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Die Wahrheit · 1937-10-22 · Heft 42 (22.10.1937) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1937
Issue
Heft 42 (22.10.1937)
Date
1937-10-22
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8 Nr. 42 — 22. Oktober 1937 DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Haftor ah-Tafel OcbetstundM) Marcheschwaun 5698 Oktober 1937 früh abds. 7.15 Marcheschwaun 17. 4.50 g30 (wajero (1. B. M.) 1 «tS»1'' 540 -wann 18. |BorcW Ni{scW j 7.15 Marcheschwann 19. bis 23. 5.00 abds. Freitag, 22. 4.50 Samstag, 23. 5.40 Sonntag, 24. bis Donnerstag, 28. 5.00 gemeinde hervorgehoben, sowie die Tatsache betont, daß es Herrn Stapler durch seine vielfältige aufopfernde Tätigkeit gelungen ist die aufrichtige Wertschätzung, liebe und Verehrung aller zu erwerben. Der Jubilar dankte gerührt und versprach, auch weiterhin für das Wohl seiner Glaubensgenossen mitzuarbeiten. An dem Fest nahmen ungefähr 150 Personen teil welche es unter dem allgemein laut gewordenen Wunsche verließen, daß Herr Stapler auch seinen 70. Geburtstag in vollkommener Gesundheit und im Kreise seiner Familie und Freunde begehen möge. J. K. Erste jüdische Wärmestube im XVI. und XVD. Bezirk. Der Ausspeisungsverein für den XVI. und XVII. Bezirk hat über Antrag seines verdienstvollen Vorstandsmitgliedes Herrn S. K1 a w i r beschlossen, im Vereinshause XVI. Bezirk, Wurlitzergasse 11, die erste jüdische Wärmestube für den XVI. und XVII. Bezirk zu gründen. Aus diesem Anlasse veranstaltet die Vereinsleitung am Samstag, den 30. Oktober d. J., um 8 Uhr abends in sämtlichen Räumen des Vereinshauses ein Gründungsfest unter Mitwirkung prominenter Kunstkräfte und einer erstklassigen Jazz-Kapelle. Angesichts des humanitären Zweckes bittet die Vereins- Ieitung um zahlreichen Zuspruch. Der Verein Krankenbesuch, Bikur Chaulim, veranstaltet am Sonntag, den 24. Oktober, 4 Uhr nachmittags, im Hotel Continental, II., Taborstraße 8, anläßlich seines 35jährigen Bestandes eine Wohltätägkeits- Jause mit Vorträgen. Mitwirkende: Charakterdarsteller Adolf Wollner und seine Tochter Emmy W o 11 n e r; Hüde D u 1 i i z k a j a, Josef Baar, der Imitator Emil Glaas aus der „Schiefen Laterne"; Fräulein Harden aus Deutschland u. a. Entree inklusive Jause S 2.60. Telephon A-l 9-7-54. Der Brigittenauer Israelitische Frauen-Wohltätigkeitsverein (Präsidentin Olga Friedmann) veranstaltet am Sonntag, den 31. Oktober, 4 Uhr nachmittags, im Festsaal des Hotel Continental, II., Taborstr. 7, eine Akademie mit reichhaltigem künstlerischen Programm, deren Reingewinn von dem segensreich wirkenden Verein den notleidenden Armen des Bezirkes gewidmet wird. „Jüdische Jugend in Not", die unter dem Protektorat des Herrn Oberrabbiners Dr. Tag Ii cht steht, beginnt ihre Winterarbeit, die folgende unentgeltlich zugängliche Institutionen umfaßt: 1. Werkjahr für jüdische Schulentlassene, für Burschen vom 14. bis zum 17. Lebensjahre. In diesem Werkjahr soll Schulentlassenen, die keine Lehrstelle finden konnten, die Möglichkeit gegeben werden, ihre in der Schule erworbenen Kenntnisse zu erweitern und mit den wichtigsten Arbeitsvorgängen in Werkstatt, ■Handel und Büro vertraut zu werden. Unterrichtsbeginn 25. Oktober H937. Einschreibungen Montag, Mittwoch. Freitag von 10—12 Uhr im Sekretariat I., Kohlmarkt 5. 