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Die Wahrheit · 1937-05-21 · Heft 20 (21.5.1937) · page 7

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1937
Issue
Heft 20 (21.5.1937)
Date
1937-05-21
Page
– (sequence 7)
Language
German
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DIE WAHRHEIT Nr. 20 — 21. Mai 1937 Seite 7 SchmQckuna von Grüften und Gräbern LeopoldDeutsch.WienXl. einzige jüdische Gärtnerei beim Zentralfriedhof I. Tor. Tel. U 13-0-40 Zentralfriedhof IV. Tor, Tel. U 17-0-08 Eigene Hnlfnren bei dieser Versammlung zahlreich anwesenden Mitglieder der „Jugend-Union" des Bezirkes IV/V., ihr Wissen auch im jüdisch-religiösen Sinne zu vermehren, beinhalten doch die jüdischen Lehren und Gebote die Grundpfeiler einer Ethik, welche alle Völker der Erde sich zu eigen gemacht haben. Dessen ungeachtet, betonte der Referent, ist es unbedingt notwendig, unsere Jugend in -allen Sportzweigen zu ertüchtigen, gesellige Unterhaltung, sowie gemeinsame Ausflüge sollen die kameradschaftliche Zusammengehörigkeit stärken. Mit dem Hinweis, daß nur eine kräftige, geistig hochstehende Jugend diesen schweren Kampf ums Dasein erfolgreich bestehen kann, schloß Redner, von den Anwesenden lebhaft akklamiert, seine ausgezeichneten Ausführungen. Mit dem temperamentvollen Appell, für die Idee der „Union" einzutreten und Mitglieder zu werben, schließt Vorsitzender W o 11 n e r in vorgerückter Abendstunde die so glänzend verlaufene Bezirksversammlung. JUGEND-UNION. Vorträge in der Zentrale. Mittwoch, den 12. d. M. fand der trotz hochsommerlicher Witterung sehr gut besuchte Vortrag des Herrn Dr. Maxim Steiner über „Freud und die Psychoanalyse" statt. Die hochinteressanten Ausführungen des Referenten wurden von der anwesenden Jugend begeistert aufgenommen und waren die Grundlage einer längeren, sich an den Vortrag anschließenden Diskussion. Die Leitung der Jugend-Union hofft, recht bald wieder Herrn Dr. Maxim S t e i n e r in ihrem Kreise sprechen zu hören, und sagt ihm auf diesem Wege nochmals ihren herzlichsten Dtnk. Bezirksgruppe IV./V. Samstag, den 22. d. M., 9 Uhr abends, veranstaltet die Jugendgruppe IV./V. im Heime, V., Hauslabgasse 2, einen geselligen Abend, mit Heurigem und Tanz. Eintritt für Mitglieder der „Jugend-Union" (alle Sektionen)) S 1.—. Um zahlreichen Zuspruch wird gebeten. Mitteilungen der Sportsektion. Die Teniiissektion hat ihre Spieltätigkeit auf den City-Plätzen an der Salztorbrücke aufgenommen und erteilt Herr Kurt Wilhelm Montag, den 24. M a i 1937 ab 8 Uhr abends im Heim der Jugend-Union, I., Schottenring 25 (Tel. A 19,2^77) sowie an den Mittwoch-Veranstaltungen um halb 9 Uhr abends bereitwilligst Auskunft. Für die Tennissektion: Kurt Wilhelm. Jüdischer Jugend Kreis Mädels! Burschen! Warum seid Ihr noch nicht bei uns im J. J. K.? Hier seid Ihr unter gleichgesinnten Kameraden, unter jüdischen Jugendlichen, welche gleich Euch ihre Heimat liehen und sie kennen lernen wollen. Besonders machen wir Euch auf unser Sommerlager aufmerksam. Da nur wenige Plätze noeh frei sind, müßt Ihr Euch dazu sehr schnell anmelden. Wir fahren nach Wolfsberg in Kärnten. Kommt also bald, wir erwarten Euch in unserer Gemeinschaft Zentralheini: (IX., Berggasse 4/14.) 10—13jähnge Mädchen: Montag und Donnerstag 17—19 Uhr. 10—14jährige Burschen: Zug I, Zug V, Samstag 17 bis 19 Uhr.; 14—17jährige Jugendliche: Donnerstag 19—21 Uhr. Ätrse: Gebete der Israeliten: Mittwoch 19—20 Uhr. tagertechnik: Mittwoch 20—21 Uhr. Heimgruppe IV/V (IV., Hauslabgasse 2.) Die regelmäßigen gemeinsamen Heimabende der Heimgruppe finden jeden Samstag von 17—19 Uhr im Heim IV., Hauslabgasse 2 (Garteneingang) statt. Auskünfte, besonders aber in Angelegenheiten unseres Sommerlagers, erhaltet Ihr auf den Heimabenden oder in der Sprechstunde des Bundesleiters: Donnerstag 19—20 Uhr; Zentralheim. Dorthin