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Die Wahrheit · 1937-01-29 · Heft 4 (29.1.1937) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1937
Issue
Heft 4 (29.1.1937)
Date
1937-01-29
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Nr. 4 — 29. Jänner 1937 DIE WAHRHEIT Leopoldsiödfer lempe verein Ätscbel Äwr^tiom lt. PainaaiicuiKiSfe *. I ö. II 47-S-i3 «ninc<aunft«n ». Auiseboira, Irauunseo («■dt ireie» mannen u. Dorrou«Bns ütraaftBl« 18. Hafiosah i i.«ctma» Bin« li(ael*cb Borcbi KaikCbi lt. kW 28. Kunst und Literatur. Pianist Kurt EngeL Der junge Künstler, der in den letzten Jahren ausschließlich im Auslande konzertierte, gab nun vor einigen Tagen wieder einen Klavierabend in Wien. Das Konzert gestaltete sich zu einem künstlerischen Ereignisse und sowohl Publikum als auch Kritik stellten einmütig fest, daß Kurt Engel durch seine außerordentliche Interpretationskunst, seine einfach überragende Technik und nicht zuletzt durch seinen unnachahmlichen und überaus poetischen Anschlag sich bereits zu den großen, heute lebenden Pianisten zählen darf. Schon die Zusammenstellung des Programms zeigte, welch hohe Ansprüche der Künstler an sich selbst stellt. Das Konzert begann mit einer bis jetzt noch wenig bekannten, aber sehr interessanten Bearbeitung von Bach's Orgelpräludium und Fuge in G-Moll, wunderbar aufgebaut und besonders in der Fuge beispielgebend in der Transparenz der Stimmführung. Schubert's A-Moll- Sonate war einer der Höhepunkte des Konzerts. Die wenig gespielten und wegen ihrer Länge gefürchteten Sonaten von Schubert lassen dies bei solcher Interpretation wahrlich vergessen. Der zweite Teil des Abends brachte nur moderne Kompositionen. Strawinsky und Prokofieff waren hier die Kulminationspunkte, und man hatte den Eindruck, daß solche Werke, derart faszinierend gebracht, auch dem, der ansonsten diesen Komponisten ein wenig skeptisch gegenübersteht, etwas sagen mußten. Der reiche Beifall des restlos entzückten Publikums 'zwang den jungen Künstler zu zahlreichen Zugaben. Dr. K. W. Vortrag. Im Vortragsaal der Jüdischen Kulturstelle sprach Hugo Friedmann in großangelegter Weise über die Malerei der Franzisco-Josephi- , aischen Epoche. Der Vortragende brachte, unterstützt von einem mit großem Fleiß und Sachkentnis zusammengetragenen, meist farbigem Lichtbildermaterial einen umfassenden Ueberblick über diese weite, sich über ein Menschenalter erstreckenden Zeit, wobei er der jüdischen Malerei mit besonderer Ausführlichkeit gedachte. Der besondere Mäzen jüdischer Künstler, der alte Erzherzog Rainer, wurde hervorgehoben, die von ihm so besonders geförderten Maler, wie der unerreichte Rötelzeichner David Kohn und der große Porträtmaler Leopold .Horowitz, die Romantiker des jüdischen Ostens Isidor Kauffmann und Lazar Krestin eingehend erwähnt, ebenso der unvergeßliche E. M. Lilien, der Dichter-Maler Uriel Birnbaum, Jehudo Epstein, Nik. Schattenstein, die Genremaler Otto Herrsche!, Blanka Lipschitz, Wilh. Wachtel etc. Ein zahlreiches Publikum, unter welchem sich -der Gesandte und bev. Minister Dr. Ritter von Wiesner, Frau Generalmajor Sommer, der Maler Krestin, der Kunstschriftsteller Theodor Ehrenstein, Vizekonsul Dir. Friedmann u. a. befanden, dankte dem Vortragenden für seine überaus gelungenen, kunstgeschichtlich wertvollen Ausführungen. Diiairzabschiflsse and StruaDthxnninissc Neaänlägen, Rrrislonen, Dndinaditräge sowie Sleuereriedlgungen iedcr Art Obernimmt IlfclMillliB DIR. GOSTAU KOMIN Büro tOr Buchhaltung, Bilanz und Steuerberatung Wien fll.. T«bors<roße 92 Telephon R 45-3-30 Kalender-, Sldra-, Perek-, Omer- und Haftorah-Tafel Q*b*tsiiinaei> flehebath 6687 Jinner-Feb. 1937 frtb «bds. T.1B Sekektt»». 4.46 f Jtemn(I.l.a.