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Die Wahrheit · 1936-11-27 · Heft 52 (27.11.1936) · page 5

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1936
Issue
Heft 52 (27.11.1936)
Date
1936-11-27
Page
– (sequence 5)
Language
German
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lHrhe; Konsui sich d; t e r u; ammelif die Mi' ro imnr;keit, w inden u die G Orgar.is ist erdi ertrug' nd legt' , „Hei sen übe i sich DIE WAHRHEIT Nr. 52 — 27. November 1936 Die nächsten Versammlungen der »UNION ü. Donnerstag, den 3. Dezember, 8 Uhr abends, im Festsaal des Hotel Stephanie, IL, TaborstraSe 12 der Bezirksorganisation Leopoldstadt Es sprechen: Reg.-Raf Dr. Hermann OPPENHEIM und Dr. Ernst FELDSBERG über Die „Union" und die Kultuswahlen cand. merc. Franz KOLMIN über Das Jugendproblem im Lichte der„Union" Montag, den 7. Dezember, tys9 Uhr abends, im Heim des .Bundes jüdischer Frontsoldaten'.lV.Hauslabg.2 (Garteneingang) Versammlung der Bezirksorganisation Wieden-Margareten Über den Ausgang der Kultuswahlen spricht Reg.-Rat Dr. H. Oppenheim über die Aufgaben der „UNION" Reg.-Rat Dr. Max Lenk buties; s. eputies Nevil dination r An; immissn ireinheit biet uni bedingu :he wun jüdiscli einmii rde imenarb " ablelu Fasci Ziel s jedoch lasse s Fasci cistisch Sichern hren M eign Co iutschla Jericht auf Hiilt me Ras ger die; iitlers 1 'eutschln und Nac r Feststi inklang mgen a . Ich ka: sehen de i dem, w > gewalti; jüdiscli ire fort, n Judt Steigt Verden d Qesetz i er noch )eutschla uf gevii den Stud nus" zi ti bei nl' leutschlai 'essein c men, da jeschmiei Ungarische Juden gegen den Bolschewismus. Unter dem Vorsitz des Präsidenten der Israelitischen Landeskanzlei, der obersten Behörde des neologen Judentums Ungarns, Hofrat Samuel Stern, und des Präsidenten der orthodoxen Zentralkanzjei, 'Samuel Kahan-Ff ankl, fand kürzlich eine Beratung der Führer der ungarischen Juden statt, bei der Hofrat Stern darauf hinwies, daß bereits vor Jahren auf einer Konferenz jüdischer Persönlichkeiten die Zusammenfassung der verschiedenen konfessionellen Behörden zum Kampf> gegen die Gefahr bolschewistischer Strömungen auf Grund von Religion und Moral gefordert wurde. Landeskanzlei und Gemeinden würden auch in Zukunft an der Abwehr der bolschewistischen Gefahr mitwirken. Im Namen der ungarländischien jüdischen Orthodoxie schloß sich Präsident Kahan-Frankl den Erklärungen des Präsidenten Stern in allen Belangen an. -«*" Könige ehren einen jüdischen Arzt. Im Alter von 71 Jahren verstarb in Stockholm der hervorragende jüdische Arzt Dr. Arthur Fürstenberg, der sehr oft von der KgL schwedischen Familie konsultiert worden war. Unter der Trauergemeinde auf dem Jüdischen Friedhof befanden sich die beiden Brüder des schwedischen Königs, die Prinzen Carl und Eugen, sowie Prinzessin Ingeborg. Die schwedische Kronprinzessin, das dänische Königspaar, König Leopold vom Belgien, die norwegischen und dänischen Kronprinzenpaare ließen Kränze an Dr. Fürstenbergs Bahre niederlegen. Lest die .Wahrheit' Sie schafft Klarheit t DAS „ISRAELITISCHE ERHOLUNGSHEIM" in eröffnet seine diesjährige Wintersaisonam 1. Dezember 1936 Aufnahmebedingungen durch : „Casa Israelitica di salute", MERANO, (Italien) Via Manzoni 6_____- MERANO C I TA L I E N ) schul), e und ipeisen Zeiten, irerden eführt. Der zionistische „Sieg" in jüdischnationaler Äuslandbeleuchtung. Der Warschauer ..Moment", die größte jüdischnational eingestellte jüdische Tageszeitung Polens, läßt sich in einem langen Artikel über die Wiener Wahlen aus, und kommt zu Ergebnissen, die für die Wiener Jüdisch nationalen keinesfalls