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Die Wahrheit · 1936-12-04 · Heft 53 (4.12.1936) · page 6

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1936
Issue
Heft 53 (4.12.1936)
Date
1936-12-04
Page
– (sequence 6)
Language
German
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'Seite 6 Nr. 53 —4. Dezember 1936 DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Hafftorah-Tafei OebatsmnfleB KUIew 6697 Dezember 1936 irflta «bds. .7.15 Kislew20. 4.00 { Wajeschew \ 1 (1. B. M.) "8.30 \ ,. 21. Haftora 1 4.50 g* 1 Kau om»r äschern! ■ | Borcbi Nafschi j ■ 1 „ 22. Scbaaloh \ ■ 1 .. bis ■ _ ., 1 „ 24. Abend« Anründesl , 1n ■ '-la \ d. Cnanukalicater( * ■ 1 „ 25.1. Tag Cbanuka I | l ,. « .. .. 1 abds. Freitag. 4. Dez. 4.00 Samstag, ä. Dez. 4.50 Sonntag, <5. Dez.u. \ MonUg, 7. Dci. ' Dienstag. 8. 1) z. 1 (Abends Anzünden 1 d. Channkalicbter) /4.10 Mittwocb, 9. Dez. I 1. Tag Chanuka Donners:.. IC. Dez. 1 2. Tag Cbanuka ) icopoldsiaaier lempe verein Acschei Awrofiom II., Pazmanliengasse 6, Tel. R 4T-0-63 Anmetaunsen v. AuigeDoien, lrauungen (audi am. ireietn nimmef) u. Darmizwaus artelanvorkahr an Werktagen «oo 2 bis •/»* Ubi nacb. mittag*, an Sonmege» »oo 10 bli 12 Uht vodnlitigs Gab'etatnnden Wh Klslew 5697 abds. 6.45 Killen 20. 4.00 f Wajeschew (1. B. M ) ,,- oryl J „ 21. Maliora B.4o u. s.uu < Rau omar aschem l Borcbi Naiacbi I ., 22. Schaaloh | 4.50 b s 6.45 .4.00 Schaftssinnes nicht in Widerspruch geraten müsse. — Der Redner wandte sich u. a. gegen die venerische Behauptung, als hätte die ..Union" kein positives Programm und stellte iest, daß die Aufgabe der „Union", -dafür zu arbeiten und zu kämpfen, daß die seit Jahrzehnten verfassungsrechtlich verbriefte Gleichberechtigung auch v e r \v i r 1:1 i c h i. verlebendigt werde, wohl ein sehr positive s. wenn auch noch immer nicht erreichtes, aber mit allen gesetzlichen Mitteln unbeugsam anzustrebendes Ziel beinhalte. Die ..Union'" habe allen Grund, gerade für die jüdischen Oesterreicher ihren, bisherigen Optimismus auch weiterhin aufrecht zu erhalten, denn die Grundsätze des neuen Oesterreich: „Religion und Vaterland" seien von jeher ihre eigenen Leitsterne gewesen. Zum Schlusse seiner Ausführungen beschäftigte sich der Referent eingehend mir der praktischen und taktischen Tage s a r b e i t. die infolge der tatsächlichen Verhältnisse im Interesse der jüdischen Jugend geboten erscheine. Der wissenschaftlich fundierte Vortrag, der in jedem Worte das profunde Wissen des Referenten bewies, war in so populärer und interessanter Form gehalten, daß auch nicht einen Augenblick lang die Spannung aus den Mienen der zahlreichen Anwesenden wich. Reicher Beifall lohnte Herrn Reg.