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Die Wahrheit · 1936-11-20 · Heft 51 (20.11.1936) · page 1

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1936
Issue
Heft 51 (20.11.1936)
Date
1936-11-20
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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y. b. b. Zeitung vom Verleger versendet „Journal expedie par l'editeor" Die bbaKrlici Erscheint jeden Ereitag Einzelpreis 40 Groschen mit den Veröffentlichungen der „Union österreichischer Jude s*>»« Redaktion und Administration: Wien II., Heinestraße 13 — Telephon R 46-2-16 — Postsparkassenkonto Wien: A T00&9H$ 52. Jahrgang Wien, 20. November 1936 Nummer 5t Jetzt erst redif! Dosiere Dich gut und billig Unter diesem Titel hat die „Stimme"* in ihrer letzten Nummer — also bereits nach dem Wahlgang — ihre Wähler, die Jüdischnationalen in Wien aufgerufen, weiter im Kampfe gegen die Assimilation und ihre Vorkämpferin, die „Union österreichischer Juden", die Fahne, des jüdischen Nationalismus in Oesterreich voran zu tragen. Die „Stimme" setzt die seit Monaten gegeni die .,Union österreichischer Juden" geführte Hetzpropaganda mit den immi&r wiederkehrenden Beschimpfungen unentwegt fort. Die „Stimme" kann sich clamit nicht abfinden, daß trotz ihrer Beschimpfungen, ■ trotz der Verunglimpfungen der Gegenseite, trotz der von ihr angewendeten Methoden, sich 12.000 Wähler zu den Prinzipien der „Union" bekannt haben, der sie so gerne das Grab geschaufelt hätte. Wir werden der „Stimme" und ihren Hintermännern auf dem Wege der Beschimpfungen nicht folgen. Wir lehnen es ganz entschieden ab. unsachliche Angriffe zu beachten, die lediglich dem Zwecke dienen, den politischen Gegner durch Beschimpfungen und Herabsetzungen einzelner Personen vor den Augen der Mitwelt in unerhörtester Weise zu degradieren. Wir werden uns nach wie vor im Kampfe, den wir für die gesainte Judenschaft in Oesterreich führen, nur von sachlichen Argumenten leiten lassen. Diese Feststellung sei ein für allemal mit aller Deutlichkeit vor der Oeffentlichkeit gemacht. Die Jüdischnationalen haben ihren Pyrrhussieg vom 8. d. als einen grandiosen Sieg der jiidischnatibnalen Idee vor aller Oeffentlichkeit hingestellt. Der Antisemitismus hat ihnen darauf die richtige Antwort gegeben. Wir wollen im folgenden lediglich einen Artikel abdrucken, der in der Zeitung „D e u t s c h e s V o 1 k s b 1 a 11" am Samstag, den 14. & M. erschienen ist:" JTuden 5eftennen eigenes Volkstum. Den Wahlen in die Wiener israelitische Kultusgemeinde, die am vergangenen Sonntag stattfanden, hat man diesmal auch in den Kreisen der bodenständigen Bevölkerung mit besonderem Interesse entgegengesehen, da eine Frage von grundsätzlicher Bedeutung zur Lösung stand. Zionisten und Unionisten rangen in einem erbittert geführten Wahlkampi um die Mehrheit. Wenn den Zionisten ein überzeugender Erfolg beschieden war, 5o will das so viel bedeuten, daß sich jene Richtung im Judentum durchgesetzt hat, die das Judentum als arteigenes Volk ansieht und in richtiger Konsequenz dieses Gedankens den eigenen jüdischen Nationalstaat fordert. Wenn es den Zionisten in Oesterreich mit ihrem