2. Werkschule für jüdische' Mädchen (vom 14. bis zum 21. Lebensjahre). Unterrichtsbeginn 18. Oktober 1937. Einschreibungen täglich von halb 3 bis 6 Uhr im Heim. I., Kohlmarkt 5. 3. Heimstätten für arbeitslose jüdische Jugendliche Burschen): XX., Gaußplatz 6, II., Ausstellungsstraße Nr. 15, II., Untere Augartenstraße 38. Diese Heime BilanzaftscMflssc and slcpeiDehcnnfnissc Neuanlägen, Beflsionen, Bodman.- träge sowie Sfenererledlgangen teder Art übernimmt IttnMlficr DIR. GOSTAU HOLUM Büro für Buchhaltung, Bilanz und Steuerberatung Wien fabontfraOe 92 Telephon R 45-3-30 Lcopoiasiädter Tempeifcrein Aeschel Awroftom tl., Pazmapltengasse 6, Tel, tt 4T-5-63 Anmeldungen f. Aufgeboten, Trauungen Caudi nni. freiem Himmel) u. Darmizwaus Partelanvarkahr in Weiktigcn ron 2 Ms </i4 Ubi nachmittags, an Sonntag« von 10 bis 12 Uni vormittags Oabetetnnden trüb Marcheschwaun B698 abdi 6.45 Marcheschwann 17. 4.60 6.45 trad 9.00 Marcheschwann 18. Wajero (I.B.M.) I Haftor* I Weischo achas Borchi Nafscbi 6.45 Marcheschwann 19. bis 23. sind täglich von 3 bis 6 Uhr nachm. geöffnet. Einschreibungen' in den Heimen. „Brüderlichkeit", Jüdischer Wohltätigkeitsverein, hat seit 15. Oktober seinen Sitz im Cafe Augartenbrücke, Wien IL, Untere Augartenstraße 2. Bekleidungsgesuche sind bis 5. November dort einzureichen. SeuiUa Jtastot JkommL » Anschließend an das Gast- ' spiel der Mitglieder des M oris Schwartz-Ensemb 1 e s — M. u. N. Lipman, Eny Liton und J. Grudberg —, die sich vom Wiener Publikum in Gordins „Mirale Efros" (Freitag, den 22., bis Sonntag, den 24., abends), in Anskis „D e r D y b u k" (Sonntag, den 24., nachmittags) und Schalom Asch' „Rabbi Dr. Silber" (Montag, den 25. Oktober) verabschieden, kommt der Liebling des Wiener jüdischen Theaterpublikums, Sevilla Pastor nach zweijähriger Abwesenheit wieder in die „Jüdischen Künstlerspiele". Sevilla Pastor, heute ein Weltstar, hat zuletzt in der Tschechoslowakei wahre Triumphe gefeiert, wo man diese einzigartige Künstlerbegabung noch nicht kannte. Sie bringt ihr bewährtes Ensemble mit, vor allem die schöne Erna S i e g 1 e r, auch mit dem urwüchsigen Gharaktierkomiker Dolly Nachbar gibt es ein Wiedersehen. Lauter alte gute Bekannte des Wiener Publikums, nur der jugendliche Liebhaber 'I. H a v i s, dem eine besondere schöne Stimme nachgerühmt wird, ist neu hinzugekommen. Sevilla Pastor beginnt ihr Gastspiel Dienstag, den 26. Oktober, mit dem bewährten „M a s 1 -1 o w", Mittwoch spielt sie in ihrer Glanzrolle in „Die Schikkerte", Donnerstag, den 28., „Hulie Kabtzen". Freitag, den 29., ist die erste große Premiere, „Das M e 1 a m e d 1", eine Revueoperette von F. Freimann, mit Musik von J. S. Polakoff. Das Wiener Publikum freut sich, wieder einmal seinen Liebling sehen zu können. Amtfidle Vextaut&wtunqw de* JstaeCäUchen JCuttusgemeiude Wien Die Amtsdirektion der isr. Kultusgememde Wien veröffentlicht nachstehende Daten auf Grund der Verzeichnisse des Matrikenamtes: In den ersten 9 Monaten des Jahres 1937 sind 736 Trauungen vollzogen worden. Von den in diesem