Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1936
- Issue
- Heft 57 (31.12.1936)
- Date
- 1936-12-31
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Nr. 57 — 31. Dezember 1936 DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Hafftorah-Taffel Qeb«tstui>a«>t> Tebetb 6697 Jänner 1937 frflk »*><1«. 7JB Tebetb 18. *-06 i Schemau»(2.B.M.)l „ IS. Bahorab 1 &30 Baboim >5.05 jatcaresch 1 \ Borcbi Kafscbi f 7.16 „ 20. bis 2«. t-80 ab dl. Freitag. 1. Jan. 4 OS Samstag, 2. Jan. G.05 Sonntag, 3 Jan.bul. on Donnerst., 7. J längere Zeit in einem Lande der britischen Krone tätig gewesen ist und dadurch eine neue Beziehung zur Mandatarmacht hergestellt wird. Auch seine persönliche Bekanntschaft mit dem High Commissiooer, der einige Zeit in ähnlicher Funktion in Irland tätig war, wird beifällig vermerkt. Die Hauptsache aber ist natürlich, daß das religiöse Judentum Palästinas in dem Gewählten den besten Mann für das Amt und den würdigsten Nachfolger für den allverehrten Raw Kocks s. A. gefunden zu haben glaubt. Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Wien. Montag, den 4. Jänner, halb 8 Uhr abends, im Klubsaale, I., Wiesingerstraße 11 (Cafe Atlashof, eigener Eingang, Souterrain), Vortrag des Herrn Dr. Armand Kaminka: -„Elegien des Prinzen Schealtiel" (Rekonstruktion des IV. Buches Ezra). Eintritt frei. Gäste willkommen. Der Leopoldstädter Jüdische Frauenverein, der jetzt auf eine 25jährige segensreiche Tätigkeit zurückblickt, hielt kürzlich im Klubzimmer des Cafe Continental unter dem Vorsitz der Frau Dr. A. K a m i n k a, die Generalversammlung ab. Die Vorsitzende konnte unter den Erschienenen besonders begrüßen: die Präsidentin der „Weiblichen Fürsorge" Frau Dir. Ullmann, die langjährige Präsidenten des Vereines Frau Margarethe Grunwald, Herrn Oberrabbiner Dr. I. Tl.}; licht, Herrn Amtsleiter Emil Engel, K„i i. Cael^edakteur Oskar Hirschfeld, Delegierte mehrerer firauenwohltätigkeitsvereme u. a. Nach einem gefühlvollen Nachruf für die verstorbenen Vereins- und Vorstandsmitglieder, insbesondere die kürzlich verblichene Frau Reg.-Rat Neumann, erstattete die Schriftführerin Frau Dir. Mandl einen sehr instruktiven Rechenschaftsbericht, der den Beweis für die intensiven Bemühungen des Vereinsvorstandes zum Wohle der jüdischen Bezirksarmen erbrachte. Nach dem Kassabericht der Frau Beran sprachen Frau Dir. Ullmann, Herr Oberrabbiner Dr. I. Tag Ii cht, Herr Amtsleiter Engel und Frau Dr. A. Mandl dem Vorstande Lob und Anerkennung für seine ersprießliche Arbeit aus. Ein Glückwunschschreiben des Mitbegründer des Vereines, Herrn Rabbiner Dr. M. Grünwald, machte stärksten Eindruck. Die vorgeschlagene Vorstandsliste wurde einstimmig gewählt. PazmanitentempeL Samstag, den 2. Jänner, 9 Uhr vormittags, wird beim Gottesdienst Herr Prof. Dr. Emil Lehmann eine Gastpredigt halten. Barmizwahfeier. Samstag, den 19. Dezember, fand im Gemeindetempel XVIII., Schopenhauerstraße, die Barmizwahfeier des Sängerknaben stud. Samuel Gross, Sohn des Oberkantors David Gross und Frau statt. Aus diesem Anlasse hatten sich zur Feier zahlreiche Freunde, ebenso der Obmann des Bethausvorstandes Medizinalrat Dr. Ignaz Winter, die Vorsteher Direktor Heinrich Glücksthal, Josef Nossig und Leopold S u b a k im Gotteshause eingefunden. Der Barmizwah hat die Parascha, sowie die Haftora mit schöner, klingender Stimme zur allgemeinen Bewunderung der zahlreichen Tempelbesucher vorgetragen. Rabbiner Doktor Schwarz hielt an ihn eine zu Herzen gehende schöne Ansprache. TodesfaU. Med. Dr. Ludwig F i s c h 1 hat einen