> 1 I Baiiormh 1 «.SO { „ 18. BiKknu auf ) 5.85 1 nameiecb 1 { Borcbi Nafacfci / 7.15 „ lt. bi.43. 5.10 •bds. rnUig. It. J&n. «45 Samstag, SO Jas. 6.SS Sonntat,31 jln.biil, 1n Donnerst.,4.Fet)Mj° lu JÜDISCHE KULTURSTELLE I., KAI 3, R 28-2-36 Jüdisches Kulturtheater: Täglich, 20 Uhr: Scholem Alejchems Komödie „Schwer zu sein ein Ju d'", deutsch von Jakob Rosenthal, Regie: E. Jubal. Sonn- und Feiertags, %4 Uhr, Nachmittagsvorstellung: „Die Grenze". Kunstsektion: Führung (im Zyklus Gedächtnisausstellung Max Liebermann) Sonntag, 31. Jänner, 11 Uhr vormittags: „Gemälde". Kunstsalon Wawra, III., Lothringerstraße 14. Leitung: Dr. Lona Löbl. Literarische Sektion: Samstag, 30. Jänner, 17 Uhr 45 liest Albert Ganzert (der Dichter des Zeitstücks „Die Grenze", das jüngst zum 200. Mal aufgeführt wurde) im Jüdischen Kulturtheater, I., Kai 3, unter dem Motto „Hart an der Grenze" aus eigenen Werken. Karten von S 1.— bis S 3.— in der Kulturstelle und allen Vorverkaufsstellen. Sonntag, 31. Jänner, 18 Uhr: Hofmannsthal- Gedenkstunde. Rezitation: Otto Adtmant. Jüdische Volkshochschule: Hebräisch-Englischkurse. Vorträge über jüdisches Brauchtum und Kulturgeschichte. Kunststelle: Neuanmeldungen ganztägig. Ermäßigungen für sämtliche Privat-, Bundestheater und Konzerte. Leihbücherei (Jüdische Volkshochschulbücherei): Neuerscheinungen: Allgemeine Belletristik . und Judaica. Neue jüdische Jugendbücher. Jeder Jude zahlt als Stamm-Mitglied der Jüdischen Kulturstelle nur S 1.50 jährlich. Hatow wehatachlith von Zwi Arie Twerski, Wien. In einer Zeit in welcher die materielle und, geistige Not des jüdischen Volkes den Höhepunkt* erreicht und in der man für Geistiges wenig Interesse hat, saß ein jüdischer Gelehrter, ein wahrer Talmud- Chacham, in seiner Studierstube und beschäftigte sich mit ethischen Fragen und Problemen. Das Ergebnis BgenOe für Trauungen Unentbehrlich für Rabbiner and Kantoren (Die Ge-änge mit Noten von S. Sulzer) Sinniges ErinDerungsgeschenk an Brautleute Zu beziehen beim Hcaufgeber: Max Schwager Wien I'., Zirkusgasse £0 „Schir Zlon* und „Wadak" bei mir zu habenl Oberrabbiner Dr. D. Feuchtwang s. A., Wien, Oberrabbiner Dr. S. Hevesi, Budapest, Oberrabbiner Doktor D. Herzog, Graz, Musikdirektor A. Friedmann, Berlin, Präsident des Kantorenvereines J. Löwit, Oberkantor M. Mäthyas, Oberkantor J. Müller, Oberkantor M. Löwy. Mähr.-Ostrau. Oberkantor A. Wilkowitsch, Eger, Oberkantor H. Mayerowitsch, London u. v. a., haben sich über das obgenannte Werkchen in überaus anerkennender Weise, sowohl durch die Presse, als auch in freundlichen Zuschriftenl an den Herausgeber geäußert dieser Forschung hat der Verfasser gesammelt und als Buch, das obigen Titel trägt, veröffentlicht. In einem klassichen Hebräisch lehrt der Verfasser die ewige* ethischen Probleme des Judentums und seiner Umwelt. Rabbiner Zwi Arie Twerski, ein Nachkomme der Begründer des Chassidismus und Schwiegersohn des berühmten Czortkower Rabbi s. A., hat mit diesem schönen Werke viel dazu beigetragen, die erhabenen Werte unserer Ethik und Lehre zu verbreiten. Das Werk verdient, von jedem gebildeten Juden gelesen zn werden. Es ist zu hoffen, daß der Gelehrte unsere jüdische Wissenschaft noch oft bereichern wird. Von dieser Stelle sagen wir ihm Dank für seine schöne Arbeit Rabb. Dr. M. Gerstel. Beerdigungen. 20. Jänner 1937: Max Kolben, 67 Jahre, 13. Bez., IV. Tor. — Blanka Just, 48 Jahre, 15. Bez., IV. Tor. — Katharina u. Margarete Netnschitz, 64 Jahre, 11. Bez., IV. Tor. — Bertha Pollak, 67 Jahre, 4. Bez., IV. Tor. — Charlotte Kammerling, 62 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. — Max Hofmann, 62 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. 