Zeitraum geborenen 568 Kindern waren 286 männlichen und 282 weiblichen Geschlechtes. Im gleichen Zeitabschnitt sind 2045 Sterbefälle zu verzeichnen, und zwar 1049 männliche und 996 weibliche Personen. Besonders zu vermerken ist, daß der Prozentsatz der Selbstmorde auf 4y~% der Todesfälle angewachsen ist; der Prozentsatz betrug in der Vorkriegszeit bloß 1%%. Die auf Grund der erstatteten Anmeldungen errechnete Zahl der Austritte betrug 425 (gleichwie im Vorjahre), die der Eintritte 204. In dieser Zahl sind 114 Rücktritte inbegriffen. Im Schuljahre 1936/37 besuchten 2294 jüdische Knaben und 2437 jüdische Mädchen die Volksschule, 1582 Knaben und 2048 Mädchen die Hauptschule. Die Zahl der schulpflichtigen Kinder, die die erste Volksschulklasse besuchten, betrug 1002, während im Schuljahre 1935/36 1148 Schüler und Schülerinnen, im Schuljahre 1934/35 1182 Schüler und Schülerinnen und im Schuljahre 1933/34 noch 1286 Schüler und Schülerinnen die 1. Klasse Volksschule frequentieren. Nach den Aufzeichnungen des Matrikenamtes werden infolge ständigen Rückganges der Zahl der Geburten im Jahre 1940 nur 690 jüdische Schüler und Schülerinnen die I. Volksschulklasse besuchen. J^bonnieret die Wahrheit! An den Mittelschulen nahmen 3743 Knaben und 2591 Mädchen Unterricht; hievon entfallen auf die Untermittelschule (1. bis 4. Klasse) 2532 Knaben und 1123 Mädchen. Die" Zahl der jüdischen Schüler an Fortbildungsschulen, Gewerbeschulen, Handelsakademien und Handelsschulen betrug 1349, die der jüdischen Schülerinnen 900. Jugendgottesdienste haben in 18 Gemeinde- und Vereinssynagogen jeden Samstag stattgefunden. Die Frequenz betrug insgesamt 132.170 Schüler und Schülerinnen, hievon entfallen auf das I. Halbjahr 74.660, auf das II. Halbjahr 57.510. Von der Kultusgemeinde werden unmittelbar erhalten, bzw. subventioniert: 8 Kindergärten mit 346 Kindern, von welchen 205 vollständig verpflegt werden. In den 40 von der Kultusgemeinde in allen Bezirken Wiens errichteten Bibelschulen genießen den Unterricht in hebräischer Sprache, Bibel, Liturgie und jüdische Geschichte 2731 Schüler. Das Präsidium der israel.- Kultusgemeinde Wien hat Fräulein Gerda Gottlieb. Mitglied der Leichtathletik-Sektion des Sportklubs Häkoah, welche zum 5. Male heuer im modernen Fünfkampf Meisterin von Oesterreich wurde, in einem herzlichen Schreiben beglückwünscht. Gleichzeitig hat das Präsidium Anlaß genommen, zwei jüdische Schüler, den 15jährigen Ernst Fleischer und den 13jährigen Herbert Friedmann, beide wohnhaft, XX., Klosterneuburgersrraße 16, die Anerkennung dafür auszusprechen, daß sie in der Nähe der Brigittenauer Lände mutig und entschlossen in den Donaukanal sprangen, und eine lebensmüde 18jährige Schneiderin vor dem Ertrinkungstode retteten. Predigten in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 22. Oktober, werden bei den um 4 Uhr 50 Minuten beginnenden Abendgottesdiensten in nachbenannren Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: 1. Bez., Seitenstettengasse 4, Oberrabb. Dr. I. Taglicht; 3. Bez., Unt;ere Viaduktgasse 13, Rabb. Dr. K. Kupfer; 5. Bez... Siebenbrunneng. 