schweren Verlust erlitten. Am 27. Dezember ist sein Vater, Herr Julius F i s c h 1, nach kurzem Leiden im 74. Lebensjahre gestorben. Das Leichenbegängnis fand am 29. Dezember am Zentralfriedhof, IV. Tor, statt. Oberkantor Funke rezitierte die Trauergesänge in ergreifender Weise. Der Verein der Kürschner, Kappenmacher und Pelzhändler zur Unterstützung der in Not geratenen Kollegen, veranstaltet am Donnerstag, den 7. Jänner eine Theatervorstellung im Theater Reklame, II., Pra- Leopoldsiddier fempe! verein AescDel Awrohom II., Paananiicngnsse 6, Tel. p 47-0*3 Anmeidunften?. Aufgeboten, Trauungen <oncnoai.ireieiDaiininei)u. Darmizwau* ParteiMivarfcaltr aa Werktages vea 2 Ma Uki nacbmlttaga, an Seaaiagcn voa 10 Wt 12 Uni rtraunagi früh 6.45 1.45 o. 9.00 | Oabatatundan TabaUl S6B7 Tebetb 18. Schemini (I. B.II.) „ lt. Haftorab Baboim jaichreici Borcbi Naucbi „ 20. big 24. abdt. 4.15 | 6.06 terstraße 34. — Der Reingewinn fließt zur Gänze dem Unterstützungsfonds zu. Restliche Karten an der Theaterkasse und im Cafe Buchsbaum, II., Kleine Pfarrgasse 21, Telephon A 43-5-19, sowie an der Abendkasse. JÜDISCHE KULTURSTELLE I., KAI 3, R 28-2-36 Täglich, 20 Uhr, Scholem Alejchem's Komödie „Schwer zu sein ein Jud'", in der deutschen Übersetzung und Bearbeitung von Jakob Rosenthal und der Regie von E. Jubal. Sonn- und Feiertags, Uhr Nachmittagsvorstellung „Die Grenze". Vortrag. Im Verein für jüdische Geschichte und Literatur sprach vor kurzem der Kunstreferent der Jüdischen Kulturstelle Hugo Friedmann über den Maler Moritz Oppenheim. Der Vortragende beleuchtete eingehend das Leben dieses eigenartigen jüdischen Künstlers vor etwa hundert Jahren, den man als den Begründer der jüdischen Genremalerei ansehen kann. Oppenheim, der mit Goethe befreundet gewesen, war in ständigem freundschaftlichem Verkehr mit den geistigen und künstlerischen Größen seiner Zeit gestanden, wie Niebuhr, Heine, Börne, Gräfin Castiglione, Philipp Veit, Overbeck, Schnorr von Carolsfeld, Thorwaldsen oder dem Kronprinzen Ludwig von Bayern u. a. . Namentlich übe.r Oppenheims Aufenthalt in Rom und Neapel gaben die Ausführungen Friedmanns einen interessanten Querschnitt durch das Kulturleben der jüdischen Gemeinden Italiens zur Zeit Pio Nono, sowie die künstlerischen Zustände im Kreise der sogenannten Nazarener. Auch die Berichte über Oppenheims künstlerische Tätigkeit und gesellschaftliche Stellung in Frankfurt um das Jahr 1848 brachten viele bemerkenswerte Details über das damalige jüdische Leben in Deutschland. Die Ausführungen Friedmanns, auch über die allgemeinen kunstgeschichtlichen Zustände dieser Zeit, wurden von einem zahlreich erschienenen, distinguiertem Publikum mit großem Beifall aufgenommen. Der Vorsitzende, Rektor Professor Dr. S. K r a u s z, dankten dem Vortragenden für seine, ein unbekanntes Gebiet jüdischer Kulturgeschichte zum Gegenstand habenden Ausführungen. Jose Kania singt in Wien. Mit großem Interesse sieht das musikalische Wien dem ersten Auftreten des berühmten neuentdeckten jüdischen Tenors Jose Kania entgegen. Das Konzert, welches am 14. Jänner unter Mitwirkung von Prof. Julius W o I f s o h n startfindet, scheint alle Aussichten zu einem sensationellen Erfolg des jungen Tenors zu haben. Nach Angaben der bedeutendsten Fachleute besitzt Jose Kania nicht nur einen lyrischen Tenor von besonderer Weichheit, er erklimmt auch fast unwahrscheinlich hohe Töne ohne Mühe. Der junge jüdische Tenor stammt aus Jassy und war seines Zeichens Juwelier. Einem Zufall verdankt Kania seine Entdeckung. Er sang in