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Die Wahrheit · 1937-02-25 · Heft 8 (25.2.1937) · page 7

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1937
Issue
Heft 8 (25.2.1937)
Date
1937-02-25
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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DIE WAHRHEIT Nr. 8 — 25.L Februar 1937^ Seite 7 Wir suchen zum50baldmöglichsten Eintritt für Betrieb' von perfekte Köchin die auch Diätküche versteht. Angebote erbeten mit Bild, Zeugnisabschriften an die Verwaltung des Schweizer Israelitischen Altersasysl, Lengnau, rungslagers dar. Im Anschluß an das Programm für die Minderheitenpolitik führte Oberst Koc aus: „Was die jüdische Bevölkerung betrifft, ■so ist unsere Haltung die folgende: Wir legen zu hohen Wert auf unsere Kultur und unsere Achtung für Gesetz und Ordnung, ohne die kein zivilisierter Staat bestehen kann, als daß wir Gewaltakte und brutale juden feindliche Ausschreitungen billigen könnten, die die Würde und dasPrestige einesgroßen "Volkes herabdrücken. Andererseits ist es klar, daß der Instinkt kultureller Selbstverteidigung befolgt werden muß, und es ist nur natürlich, daß die polnische Gesellschaft danach streben soll, wirtschaftlich unabhängig zu werden." Weltkongreß der Harand - Bewegung im Sommer 1937.; Die Harand-Bewegung hat für die Zeit vom 29. Juli bis 7. August 1937 einen Weltkongreß nach Wien einberufen, der sich mit den Problemen des Existenzminimums für alle Menschen, des Kampfes gegen den Rassenhaß und der Friedenssicherung befassen wird. Die Harand-Bewegung beabsichtigt, je drei Gelehrte von internationalem Ruf mit der Abfassung von Gutachten für jedes dieser Probleme zu betrauen, wobei auch die Rassenfrage unter besonderer Berücksichtigung des Judenproblems Gegenstand eines Gutachtens sein wird. Nach der Tagung werden die Gutachten und die Ergebnisse der Debatte in einer Broschüre in den wichtigsten Weltsprachen veröffentlicht werden. Eine Reihe von Kongreßbüros in verschiedenen Staaten wurde bereits errichtet. Mitteilungen der Union. Die Sektionen.' der Bezirksorganisation Leopoldstadt der „Union" haben die Agitationsarbeit aufgenommen und halten ihre Zusammenkünfte, bei denen Gäste herzlich willkommen sind, in folgenden Lokalen und an folgenden Tagen zwischen 8 und 10 Uhr abends ab: Sektion I (Obmann Felix Wachsberger): Sitz: Cafe Stefanie, II., Hollandstraße 14; jeden Montag. Sektion II (Obmann Salo Pick): Sitz: Cafe Augartenbrücke, II., Untere Augartenstraße 2; jeden Dienstag. Sektion III (Obmann Hugo Lenk): Sitz: Cafe Nizza, II., Heinestraße 2; jeden Mittwoch. Sektion IV (Obmann Nathan Donath): Sitz: Cafe Freiwirth, IL, Praterstraße 11; jeden Donnerstag. Sektion V (Obmann Moritz Pick): Sitz: Cafe Heiss, IL, Stuwerstraße 14; jeden Donnerstag. Aüe Aevoczugm die mit Recht so beliebten „S c h m i d 1 - M a z z o t h". Dieses österreichische Qualitätserzeugnis ist mit anderen Mazzoth nicht zu vergleichen, weil diese sie in Hygiene, Bekömmlichkeit und erlesenem Geschmack nicht erreichen. Der ausgezeichnete Ruf, den die „Schmidl-Mazzoth" seit Jahrzehnten genießen, hat sich in den letzten Jahren zu einer Popularität und Beliebtheit gesteigert, die nicht nur alle Bezirke Wiens, sondern auch viele Provinzorte umfaßt. Es ist dies das Verdienst des tüchtigen Inhabers der „Schmidl-Mazzoth"-Fabrik, Herrn Nathan Brodetzky, den Wiener jüdischen Hausfrauen seit Jahrzehnten als der liebenswürdige und tüchtige Chef der großen Lebensmittelhandlung, IL, Leopoldsgasse 43, bekannt. Die religiösen Vorschriften werden unter Aufsicht des Herrn Oberrabbiners Babad strenge eingehalten. Die Wiener Juden werden heuer mit den beliebten „Schmidl-Mazzoth", insbesondere mit der bekannten Spezialmarke „N. B.