Programm ernst ist, dann ist dieser zionistische Erfolg zu begrüßen. Zunächst einmal deshalb, «eil damit von jüdischer Seite zugegeben ist, daß das Judentum ein arteigenes Volk darstellt, und dann, weil der Gedanke eines jüdischen Nationalstaates in Palästina;iuhffiejfrvauch in unserem Lande den erwünschten Auf- Weh' 'erfahren .'wird... Immer unter der Voraussetzung. d3BI!'dife: JZiontsferi 'zu 'ihrem, Programm stehen,, ist.' zu er#i&;™ V1, ' n'Jil- ■■ , r': Vf!i ••s) siß 3uD .fcmhqsh vmv.u-j\rju-J j v^b <»•-- - (^^iMv^^Mmim^m^/ ■mim \ mtmmi?up>meArum\f»n\w ~-b .smlioV n'jVjbfu; marsb i<! .L»:l!ii!ff tubiov/ Mitteln in Angriff genommen werden wird; wenn auch nicht in entscheidendem Maße, -o könnte auf diesem Wege immerhin eine fühlbare Entspannung im Kampfe des hodenständigen Volkes um seinen Lebens- und Wirtschaftsraum eintreten. Die Bedeutung der jüdischen Wahlen liegt aber in dem Grundsätzlichen. Das Judentum bekennt sich in seiner Mehrheit zur eigenen Volksgemeinschaft und das ist zweifellos eine überaus wertvolle Feststellung. Denn damit wird zugegeben, daß das Judentum ein arteigener und vom Wirtsvolk verschiedener Körper ist und damit behalten auch jene Stimmen aus dem bodenständigen Bevölkerungskreis recht, die auf Grund der Verschiedenartigkeit des Volkstums seit Jahr und Tag eine klare Ordnung in der Judenfrage verlangen. Wenn sich die Juden selbst als arteigenes Volk bezeichnen, dann müssen sie auch die nötigen Konsequenzen daraus ziehen. Dann müssen sie vor ailem dafür Verständnis aufbringen, daß sie als ein Volk, das sich in der absoluten Minderheit befindet, nicht mehr Rechte beanspruchen dürfen, als ihrer Kopfzahl zukommt. Dann müssen sie sich aber auch dazu verstehen, daß es nicht angängig ist, in Fragen mitzusprechen, die ein anderes Volk, in diesem Falle das deutsche Volk in Oesterreich, betreffen. Das sind die klaren Konsequenzen, die sich aus dem Sieg der zionistischen Liste ergeben. Von diesem Gesichtspunkte aus gesehen haben die Wahlen in die Wiener jüdische Kultusgeraeinde die Lage wesentlich geklärt, und wenn sich die zionistischen Führer nicht1 der Gefahr aussetzen wollen, unernst genommen zii werden, dann müssen sie den einmal beschrittehen Weg logisch und konsequent zu Ende gehen. Dieser Weg kann aber nur zu einer klaren und reinlichen Scheidung zwischen Gast- und Wirtsvolk führen.;; '; Dieser Artikel spricht mit aller EfetiUi^hkeit die Sprache der Jüdischnationafen. Das,.'^e^uischej Volksblatt" verlangt von den Jü^ischha^oniiJen» daß sie ihr Programm einhalten^ ^'äe^ti, die ihr* haltung ihres Programmes muß zvYangsläujig; zu, einer „klaren und reinlichen . ^^di^^j^^c'beiB. Gast- und Wirtsvolk" führen», ,r i ,.| /: "; ', Das sind die Konsequenzejn der nalen Politik! Wir haben >ör;fd^'Sjf^l ^yfipaex Judenschaft gewarnt,], wjä ^ojejo,' Immert .wieder darauf hingewiesen, 'd.aß,,def .'.ji)i^c^l,j>la|i^aliimus in Oesterreich,.; 'd^'j_,Ji$eij ßyi'^kä^'k .'iins Ghetto zurückfuhren ,\mtis^e.rr,T^^n^e',.,j*üd^c^f nationale Wähler, hab^ j infolge ihrer; yerMe^uhg und Irreführung diesen .^arni^ngsruf nicht; gehöht. Sie haben, .sich »rxefüJirendeC .Berufung auf de^^iqn^usi!.