Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1937
- Issue
- Heft 52 (31.12.1937)
- Date
- 1937-12-31
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Seite 8 DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Hafftorah-Tafel Oebetsmnden Tebeth-Sdiebat 5698 Dez.l957-Jän.i938 früh abfls. 7.15 Tebeth 27. 4.10 / Wnero (2.B. M.) * 1 Haftora 1 8-30 „ 28. { 5an om»r ad elanhim 1 5M '• 1 Heworcbim Ha- 1 1 cbaudesch j * Borchi Nafschi ) 7.15 ,, 29. Jaum tipur kotaun 7.15Scbebatl.(RoschChandescb;.bis4.4.30 abds. Freitag, 31. Dei. 4.10 Samstag, 1. Janner 5.00 Sonntag, 2. bis Donnerstag, C. 4.30 Oberkantor Postolow inne, der eine glückliche Hand bei der Zusammenstellung der Künstler bewies, jeder einzelne war ein Schlager. Mit großer Genugtirung ist hervorzuheben, daß bei dieser Veranstaltung zumeist junge Künstler, aufstrebende Talente auf der Bühne standen, die sich in der Oeffentüchloeit schon jetzt einen Namen machten. Auch haben sich viele Künstler in uneigennütziger Weise zur Verfügung gestellt. Die Namen der Künstler sind: Robert Inger, Hilde Brüll, Gerda Redlich, Tifly Grünberg, Hilde D uQitizk a j a, Prof. Zimbler, Heiteres jüdisches Quartett, Fritz Bau, Jazz-Kapelle Elite K i d d i s. Der Obmann Herr |osef Klein hatte Gelegenheit, viele Honoratioren des Bezirkes, sowie die Abgesandten der Tempel- und Wohlfahrisvereine zu begrüßen). Er dankle iii launiger Weise besonders den Damen für das . Büffet und begrüßte die sehr zahlreich erschienene Jugend und bat sie, beim Ausbau der Ausspeiseaktion mitzuhelfen. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß dank der Mitwirkung aller Damen und Herren des Vereines die Veranstaltung eine ausgezeichnete war und einen ansehnlichen Reinertrag abgeworfen hat. Non stop-Komiker-Revue am Samstag, den 8. Jänner 1938, um halb 8 Uhr, im Großen Saale des Konzerthauses. Es wirken mit: Dela Lipinskaja, Fritz Grün- Daum, Karl Farkas, Betja Milskaja, Hermann! Leopoldi, Armin Berg, Die Meloparodisten, Josef Baar, Die kleine Inge Schrecker, Das heitere Quartett des jüd. Gesangvereines. Der Reinertrag dieser Veranstaltung fließt folgenden charitativen Institutionen zu: Vereinigte jüdische Volksküchen „Seudat Sabat", II., Krummbaumgasse 8, „E i n h e i t" Verein zur Errichtung und Erhaltung von Volksspeisehallen, H., Malzgasse 12, „A ktion jüdische Jugend in No t", I., Kohlmarkt 5. Karten zum Preise von 1 bis 6 Schilling sind erhältlich in den Büros der genannten Institutionen, bei der Konzertkasse Dr. Hohenberg, I., Operngebäude, in Gronners Kartenzentrale, I., Graben 28, bei der Jüdischen Kulturstelle, I., Franz Josefs-Kai 3, und in der Redaktion der „Wahrheit", Ii., Heinestraße 13. „Ohe! Shem" (Polnischer Tempel), IL, Leopoldsg. 20. Freitag, den 31. d. M., 8 Uhr abends, Vortrag des Herrn Jakob M. Frostig: Wochenabschnitt mit „Or Hachaijm". Anschließend, Oneg Sabbath. Jüdisches Kulturtheater. Täglich, 20 Uhr (Sonn- und Feiertags auch als Nachmittagsvorstellung 15 Uhr 30) „Uriel Acosta", Schauspiel in fünf Aufzügen von Karl Gutzkow. Freitag, 31. Dezember, wird außerhalb des Spielplans „Jakob und Christian" gegeben, eine Komödie von S. Gronemann, die in dieser Saison einen Serienerfolg erlebte. Die Aufführung der Komödie beginnt um!9 Uhr. Paul Muni im Jüdischen Kulturtheater. Paul M u rt i, der große Schauspieler