-Mazzoth"-Grieß und -Farve!, besonders zufrieden sein. Semeindecfkronib. Der Präsident der Prager Kultusgemeinde gestorben. Am Sonntag verstarb in seiner Prager Wohnung der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde von Prag (Innere Stadt) Advokat Dr. Maximilian Reiner im 73. Lebensjahr. Der Verstorbene war einer der Organisatoren und Führer der tschechischjüdischen Bewegung. Er wurde in Tabor geboren und schloß sich schon in jungen Jahren lange vor dem Kriege der von Dr. Kramaf geführten Jungtschechischen Bewegung an. Dieser Bewegung blieb ei bis zu seinem Tode treu. Im Prager Rathaus vertrat ei lange Zeit die tschechischen Juden .Auch in der tschechischen Sokolbewegung spielte er eine Rolle. Dem Vorstand der Prager Israelitischen Kultusgemeinde gehörte er seit Jahren an und wurde 1934 zum Präsidenten der Gemeinde gewählt. Der Oberrabbiner von Fiume gestorben. Nach etwa 40jähriger Tätigkeit für die Jüdische Gemeinde Fiume ist der dortige Oberrabbiner Dr. Joseph F r a n c k gestorben. Das Leichenbegängnis gestaltete sich zu einer eindrucksvollen Trauerkundgebung der ganzen jüdischen Gemeinde von Fiume und Umgebung. Die Trauerrede hielt der Oberrabbiner von Triest, Prof. Z o 11 e r. Schmuchung fon Gräften und Gräbern LeopoldDeutschJienXI. einzige jüdische Gärtnerei beim Zentralfriedhor I. Tor, Tel. U 13-0-40 Zentralfriedhof IV. Tor, Tel. U 17-0-08 Eigene Kulturen 12 Ausqa&m dec „Jadaica" Enthaltend 90 Original.Aufsätze zur Geschichte des Judentums in Preßburg, in der Slowakei, Ungarn und Deutschland. Hervorzuheben sind die neuen Forschungen über die Zeit des Chatam Sofers, neue Daten zur Aera der Familie Heines in Preßburg, zur Zeit der Okkupation Preßburgs durch Napoleon und die neuen Daten zur Herzl- und Nordau-Biographie. 180 Aistoüsche Oüqutalbilde* Preis einfache Ausgabe 90 Kc Salonausgabe 120 Kc Zu Festgeschenken besonderh geeignet. ,,Judalca", Preßburg, Laxaretaka 4c Hermann Bernstein~Denkmal in New York. In New York wurde ein Komitee zur Errichtung eines Denkmals für den im vergangenen Jahr verstorbenen bekannten jüdischen Schriftsteller und Journalisten und ehemaligen Gesandten Amerikas in Albanien Hermann Bernstein gegründet. London. Zur Erinnerung an das Krönungsjahr hat der jüdische Philanthrop Sir Albert L e v y 10.000 Pfund für Wohlfahrtseinrichtungen gestiftet. Der Betrag wird unter 20 Wohlfahrtsinstitutionen aufgeteilt. Sir Albert hat 1929 einen Wohlfahrtsfonds gegründet, dem er Wertpapiere in der Höhe von 250.000 Pfund zugeführt hat. New York. Der 33jährige John M. Schiff, ein Sohn des verstorbenen Mortimer L. Schiff und Enkel des großen Philanthropen Jacob H. Schiff, ist in den Rat der Universität New York gewählt worden. John M. Schiff, ein Teilhaber der Bankfirma Kuhn, Loeb & Co., ist das jüngste Mitglied des Universitätsrates und einer der jüngsten Universitätskuratoren Amerikas. Das Leichenbegängnis Hugo Meisls gestaltete sich zu einer grandiosen Kundgebung für den jüdischen Sportführer und Sportenthusiasten. Hugo Meisl s. A. wurde in einem Ehrengrab der Israelitischen Kultusgemeinde bestattet. Zur Leichenfeier hatten sich zahlreiche offizielle Persönlichkeiten des In- und Auslandes eingefunden. Mitglieder des diplomatischen Korps, Vertreter der Gemeinde Wien und der Kultusgemeinde, Generäle des Bundesheeres, Delegierte der internationalen Sportwelt und viele andere waren gekommen, um Hugo Meisl das letzte Geleite zu geben. Zahllos waren die Vertreter der Wiener Fußballvereine und sportlicher Organisationen. Die Zeremonie wurde mit Chorgesang (Oberkantor Margulies) eingeleitet, den ergreifenden Nachruf hielt Oberrabbiner Dr. Taglicht, der den Verstorbenen als österreichischen Juden im schönsten Sinn des Wortes charakterisierte. Es sprachen weiters Präsident Doktor Eberstalle r, der im Auftrag des von Wien abwesenden Obersten Sportführers Fürst Starhemberg dem Toten die letzten Grüße überbrachte, der Vizepräsident des italienischen Fußballverbandes M a u r o, Präsident Doktor G e r ö und der Kapitän Walter N a u s c h. Hunderte Blumengewinde, gesandt von inländischen und ausländischen