Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1937
- Issue
- Heft 49 (10.12.1937)
- Date
- 1937-12-10
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Nr. 49 — 10. Dezember 1937 DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Haftorah -Tafel Otb«T|tUD<1>-i Tebeth 5698 Dezember 1937 früh abds. 7.15 Tebetb 6. 4.00 fwajgasch (l.B.M.) \ 1 U»itora 1 &S0 „ 7. { Wajfai dewar äschern S 4.50 1 elai 1 y Borchi Nafschi 1 ( „ 8. und 9. \ 10. Asoro betewes 1 7.15* (Fasten) f410 (. „ 11. und 12. J abds. Preitae, 10. 4.00 Samstag, 11. 4.50 Sonntag, 12. und Montag, 13. 4.10 Dienstag 14. Fasten Asorobetewes 4.10 Mittwoch 15. und Donnerstag, 16. 4.10 „Hachnusas Kalu" (Obmann S. Buchs bäum). In den Jüdischen Künstlerspielen. II., Praterstraße 34. wird am 15. Dezember das musikalische Lustspiel „Tanzt Jidalech, tanzt' mit der beliebten Künstlerin Sevilla Pastor in der Hauptrolle aufgeführt Da der Reingewinn dem Fonds zur Unterstützung armer Bräute zugeführt wird, werden die Mitglieder, Freunde und Gönner gebeten, dieser Theateraufführung beizuwohnen. Chanukkaffeiern. In der Israelitischen Kinderbewahranstalt des Vereines Wohlfahrt, n.. Schlffamtsgasse 15. fand Sonntag, den 5. d. M., die alljährliche Chanukkafeiejstatt. Zahlreiche Korporationen hatten ihre Delegierten entsandt An Stelle des abwesenden Herrn Vizepräsidenten Dr. Berthaid S p i e g 1 e r wurde die überaus gehaltvolle Festrede von Herrn Kultusvorstand Dr. Ernst Feldsberg gehalten. Die Festgesänge wurden von Herrn Oberkantor M a r g o 1 i e s und seinem Chor vorgetragen. Zum Schlüsse der Veranstaltung waren noch einige reizende Darbietungen der Kleinen, welche mit großem Beifall aufgenommen wurden. Um das Gelingen des. Festes hatte sich ein rühriges Damenkomitee bemüht und es im Vereine mit dem Vorstand und den zahlreichen Gönnern der Anstalt auch heuer ermöglicht, die 120 Zöglinge mit kompletter neuer Bekleidung und Spielsachen zu beteilen. Israelitisches Altershehn. Am 2. d. M. fand im israelitischen Altersheime. IX., Seeg. 9. die Chanukka-Feier statt. Dank der vielen aufgebrachten Spenden war es auch neuer trotz der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse möglich, den Insassen durch Aufbringung zahlreicher und wertvoller Geschenke eine Freude zu bereiten. Nach dem Festessen erfolgte die Beteilung der 450 Pfleglinge. Hierauf fand im Betsaale ein feierlicher Gottesdienst statt, bei dem Obenkantor PostoJow unter Mitwirkung des Chores des Leopoldstädter Tempels die kantorale Funktion in ausgezeichneter Weise versah. Rabbiner Dr_. Schwarz richtete an die Insassen des Heimes und an die Gäste eine Ansprache, die andächtig angehört wurde. Als Festgäste waren erschienen: vom Kultusvorstand Herr Friedrich Feuer, die Mitjil.eder der Kommission, Herr Max B e 11 a k und S. Oesterreicher, Amtsdirektor Dr. Löwenherz. vom Verein weiblicher Fürsorge Frau Komm.