und Filmdarsteller, der zu kurzem Besuch in Wien, seiner Heimat weilte, wohnte Dienstag mit seiner Gattin in Begleitung des Managers der Warner Bros. First Nationais Films. Ges. m. b. H. Willy Simmenauer einer Vorstellung des Schauspiels „Uriel Acosta" von Karl Gutzkow im Jüdischen K u 11 u r t h e a t e r bei. Der Künstler spendete der Darstellung, der Regie und dem Bühnenbild wiederholt Beifall und höchstes Lob und erklärte nach dem Rabbi Akiba-Akt, die Darbietung sei ganz große Burgtheater-Kunst. Nach der Vorstellung äußerte er den Wunsch, die Schauspieler — seine Freunde, wie er sagte — kennenzulernen!. Er dankte ihnen auf der Bühne in 'begeisterten Worten für den hohen Kunstgenuß, den sie ihm bereitet haben und betonte, er müsse auch die geistige Kraft rühmen, in einem so beschränkten Raum ein Werk wie „Uriel Acosta" so hinreißend zu spielen. Als Jude müsse er der Organisation, die ein so wertvolles soziales und kulturell-ethisches Werk wie das Jüdische Kulturtheater aus eigener Kraft geschaffen und erhalte, seine Freude und seinen Dank aussprechen. Im Einzelgespräch mit allen Mitgliedern der Schauspieler-Gemeinschaft erzählte Muni, daß er mit seinen Eltern im fünften Lebensjahre Wien verlassen habe und nach Amerika abgereist sei, wo er noch als Knabe 1912 Possart in der Titelrolle von „Uriel Acosta" in Chicago gesehen habe. Er selbst habe auch in „Uriel Acosta" gespielt, aber nicht den Uriel, sondern nur den „bösen Mann", De Santos. Bevor Muni, von dem Publikum auf das herzlichste akklamiert, das Theater verließ, schrieb er in das Gästebuch folgende Worte in englischer Sprache: „Meinen innigsten Dank dem Kulturtheater für den höchst anregenden Abend. Mehr Widerhall und größte künstlerische Entwicklung wünscht Paul Muni. — Wien, 28. XII. 1937. Lcopoiusiudier Iempeivcrein Aesihel Awf o&om II., PüZRlöRUcilttCSSe 6, Tel. R 41-9-63 Anmeldungen f. Aulgeboten, Trauungen (audi unt. freiem ninimei) u. Darmizwaus Partelenverk.hr an Weikugea Ton 2 bis Vt4 Uhr nach, mittag', an- Sonntagen von 10 bis 12 Uhr vorminagt Oabetstnnder. trüb Tebeth — Schebat B698 abda 6 45 Tebeth 27. 4.10 (Wnero (2.B.M.) 1 Haftora I M.tu v. h.uu „ za. i Kan Omar ad elauhim J5.00 " I Heworchim Hachaudescb I [ Borcbi Nafschi ) tiJ „ 29. Jaum kipiir kttaun \ av\ | Schebat 1. (Rosch Chaude«ch) bis 4. | *-su Zur Bewerbung für alle obige Stiftungen sind Gesuchsbögen zu verwenden, welche in der Einreichstelle (Fürsorge-Zentrale, Wien I., Seitenstettengasse 2, I. Stock) unentgeltlich ausgefolgt werden. Die Gesuchsbögen enthalten auch nähere, für die Bewerberinnen wichtige Bestimmungen. Kundmachung. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien gibt bekannt, daß die Gebühr für das Schlachten von Gänsen im Geflügelschlachtlokal der israelitischen Kultusgemeinde, Wien Ii, Im Werd 1, ab 23.. Dezember d. J. 40 Groschen pro Stück beträgt. Bilanzabscltlüsse und Steuerftehenntnlsse Neuoniagen, Revisionen, Bcdinoditrdge sowie steoereriedlgangen teder Ar. übernimmt BBftsaiierstäiiüer DIR. GUSTAU K0LN1H Büro für Buchhaltung, Bilanz und Steuerberatung Wien IB.. TniborstroOe Telephon R 45-3-30 ■■■■■■■■■■■»■■■■1 Amtliche Ve*£aut&a>iunQen de* Js*ae£UiscfieH JCultusgemeiude Wien Beerdigungen. Predigten in den Synagogen. Freitag, den 31. Dezember, bei den um 4 Uhr 10 Minuten beginnenden Abendgottesdiensten in nachbenannten Gemeinde- und Bezirksrsynagogen, und zwar: 1. Bez., Seitenstettenig. 