wollen auch schriftliche Anfragen gerichtet werden. KONKURS der Israelitischen Kultusgemelnde Wiener-Neustadt In der israelitischen Kultusgemeinde Wiener-Neustadt ist ab Beginn des Schuljahres 1937/38 die Stelle eines tüchtigen, disziplinfähigen Religionslehrers und Gemeindesekretärs zu besetzen. Bewerber muß ein streng-reügiöser, österreichischer Staatsbürger sein, der sowohl gründliche Fähigkeit auf dem Gebiete der israelitischen Religionslehre, als auch buchhalterische Kenntnisse besitzt, das Sekretariat zu versehen. Bewerber ledigen Standes werden bevorzugt. Gehalt laut Uebereinkommen. Gesuche mit getreuen Zeugnisabschriften, sind bis zum 1. August d. J. an den gef. Kultusvorsteher zu senden. Kultusvorsteher Hugo Reininger, Wiener-Neustadt Kollonitsgasse 12. Bad Tatzmannsdorf. Von Kurarzt Dr. Benö K o h n. Dank seiner kräftigen, natürlichen Kohlensäurebäder genießt dieser kleine, aber mit Naturschönheiten reichlich ausgestattete burgenländische Kurort seit langem einen guten Namen und gilt heute als das Herzheübad Oesterreichs. Was das Kohlensäurebad bei Krankheiten des Herzens und der Gefäße izu leisten vermagT fcedarf heute nach jahrelanger Erfahrung keiner besonderen Betonung mehr. Sowohl Arzt als Laienpublikum lernten es wegen seiner eminenten Heilwirkung richtig schätzen. Ist doch nach Ansicht hervorragender Kliniker das Kohlensäurebad unter allen bei Erkrankungen des Kreislaufes angewandten Heilmitteln das schonendste. Die Wirkung des Bades äußert sich darin, daß der Herzmuskel gekräftigt und dadurch das kranke oder geschwächte Organ wieder in den Stand gesetzt wird, normale Arbeit zu leisten. Für eine Badekur eignen sich alle Erkrankungen des Herzens, soweit sie nicht zu weit vorgeschritten oder im akuten Stadium sind, ateo vornehmlich die chronischen Prozesse, wie Klappenfehler, Herzmuskelschwäche, Angina pectoris, Herzneurose etc. Außer diesen Herzleiden im engeren Sinne ist es noch die Blutdruckkrankheit infolge Gefäßverkalkung, bei welcher die Badekur ganz vorzügliches leistet, indem durch Herabsetzung des Blutdruckes die subjektiven Beschwerden des Patienten zum Schwinden gebracht, zumindest aber verringert werden können. Daß jeder Fall einer individuellen Behandlung bedarf, braucht nicht gesagt zu werden. Dieser Forderung kommen die Badeeinrichtungen Tatzmannsdorfs in vollem Maße entgegen, indem es möglich ist, durch Graduierung des Kohlensäuregehaltes, Temperatur und jjlenge des einzelnen Bades den jeweiligen Zustand des Kranken zu berücksichtigen. In diesem Zusammenhang mag erwähnt sein, daß die Kurverwaltung heuer ein Elektrokardiographisches Institut _ ein in der Herzdiagnostik wichtiges und unentbehrliches Hilfsmittel — errichtet hat. Die zweite große Indikationsreihe Tatzmannsdorfs sind die gynäkologischen Fälle, bei denen die Moorbäder Verwendung finden. Die Moorerde, welche aus eigenen, reichhaltigen Moorfeldern gewonnen wird, ist nach Analysen bedeutender Chemiker und nach den Erfahrungen an mehreren Wiener Kliniken gleichwertig mit der von Franzensbad, nach dessen Muster die Bäder eingerichtet sind. Die wichtigsten Heilanzeigen sind: Entwicklungsstörungen des weiblichen Geschlechtsorgans, Katarrhe und entzündliche Prozesse desselben, Unregelmäßigkeiten der Menstruation, Kinderlosigkeit infolge eines dieser Leiden. Auch viele Erkrankungen aus dem Gebiete des Internisten gehören in das Moorbad nach Tatzmannsdorf. vor allem entzündliche Erkrankungen der Gallenblase, Restzustände und Verwachsungen nach abgelaufener Entzündung im kleinen Becken- Auch die -ZaW der an Rheumatismus, Ischias, Neuralgie und Gelenksentzündung Leidenden, denen die Moorbäder Heilung brachte, hat in den letzten Jahren ansehnlich zugenommen. — Die Trinkkuren aus mehreren Quellen Tatzmannsdorfs, darunter eine abführende, glaubersalzhältige Quelle, unterstützen