-Rat Dr. Lenk am Ende seines Vortrages und der Vorsitzende richtete die Bitte an ihn. recht bald wieder zur Jugend-Union zu kommen. Nachher kam die Geselligkeit zu ihrem Rechte. * Wir bitten jetzt schon, unsere Mitglieder und Freunde, sich am Samstag, den 12. Dezember, 8 Uhr abends, den Abend für die große Chanuka- Feier freizuhalten, die der Union-Klub gemeinsam mit der Jugend-Union veranstaltet. * Die ordentliche Generalversammlung der Jugend-Union findet Mittwoch, den 16. Dezember d. J„ statt. Näheres durch die schriftlichen Einladungen, welche den teilnahmsberechtigten Mitgliedern per Post zugehen werden. Der Jüdische-Jugend-Kreis (J. J. K-), welcher die Zehn- bis Achtzehnjährigen umfaßt, lädt seine ehemaligen, ihm im Alter entwachsenen Mitglieder zu einer am Samstag, den S. Dezember, 349 Uhr abends, im Heime, I., Schottenring 25, Mezzanin, stattfindenden Veranstaltung ein. Wir bitten aJle Jugend-Unionisten, sich zahlreich an dieser Jugend-Kreis-Veranstaltung zu beteiligen. Jüdischer Jugend-Kreis (J. J. K.) Jüdische Eltern! 1 Der Walllausgang am 8. November hat den .untrüglichen. Beweis erbracht, daß die Jüdischnafipnalen:: ihren. Erfolg zum großen Teile den Jugendorganisationen zu verdanken hatten. Jugendliche Burschen' und Mädchen im Älter von 10 Jahren an wurden in den Dienst der Wahl- 'agitation gestellt. Mit einer Begeisterung, die einer besseren Sache würdig gewesen wäre, haben jdies'e.juögien Menschen für die ihnen seit. Jahr und i'Cageingepaukten nationalen Phrasen „gekämpft" (Und „gesiegt". Das sbäfür Euch,: jüdische Eltern,;ein Mahnruf sein, Eure Kinder zu uns zu schicken, wenn Ihr nicht wollt, daß sie auch weiterhin den •Verlockungen und Irreführungen nationaler, sogeiratmter Jugendführer erliegen sollen. '" Was will der J. J. K.? ) „ 24: Abends Anzünden der Chanuka- Ilicbter „ 25. 1. Tag Cbanuka I - ,, 26. 2. Tag Cbanuka ) Beim Aben^gottesdiest am Freitag, den 4. Dezember, 4 Dir hält Rabbiner Dr. Emil Lebmann eine Predigt, Er will die jüdische Jugend erfassen, um sie körperlich und geistig1 zu ertüchtigen, sie zu guten Oesterreichern und Juden heranbilden. Dieses Ziel wäll er durch intensive Gruppenarbeit erreichen. In allen Bezirken Wiens sollen Heimgruppen errichtet werden. Bis dahin arbeitet der „Jüdische Jugend-Kreis" in seinem Zentralheim, IX., Berggasse 4, wo den Jugendlichen schöne helle Räumlichkeiten für ihre Arbeit zur Verfügung stellen. Die Heimabende finden statt: Mädchen 10—1-4 Jahre: Dienstag halb 6 bis 7 Uhr abends: Burschen 10—14 Jahre: Samstag halb 6 bis 7 Uhr abends; Jugendliche von ' 14—17 Jahren: Mittwoch halb 8 bis 9 Uhr abends; Kurs: Gebete der Israeliten: Mittwoch halb 8 bis halb 9 Uhr abends, Kursleiter Herr Religions'.ehrer M. Pick. Dienstag, den 8. Dezember, 8 Uhr, Chanukkafeier im Heim, IX., Berggasse 4. Selbstverständlich veranstalten wir auch schöne Ausflüge und ebenso haltemi wir Lager. Also Eltern v-ergeßt nicht: Der Jugendbund für Eure Kinder heißt: Jüdischer Jugend-Kreis (J. J. K.). Schmüchung von Gruiten und Ordnern LßopQldQßutschJienXl. einzige jüdische Gärtnerei beim Zentralfriedhof I. Tor, Tel. U 13-0-40 Zentraliricdhof IV. Tor, Tel. U 17-0-08 Eigene Kulturen Die Bezirksorganisation Wieden-Margareten der „Union" macht darauf aufmerksam, daß die in der letzten Nummer der „Wahrheit" mit einem falschen Termin angekündigte Versammlung Donnerstag, den 10. Dezember, halb 9 Uhr abends im Heim des „Bundes jüdischer Frontsoldaten". IV., Hauslabgasse 2 stattfindet (Siehe