seinem Juwelierladen und diese Stimme hörte ein vorbeigehender Gesangspädagoge, den das Gold der schönen Stimme mehr interessierte als alles Gold in den Vitrinen des Juwelengeschäftes und so wurde der junge Tenor entdeckt. Kaum mit den nötigsten Gesangskenntnissen versehen, wurde der junge jüdische Tenor der Liebling Rumäniens, der sich durch ungeheuren Fleiß vom unbekannten Juwelier zur Reife eines bedeutenden Konzertsängers emporarbeitete, und dem eine außergewöhnliche Sängerkarriere entgegenblickt. Der junge jüdische Sänger verdient im vollsten Maße als außergewöhnliches Gesangstalent Förderung im besten Sinne des Wortes. Dr. F. Eigentümer, Herausgeber, Verleger und verantwortlicher Schriftleiter: Oskar Hirschfeld, Wien IL, Praterstraße 29. — Druck: Ignaz Spitz & Söhne, Wien II. Robertgasse 2. Sleerdigii tigere. 23. Dezember 1936: Dora Frey, 79 Jahre, 19. Bez. (I. Tor). — Josefine Schlesinger, 85 Jahre, Mauer bei Wien, (I. Tor). — Marianne Polnauer, 21 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Emannel Neumann, 85 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Paul Goldstein, 65 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Hugo Neuwalder, 66 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). 24. Dezember: Leopold Weäsz, 82 Jahre, 13. Bez. (I. Tor). — Leopoldine Fleischer, 72 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Jakob Wodak, 67 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Saal Deutscher, 75 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Josef Finkelstein, 86 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Barbara Aderer, 84 Jahre, 21. Bez. Floridsdorfer Friedhof. 25. Dezember: Klara Stern, 76 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Irma Weisz, 74 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Laura Fröschl, 6. Bez. (I. Tor). — Marie Weiss, 73 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Rosa Schönberger, 56 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Marie Werner, 79 |ahre, 13. Bez. (I. Tor). — Jakob Eisinger, 68 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Julius Donath, 82 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). — Alfred Schreier, 73 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Moriz Kaiser.. 68 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Isidor Kohn, 69 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Liebe Weinles, 77 Jahre, 20. Bez, (IV. Tor). _ Scheindl Flaumenhaft, 66 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). 27. Dezember: Jakob Hauser, 54 Jahre, 2. Bez, (IV. Tor). — Amalie Fantl, 58 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). — Markus Eichner, 62 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Dr. Friedrich Schick, 70 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Fritz Diamant, 46 Jahre, 2. Bez. Floridsdorfer Friedhof. 28. Dezember: Marie Waldner, 75 Jahre, 10. Bez. (I. Tor). — Philipp Barbasch, 56 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). — Ignaz Sandor, 80 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 29. Dezember: Julie Spira, 76 Jahre, 6. Bez. (I. Tor). — Julie Planau, 67 Jahre, 6. Bez. (I. Tor). — Rosa Hirschensohn, 80 Jahre, 18. Bez. (IV. Tor). — Regine Hirsch, 66 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Panline Freund, 80 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). _ Henny Chamisch, 46 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Amalie Karpel, 63 Jahre, 16. Bez. (IV. Tor). — Nathan Rosenzweig, 63 Jahre, 16. Bez. (IV. Tor). — Charlotte