-Rat K a d i s c h, der Schriftführer des Vereines „Bikur Chaulim" Herr Bratmann. Frau Sinai. Herr und Frau Kornm e h 1. Herr und Frau W a 11 u c h und noch viele andere. Nach Schluß des Gottesdienstes brachte ein Pflegling der Anstalt namens aller den herzlichsten Dank für die schöne Feier zum Ausdruck. Der Währinger Israelitische Frauenverein hat wie alljährlich auch heuer wieder zu Chanukka eine Bekleidung veranstaltet, wobei 72 alte Frauen und 62 Kinder mit Wäsche, Schuhen, Kleidern. Anzügen, Strümpfen und Wollsachen reich beschenkt wurden. Außerdem wurden den Kindern am 2. d. M. im Caffi Kolosseum im IX. Bezirk eine Jause gegeben und erhielten sie reichlich Süßigkeiten, Backwerk, Obst und diverse Geschenke. Der Verein verdankt diese Spenden und Wohltaten seinen Gönnern und dankt denselben, sowie auch allen Vorstands-Damen herzlichst. Bei der Klinder-Jause sprach nach Begrüßung der Präsidentin des Vereines, Frau Med.-Rat Dr. Gisela Winter. Herr Rabbiner Dr. Schwarz einige Worte. Zum Schlüsse hielt in Vertretung der Frau Direktor Ullmann Frau Komm.-Rat K a d i s c h in überaus schönen und herzlichen Worten eine Ansprache an die Gäste und Veranstalter des Festes, sowie an die Kinder. Versorgungsheim Lainz. Sonntag, den 5. d. M., fand eine Bescherung im Anschlüsse an eine Chanukkafeier bei den jüdischen Insassen des Versorgungsheines in Lainz statt. Im Tempel dieses fand sich ein. der Vorstand des jüdisch-humanitären Vereines Lainz unter Führung des Obmannes Herrn Chefarztes Dr. Schafranek. Im dichtbesetzten Saale eröffnete die Feier Herr Oberkantor J. Rabinowitsch mit ritueiten Gesängen, und erfreute die Zuhörer, mit seiner hervorragenden Stimme. Herr Rabbiner Dr. J. Zimmeis hielt eine tief zu Herzen gehende rührende Ansprache. Der Obmann des Vereines richtete einige freundliche Worte an die anwesenden Pfleglinge. Herr Komm.-Rat A. Albers begrüßte sie als Delegierter der Kultusgemeinde. Dann fand die Beteilung der Pfleglinge in sämtlichen Pavillons statt. (Weitere Berichte folgen in unserer nächsten Nummer.) LESET DIE WAHRHEIT! AfHtiidie Vexiaut&aWHgefi Avl J&tae&ikditu. JiuttusQttneittde Wien Predigten in den Synagogen. Freitag, den 10. Dezember, wird bei dem um 4 Uhr beginnenden Abendgoitesdienste in der. Gemeindesynagoge 18., Schopenhauerstr. 39. Herr Rabb. Dr. A. Z. Schwarz eine Predigt halten; Samstag, den 11. Dezember, beim Vormiitagsgottesdienste Schrifterklärung: 21., Holzme'istergasse 12, Herr Rabb. D. M. Rosenmann. 1. Jugenc&ottesdienst für Volks-, Haupt- und Mittelschülerinnen). Samstag, den 11. Dezember, um 3 Uhr nachm., in allen Gemeinde Synagogen. 2. Besondere Jugendgottesdienste für Mittelschüler (innen) der Unterklassen im II,, IX. und XX. Bezirke. Samstag, den 11. Dezember, um H5 Uhr nachm., 'im Leopoldstädter-Tempel, IL. Tempelgasse 5 und in den Bezirks-Synagogen, IX., Müllnergasse 21 und XX., Kluckygasse 11. 3. Gottesdienst für die reifere Mittelschuljugend. Freitag, den 10. Dezember, um K>7 Uhr abends, im Stadttempel, I., Seitenstettengasse 4. StelieHausschcei&utU}. Bei der Israelitischen Kultusgemeinde Wien gelangt die Stelle des Leiters der Rechnungskontrolle aller Aemter und Anstalten der Kultusgemeinde zur Besetzung. Erfordernisse für diese Stelle sind: Genaue Kenntnis der Buchhaltung, der Nachweis organisatorischer Tätigkeit in großen Betrieben, insbesondere auf dem Gebiete des Kontrolldienstes. Jüdische Bewerber, die das 40. Lebensjahr noch nicht überschritten haben, die österreichische Bundesbürgerschaft besitzen und eine über das Mittelschulstudium hinausreichende Bildung nachweisen können, haben ihre Gesuche unter Vorlage der Personaldokumente und Zeugnisse bei der Amtsdirektion der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien I., Seitenstettengasse 4, spätestens bis 19. Dezember 1937 zu überreichen. Der Kultusvorstand behält sich vor. die näheren Bestimmungen des abzuschließenden Vertrages mit dem in Betracht kommenden Bewerber zu vereinbaren. Julius Engelbert-Ausstatfungsstif tung. Gesamrverleihunesbetrae: S 800.