Mannheim
Compact Memory

Die Wahrheit · 1936-09-04 · Heft 37 (4.9.1936) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1936
Issue
Heft 37 (4.9.1936)
Date
1936-09-04
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/3062972-3064606-3064642--20814-3086100
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

w Seite 8 Nr. 37 — 4. September 1936 DIE WAHRHEIT 1 Kalender-, Sidra-, Perek-, I Omer- und Haftorah-Tafe. | Oebetitaiiden 1 Elul 6696 September 1936 trüb abds. 7.00 Elul IT. C.25 1 Kisowau;5.B.M.) \ 8.00 [ 18. HaJtorah U,5 ) Kumi ann ( \ 3. n. 4. Perek J 7.00 „ 19. bis 23. 6.10 abds. Freitag, 4. Sept. 6.25 Samstag. 5. Sept. 7.15 Sonnt., 6. Sept. bist g jq Donnerst.,lO.sept.j Vierzigster Hochzeitstag. Im engsten Familienkreise feierte am 16. v. M. der allseits beliebte Beamte der Chewra Kadischa, Herr Daniel Freund, mit seiner Gattin Gisela, geb. Sternhof, den vierzigsten Hochzeitstag. Wir gratulieren dem stets hilfsbereiten, tief religiösen Manne und seiner Gattin aufs herzlichste. Todesfall Am 25. v. M. wurde Herr Moses Ostermann, der im 75. Jahre seines arbeitsreichen, nur dem Wohle seiner Familie gewidmeten Lebens sanft entschlummert ist auf dem Zentralfriedhofe, IV Tor unter zahlreicher Beteiligung zu Grabe getragen. Herr Oberrabbiner Dr. J. Taglicht schilderte in einer eindrucksvollen Rede die vorzüglichen Eigenschaften des Verblichenen, der sich durch ein talmudisches Wissen, seine Frömmigkeit und Wohltätigkeit, sowie auch "in seinem Berufe als Kaufmann durch Redlichkeit und Gewissenhaftigkeit einen guten Namen erworben hatte. Am offenen Grabe sprach Herr Oberveterinärrat H. Rosen zweig im Namen der karitativen Vereine des 16. und 17. Bezirkes innige Worte des Dankes und Abschiedes. Die kantorale Funktion versahen Oberkantor Dr. Gross und Kantor M. Harendorf mit Chor in ergreifender Weise. Die Herren Dr. Max Ostermann, Arzt, und Dr. Alexander Ostermann, Rechtsanwalt, betrauern in dem Dahingeschiedenen ihren Vater. Eine moderne Privatschule und ein neues Sdiülerheim. In Mariahilf gibt es jetzt eine Privat-Volksschule für Buben und Mädeln, die einen neuen Schultyp darstellt. Diese Schulanstalt hat es s4ch zur Aufgabe gemacht den Eltern die Sorge um die Beaufsichtigung ihrer Kinder für den ganzen Tag abzunehmen. Unterrichtsbeginn ist um 9 Uhr. Es kommen Kinder aus den meisten Bezirken Wiens, die auch von zu Hause abgeholt und abends wieder nach Hause gebracht werden. Der Schulunterricht dauert bis 12 Uhr. Die Kinder finden in einem ihnen angepaßten Milieu, anregendes, vielfältiges Lehrmaterial, das sie zu lustbetonter Arbeit anregt Sie erwerben „spielend** und fast unmerklich alle im geltenden Lehrplan vorgeschriebenen Kenntnisse und Fertigkeiten. Von den jungen, aber erfahrenen Lehrkräften werden vor allem die Grundsätze der österreichischen Schulreform und der Frau Dr. Montessori herangezogen. Das Prinzip der Selbsttätigkeit wird zum Hauptgesichtspunkt jedes, auch des kleinsten Unterrichtsvorganges. Auf die körperliche Erziehung wird besonderer Wert gelegt, die Kinder sind viel im Freien. Bereits vor dem Mittagessen, nach dem Unterricht gehen si£ für eine Stunde in den Garten. Auf das Mittagessen folgt eine Ruhestunde, dann beginnt die Nachmittagsbeschäftigung. Die Kinder spielen im Freien, gehen Eislaufen oder Schwimmen, gelegentlich auch Skilaufen, turnen rhytmisch basteln, musizieren, können französisch, englisch oder hebräisch lernen, wie es die Eltern wünschen. Sie können bis 6, bzw. V~i Uhr im Hort bleiben. Das „Nachmittagslieim" wird aber auch von Schülern, die vormittags nicht in die Volksschule gehen, besucht. Vor allem auch von Haupt- und Mittelschülern und -Schülerinnen. Die machen dann