Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1937
- Issue
- Heft 12 (26.3.1937)
- Date
- 1937-03-26
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Nr. 12 — 26. März 1937 DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Haftor ah-Taffei QebatmuiAen KUsan 8697 März/April 1937 früh »bdf. 7.00 Nissan 14. Erew Pessach 6.10 8.00 „ 15. 1. Tag Pessach 7.05 8.00 „ 17. 2. „ „ 7.00 7.00 „ 17. bU 10. Chaul Hamauei 6.40 7.00 „ X0. Chanl Hamauei 6.30 abds Freitag, 86. Hbi Erew Pessach 6.10 Samstag, 27. Hin 1. Tag Pessach 7.05 Sonntag, 28. Hin 2. Tag Pessach 7.00 Hontag 29. bia Mittwoch 31. Hin (Hatbfeiertage) e.40 Donnentag 1. April (Halbfeiertag) 6.30 Nach dem feierlichen Gottesdienst nahm das goldene Hochzeitspaar in seinem festlich geschmückten Wohnzimmer die Gratulation der Angehörigen und Freunde entgegen und dankte tief gerührt Leopoldstädter Tempelverein „Aeschei Awrohom", IL, Pazmanltengasse. Sonntag, den 14. März, fand die Generalversammlung des genannten Tempelvereines statt. In Vertretung des Obmannes Herrn Oskar Schramek eröffnete "der Obmannstellvertreter I. Schöntoerz die Versammlung. Er begrüßte die zahlreich erschienenen. Vorsteher und Mitglieder, insbesondere den Vertreter des Kultusvorstandes Herrn Dr. Feldsberg und die Vertreter der Tempelvereine. Den im Jahre 1936 verstorbenen Vorstehern Diamant und Komm.-Rat Herzog sowie den Mitgliedern Flußmann, Rothkopf und Schüler widmete der Vorsitzende ehrende Nachrufe. Sodann wurde von Herrn Oberinspektor Engel ein vom Schriftführer Herrn Amtsleiter Rudolf Kraus verfaßter Tätigkertsfoericht verlesen. In demselben wird erwähnt, daß der Vereinsrabbiner Dr. T a u b e s als Rabbiner nach Zürich berufen wurde, daß die Talmud-Thora-Schule von 125 Kindern besucht und von den Lehrern Dr. Gerstl und Rudsky sehr gut geführt wurde. In Berücksichtigung der schlechten wirtschaftlichen Lage des Vereins war es erforderlich, ein Darlehen aufzunehmen. Um Ersparungen erzielen zu können, wurde eine organisierte Aufteilung aller Spenden und Taxen eingeführt, dagegen konnte derzeit davon Abstand genommen werden, die Bezüge der Funktionäre und Angestellten zu reduzieren. Da aus materiellen Gründen in absehbarer Zeit die Rabbinerstelle flicht besetzt werden kann, werden zeitweise Gastpredigten abgehalten. Der Vorsitzende dankte allen Spendern und Förderern des Vereines und forderte die Anwesenden auf, für die Erhaltung des Tempels durch Werbung von Mitgliedern sich möglichst zu betätigen. Sehr interessant waren die Ausführungen des Vertreters der Kultusgemeinde Herrn Dr. Feldsberg. Bei Vornahme der Wahlen in den Vorstand wurden die Herren Herrmanri, Isler, Kessler, Kraus, Körner, Dr. Maier, Schönherz und Schramek wiedergewählt, die Herren Kornmehl, Dr. Morgenstern, Wohlstein zu Vorstehern, die Herren Feder, Hirschfeld und Pisk als Revisoren ernannt und in den verstärkten Vorstand gewählt die Herren Dr. Bardasch, Emer, Klinghofer, Meiler, Komm.-Rat Schwager, Sonnenschein, Stern und Weiniger. — Bei der am 18. März stattgefundenen Konstituierung wurden zum Obmann des Vereines Herr Oskar Schramek, zu dessen Stellvertretern die Herren Dr. Leonhard Maier, Architekt Ignaz Reiser und 1. Schönherz, zum Kassier Herr Raschdowitz, zu dessen Stellvertreter Herr Jakob Mayer, zum Schriftführer Herr Amtslerter R. Kraus, zu dessen Stellvertreter Herr Oberinspektor Engel ernannt. Israelitischer Tempel- und Schulverein Favoriten. Bei der am 18. März d. J. stattgefundenen Konstituierung des Vorstandes des israelitischen