4, Oberrabb. Dr. I. Taglicht; 3. Bez., Unt. Viaduktg. 13, Rabb. Dr. K. Kupfer; 5. Bez., Siebenbrunneng. la, Rabb. Dr. M. G. Mehrer; 6. Bez., Schmalzhofg. 3, Rabb. Dr. J. Drobinsky; 8. Bez., Neudeggerg. 12, Rabb. Dr. M. Bauer; 9. Bez., Mülmerg. 21, Rabb. Dr. A. Z. Schwarz; 10. Bez., Humboldtg. 27. Rabb. Dr. A. Weiner; 13. Bez., Eitelbergerg. 22, Rabb. Dr. M. Lewin; 16. Bez., Huberg. 8. Rabh. Dr.' J. M. Bach; 19. Bez., Dollinerg. 3, Rabb. Dr. A. Frankfurter; 20. Bez., Kluckyg. 11,-Rabb. Dr. B. Murmelstein. Samstag, den 1. Jänner, beim Vormittagsgottesdienste Schrifterklärung: 21. Bez., Holzmaisterg. 12, Rabb. Dr. M. Rosenmann. Adolf, Therese und Julius Stern-Wohltätigkeitsstiftung. Verleihungsbetrag: S 2000.—. Berwerbungsberechtigt sind: Würdige und bedürftige Personen jüdischer Konfession ohne Unterschied des Geschlechtes und ohne Rücksicht auf die Staats¬ und Gemeindezugehörigkeit. . Bevorzugt sind: Von allen Bewerbern solche der Unterstützung würdige und bedürftige Einschreiter, welche die Verwandtschaft odsr Schwägerschaft mit dem am 14. April 1S99 verstorbenen Stifter, Herrn Adolf Stern oder dessen Gattin, Frau Therese Stern geb. Kanirz nachzuweisen vermögen. Verleihungstag: 14. April 1938. Gesuchsbeflagen: Geburtsschein, bzw. Trauungsschein, Armutszeugnis, eventuell Verwandtschaftsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Jänner 1938. Einreichstelle: Fürsorge-Zentrale der isr. Kultusgemeinde, Wien I., Seitenstettengasse 2, I. Stock, Tür 16. Karoline Güterbock-Stiftung. Gesamtverleihungsbetrag: S 300.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme kranke Frauen tind Mädchen mosaischer Konfession. Bevorzugt sind: solche arme kranke Frauen und Mädchen mosaischer Konfession, welche in Holic leben oder dahin zuständig sind. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, ärztliches Zeugnis, Mittellosigkeitszeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Jänner 1938. Einreichstelle: Fürsorge-Zentrale der isr. Kultusgemeinde, Wien I., Seitenstettengasse 2, I. Stock, Tür 17. Jakob Luxemburg-Stiftung. Gesamtverleihungsbetrag: S 500.—. Bewerbungsberechtigt sind: Hilfsbedürftige Wjtwen, welche im 3. Wiener Gemeindebezirk wohnhaft sind. Bevorzugt sind: Von den oben bezeichneten Personen Beamtenswitwen galizischer Herkunft, wenn ihnen durch die Verleihung eines Betrages zu-einer Existenz verholten wird und die Erziehung der verwaisten Kinder ermöglicht, resp. erleichtert wird. Einreichungsfrist: Bis 31. Jänner 1938. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Totenschein des Gatten, eventuell Geburtsscheine der Kinder. Einreichstelle: Fürsorge-Zentrale der isr. Kultusgemeinde Wien 1., Seitenstettengasse 2, I. Stock. 22. Dezember 1937: Otto Bauer, 58 Jahre. 