schmeichelhaft sind. Das Blatt stellt fest, daß die „Union" einen großen Sieg davongetragen habe, der allgemein stark überraschte. In der — natürlich jüdischnational gefärbten — Darstellung der Wahlkämpfe und Resultate sagt der „Moment" u. a., daß die Jüdischnationalen drei Mandate dazu gewonnen haben und somit über 20 Sitze verfügen, während die „Union" zwei Mandate neu erwarb und mit 13 Kultusräten vertreten sein wird. Die Jüdischnationalen verfügen also nicht über die heiß umstrittene Zwei-Drittel-Mehrheit, weshalb sie wichtige Beschlüsse, die eine qualifizierte Majorität erfordern, ohne Zustimmung der ,,Union" nicht werden fassen können. „Eine ganz große Ueberraschung" nennt das polnische Zionistenorgan den Erfolg der „Union", welche bewiesen '• hat, daß sie alle bodenständigen Juden Wiens umfaßt, und mit größtem Kraftaufwand kämpfte. In jüdischnationalen Kreisen war man überzeugt — so führt das Blatt aus —, daß die „Union" bei den Wahlen den letzten Todesstoß erhalten werde, weshalb der mit so viel Temperament und Energie geführte Wahlkampf allgemeines Staunen erregte. Der Artikel gibt offen zu, daß sich die Jüdischnationalen Attacken gegen die „Union" leisteten, die einer zionistischen Organisation keinesfalls gut zu Gesichte stehen. Die Zionisten haben einen größeren Sieg erwartet — so schließt der Bericht — aber die letzten Ereignisse in Palästina, von wo jüngst viele Enttäuschte zurückgekehrt sind, und die neuen vMeraglim" (auf deutsch etwa: Verräter an der Sache, Miesmacher und Kritikaster) haben einen Umschwung in der Stimmung bei einem großen Teil der Wiener jüdischen Bevölkerung hervorgerufen. Don Alfonso Carlos Bourbon und Dr. Josef Bloch. Im Nachlaß Dr. Blochs fand sich ein französischer Brief, der in deutscher Uebersetzung lautet: Wien, "11. November 1901. "» Sehr geehrter, Herr! Seine königliche Hoheit der Infant Don Alfonso von Spanien beauftragt mich, Ihnen, mein Herr, zu sagen, wie sehr er Ihren schönen Artikel bewundert hat, der durchaus zutreffend und überzeugend in allem ist, was er sagt, um zu zeigen, wie das Duell dem Gewissen und der Vernunft widerspricht. Sie haben, mein Herr, bestätigt, daß der Kampf gegen das Duell nicht Sache dieser oder jener Religion oder dieser oder jener Partei ist, sondern eine Angelegenheit sein sollte, die von allen gefördert werden müßte, die den Gesetzen der Natur und der Vernunft folgen, um so natürlicher von denen, die an einen Gott glauben und sich an seine Gebote halten. Mein gnädiger Herr würde mit dem größten Vergnügen Ihre werte Bekanntschaft machen, und er bittet Sie, mein Herr, ihm im Frühjahr in Wien, wo er nicht, wie jetzt, gar nicht über seine Zeit verfügen kann, das Vergnügen Ihres Besuches zu bereiten. Empfangen Sie, sehr geehrter Herr, den Ausdruck meiner besonderen Hochachtung Graf d'Ajour. * Der jüngst in Wien verstorbene Infant war bekanntlich ein leidenschaftlicher Gegner des Duells. Dieser Brief seines Kammerherrn bezieht sich auf einen Artikel Bloch's in der „Oesterreiebischen Wochenschrift". G. Zu unserer Sonderausgabe Nr. 47 vom 4. November 1936 erhalten wir folgende Zuschriften: Hugo Pragan, VII., Zieglergasse 2. Gemäß § 23 des Bundesgesetzes vom 7. April 1922, B.-Q.-B1. Nr. 218, über die Presse, fordere ich Sie In Ihrer Eigenschaft als verantwortlicher Schriftleiter der . jüdischen Wochenschrift „Die Wahrheit" auf. folgende Entgegnung auf die in Nr. 47 vom 4. November 1936 Seite 5 GROSSFLEISCHHAUEREI SIEGM. KORNMEHl WIE« IX., BERGGASSE MR. 19 FILIALEi XVIII., WAHAINGERSTRASSE 97 Telephon Nr. A 17 .