unter Aufsicht ihre Schulaufgaben, bekommen, wo es not tut, aus allen Gegenständen Schulnachhilfe. Später beteiligen sie sich am Sprach-, Sport-, Musik- und Werkunterricht. Die Kinder werden auch für Prüfungen vorbereitet, vor allem für die gefürchtete Aufnahmsprüfung in der Mittelschule. Es sind in erster Linie jüdische, pädogogisch interessierte Eltern, die ihre Kinder in diese Schulanstalten schicken. Der Elternverein arbeitet aufs engste mit dem Lehrpersonal mit. Die Eltern kontrollieren und bestimmen das Essen, hospitieren gelegentlich und nehmen organisatorisch und pädagogisch Einfluß auf die Schule. Günstige Pauschalkuren in Bad Luhaöovice ab 1. September: Pauschalkur „A". 14 Tage, Kc 970.—, für weitere 7 Tage Kc 427.—, Pauschalkur „B", 14 Tage Kc 886.—, für weitere 7 Tage Kc 392.— pro Person. In obigen Beträgen ist enthalten: Unterkunft in den Objekten der Kurverwaltung, ausgiebige Verköstigung im Kurrestaurant, vom Kurarzte vorgeschrie- Dene übliche Heilprozeduren sowie ärztliche Behandlung. Bei Unterkunft im Hause B. Smetana und Spolecensky dum (kaltes warmes, fließendes Wasser) gilt das Pauschale „A", in den anderen Objekten der Kurverwaltung das Pauschale „B". Zeitungen vom Verleger veraendet. Journal expedie per l'edttear. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an Verlas «.Die Wahrheit", Wien tu, Heinestrafie 13/12 Leopoidsf&dfer Tempelvereiii Aeschel Awrohom II., Püzmanlleiigflsse 6, Tel. R 41-8-63 Anmeldungen v. Aolgebofen, Trannngen (aodiDDl. lreiem Himmel) n. Darmtzwaos Partalanverkehr an Werktagen von 2 bis »M Uhr nachmltugc, in Sonntagen von 10 bis 12 Uni rozni!tti(l lrOb 6.30 i u. 9.001 Gebet« tanden Elul 5696 Elnl 17. Kisowau (6. B. M.) „ 18. Haftorah Kumi auri 3. n. 4. Perek „ 19. bis 23. Betsitze für die hohen Feiertage. Der Verband der Wiener Tempelverelne teilt mit, daß in nachstehenden, dem Verbände angeschlossenen großen Tempeln, während der üblichen Kanzleistunden, Betsitze für die Hohen Feiertage in allen Preislagen zu haben sind: Pazmaniten-Tempel „Aeschel Awrohom", IL, Pazmanitengasse 6, Tel R 47-8-63. Polnischer Tempel „Beth Israel", IL, Leopoldsgasse 29, Tel A 48-0-64. Synagogenverein „Tefüath Jeschurim", IL, Sebastian Kneippgasse 14, Tempelverein „Beth Hachnuteth", Hl., Untere Viaduktgasse 13, Tempelverein, HL. Erdbergstraße 15, Tempelverein „Beth Abaron", V., Siebenbrunnengasse Nr. 1 a, TeL A 30-605, Tempelverein, VL, Schmalzhofgasse '3. TeL B 29-7-52, Tempelverein des VIII. Bezirkes der Stadt Wien. VIII, Neudeggergasse 12, A 2U7-65, ...... Tempelverein „Beth Hatfilah", IX:„ Müllnergasse 21, Tel. A 13-8-91, Tempelverein, X„ flumbolrltgasse 27, TeL R 11-7-17, Tempelverein. XL, Braunhubergasse 11, Tempelverein des XIII. Bezirkes der Stadt Wien, XIIL, Eitelbergergasse 22, Tempelverein, XIX, Dollinergasse 3, Tel B 11-704, Tempelverein Brigittenau, XX.. Kfuckygasse n, TeL A 41-1-82.. und Bethausverein „Bene-Berith", XX.. Kaschlgasse 4. JJteate* und JCunst. Glanzvolle Eröffnung im Theater a.d. Wien. Die Eröffnung' des Theavers an der Wien unter der neuen Direktion H e 11 m e r war ein in allen Erfolgsfarben schillernder Theaterabend. „Axel an der H i m m e I s t ü r" ist ein amüsantes Lustspiel von Paul Morgan und Schütz, zu dem Ralph Benatzky eine sehr reizvolle Musik geschrieben hat. Der Reiz dieser Musik wird durch die geistreichen Texte von Hans W e i g e 1 erhöht. Max Hansen und seine Partnerin Zarah Leander sind die Sensation des Abends. Hansen, den wir als den charmantesten komischen Liebhaber kennen, zeigt in dieser Rolle, daß sein schauspielerisches Können weit über diese Charakterisierung hinausgeht. Zarah Leander, deren Schönheit einen Zauber des Unwirklichen ausströmt, ist