13. Bez., 1. Tor. — Viktor Bonyhard, 32 Jahre, 3. Bez.. I. Tor. — Rosa Rattner, 70 Jahre, 9. Bez., IV. Tor. — Sigmund Sorger, 76 Jahre, 9. Bez., IV. Tor. — Theodor Seidl, 59 Jahre, Zellerndorf, IV. Tor. — Nerche Hflsenrath, 79 Jahre, 10. Bez., IV. Tor. 23. Dezember: Sabine Infeld, 62 Jahre, 9. Bez., I. Tor. — Elsa Wach«, 66 Jahre, 1. Bez., I. Tor. — Josef Gross, 68 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. — Julius Niko, 4. Bez., IV. Tor. — Carl Selkes, 80 Jahre, 9. Bez., IV. Tor. — Josef Kowalik, 53 Jahre, 1. Bez., IV. Tor. — Rosa Rosenfeld, 71 Jahre, 7. Bez., IV. Tor. — Siegfried Rauch, 72 Jahre, 18. Bez., IV. Tor. — Naftali Meier Racker, 59 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. — Dwora Lubjanika, 38 Jahre, Tel-A-Viv, Mödling, IV. Tor. — Martha Sand, 26 Jahre 2. Bez.. IV. Tor. 24. Dezember: Ernestine Klein, 65 Jahre, 18. Bez., 1. Tor. — Josef Kolnik, 84 Jahre, 18. Bez., I. Tor. — Isak Klein, 49 Jahre, Rzeszow-Polen, IV. Tor. — Fanny Herzfeld, 76 Jahre, 18. Bez., IV. Tor. — Laura Robitschek, 76 lalire, 3. Bez., IV. Tor. — Rosa Eisner, 79 Jahre, 13. Bez., IV. Tor. — Adolf Hecht, 68 Jahre, 6. Bez., IV. Tor. 26. Dezember: Katarina Bäck, 70 |ahre, 6. Bez., IV. Tor. — Oskar Melnik, 65 Jahre, 7. Bez.. IV. Tor. — Siegfried Lindenfeld, 57 Jahre, 6. Bez., IV. Tor. — Fanny Feigl Öszeret, 70 Jahre, 10. Bez.. IV. Tor. _ Albert Beer, 85 Jahre, Baden, IV. Tor. — Leo Gerstl, 41 Jahre, 19. Bez., IV. Tor. — Aron Leiser Pasternak, 56 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. — Therese Bernstein, 75 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. — Dr. Markus Leser, 31 Jahre, 8. Bez., IV. Tor. Viktor Pelichower, 43 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. — Gustav Grünhut, 81 Jahre, 2. Bez.. IV. Tor. 27. Dezember: Dr. Adolf Stein, 99 Jahre, 1. Bez., 1. Tor. 28. Dezember: Ludwig Polatschek, 68 Jahre, 7. Bez., I. Tor. — Arnold Steiner, 72 lahre, 2. Bez., IV. Tor. — Adolf Leopold Klopstock, 81 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. — Marie Liebschütz, 78 lahre. 2. Bez., IV. Tor. — Anna Opoert, 68 Jahre, 12. Bez., IV. Tor. — PauHne Hirsch rekte Broczener, 43 Jahre, 9. Bez., IV. Tor. — Mathilde Heller, 74 Jahre. 9. Bez., IV. Tor. — Regine Faltin. 73 Jähre. 3. Bez., IV. Tor. — Malvine Herzmann, 67 Jahre, 4. Bez., IV. Tor. — Martha Nassau, 79 Jahre, 2. Bez.. fV. Tor. — Charterte Fürst, 81 lahre. 19. Bez.. Döbl. Friedhof. — Fischl rekte Norbert-Friedberg, 56 Jahre. 18. Bez.. IV. Tor. — Nachman Berkovits, 43 Jahre, 18. Bez.. IV. Tor. — Meier Josef Rosenberg, 83 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. Austritte aus dem Judentum. Rosa Heinzel, geb. Lackenbacher, geb. 2. April 1870 in Wien, verh., X., Leebgasse 5. — Samu Kabos, geb, 27. März 1857 in Sepsiszentgyörgv, Privater, verwitwet, II., Obere Donaustraße 79. — Felix Grünbaum, geb. 7. September 1911 in Wien. Eisenbahner, led., XV., Leydoldtgasse 4. — Hedwig Tedesko geb. Frank, geb. 20 Mai 1887 in Wien, Private, verh., III., Landstr. Hauptstraße 5. — Kari Tedesko, geb. 13. Februar 1874 in Wien, Privatier, verh., III., Landstr. Hauptstraße 5. — Heinz Rolf Hoffmann, geb. 27. November 1922 in Wien, Praktikant, led., III:, Fasangasse 32/4. — Dr. Hugo Rosinger, geb. 12. Mai 1879 in: Sopron. verh., Kaufmann, VII., Richtergasse la. — Peter Krott, geb. 7. August 1919 in Wien, Hochschüler, led., VII., Mariahilferstr. 126. _ Kurt Kammer, geb. 31. März 1919 in Wien. Maschinenschlosser, led., I., Gonzagagasse 13. — Sofie Fürth geb. Pollak, geb. 24. September 1859. in Wien, verh.; III., Schwarzenbergplatz 7. _ Eigentümer, - Herausgeber, Verleger und verantwortlicher Schriftleiter: Oskar Hirschfeld, Wien 11.» Praterstraße 29. — Druck: Ignaz Spitz & Söhne. Wien II. Robertgasse 2. r<e* T<& ST| * »je* : -