1 a, Rabb. Dr. M. G. Mehrer; 8. Bez.", Neudeggergasse 12, Rabb. Dr. M. Bauer; 9. Bez., Müllnergasse 21, Rabb. Dr. A. Z. Schwarz; 10. Bez., Humboldtgasse 27, Rabb. Dr. A. Weiner; 15. Bez., Turnergasse 22, Rabb. Dr. H. J. Zimmels; 16. Bez., Hubergasse 8, Rabb. Dr. J. M. Bach; 19. Bez., Dollinergasse 3, Rabb. Dr. A. Frankfurter; 20. Bez., Kluckygasse 11, Rabb. Dr. B. Murmelstein. Samstag, den 23. Oktober, beim Vormrttagsgottesdienste Schrifterklärung: 21. Bez., Holzmeistergasse 12, Rabb. Dr. M. Rosenmann. Gottesdienst für die reifere Mittelschuljugend. Freitag, den 22. Oktober 1937, um y~l Uhr abends, findet ein Gottesdienst für die reifere Mittelschuljugend (IV—VIII. Klasse) im Stadttempel, I., Seitenstettengasse 4, statt. Beerdigungen. 13. Oktober 1937: Karl Rosenbaum, 74 Jahre. 7- Bez., I. Tor. — Marie Abelles, 93 Jahre, 3. Bez., I. Tor. — Josefine Geiger, 81 Jahre. 9. Bez., I. Tor. — Resi Felmayer, 45 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. 14. Oktober: Josefine Bachmann, 87 Jahre, 10. Bez., I. Tor. — Marie Sessel, 86 Jahre, 20. Bez., 1. Tor. — Hirsch Wachsmann, 67 Jahre, 13. Bez., IV. Tor. — Arnold Kestler, 54 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. — Bertha Segall, 52 Jahre, 1. Bez., IV. Tor. — Dr. Margarethe Hirschhaut, 27 Jahre, 3. Bez., IV. Tor. 15. Oktober: Rosa Büchler, 35 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. — Mina Goldenstein, 26 Jahre, 8. Bez., IV. Tor. — Rosa Weiss, 73 Jahre, 18. Bez., IV. Tor. — Baruch Mandelöhl, 61 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. — Janette Hitschmann, 86 Jahre, 7. Bez., IV. Tor. — Gisela Toch, 75 Jahre, 13. Bez., I. Tor. 17. Oktober: Bernhard Katz, 80 Jahre, 18. Bez., I. Tor. — Amelie Rumpier, 82 Jahre, 8. Bez., I. Tor. — Olga Kobak, 61 Jahre, 7. Bez., IV. Tor. — Israel Schiffer, 60 Jahre, Zbaraz, IV. Tor. — Moses Elias David, 65 Jahre, 1. Bez., IV. Tor. — Margit Scharf, 35 Jahre. 8. Bez., IV. Tor. — Philipp Speiger, 61 Jahre, 7. Bez., IV. Tor. — Pauline Goldenberg, 51 Jahre, 1. Bez., IV. Tor. — Rosa Berger, 70 Jahre, 9. Bez., IV. Tor. — Ing. Robert Kunodi, 50 Jahre, 9. Bez., IV. Tor. — Max Kalmar, 61 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. — Klara Weinberg, 65 Jahre, 14. Bez., IV. Tor. — Marie Payr, 82 Jahre, 16. Bez., IV. Tor. _ Malvine Viktoria, 70 Jahre, 20. Bez., TV. Tor. — Franziska Turner, 81 Jahre, 15. Bez., IV. Tor. 18. Oktober: Ing. Eduard Low, 73 Jahre, 9. Bez., I. Tor. — Therese Spiegier, 67 Jahre, 5. Bez., IV. Tor. 19. Oktober: Hedwig Fried, 57 Jahre, 9. Bez., I. Tor. — Ludwig Braun, 73 Jahre, 5. Bez., I. Tor. — Sandor Kaufmann, 80 Jahre, 13. Bez., 1. Tor. — Dr. Moriz Anscher, 79 Jahre. 9. Bez., I. Tor. — Hugo Katz, 5 Jahre, 20. Bez., IV. Tor. — Frieda Goldfeld, 73 Jahre, 20. Bez., IV. Tor. — Rachel Kagan, 35 Jahre, Subanitz, IV. Tor. — Wilhelm Wachsmann, 58 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. — Gustav Stefan Sulzer, 51 Jahre, 13. Bez., IV. Tor. — Julius Patriasz, 71 Jahre, 20. Bez., IV. Tor. — Samuel Bozger, 76 Jahre, 9. Bez., IV. Tor. Eigentümer, Herausgeber, Verleger und verantwortlicher Schriftleiter: Oskar Hirschfeld, Wien IL, Praterstraße 29. — Druck: Ignaz Spitz & Söhne, Wien II. Robertgasse 2.

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