-99 und A Ifi-O'U Lieferant für Heilanstalten Abteilungen für Koscherfleisch unter Aufsieht dea ehrw Rabbinatea der Isr. Kultusgemeinde Wien« Sämtliche Fleischsonen von ausschließlich Prima-Qualität zu den bil linsten Marktpreisen enthaltenen Tatsachenmitteilungen ohne Einschaltungen und Weglassungen zu veröffentlichen, und zwar in der ersten oder zweiten nach Einlangen dieser Entgegnung erscheinenden Nummer, in demselben Teile der Zeitung und in der gleichen Schrift wie die zu berichtigende Mitteilung. Die in Nr. 47 der jüdischen Wochenschrift „Die Wahrheit" auf Seite 2 enthaltene Behauptung: „Das Programm der .Union' und ihre Kandidaten wird empfohlen von folgenden Personen" ist bezüglich meiner Person, deren Vor- und Zuname auf Seite 5 derselben Ausgabe (Spalte 3. 17. Name von unten) aufscheint, unwahr. Wahr ist vielmehr, daß ich das Programm der ..Union" und ihre Kandidaten nicht empfohlen habe. Hochachtungsvoll Hugo Praean. ei. &&&MWt^$l?&&': Rechtsanwalt Dr. Arthur Reik, Wien I.. Franz Josefs-Kai 13. Im Auftrage meines Klienten, des Herrn Franz R o s s n e r, Redaktionsgehilfen in Wien, fordere ich Sie auf Grund des § 23 des Preßgesetzes zur Veröffentlichung nachstehender Entgegnung in der ersten und zweiten nach Einlangen dieses Schreibens erscheinenden Nummer der Zeitung „Jüdische Wochenschrift Die Wahrheit", und 2war in der im § 23 P.-G. vorgeschriebenen Art und Weise auf. In dem mit — Kultuswahlprogramm der „Union österreichischer Juden" — überschriebenen Artikel in der Nummer 47 vom 4. November 1936 schreiben Sie u. a.: „Das Programm der „Union" und ihre Kandidaten wird empfohlen von folgenden Personen: . . . Franz Rossner. Redaktionsgeh." Dies ist unwahr. Richtig ist vielmehr; daß das Programm der „Union" und ihre Kandidaten von Franz Rossner, Redaktiongeh., nicht empfohlen wird. Hochachtungsvoll Dr. Reik. Delegierfenberarung Tschecho-Jüdischer Jugend. Das Cechoslovakische Preßbüro teilt mit: Am Sonntag, 22. November, fand in Pardubice eine Kreiskonferenz der tschechoslowakischen jüdischen Funktionäre Ost- und Nordostböhmens unter Teilnahme von 100 Delegierten statt. Es wurde über politische, organisatorische Fragen und insbesondere über die Frage der Erziehung der tschecho-jüdischen Jugend verhandelt. Die Konferenz betonte neuerdings, daß die tschechischen Juden nur die tschechoslowakische Republik als ihre einzige Heimat anei kennen und mit allen Mitteln für die Annäherung mit der übrigen Bevölkerung und insbesondere für die Beseitigung des Antisimitismus arbeiten wollen. In der Jugendkommission wurde beschlossen, daß anfangs nächsten Jahres in Pardubice ein ganzstaatlicher Kongreß der tschecho-jüdischen Jugend stattfinden soll. föwieffrästen. Zu den zwei Zuschriften, die wir, durch das Preßgesetz verhalten, an anderer Stelle veröffentlichen, wiederholen wir das in unserer vorigen Nummer Gesagte: Etwa 3000 Unterschriften hat die „Union" veröffentlicht. Fast 1000 liegen als verspätet eingelangt unveröffentlicht unter ihren Akten . . . Was sollen da die 15 Reklamationen — also kaum ein halbes Prozent — besagen? Die Tatsache, daß einige der uns zugekommenen Zuschriften den vollkommen gleichen Wortlaut haben, zeigt, daß man von jüdischnationaler Seite einen „Massen-Protestrummel" provozieren wollte. Allerdings vergeblich. Gleichwohl sind wir, abgesehen von dem preßgesetzlichen Zwange, der auch für die Berichtigung von nachweisbaren Tatsachen gilt, für die Veröffentlichung möglichst aller uns zukommenden Zuschriften, schon aus dem Grunde, um nicht die Zahl der Opfer iüdischnationaler Boykotthetze gegen Andersdenkende zu vergrößern. 'i'tf&yi

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