erstklassige Lehrkräite 200 jüdischen Kindern durch 5 Stunden täglich unentgeltlichen Unterricht. Da ohne Hilfeleistung das Schulwerk vor o'ein Zusammenbruch steht, wendet sich der Vorstand des Instituts mit einem dringenden Appel] an die jüdische Oeffentlichkeit: Bewahrt die Prater-Talmud-Thora- Schule vor der Sperre. Durch die kleinste Spende kann man dazu beitragen, das große Werk zu erhalten. Spenden wollen auf das Postsparkassenkonto B-44-4-85 eingezahlt werden. Jüdische Oeffentlichkeit, helfe rasch! senmochona von Gräften and Gräbern ieopQldOeutschJienXl. einzige jüdische Gärtnerei beim Zsntraliriedhoi I. Tor, Tel. U 13-0-40 Zentralfriedhof IV. Tor, Tel. U 17-0-08 ngene Hoftüren In der schicksalsschweren Gegenwart lastet aal einem großen Teil der jüdischen Bevölkerung, deren Lebensraum immer kleiner und' deren Erwerbsmöglichkeit immer enger wird, größte Not. Am ärgsten jedoch sind durch die Zeitverhältnisse die jüdischen Arbeitslosen in Mitleidenschaft gezogen, für die der Weg zur Arbeit überall, in Landwirtschaft und Industrie, auf cem Gebiete der öffentlichen Arbeiten und sogar In Handel und Gewerbe erschwert ist. Viele Tausende jiicischer Arbeitsloser sind mit ihren in Not geratenen Familien dem zermürbenden Elend und der würgenden Verzweiflung preisgegeben. An dieser Tragik zerbricht in erster Reihe die jüdische Jugend, die ziel- und hoffnungslos umherirrt, ohne Arbeit und Uuischicbtungsmöglichkeit zu finden. Die jüdischen Unternehmer dürfen sich nicht der Erkenntnis der Notlage verschließen. Nur durch Beschaffung eines Arbeitsplatzes kann das Leid der jüdischen Arbeitslosen gelindert, die Eingliederung in das Wirtschaftsleben ermöglicht werden; nur auf diesem Wege kann erreicht werden, daß die soziale Ethik auch gegenüber den jüdischen Arbeitslosen wirksam wird, die es als pflichtbewußte Staatsbürger besonders hart empfinden, am Gemeinwohl nicht mitarbeiten zu dürfen. Denn nur durch Arbeit und Leistung können wir Soziale Wertung, politische Gleichberechtigung und wirtschaftliche Existenz behalten. Arbeitgeber, vergesset nicht der tragischen Lage dieser unglücklichen Menschen ohne Arbeit, Brot und Obdach, verschließt die Augen nicht und öffnet die Tore eurer Arbeitsstätten auch für den jüdischen Arbeitslosen. Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis. Jüdische Unternehmer, fordert den Bedarf an Angestellten und Arbeitern aller Kategorien beim jüdischen Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, ]., Kohlmessergasse 4, Tel. U 27-0-63, an. Die Wiener Brockensammlung für Obdachlose und Arme. VII., Kaiserstraße 92, bittet um alte Kleider, Schuhe, Wäsche, Möbel etc. für ihre vielen Hilfsbedürftigen. Abholung kostenlos. Telephon B 37-3-48. JÜDISCHES KULTURTHEATER I.. Kai 3, R 28-2-3«. Täglich, 20 Uhr (Sonn- und Feiertags auch 15 Uhr 30 als Nachmittagsvorstellung bei kleinen Preisen), Sch ol ein Ale j che ms Volksstück „Das Große Los" in der deutschen Uebersetzung und Bühnenbearbeitung von Dr. Jakob Rosen thal. Regie: Fritz Links. JÜDISCHE VOLKSHOCHSCHULE I„ Kai 3. R 28-2-36. Montag: Dr. A. Bogner: Ein Gang durch die Jüdische Geschichte. 7 bis 8 Uhr. Fr. Jonas (dipl. in London): Englisch für Anfänger, 7 bis 9 Uhr. Dienstag: Prof. Dr. M. Papo: Bibel und Gegenwart, 7 bis 8 Uhr. Dr. L. Brüll: Hebräisch für Fortgeschrittene, 8 bis halb 10 Uhr. Mittwoch: E. Feldmann: Englisch für Fortgeschrittene. 7 bis 9 Uhr. J. Wittler: Hebräisch für Aniänger, halb 8 bis halb lü Uhr. Donnerstag: Prof. Dr. K. Kupier: Fest- und Alltags- . bräuche. 7 bis 8 Uhr. Fr. Jonas: Englisch für Fortgeschrittene, 8 bis halb 10 Uhr. Jüdische Volkshochsdbulbüdierei. _U Kai 3._ Für Mitglieder gegen mäßige Entlehngebühren alle Neuerscheinungen aus Belletristik und Judaica. JÜDISCHE JUGEND WIENS! Gedenkt der Leistungen und des Opferwillens eurer Väter für Oesterreich, denkt daran, was Oesterreich euren Vätern stets bedeutet hat. Dann werdet Ihr verstehen, daß auch euch dieses Land Heimat und Vaterland sein muß. Macht euch nicht bewußt zu einer rechtlosen Minderheit, sondern denkt immer daran, daß Ihr aur Grund eurer Zugehörigkeit zum Oesterreichertum und zur österreichischen Kultur ein Recht auf volle Gleichberechtigung habt. Jüdische Jugend Wiens, an euch liegt es, zu beweisen, daß Ihr die würdigen Kinder eurer österreichischen jüdischen Väter seid, die für Oesterreich gekämpft und gelitten haben. Jüdische Jugend Wiens hinein In die JUGiND-UNION Die Propagandaleitung der Jugend-Unkm, L, Schottenring 25. Aniaaldungan Jadan Mittwoch und Donnaratafl «an 7 bis 8 Uhr abands Im Klub

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