— und zwar, je 2 Stiftplätze für zwei in Lezajsk (Polen) und zwei in Wien geborene Bewerberinnen. Bewerbungsberechtigt sind: Arme, würdige, im Brautstand befindliche Mädchen. die in Wien oder Lezajsk geboren sind. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein. Armutszeugnis, Brautstandsnachweis. Sittenzeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 10. Jänner 1938. Einreichungsstelle; Wien I.. Seitenstettengasse 2, Fürsorge-Zentrale der israelitischen Kultusgemeinde Wien (I. Stock. Tür 16). Bewerberinnen, welche sich vor der Verleihung des Stiftungsbetrages verehelichen, verlieren die Bewerbungsberechtigung. Zur Bewerbung für die obgenannten Stiftungen sind Gesuchsbogen zu verwenden, welche in der Einreichstell© (Fürsorge-Zentrale. Wien L. Seitenstettengasse 2. I. Stock), unentgeltlich ausgefolgt werden. Die Gesuchsbogen enthalten, auch nähere für die Bewerberinnen wichtige Bestimmungen. Xonkursausschreibung. Im Altersheim der (israelitischen Kultusgemeinde Wien (Krankenabteilung). IX.. Seegasse 9. gelangt die Stelle eines Chemikers (Chemikerin) im Laboratorium zur Besetzung. Die Bewerber müssen gründliche chemische Ausbildung besitzen und ein Zeugnis über Kenntnisse in den medizinisch-chemischen Arbeiten vorweisen. (Vorbildung im medizinisch-chemischen Laboratorium). Selbständige und verläßliche Durchführung qualitativer und quantitativer Analysen wird verlangt. Die Arbeitszeit umfaßt vier Vormittage in der Woche. Die Gesuche sind unter Anschluß der Dokumente bis spätestens 17. Dezember 1937. 12 Uhr mittags in der Amtsdirektion der israelitischen Kultusgemeinde Wien. I.. Seitenstettengasse 4. III. Stock, zu überreichen, woselbst auch nähere Informationen über die Bestimungen des Anstellungsverhältnisses eingeholt werden können. Techniker-Stiftungen. (Bewerbungsausschreibung). Anzahl der Plätze: 1 im Betrage von S 158.— und 3 im Betrage von je S 70.— einmalig. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde behält sich vor. die Stipendien eventuell für die Dauer der gesetzlichen Studienzeit zu verleihen. Lcofioiusiädier lempei verein Aesihel Awrohom II., Paimaniieuttttsse 6, Tel. P 47-8-63 Anuictaunficn v. AuieeDoien, Irauunfien taudi nnt. freiem nimmel) u. Dormizwous Parteisnwerkahr in Weiktsgea von 2 bis y«4 Vht nachmittags, u Sonntagen von 10 bis 12 Übt vormittags QabetstondeD früh Tebeth 5698 abds 6.45 Tebeth 6. 4.00 {Wajgasch (l.B.M.) J WajksMlewar äschern elaj f4-50 Borchi Nafschi J {Tebeth 8. und 9. I „ 10. Asoro betewes (Fasten) >4.00 ,, 11. und 12. J Bewetbungsberechtigt sind: mittellose, fleißige., unterstützungswürdige ordentliche Hörer an der technischen Hochschule in Wien, wobei bemerkt wird, daß nur Studenten in höheren Semestern berücksichtigt werden können. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Mittellosigkeitszeugnis. Inskripfionsnachweis. Studienzeugnisse. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Dezember 1937. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 2. I. Stock, Tür 16. (Fürsorgezentrale). Mediziner-Stiftungen. (Bewerbungsausschreibung). Anzahl der Plätze: 1 im Betrage von S 135. und? 2 im Betrage von je S 80.