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Die Wahrheit · 1936-11-06 · Heft 49 (6.11.1936) · page 1

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1936
Issue
Heft 49 (6.11.1936)
Date
1936-11-06
Page
– (sequence 1)
Language
German
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SONDERAUSGABE ens V. b. b. Zeitung vom Verleger versendet „Journal expedle par l'editear4* dirift mit den Veröffentlichungen der .Union österreichischer luden", Redaktion und Administration: Wien II., Heinestraße 13 — Telephon R 46-206 — Postsparkassenkonto Wien: A 100.918 52. Jahrgang Wien, 6. November 1936 Nummer 49 Xum WaJ*Mag, Sonntag^ 8. November? Die Jüdischnationalen bleiben bis zum letzten Augenblick der Lüge treu. Der Generalkommissär für den österreichischen Heimat» dienst Staatsrat Oberst Walter A d a m hat kein Interview, sondern eine selbst formulierte Erklärung Herrn Reg. - Rat Dr. Hermann Oppenhelm zum Zwecke der Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Diese Erklärung ist selbstverständlich wortwörtlich bis auf den i-Punkt genau wiedergegeben worden. Dafür bürgt die Ehre und das Verantwortungsgefühl unseres Listenführers. Die Jüdischnationalen möchten gerne die Wucht dieser Erklärung abschwächen, weil sie ein niederschmetterndes Urteil eines hohen maßgebenden Staatsfunktionärs über die frevelhafte, unsere verfassungsmäßigen Rechte auf 01elcnnerecr*n«jiin<j in Gefahr bringende jüdischnationale Politik, insbesondere über das veröffentlichte Programm der Jüdischnationalen auf Errichtung einer jüdischnationalen Volksgemeinde enthält. Die Jüdischnationalen verbreiten eine von Herrn A11 m a n n, Dr. Siegfried Kantor, Prot E i s 1 e r, Prof. Geiger und dem Dich* ter Beer-Hofmann gezeichnetes Pamphlet über die „Union österreichischer Juden". Wir müssen daran zweifeln, ob die angegebenen Herren tatsächlich ihre Unterschriften zur Verfügung gestellt haben. Aber lasset euch nicht durch diese fünf Unterschriften imponieren! Denket an die Liste der 3000, denen die Zustimmungserklärungen von ungefähr einhundert der hervorragendsten Juden, Wiens vorangestellt sind,, . r ':v..: " ,!...... Herr Bernhard Altmann war unionlstischer Kultusvorsteher bis zum Jahre 1932 und befindet sich jetzt auf einer Reise durch die.Vereinigten Staaten von Amerika. Seine Unterschrift ist also sicherlich gelascht! Herr Dr. Siegfried Kantor ist ein begeisterter Schwärmer für die jüdische Nation und das Minoritätenrecht. hielt es aber mit die* sem Bekenntnis für vereinbarlich, die Stelle eines Präsidenten der Wiener niederösterreichischen und burgenländischen Anwaltskammer, , also des Maioritätsvolkes, anzunehmen. Prof. Eisler und Prof, Gelger sind sicher große Gelehrte, der eine ist Sanskritforscher, der andere Archäologe, und beide leben Iii früheren Jahrtausenden. Der Dichter Beer-Hofmann schwebt weltenfern in höheren Sphären. Auch Prof. Dr. Heinrich von Neumann ist wegen seiner Unterschrift auf diesem Pamphlet von den Jüdischnationalen bedrängt worden. Er I*«*t es ail>gelelixi*, diese Schmahschrill xxt untersdirelbeii. In der „Neuen Welt" wird Prof. Dr. Heinrich von Neumann, der berühmte österreichische Laryngologe, als neuer Anhänger der jüdischen Nation reklamiert, weil er auf flehentliches Bitten des Präsidenten Dr. Desider friedmann eine angeblich unpolitische Kabarett-Vorstellung, die von den Zionisten veranstaltet wurde, im Hotel Post besucht hat. Prof. Dr. Heinrich von Neumann war am Donnerstag, den 5. November, im Cafe „Altes Rathaus", bei der massenhaft besuchten Wählerversammlung der „Union österreichischer Juden" vom Anfang bis zum Ende, von acht bis elf Uhr abends in Begleitung seiner Assistenten Dr. Pooper, Dr. Po 11ak und des Kommerzlalrates S t o r f e r, und hat die Ausführungen der Referenten Frau Amtswalterin der Vaterländischen Front, Bundesstaatlicher Fürsorgerat Ottilie Politzer, des Repiarunrisrates Dr. Hermann Oppenheim und des Dr. Maximilian Stiglitz mit gespanntem Interesse angehört und wiederholt mit lebhaftem Beifall ausgezeichnet. Herr Prof. Dr. Heinrich von Neumann war bis zum Jahre 1924 unionlstischer Kultusvorsteher. Er ist Mitglied der „Union" und einer ihrer treuesten Anhänger. Er ermächtigt uns zur Abgabe folgender Erklärung: „Mein Besuch der KLal?are*t~Vorstellung Im Höfel Post w«ur Kein Bekenntnis zur jTüdischnaLiionalen zionistischen Partei. Ergebenst Professor Dr, Heinrich von Neumann. In letzter Stunde rufen wir Euch wiederholt die Warnung zu: Seid auf der Hut vor den Wahlmanövern und Wahltricks und Wahllügen der Jüdischnationalen! Juden Wiens! Wenn Ihr eure bürgerliche, polltische, soziale, kulturelle Stellung in eurem Vaterlande Oesterreich erhalten wollt, so wählet am 8. November die Liste der ..Union ÖSlerreicf\ISCrier JFtlden'* (Listenfübrer: Reg.-Rat Dr. Hermann OpDenheim). 26*000 von 54»000 jüdischen Wflblern Wiens haben sich am Wahltag des Jahres 1932 in ihrer Sonntagsruhe nicht stören lassen wollen, daher errangencie Jüdischnationalen die MajorltätirderKultusgemeicde. Wenn' Ihr »uch dleatn Sonntag verschlaft, dann wird, wenn Ihr Montag früh aufwacht die isr.Kultussemeinde eine iüdischnationale Volkssemeinde, das heißt ein Ghetto sein! Um das zu verhüten, geht zur Wahl und wählt die Liste der „Union österreichischer Juden"! ifrj-^i'^mfi-' -¥ - SO Jahre „Union** Bin halbms Jahrhundert unmiwennlitxlgmn Wlrkmna für uaaero Qemmlnde Wähler, am S. November dl e n k t deuran!

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