Tempel- und Schulvereines Favoriten in Wien wurden gewählt zum Obmanne Herr Benjamin Scher, zum I. Obmannstellvertreter Herr Leopold Grünspan, zum II. Obmannstellvertreter Herr Simon Steiner, zum Schriftführer Herr Adolf S p d r a, zum Schriftführer-Stellvertreter Herr Gustav Fuchs, zum Kassaverwahrer Herr Leopold Drill, zum Kassaverwahrer- Stellvertreter Herr Alfred Schweiger und zu Schul- und Bethausverwaltern die Herren Albert Bauer, Sigmund Eisenstedter, Alfred Fessler, Dr. Rubin Gottesfeld, Max Hübler, Apotheker Jakob Kreider, Dr. Karl Neumann, Adolf Plaschkes, Jakob Schwarz und Mor Weisz, Der jüdische Witwen-, Waisenhilfs- und Ausspeiseverein im IX. Bezirk hielt am 16. März seine diesjährige Generalversammlung ab."Die Fürsorgezentrale der Israel. Kultusgemeinde, sowie viele jüdische Vereine hatten zu der Generalversammlung Abordnungen delegiert, um dem Vereine ihre Verbundenheit zu bekunden. Die rührige Vereinsleitung kennte im abgelaufenen Jahr einen vollen Erfolg ihrer Bemühungen, das Los verarmter Glaubensbrüder zu mildern, feststellen. Aus dem Berichte geht hervor, daß im Jahre 1936 rund zwanzigtausend Portionen warmer Mahlzeiten unentgeltlich verabreicht wurden, viele verschämte Arme erhielten Geldbeihilfen, einige Wohnungsversteigerungen wurden verhütet, bei Delogiemngen wurde erfolgreich eingegriffen, auch Kleider und Wäsche kamen zur Verteilung und die große Anzahl der Befürsargten erhielt im Bedarfsfalle kostenlos ärztliche Behandlung. Dem Voistand wurde das vollste Vertrauen und der Dank ausgesprochen und einmutig festgestellt, daß durch die immense Arbeitsleistung des Obmannes Herrn Josef Klein und seiner Gemahlin, sowi; aller Damen und Herren des Vorstandes der Verein Leopoldstädfer Tempeifereln Aeschei Awrohom II., Pazmanltengasse 6, Tel. R 47-6-63 Anmeldungen 1. AnlgeDoten, Trauungen (aadinnf.lrelem Himmel) a. Barmlzwaus PartelMiverkehr an WtikUfU von 2 bis >/H Uta nachmittags, an Srantagen von 10 bis 12 Uni vormittags Gabotatandatn „ 17. bis 20. Chanl Bamaned einen bedeutenden Aufschwung genommen hat und segensreich für das Allgemeinwohl wirkt. Der Gesamtvorstand wurdt wiedergewählt und arbeitet mit aller Kraftenfaltung weiter, um 'nach Tunlichkeit überall dort z-i helfen, wo arme Glaubensbrüder und -Schwestern auf hilfe warten. Verein „Hachnusas Kalo" (Obmann S. Buchsbaum) veranstaltet am Dienstag, den 30. d. M., im Theater Reklame eine Wohltätigkeitsvorstellung. Eine neue glänzende Operette in bester Besetzung mit den berühmten" Warschauer Künstlern Jenny L o v i c und Heini L c w i n gelangt zur Aufführung. Der Reingewinn dieser Veranstaltung fließt zur Gänze dem wohltätigen Zwecke zu. Die Mitglieder, Förderer und Gönner des Vereines werden eingeladen, den edlen Zweck dieser Veranstaltung durch zahlreichen Besuch zu unterstützen. Karten sind zu haben im Cafe Buchsbaum, II., Kleine Pfarrgasse 21, und bei der Abendkassa. Verein „Hilfsbereitschaft treuer Brüder", mit d.'m Sitze, II., Kleine Pfarrgasse 21 (Cafe Buchsbaum), hat trotz seines jungen Bestandes eine Pessachaktion durchgeführt und sämtliche Gesuche berücksichtigt. Die Bedürftigen erhielten Mazzoth, Fett und Kartoffel. Dieser glänzende Erfolg war der aufopferungsvollen Mitarbeit des Vorstandes, der Mitglieder und der tatkräftigen Unterstützung edler Spender und Gönner zu verdanken. Allen, die mitgeholfen haben, verschämten Armen die Feiertage zu verschönern, gebührt herzlichster Dank. Diesen Verein, der auf dem Gebiete -der Wohltätigkeit ersprießlich wirkt