eine Vollblutkünstlerin. Sehr lustig wirkten unter anderem auch Armin Springer, Erich D ö r n e r, Lisi K i e n a s t, Paul Morgan und Arthur Mainzer. Jüdische Kunststelle, L, Kai 3, R 28-2-36. Nenanmeldungen für die diesjährige Spielsaison werden ganztägig entgegengenommen. Die Mitgliedei erhalten ermäßigte Karten für sämtliche Privat-, Bundestheater und Konzerte. Jüdische Volkshochschule, I, Kai 3, R 28-2-36. Neuerscheinungen und Judaica gegen geringe Le'ih gebühren (auch für Mitglieder der Kunststelle) in der Bücherei der Jüdischen Volkhochschule entlehnbar. Jüdisches Kulturtheater, I, Kai 3, R 28-2-36. Täglich, 20 Uhr, das jüdische Gegenwartsdrama „Die Grenze" von Cederhind und Dahlberg, deutsch, von Walter Oanzert, Regie: Walter Steiner. Sonntag, 6. September, 18 Uhr, im Jüdischen Kulturtheater: Ghanson-Abend Curt Bry mit vollständig neuem Programm. Karten von S 1.— bis S 2.50 in dei Jüdischen Kulturstelle. Wer über den Kultuswahlkampf unterrichtet sein will, abonniere „Die «Wahrheit" Bezugspreis halbjährlich. S (Beerdigungen. 26. August 1936: Berta Rosenbaum. 82 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Bernhard Bettelheim, 72 Jahre, 4. Bez. (I. Tor). — Klara Menasche, 36- Jahre,-7.. Bez. (IV. Tor). — Isidor Hellenberg, 58 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 27. August: Julie Schwarz, 70 Jahre, 14. Bez. (I. Tor). — Helene Schwaner, 71 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Rosa Bermann, 68 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Hermann Pisker. 81 Jahre. 3. Bez. (IV. Tor). — Auguste Rosenbach, 71 Jahre, 17. Bez. (IV. Tor). 28. August: Karl Ulimann, 73 Jahre, 13. Bez. (I. Tor). — Karl Fleischl, 60 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). - Karl Schärf, 48 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). — Markus Reissmann, 72 Jahre. 5. Bez. (IV. Tor). — Moriz Jellinek, 20. Bez. (IV. Tor). — Michael Pfeffer. 64 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 30. August: Cäcilie Alexander, 90 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Hermann Lampl, 71 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Taube Pollak, 54 Jahre, 12. Bez. (IV. Tor). — Erna Wellisch, 10 Jahre. Donnerskirchen (IV. Tor). — Ludwig Lury, 79 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Mtoa Goldstein, 29 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Edith Langsam, 14 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Dr. Julius Steinschneider, 67 Jahre, 17. Bez. (IV. Tor). — Rosa Reise Haspel, 78 Jahre, 2. Bez. (IV. tor). — Alexandei Landau, 75 Jahre. 6. Bez. (IV. Tor). — Alexande Windholz, 67 Jahre. 13. Bez. (IV. Tor). 31. August: Emil Engel, 65 Jahre, Baden bei Wie: (I. Tor). — Simon Lichtenstein, 80 Jahre, 20. Be; (IV. Tor). — Emanuel Steiner, 67 Jahre, 2. Bez (IV. Tor). — Richard Neumann, 61 Jahre, 19. Bez (IV. Tor). 1. September: Lotte Schwarz, 73 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Rachel Lewingarz, 63 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Sigmund Schick, 49 Jahre, 18. Bez. (IV. Tor). — Samuel Hess, 77 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor) Weiland Oberkantor. Josef Goldstein' Synagogen -Ornate und Barette in den manigfaltigsten Formen vorrätig und nach Maß erhalten Sie wie seit Jahrzehnten nur in der altbekannten Uniformierung und Maßschneiderei Radoll Goldstein Wien II., Taborstraße 54 — Tel. R 49-0-48 Gegründet 1866 Versand nach allen Ländern ESEcnttlmer. Herausgeber. Verleter lad verantwortlicher Schriftleiter: Oüar Hl richte 1 >. Wies IL. PraterstraBe 2B. — Druck: Traar Soitz & Söhne. Wie» II.-. Robertcasse 2.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.