21. Jänner: Hugo Zweig, 61 Jahre, 10. Bez., IV. Tor. — Renald Oesterreicher, 1 Jahr, 2. Bez., IV. Tor. — Jonas Singer, 85 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. — Eduard Neumann, 71 Jahre, 17. Bez., IV. Tor. _ Ida Neumann, 67 Jahre, 17. Bez., IV. Tor. — Sigmund Benda, 61 Jahre, 13. Bez., IV. Tor. — Samuel Daniel, 81 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. 22. länner: Irene Pick, 65 Jahre, 6. Bez., I. Tor. — Sofie Müller, 73 Jahre, 3. Bez., I. Tor. _ Anna Lassner, 38 lahre, 2. Bez., 1. Tor. _ Wühelmine Bunzl, 90 Jahre, 1. Bez., I. Tor. — Jakob Grossmann, 81 Jahre, 3. Bez., IV. Tor. Marie Hait, Leipzig, IV. Tor. — Bernhard Knofl. 67 lahre, 9. Bez., IV. Tor. — Heinz Nettel. 7 Jahre, Misslitz (C. S. R.), IV. Tor. — Srul Leib Lifsches, 34 fahre, 2. Bez., IV. Tor. — Salomon Bloch, 68 Jahre, 7. Bez., IV. Tor. 24. Jänner: Hinde Wolkentreiber, 74 Jahre, 9. Bez., 1. Tor. — Emma Brod, 80 Jahre 7. Bez., I. Tor. — Benjamin Münz, 56 Jahre, 9. Bez., I. Tor. — Karoline Wertheimer, 73 Jahre, 3. Bez., I. Tor. — Leopold Gewitsch, 82 Jahre, 3. Bez., I. Tor. — Anna Hermine Brock, 70 Jahre, 19. Bez., I. Tor. — Ignaz Spitz, 64 Jahre, 13. Bez., IV. Tor. — Berta Egre, 59 Jahre, 6. Bez., IV. Tor. _ Sigmund Morgenstern, 81 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. — Moses Friedmann. 67 Jahre, 8. Bez., IV. Tor. — Mina Krumbein, 59 fahre, 2. Bez., IV. Tor. — Rosa Vogelhut, 79 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. 25. Jänner: Gisela Kopoelmann, 80 lahre, 2. Bez., 1. Tor. _ Franziska Sachs, 80 Jahre, 9. Bez., I. Tor. — Eusrenie Kurz. 71 Jahre, 18. Bez. I. Tor. — Josefine Weinberger 90 Jahre, 7. Bez., I. Tor. — Julius Marburg, 71 fahre, 1. Bez., I. Tor. — Elsig Bader, 73 Jahre, 2a Bez., IV. Tor. — Fanny Hahn, 64 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. — Katharina Wodak, 72 lahre, 9. Bez., IV. Tor. — Margarete Blau, 63 Jahre, 18. Bez., IV. Tor. 26. Jänner: Bertha Springer, 79 Jahre, 7. Bez., I. Tor. — Dr. Fritz Eckstein. 58 Jahre. 9. Bez.. 1. Tor. — Netti Lustig, 71 Jahre, 13. Bez., IV. Tor. — Simon Kornitzer, 53 lahre. 2. Bez., IV. Tor. _ Josef Weiss, 53 Jahre. 6. Bez., IV. Tor. — Rosa Kamermann 55 Jahre, 15. Bez., IV. Tor. — Wanda Feld, 63 fahre. 9. Bez., IV. Tor. — Gisela FÖldvari, 68 fahre, 7. Bez.. IV. Tor. — Bertha Rosenbaum, 50 Jahre, 19. Bez., IV. Tor. — Heinrich Haber, 48 Jahre, 8. Bez., IV. Tor. — Josef Heflpern, 37 Jahre, 2. Bez., IV. Tor. Jiustvitteestss «fesia Judentum. Margarete Diamant geb. Kahlig, geb. 20. März 1912 in Mähr.-Ostrau, g. g. Handelsangestellte, II. , Unt. Augartenstraße 38. — Max Kovacs, geb. 20. Juli 1908 in Wien, led.. Handelsangestellter, II., Arnezhoferstraße 11. — Maria Franziska Bäck geb. Sklenaf, geb. 18. Dezember 1897 in Wien, verh., Haushalt, VI., Eszterhazygasse 25. — Margit Spritzer. $reb. 26. Mai 1911 in Böhm. Leipa, led., Studentin, VII., Schottenfeldgasse 12. — Hans Peter Langer, geb. 25. März 1916 in Wien, led., Hochschüler, VII., Mttseumsrraße 5. — Anna David, geb. 30. Oktober 1891 in Wien, Budapest — Kurt Grossmann, geb. 3. November 1915 in Wien, led., Handelsangestellter, II., Wehlistraße 159. — Margit Tömör, geb. 8. März 1922 in Wien, led., II., Wehlistraße 162. _ Else Holzer geb. Köstenbaum, geb. 21. September 1911 in Wien, g. g., Haushalt, II., Lilienbrunngasse 9. Eigentümer, Herausgeber, Verleger und verantwortlicher Schriftleiter: Oskar Hirschfeld, Wien II., Praterstraße 29. — Druck: Ignaz Spitz & Söhne, Wien II. Robertgasse 2. BEATRIX» AD IPIICHAEIERBAI» III., Linke Bahngasse 9. nächst Stadtpark | XVIII., MfcKae'erstr. 19, nächst Volksoper Dampf-, Wannen-, SdawimmunU Heilbäder Kuren gegen Rheuma, Gicht, Ischias, gegen Erkältungen, vorzeitige Alterserscheinungen usw.

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