Anzeige auf Seite 5). Gemeindedkronik. Eine Anerkennung durch den Papst. Der bekannte Maimonides-Forscher Dr. Armand Kaminka, hat vor einiger Zeit im Verlag „Dvir" in Tel Aviv ein rekonstruiertes hebräisches Buch aus dem 6. vorchristlichen Jahrhundert herlausgegeben, das dem Papst Pius XI. vom Ver fasser eingesandt wurde. Nun erhielt Dr. Kaminka einen Brief von der Vatikanischen Kommission in Rom mit der Mitteilung, daß Papst Pius XI. (selbst ein Kenner der hebräischen Literaur) den rekonstruierten Text-des Apokryphenbuches erhalten habe und dem Verfasser seinen Glückwunsch und seinen Segen hierfür sende. Adas JisroeL Am 6. Dezember findet die Generalversammlung der Adas Jisroel statt. Aus diesem Anlaß verschickt der Vorstand den Bericht über die Vereinstätigkeit der letzten Jahre. Derselbe umfaßt alle Teile des jüdisch-rituellen Lebens ebenso wie die verschiedenen Gebiete sozialer Fürsorge und religiöser Bildung. Es ist ein sehr beträchtliches Stück Arbeit einer jüdischen Gemeinschaft, die nicht so sehr durch die Zahl ihrer Mitglieder als durch die unerschütterliche Treue, mit der sie zu ihren Grundsätzen steht, sich Achtung verschafft und. zur Geltung bringt. Es muß hervorgehoben werden, daß die. Adas Jisroel alle Institutionen und Anstalten grundsätzlich nicht nur ihren Mitgliedern, sondern allen, die auf strengreligiöse Führung reflektieren, ohne, jeden'Unterschied frei zur Verfügung hält. Eine Reihe tharitativer und kultureller Vereine, die grundsätzlich der Adas Jisroel angeschlossen sind, leisten ganz hervorragende soziale und kulturelle Arbeit im Interesse aller, wofür ihnen d:e üeairitheit -der Wiener "judenschaft Dank schuldet. Auch die Ziffern,- von denen der Berient spricht, sind rech! ansehnlich. Das Jahresbudget belauft sich auf ungefähr" eine Viertelmillio'n Schilling.' Oie Summe, die die angeschlossenen 'Vereine für-ihre Tätigkeit nebenbei in Anspruch nehmen,' ist kaum wesentlich geringer. Die einzelnen Ziffern haben in den letzten Jahren eine Herabsetzung"erfahren; der Betrag für 1-ürsorge ist nicht heruntergeg'angsm.' S. Im Pazmaniten-Tempel hält . Rabbiner Doktor Emil Lehmann am Freitag, den 4. d. M. beim Abendgottesdienst um 4 Uhr eine Predigt. „Tiferes Bachurim". Das traditionelle Chantikka- Bankett des „Tiferes Bachurim" findet heuer am Samstag, den 12. Dezember, um 7 Uhr abends im Re^ staurant „Wienea", II., Ob. Donaustraße 91, statt. Die Zusage hervorragender Persönlichkeiten aus allen Kreisen, an dem Bankett teilzunehmen, und die vorgesehenen auserlesenen Darbietungen' werden heuer das Festbankett zu einem ganz großen gesellschaftlichen Ereignis in der Wiener Judenheit gestalten. Zum allgemeinen Verkauf gelangt nur eine beschränkte Zahl von1 Dinerkarten (Preis S 3.