<i^i B^t^^^p^eyliuiq sVeCr ungljn^p|ung^if; fihjj-' dsjj; ^hr^$aejiverijaft Jä^ scheji. IassejrL, Sje, ^Q^t^i'nieqt!, y'^ry^e^Vidaß OesferreldiisclHS c ■ I 1iiT\ s-JiTr.-j'/sjAsn AM /. •anu-x'jÄiir/'Ml-inM >t\\ys)i vjb .iHi'Ä Ueberau erhältlich A ■jüa-'M\:ir. timz .-;i~i>i am 8. November 1. J. nur eine r3ra^,ziffenj^hjaden gab: Bekenntnis. rückhaltsio^e^r;^He^n^is;;^B^ Juden zu ihrem Glauben un4;;zuni^ö>^refcb^h^ Volke oder rückhaltloses,; ßsi^h^Alui^. Juden zur jüdischen Nation^er §ieg der-: Jüdis^i^ nationalen, den sie nachj. außen; hin. iajijenjjwojl^ war kein Sieg. 27.000, :Jyden; von 4p.Ö00 haben iien* Jüdischnationalen die; :QyfoJgschaft; :ver\yeigei;t. Sechzig Prozent, , der,,Wiener jüdischen.;; \Yä|M lerschaft haben ,steh nj<;ht zur jü4isGhn»tionaJeai Idee bekannt; riyp^-.denjp^^r^e^i^heji., \Viqnen Juden sind e$:;beiHahje (,q«unzigi pr^oz^nt1,(|die>;:;e5UQI Bekenntnisjpyc -; loschen,, Nation ., verweigerten^ Aber auchiunter .. dejv . Jüdjscbnatjpnalen! bt;« finden sjtefjj^usenjtey^ivon -Wiener .lu,clen,: j -.die) in Unkenntnis . 4er, .folgen ..tie/.: Umwandlung der, Kultusgeineinde., i jn 'e^7|^^^he-:y9lksgenieiq(|Q •) T; >; '-■'in/, vsb .rj^uPBAiXEiBSÜLRiÄS.S Ev.flUm ■Alimoderne» FarailierfcGafe wolh.stäHdjjt, renoviticc 1;:k;v.<.iyy<>.!-j!iu.\—.!'!<.! ,.:!! h " > ,■■ .• > / sj«lj i<iuneJji) djB<;Warnung( derr>JüjdjsehjifltH>nalen; ,aJs *&S>m tische ^MsjteJj] Lverl^^iid^*:;ihm:. Sit9n«je> tüteil#ese abzugeben.; . -y^-i -i\jV.;r\ 'An i Da§;Aufbauw^.Tfc-ini;Palä£|in.*,!..diie ffprderinja def.-Ansie'jJfcng^erM Juden-: im :HeWgej|,rJUn4u 4ö£ ideeJted m&\yy.W$fawiY&' ZiQnisniUjS; -hat-..nichts JSH. tun -mH-.". 4ejr. H/Mi0n-a H*i VJt»,n S-, idj.e,r; J u d^enn i n;,Qe s t,e r e c i<?jh>^ ^Die ,JJnjpn :ösjerreichische/.Juden" ha,t:-stet5 Zar, Forderung ideil ^jojiistischeftj ldee:; \m Heiligen;; Lande; sjchbereit? wjUig/zur :VerÄg^og..äg^s.tellt, Die unionistiscjiie Mehrheit jles? KuJtiusMorstapdes,: die vor 4eij jüdlschijatiejiajen,. Mehrheit die. Gemeindje führte, hat-größere Lejsitungen avs tter> Miüelif der;Kutr tujsgernedijde für das Aufbauwerk in._ Palästina, er? biapht ■>;ad% /die;jüdischna.tk)naie: Mehrheit. : DJ© „Union österreichischer Judei*;* ha* aber- und wird) iqimer jene .Ideei beikäinpieti« welchei diet Wji^qer Judqn durch; Nationalisierung insr; Ghetto, zurück?- führen: soll; die »llnion, östeixeicJiiseheK JMenlr wlrdh nnentwegt mit. alten Mjttejn dafüi; ehi^teov d3ß sfos Jtäemw in, OesJ«rirej<;if joicf|t afe ej^,,^ eigesnes,XoHt4' beiisic;hne^;yeefden kanft .sondern. 4?Q 'HÄtÄP 'lUiÄirlC'' ^h-JC sÄirÄfci>^fc vi^^^^ib^^ a^ibwij^^ B'i •i r -J-^.Tf:/, «lf1l!*lRi::!ilifI! nsvs .^tmjm^W^PM*!0, m. u;;!-:'.' .:■ .cfc-no* .jinu>!st:.-!sii£i ni.fiiäli rlsuß .>i>.: IwmftMttl»je!i^;,-il»af!^B81Cai^R O. BÄSCH ."a'SßXÜBrf douA.. :sit«i!!D .ri .\ u. ■■: >:-j-a ■ H : n- 1! j : I •:'■'< jily 'Af.'o ,fl-.•!>•: •-••'/!>iT..:TI <i ~.-ßbtiülhi\i-.;".<;.hi .-t-j-bil St!('iil|Wüi{»no*fcpM;!!ii;i[i!i:t :'J<!!:i> ,^v,»,i*^^,yÄ^ ■jV.'Ai 'ivi^'jüfi» -.'ib i:{ ail) Ai-j^-y. -1 y.-Ab ntinierslraße 22 TeU;,.^..^.^;^''-"'.,5':.r''feto '.• f) TüX'iT yy3ag^>:?K^^Jlg^

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