und seinen Tätigkeitsbereich erweitern will, zu fördern und jzu unterstützen ist Pflicht edel gesinnter Mitmenschen. Die Chewra Kadischa XVIII hält Montag, den 29. März, um % 10 Uhr vormittags irrt Sitzungssaale, XVIII., SchopenhaüerstraBe'39; ihre 56. Generalversammlung ab. ' ' : Theater und Kunst. Jüdisches Kulturtheater. In unserem vorwöchentlichen Referate über die Neuaufführung „Sonkin und den Haupttreffer" ist infolge eines technischen Versehens ein Absatz ausgefallen, in dem dem Komponisten der stimmungsvollen Chansons Hans H o 1 e v y und dem Autor derselben, Herrn Viktor'Schlesinger verdientermaßen lobende Worte gewidmet wurden. Komponist und Dichter haben durch ihre köstlichen UntermaJungen die Wirkung des Stückes bedeutend gehoben, wozu auch noch die Interpreten dieser dichterisch-musikalischen Kabinettstückchen, die ausgezeichneten Schauspieler und Schauspielerinnen des Kulturtheater das Ihrige beitrugen. Jenny Lovic als „Die verkischefte Kaie". Das Pessachprogramm .der Jüdischen Künstlerspiele. In den Jüdischen Künstlerspielen, IL, Praterstraße 34, Tel. R 45-4-94, wird ab Sonntag, den 28. März, die Novität „Die verkischefte Kaie" gegeben, und zwar an den beiden Feiertagen, Sonntag,'den 28. und Montag, den 29. März, nicht nur abends um halb 9 Uhr, sondern auch um halb 4 Uhr bei kleineren Preisen. Das neue Stück ist eine Lustspieloperette, der Text stammt von Len, die Musik von Willy Löwenstein, die sich als Autoren von „Chairipägnermädel" beim* Wjener Publikum bereits bestens eingeführt haben. Auch dieses Stück, das eigens für Jenny Lovic und ihren Partner Heimi Lewin geschrieben wurde, beinhaltet für die beiden Publikumslieblinge Bombenrollen, aber auch das komische Paar.Glocksmann-Nachbar hat wieder, einmal Gelegenheit, sich voll zu entfalten. „Die verkischefte Kaie" hat überall, wo es aufgeführt wurde, einen sensationellen Erfolg und hohe Aufführungsziffern errungen und bleibt ab Dienstag, den 30. März, täglich abends'auf dem Spielplan. Der Vorverkauf für die beiden Feiertage wurde bereits eröffnet. Kartenreservierungen können auch telephonisch entgegengenommen werden. Der Verein zur Erhaltung und Förderung der Mensa academica judaica veranstaltet am-Samstag, den 10. April, dank dem freundlichen und uneigennützigen Entgegenkommen der Direktion und der Schauspieler im Theater in derjosefstadt eine Nachtvorstellung, deren Reinerträgnis zur Gänze der notleidenden; Mensa academica judaica zufließt. Zur Aufführung gelangt „Das Paradies", Komödie in drei Akten von Andre B i r a b e a u, deutsch von Robert Blum. Die Vorstellung beginnt am 10% Uhr abends. Durch den Besuch dieser Vorstellung tragen Sie zur Linderung der Not der jüdischen Studenten bei. Helfen Sie. daß hunderten jüdischen Studenten die Fortsetzung, bzw. die Beendigung Ohrer Studien ermöglicht werde. Karten für die Vorstellung zum Preise von S 1.— bis S 15.— sind an der Kassa des Josefstädter Theaters, im Sekretariate der Mensa academica judaica, IX., Lazarettgasse 6, Telephon A 24-1-45-B, sowie in den Räumen der B'nai B'rith Vereinigungen, IX., Universitätsstraße 4, Telephon A 20-5-42 erhältlich. Die Direktion der Ehrbarsäle veranstaltet am Samstag, den 3. April, 8 Uhr abends, einen Kompositionsabend Dr. Kurt Pahlen. Ausführende: Carla Gronemann (Sopran), Ciarisse v. Stuckart (Sopran), Margarethe Schell v. Nog (Melodram), Stella Halpern (Klavier), Simon Bermann (Tenor), -Dr. Rudolf Herbert (Bariton), ein Kinderchor v. St. Othmar. Am Klavier: der Komponist. Zur Aufführung gelangen: Das Tessiner Liederbuch, die Negerlieder, Gesänge aus dem „Lied vom Alltag", das Rilke-Melodram „Von der Armut und dem Tode in der Großstadt", die Klaviersuite, Kinderlieder usw. Karten von S 1.