—), die bei einzelnen Vorstandsmitgliedern des „Tiferes Bachurim" und, falls welche übrig bleiben, vor Beginn des Banketts erhältlich sein werden. Der „Tiferes Bachurim" sorgt bekanntlich für hunderte von Talmudjüngern, die in den verschiedenen Jeschiwoth dem Talmudstudium obliegen. Er erfreut sich der allgemeinen Anerkennung und der Unterstützung durch ausnahmslos alle Repräsentanten der österreichischen Judenheit. So ist auch der verewigte Oberrabbiner Dr. David Feuchtwang s. A. nicht lange vor seinem Tode für tatkräftige Förderung des „Tiferes Bachurim" eingetreten. Empfehlung. Wir empfehlen unseren Lesern bei Vorbereitungen zur Barmizwah, resp. Unterricht in Religion Herrn Kantor A. Ehrenthal, V., Pilgramgasse 24/3 Tel. B-26-1-49-U. Beerdigungen 25. November 1936: Elisabeth Neumann, 60 Jahre, mi/BeT!L To?- _ Ph5Iipp Frank' 63 'ahre> I3- Bez- (IV. Tor). — Anna Segall, 78 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Abraham Klepner, 71 Jahre, III. Bez. (IV. Tor) — Berisch Kahane, 66 Jahre, V. Bez. (IV. Tor). — Ludwiir Fuchs 54 Jahre, W Bez. (IV. Tor). - Sofie Bergmann. 83 Jahre, II. Bez. (IV. Tor). — Rudolf Neumann, 45 Jahre, II. Bez. (IV. Tor). 26. November: Rosa Schwarz, 76 Jahre, II Bez (I. Tor). — Josef Zimbler, 81 Jahre, VII. Bez. (I. Tor) — Dir. Jakob Jacques Kahane, 59 Jahre, VIII. Bez. (1 Tor) « ££"l..Ea!ier' 51 Jahre' Bez- ('• To»-)- — Tobias Naftali EUenberg, 66 Jahre, XX. Bez. (IV. Tor). — Rosa Konigstetn, 65 Jahre, XIII. Bez. (IV. Tor). Benziön Ruda, 60 Jahre XIII. Bez. (IV. Tor). - Julie Weil, 85 Jahre, II. Bez. (IV. Tor). 1 Ei m Red; 52, r I v. Di östern der P Wien tembe; Wird Ueutsi könnei iders W wortel die „F Die Besch1 lassen, allerlei Jul;is de Beschs Cxekut mpnsta en \j fatt" Titel , Daß d beweis Neubai tlilfsve i. a. »äu m Die „F üstet äner S Borsch iätzen;chofs iieser md n »uchte. Die C assen, n Oes tusgefc .inz h äe die iunttvel :irm N; /i J*7; Novenwen Regine Liggy, 80 Jahre, II. Bez. (1. Tor). — Rosa Wänberger, 76 Jahre, II. Bez. (IV. Tor). - Wolf Spatz, 66 Jahre, II. Bez. (IV. Tor). - Anna Kolbeck, 63 Jahre, XIV. Bez. (IV. Tor). — Max Frankfurter, 59 Jahre, IX. Bez. (IV. Tor). „ -r.29v November: Malvine Löwy, 79 Jahre, IX. Bez (I. Tor). — Mathilde Fischhof, 83 Jahre, I. Bez. (I. Tor) rA!?vi,ft??'68 Jahre-,v-Be?- Tor). - Aiofe; Schubert, 74vJahre, II Bez. (I. Tor). - Mordke Tkacz,? i,J m bX- Eff-J'X- Tor)- - KÖPPeI Brandeis, 63 _„,„ „ Jahre, III Bez (IV. Tor). - Ernst :Schönmann, 59 Jahre, nüsse w. BoZ- (lY;,Tir)'- - Dn Maximw'an Donath, 43 Jahre PUS&& o ,?w Tor)- — Rosalie Bürger, 47 Jahre, VIII. B,w' ilV- Tor)- — Sarah Schwebe!, 66 Jahre, IX. Bei (, w I0T)- —■D*' Max Schreiber, 60 Jahre, XV. Bezi. (IV Tor). — Moriz Weiss, 85 Jahre, II. Bez. (IV. ,Tor)L —■.Qeprg Fischer, 21 Jahre, V. Bez. (IV. Tor). — Bertha Schutzmann, 34 Jahre, XII. Bez. (IV. Tor). — Rosa Koritzer, 73 Jahre, XIII. Bez. (IV. Tor). — Moses Ritfer £4 Jah/e, II. Bez. (IV.- Tor). — Mali Baituch, 76 Jahre, VIII. Bez. (IV. Tor). — Joseflne Hamburger, 61 Jahre, l. Bez. (IV. Tor). —Sara Klein, 47 Jahre, II. Bez. (IV* Tor)... . . Eigentümer, Herausgeber, Verleger und verantw.0r.t7 licihei; .Scbriffleiterr ^Oskär: Hirschf e.ld, Wietk lü Praterstraße 29. •' —Druck: ■ -(s^'fipite.v^.^^läiev Wien H. Robertgasse 2. i.e. ■ vas dii n eineü ich-reli laben. Füi Ürtenb ratsacJ 'es rat lürfen uli-Pat hristJic lational licht ai

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