Sportvereinen, hatten die Zeremonienhalle in einen Blumenhain verwandelt. Mehr als eine Stunde dauerte der Vorbeimarsch der Trauergäste, die zum Begräbnis gekommen waren. Der Bund jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs, Bezirksgruppe Leopoldstadt, veranstaltet Montag, den 1. März, 8 Uhr abends, im Festsaal des Hotel „Bayrischer Hof" einen Vortrags-Abend. Redner: Sr. Hochwürden Pater Dr. Fiala über „Judentum und Christentum im Einklang". Landesleiter der HaTaml-Bewegung H u d e k über „Meine Kriegserlebnisse und die .luden". Das Gedenktaielkomitee der B. O. G. IL des „Bundes jüdischer Frontsoldaten O-e s t e r r e i c h s" veranstaltet am Samstag, den 20. März, abends, im Theatersaal des „Hotel Post", I., Fleischmarkt, eine Festakademie mit Tanz, deren gesamtes Reinerträgnis dem Fönde der in Kürze zu errichtenden Gedenkstafel für die Gefallenen des II. Bezirkes zufließt. Nähere Ankündigungen in der nächsten Nummer. Die jüdischen Frauenvereine Wiens haben in letzter Zeit eine besonders lebhafte Veranstaitungstätigkeit entfaltet, deren Ergebnis den von den rührigen Vereinen Befürsorgten zugute kam. Am Sonntag, den 14. tL M. nachmittags veranstalteten sowohl der DöbUnger Jüdische Frauen-Wohltätigkeitsverein im Casino Z ö g e r n i t z wie auch der Israelitische Frauenverein Wieden-Margareten im Festsaal des Hotel Münchnerhof überaus gelungene Wohltätigkeitsakademien mit Tanz, denen ein sehr zahlreiches distinguiertes Publikum beiwohnte. Das Pro- Der jüdische Frauenverein Landstraße (Präsidentin «na von Schwarz-Hiller) hatte für seinen am 20. d. M. im Festsaal des Militär-Casinos veranstalteten Abend eine nette Devise gewählt. „Tanz ins Glück" war Anreiz für jung und alt zu zahlreichem Erscheinen und frohem Vergnügen, wozu auch eine gediegene Akademie das ihre beitrug. Auch dieser Veranstaltung, bei der Rabbiner Dr. K. Kupfer eine geistreiche Begrüßungsansprache hielt, in der er das segensreiche Wirken des Frauenvereines lobte, wohnte ein zahlreiches Publikum ber, u. a. bemerkte man den Obmannstellvertreter der Bezirkskommission, Komm.-Rat Adolf U n g e r, sowie die Vizepräsidenten des Tempelvereines III. Untere Viaduktgasse, Ing. Hugo Koditschek und Richard P i c k. Frau Dr. v. Schwarz-Hiller dankt auch auf diesem Wege allen, die durch ihr Erscheinen den wohltätigen Zweck des Vereines gefördert haben, aufs herzlichste. In der nächsten Zeit finden folgende Veranstaltungen jüdischer Frauenvereine statt, deren Besuch in Anbetracht der humanitären Bestrebungen dieser Vereine besonders empfohlen wird: Der Brigittenauer Israelitische Frauenverein (Präsidentin Olga Friedmann) veranstaltet Sonntag, den 28. d. M., 4 Uhr nachmittags im Festsaal des Hotel Continental, IL, Taborstraße 7, eine Akademie mit Tanz. Mitwirkend: Bernard und Godelli »Symphonie des Unsinns", am Flügel Waldemar Fuchs, Conference: Paul Siegner, Hans Kolischer, Alice Kraus. Der Jüdische Frauenverein Leopoldstadt (IL, Ferdinandstraße 19) veranstaltet am Sonntag den 7 März 4 Uhr nachm., im Festsaal des Hotel de France, I., Schottenring 3, zugunsten der Leopoldstädter jüdischen Armen eine Akademie mit erstklassigen künstlerischen Darbietungen. Entree S 1.50. Um zahlreichen Zuspruch in Anbetracht des humanitären Zweckes bitten die Vereinsleitungen. Purim kommt. Was wäre das für eine Ueberraschung, wenn Sie heuer Ihre Lieben mit einem ieinen Schlachmones von mir erfreuen würden. Fische, Kindl, Hamantasohen, riors d'ouvres bereite» ich in schmackhaftester Art zu und stelle in jeder Preislage appetitliche Geschenkkartons zusammen. Alles fein und frisch, dabei sehr billig. — Bitte denken Sie daran, Sie ersparen sich durch Einkauf der fertigen Speisen Mühe und Geld. Meine Küchebür;s't für vorzüglichste Qualität unter ritueller Aufsicht der Schiffschul. Grete Stern. Vegetarische Küche, IL, Herminengasse 10, Telephon A 43-8-42.

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