— bis 3.— in der K. Z. am Graben, bei den Mitwirkenden und an der Abend- JÜDISCHE KULTURSTELLE I., KAI 3, R 28-2-36 Jüdisches Kulturtheater: Täglich, 20 Uhr: Juschkewitsch' Grotesk-Komödie „Senkin und der Haupttreffer". Musik: Hans Holevy. Chanson- Texte: Viktor Schlesinger. Regie: Joachim Laatz. Sonn- und Feiertags 15 Uhr 30 „Die Grenze". Freitag, 26. und Samstag, 27. März bleibt das Kulturtheater der beiden Sederabende wegen geschlossen. Jüdische Volkshochschule: Hebräisch- und Englischkurse. Vorträge. Kunststelle. Ermäßigte Karten für sämtliche Privat-,. Bundestheater und Konzerte. Leihbücherei. Neuerscheinungen. Allgemeine Belletristik und Judaica. Jeder Jude zahlt als Stamm-Mitglied der Jüdischen Kulturstelle nur S 1.50 jährlich. {Beerdigungen. 17. März 1937: Eugenie Spitzer, 97 Jahre, 2. Bez., I. Tor. — Fritz Halpert, 40 Jahre, 9. Bez., I. Tor. — Anna Weinberg, 20 Jahre, 13. Bez., IV. Tor. — Rosalia Aschner, 84 Jahre, 12. Bez., IV. Tör. — Isak Freier, 65 Jahre,. 4. Bez., IV. Tor. — Regine Engl, 76 Jahre, 8 Bez., IV. Tor. — Clara Bogad, 58 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. 18. März: Heinrich Infeld, 70 Jahre, 9. Bez., IV. Tor^ — Felix Huber, 47 Jahre, 1. Bez., IV. Tor. — Samuel Spitzer, 86 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. — Marie Hüttner, 47 Jahre, 3. Bez., IV. Tor. — Ecikilos Leibowicz, 39 Jahrer 15. Bez., IV. Tor. —Aron Steinhart, 74 Jahre, 2. Bez.„ IV. Tor. — Jakob Klein, 64 Jahre, 13. Bez., IV. Tor. — Bertha Weiss, 89 Jahre, 9. Bez., IV. Tor. — Bertha Hirsch, 72 Jahre, 9. Bez., I. Tor. 19. März: Nathan Stern, 71 Jahre, 13. Bez., I. Tor. — Regine Bellak, 84 Jahre, 9. Bez., I. Tor. — Oktaviair Sternberg, 60 Jahre, 13. Bez., IV. Tor. — Bernhard! Berger, 81 Jahre, 18. Bez., IV. Tor. — Elisabeth Radnitz» 81 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. — Lilly Frank, 21 Jahre,. 3. Bez., IV. Tor. — Michael Gero, 66 Jahre, 16. Bez.» IV. Tor. 21 März: Anna Sternmann, 81 Jahre, 2. Bez., I. Tor. — Leopold Kaufer, 45 Jahre, 10. Bez., IV. Tor. — Felix Huber, 47 Jahre, 1. Bez., IV. Tor. — Samuel Rosenberg, 76 Jahre, 9. Bez., IV. Tor. — Leon Weinstein, 71 Jahre, 3. Bez., IV. Tor. — Simon Laufer, 29 Jahre,. 20. Bez., IV. Tor. — Gedale Edelstein, 60 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. — Scheinen Fried, 63 Jahre, 8. Bez., IV. Tor. — Hermine Reiner, 69 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. — Jetti Baumöhl, 61 Jahre, 20. Bez., IV. Tor. — Harry Mellinger, 2% Jahre, 2. Bez., IV. Tor. 22. März: Hermine Wang, 74 Jahre, 3. Bez., I. Tor. — Dr. Paul Wertheimer, 63 Jahre, 18. Bez., I. Tor. — Elisabeth Neurath, 89 Jahre, 13. Bez., Döblinger Friedhof. — Markus Barak, 45 Jahre, 20. Bez., IV. Tor. — Mattet Wühl, 69 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. 23. März: Hermine Gross, 64 Jahre, 2. Bez., I. Tor. — Richard Libesny, 60 Jahre, 20. Bez., I. Tor. — Leopold. Handek, 59 Jahre, 2. Bez., I. Tor. — Simche Schnitzer, 60 Jahre, Horodenka, Polen, IV. Tor. — Herrmann Kleina 53 Jahre, 1. Bez., IV. Tor. — Gisela Weiss, 59 Jahre,. 13. Bez., IV. Tor. — Sigmund Lehr, 59 Jahre, 1. Bez.;. IV. Tor. Eigentümer, Herausgeber, Verleger und verantwortlicher Schriftleiter: Oskar Hirschfeld, Wien II* Praterstraße 29. — Druck: Ignaz Spitz & Söhne,. Wien II. Robertgasse 2.