oft wesentlich die Badekur. Da die heurige Saison im Zeichen einer starken, Preisreduktion steht, welche es auch Mindestbemrttetten ermöglicht eine Kur zu absolvieren, ist zu hoffen, daß dieses beliebte Heilbad, das seit jeher ein zahlreiches jüdisches Publikum aufweist, für dessen spezielle Bedürfnisse weitestgehend gesorgt ist, einer guten Kursaison entgegen geht. Semeindedktanik. Verein zur Versorgung hilfsbedürftiger isr. Walsen in Wien. Die diesjährige Generalversammlung (Bericht über das 76. Vereinsjahr) findet Montag, den 24. Mai 1937, um lAl Uhr abends, IX., Universitätsstraße 4, statt. — Die Mitglieder und Gönner werden höflichst eingeladen, recht zahlreich zu erscheinen. Muttertag. Am 6. d. M. fand im Cafe Mirabell, Wien XX., eine Muttertagsfeier statt, die vom Brigittenauer Israelitischen Frauen-Wohttätigkeitsverein, Präsidentin Olga Friedmann, veranstaltet wurde. 110 bedürftige jüdische Mütter erhielten eine reichliche Jause. Für die musikalischen heiteren Vorträge sorgte in dankenswerter und glänzender Weise Herr cand. merc. Franz K o 1 m i n. Der bekannte Zauberkünstler, Herr Bernstein, erfreute die Anwesenden durch seine eminente Geschicklichkeit. Der Nachmittag verlief zur größten Zufriedenheit aller Beteiligten und man muß den rührigen Vorstandsmitgliedern und Gönnern des Vereines Dank sagen für ihre aufopfernde Tätigkeit. — Am 9. d. M. fand im Cafe „Goldener Engel" eine Muttertagsfeier des Floridsdorfer Jüdischen Frauenvereines (Präsidentin Frau Dr. Rosen mann) statt, bei der 25 bedürftige Mütter reichlich bewirtet wurden. Um das Gelingen der schönen Feier haben sich die Vorstandsdamen und insbesondere Frau Therese Schnabel sehr verdient gemacht, die Freude der armen Mütter war die schönste Belohnung ihrer eifrigen Bemühungen. Barmizwahfeier. Samstag, den 29. Mai, 9 Uhr vormittags, findet im Leopoldstädter Tempel die Barmizwahfeier des Beno Perl, Sohn des Chordirigenten S. Perl und seiner Gattin Klara, geb. Krakauer, statt Trauung. Im engsten Familienkreise fand dieser Tage die Trauung des Fräuleins Trudey Tochter des Herrn und Frau Bethausvorsteher Sdegmund Ernst, mit Herrn Josef U n g e r statt. Die Trauung im Zeremooiensaal des Leopoldstädter Tempels nahm Herr Oberrabbiner Dr. J. T a g 1 i c h t vor, der in seiner Ansprache die großen Verdienste des Brautvaters um den Tempel rühmte. Der Josefstädter Tempelverein hielt am 2. d. M. seine diesjährige Generalversammlung ab. Der verdienstvolle Obmann des Vereines. Kultusvorsteher Komm.-Rat Siegmund Feld mann konnte zu Beginn seines eindrucksvollen Berichtes u. a. begrüßen: Herrn Studienrat Rabbiner Dr. Bauer, den Ehrenpräsidenten des Vereines, Herrn Fürsorgerat Medak. in Vertretung der Kultusgemeinde Herrn Kultusvorsteher Doktor Frey, den Obmann des Verbandes der Ternpelvereine Desider Wollner, für die „Union österreichischer Juden" die Herren Dr. J. Grünwald und Chef- ZUM SILBEBPUTZEN kaufen Sie die feinste Putzpas*a. Mit Recht wählen Sie das feinste und beste Putonittel, damit das Silber blank und glänzend wird und trotzdem nicht den leisesten Kratzer davonträgt Silber ist kostbar, aber noch kostbarer sind Ihre Zähne. Auch diese sollen glänzen in ihrem schönsten Elfenbeinschmuck, mit ihrem wunderbaren Schmelz. Wählen Sie auch für Ihre Zähne die richtige Pasta, die gründlich reinigt, ohne den Schmelz der Zähne zu beschädigen. ODOL-ZAHNPASTA ist das feinste Pulver in Pastaform. Nur eine solche Pasta erfüllt die Anforderungen, die Sie an ein ideales Zahnreinigungsmittel stellen können. ODOL-Zahnpasta wirkt außerdem erfrischend und belebend. ODOL-Zahnpasta wird erzeugt nach den von der W. V. der Zahnärzte Wiens approbierten Rezepten, und unter ständiger Kontrolle der Zahnarztlichen und Pharmakognostischen Institute der Universität Wien.

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