Meider, 68 )ahre, 6. Bez. (IV. Tor). — Julius FiscW, 73 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). _ Adolf Abraham Fiedelhaar, 73 Jahre, 4. Bez. (IV. Tor). — Josefine Herr, 35 Jahre, 14. Bez. (IV. Tor). — Markus Lachs, 69 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). Austritte aus dem Judentum. Hermine Stockner, geb. 22. Dezember 1894 in Wien, led., Verkäuferin, XVI., Thaliastraße 75. — Dr. Adolf Bloch, geb. 10. Februar in Teplitz-Schönau, verh., Pensionist, III., Reisnerstraße 24. — Heia Nanny Richter,, geb. Ascher, geb. 8. April 1907 in Berlin, ger. gesch., Schauspielerin, XVII., Dornbacherstraße 53. — Viktor Mechlovicsek, geb. 7. September 1910 in Wien, led., XIII., Linzerstraße 403. — Valerie Aufrichtig, geb. 25. Oktober 1909 in Wien, led., Weißnäherin, IL, Ybbsstraße Nr. 5/26. — Miroslava Klüger, geb. Grimm, geb. 13. April 1897 in Dresden, verh., Haushalt, II., Herminengasse 16. — Schemde) Voigt, geb. Stuber, geb. 16. Oktober 1854 in Tarnow, verh., Haushalt, IL, Wolfgang Schmälzigasse Nr. 9. — Judith Klüger, geb. 14. September 1920 in Bad Reichenhall, led., Private, II. Herminengasse 16. — Karl Katscher, geb. 27. Juni 1887 in Wien, ger. getr., Bankbeamter i. P., IL, Lichtenauergasse 7. — Fritz Katscher, geb. 20. April 1889 in Wien, led., Techniker, IL, Czerningasse 4/38. — Hans Katscher, gob. 15. Juli 1884 in Wien, verh., Ledergalanteriewarenerzeuger, IL, Lichtenauergasse 7. — Wilhelm Drach, geb. 21. Februar 1919 in Wien, led., Privatangestellter, II. Erzherzog Karlplatz Nr. 20. — Helene ZimmeL geb. 9. Juni 1922 in Wien, led., Schülerin, HL, Göllnergasse 25. — Theodor Heitier, geb. 20. Oktober 1906 in Wien, led., Angestellter, VII., Döblergasse 2. — Luzie Bise, geb. 29. Juni 1918 in Wien, led., Privatangestellte, VII., Lindengasse 35. — Theodor Alexander, geb. 1. August 1919 in Baden b. Wien, led., Gewerbefachschüler, VIII., Skodagasse 15. — Ernst Rutar, geb. 19. Mai 1917 in Wien, led., XIII., Sechshauserstraße 97. — Stefanie Grünwald, geb. Hohenberg, geb. am 16. November 1887 in Wien, ger. gesch., XIII., Vinzenz Hessgasse 9. — Irene Müller, geb. 14. Jänner 1922 in Wien, led., XIII., Maxingstraße 6. — Ottilie NisseL geb. 9. Jänner 1911 in Wien, led., Handelsangestellte, XV., Kannegasse 5/6. — Heinrich David, geb. 9. Juli 1892 in Wien, ger. getr., Kaufmann, XVI., Lienfeldergasse 56. — Walter David, geb. 9. Februar 1921 in Wien, led., Privater, XVI., Lienfeldergasse 56. — Marceil Ungar, geb. 10. März 1903 in Wien, Hadersdorf- Weidlingau. — Hans Spitzer, geb. 7. November 1922 in Wien, Kinderheim-Laa. — Ludwig Neurath, geb. 17. August 1866 in Wien, verw., Bankdirektor a. D., I., Karlsplatz 1. — Dr. Friedrich Zuckermann-Reitler, geb. 7. fuli 1903 in Broszinan (Polen), verh., Privatbeamter, XVIII., Colloredogasse 40. — Rosa Sind, geb. 4. August 1904 in Wien, led., Private, IV., Karlsgasse 9. — Otto Hirschler. geb. 2. August 1914 in Wien, led., Mechanikergehilfe, XIV., Camillo Sittegasse 1. — Margit Braun, geb. 4. Juni 1900 in Wien, led., Beamtin, XIV., Sechshauserstraße 5. — Wilhelm Hirschler, geb. 27. Mai 1889 in Wien, verh., Fleischhauermeister, XIV., Camillo Sitteg. 1. — Helene Hirschler, geb. 20. April 1918 in Wien, led.^ Modistin, XIV., Camillo Sittegasse 1. — Josefine Hirsch^ ler, geb. Strobach, geb. 10. Mai 1890 in Wien, verh., Fleischhauersgattin, XIV., Camillo Sittegasse 1. 8 uchhalteriti m bewandert in allen Bilanz- und Büroarbeiten, 30 Jahre alt, geb. u zust. nach Wien, sueht Posten. Anfragen unter „Verläßlich' an de Administration. _