—, einmalig. Der Vorstand der israelischen Kultusgemeinde Wien behält sich vor, die Stipendien eventuell für die- Dauer der gesetzlichen Studienzeit zu verleihen. Bewerbungsberechtigt sind: mittellose, fleißige, unterstützungswürdige ordentliche Hörer der Medizin ander Wiener Universität, wobei bemerkt wird, daß nur Studenten in höheren Semestern berücksichtigt werden können. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Mittellosigkeitszeugnis. Studienzeugnisse. Inskriptionsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Dezember 1937. Einreichstelle: I.. Seitenstettengasse 2. I. Stocka Tür 16. (Fürsorge-Zentrale). Beerdigungen. 1. Dezember 1937: Hermine Bergtraun. 49 Jahre;. 13. Bez., (I. Tor). — Bertha Schild. 68 Jahre, 2. Bez., (IV. Ton). — Hermann Dornstreich. 68 Jahre, 2. B-'z., (IV. Tor). — Käthe Grünhut. 73 Jahre, 2. Bez., (IV. Tor). — Hilda Grünbaum. 40 Jahre, Brünn, Lipowa, (IV. Tor). — Lea Spuner. 75 Jahre. 2. Bez.. (IV. Tor). — Juiianne Edler. 73 Jahre. 13. Bez.. (IV. Tor). — Dr. Josef Bierer, 67 Jahre, Czernowitz. Rumänien, (IV. Tor). — Fanny Eisler. 73 Jahre 13. Bez.. ('IV. Tor). — Gabriel Griminger. 46 Jahre. New-York. (IV. Tor). — Scheindl Kant, 74 Jahre. 2. Bez.. (IV. Tor). 2. Dezember: Alfred Adler. 32 Jahre, 2. Bez.,. (I. Tor). — Ida Blumberg. 89 Jahre. 9. Bez.. (I. Tor). - Stella Epstein. 42 Jahre. 3. Bez.. (IV. Tor). — Amalie Schwadron. 68 Jahre, 2. Bez., (IV. Tor). — Bertha Weinwurm. 69 Jahre. 10. Bez.. (IV. Tor). — üslas Gariunkel. 71 Jahre. 2. Bez.. (IV. Tor). — MendlAwuer, 74 Jahre, 2. Bez.. (IV. Tor). 3. Dezember: Mathilde Grün, 76 Jahre. 1. Bez., (I. Tor). — Josefine Mittler. 87 Jahre, 9. Bez.. (I. Tor). — Arnold Friedmann. 61 Jahre. 2. Bez.. (IV. Tor). — Leo Viertel. 73 Jahre, 2. Bez.. (IV. Tor). — Luise Platzek, 60 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Max Fischhof,. 54 Jahre, 9. Bez., (IV. Tor). — Fanny Wittner. 41 Jahre, 8. Bez., (IV. Tor). — Samuel Stadler, 80 Jahre 9. -Bez., (IV. Tor). 5. Dezember: Zimbul Bäks. 81 Jahre, 9. Bez.. (I. Tor). — Hermine Libocbowitz. 67 Jahre, 7. Bez.. (I. Tor). — Ignaz Hendl. 73 Jahre, 9. Bez.. (IV. Tor). — Eduard Flügelmann, 42 Jahre. 20. Bez.. (IV. Tor). — Ludwig Sachs. 61 Jahre, 2. Bez., (IV. Tor). — Joachim Ertler. 53 Jahre. 7. Bez., (IV. Tor). — Hans Eugen Weihs. 23 Jahre, 9. Bez.. (IV. Tor). — Dr. Karl Unger, 65 Jahre. 6. Bez.. (IV. Tor). — Rosalie Wolf, 75 Jahre,. 5. Bez.. (IV. Tor). — Julie Koppel. 65 Jahre. 18. Bez.,. (IV. Tor). —. Hermann Huppert. 87 Jahre, 6. Bez., (IV. Tor). — Leopold Mandl. 71 Jahre. 21. Bez., (Floridsdorfer Friedhof). 6. Dezember: David Blumenkranz. 59 Jahre. Krakau. Polen, (TV. Tor). — Betti Hecht. 84 Jahre, 2 Bez., (I. Tor). 7. Dezember: Sali Stern. 95 Jahre, 9. Bez., (IV. Tor). — Albert ßerkowitz. 67 Jahre. 2. Bez., (IV. Tor). — Vilma Poch. 62 Jahre, 17. Bez., (IV. Tor). — Richard Denes. 42 Jahre, 17. Bez.. (IV. Tor). — Adolf Stand, (IV. Tor). — Julie Morgenstern. 87 Jahre, 10. Bez., (I. Tor). — Ing. Ernst Otto. 3. Bez.. (I. Tor). — Clara Goldstern. 92 Jahre, 9. Bez., (I. Tor). Eigentümer, Herausgeber, Verleger und verantwortlicher Schriftleiter: Oskar Hirschfeld, Wien IL, Praterstraße 29. — Druck: Ignaz Spitz & Söhne, Wien IL Robertgasse 2.