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Die Wahrheit · 1936-08-14 · Heft 34 (14.8.1936) · page 6

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1936
Issue
Heft 34 (14.8.1936)
Date
1936-08-14
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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b. b. Seite 6 Nr. 34 — 14: August 1936 DIE WAHRHEIT" Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Haftor ah-Tafel Oebtatnnden Aw-Elul 5696 August 1936 früh abds. 7.00 Aw 26. 7.10 l Ree I5.B.M.) , 1 „ 27. Haftora 1 ««>} MeworcMm 860 J Hacaandescbl I 6. Perek 1 ., 28. , 1 ,, 29. Janm Kipur kotaun 1 7.00 > ,, 80. l.Ts.RaustäiChaudeich} 6.40 jElull.2.„ „ „ 1 ' .. 2abds. FreitöK, 14. August 7.10 Samstag. 15. August 8.00 Somitas;, 16. bis \e 4Q j Donnerst.,20. Aug. j " I — Am 7.d.M. fand das Leichenbegängnis des am 4. d. 'M. in Baden bei Wien verstorbenen ehemaligen Sanitätscheis des Landw.-Kdos. Wien, Gen.-St.-Arzt d. R. Dr. Anton Fischer statt. Das Präsidium der Badner Isr. Kultussemeinde hat ihrem verdienten Mitbürger ein E h r e n g r a b gewidmet. In der Zeremonienhalle des Badener isr. Friedhofes hatten sich außer der Familie des Dahingeschiedenen u. a. eingefunden: Alt- President, Gen.-Oberstabsarzt Prof. Dr. Alois Pick, EhVenmitglied des Bundes jüd. Frontsoldaten Oesterreichs: eine Depuation des Bundes jüd. Frontsoldaten Oesterreichs aus Wien und dessen Ortsgruppe Baden; der Vorstand der Isr. Kultussemeinde Baden mit Präsident Dr. Rudolf Lackenbacher an der Spitze; der Vorstand der „Heiligen Brüderschaft" Baden mit Obmann Lackenbacher sen. an der Spitze u. v. a. Stadtrabbiner Dr. Carlebach hielt dem Verblichenen einen'warmen''Nachruf, in welchem er den Lebenslauf des Dahingeschiedenen schilderte und dessen menschliche Qualitäten hervorhob. O.-St-Arzt Dr. Franz Fische r, Wien, betrauert in dem Dahingeschiedenen seinen Vater. Eingesendet. Wir erhielten folgende Zuschriften: In Ihrer letzten Nummer 33/36 bringen Sie eine Zuschrift des Herrn Komm.-Rat Max Stern aus Bad Ischl, die sich mit dem Begräbnis der Frau Josefine Kohn beschäftigt. Da diese Darstellung mit den wirklichen Verhältnissen unvertraut und daher unrichtig ist ersuchen wir Sie, die nachstehende Richtigstellung Ihrem Leserkreis zu vermitteln: Die Chewra Gemilath Chesed in Linz sorgt bei allen Todesfällen für die Durchführung aller rituellen Vorschriften sowie für ein würdiges Begräbnis, selbstredend auch bei den häufig vorkommenden Todesfällen verarmter Juden, ohne für die sehr hoben Auslagen eine Vergütung zu erhalten. Im Falle der Frau Josefine Kohn haben sich die in Bad Ischl weilenden Herr Ehrenpräsident Komm.-Rat Benedikt Schwager für den Kultusvorstand. Herr Heinrich Süß für die Chewra Geinilath Chesed und Frau Franzi Breth für den Jüd. Frauenverein den Hinterbliebenen sofort zur Verfügung gestellt und sich bereit erklärt die Kultusgemeinde Linz, bzw. die Chewra Gemilath Chesed zu verständigen. Die Hinterbliebenen haben den ausdrücklichen Wunsch geäußert, von der Entsendung von Funktionären abzusehen, da keinerlei wie immer gearteten Kosten entstehen sollten. Unser Ehrenpräsident Herr Komm.-Rat Benedikt Schwager machte sich erbötig. am Grabe zu sprechen, worin er durch plötzliches Unwohlsein verhindert war. Nach unserer Meinung ist die Gemeinde nicht verpflichtet, ihre Funktionäre kostenlos zur Verfügung zu stellen, wenn die Hinterbliebenen in der Lage sind, die Kosten zu bezahlen. Präsidium der jüdischen Kultusgemeinde Linz. Mit Bezug auf die Notiz, die Herr Komm.-Rat Max Stern über die Beerdigung der verstorbenen Frau Josefine Kohn in B a d J s c h 1 in Nr. 33 dieses Blattes erscheinen ließ, erlaube ich mir aufklärend zu bemerken,' daß die Kanzlei der Linzer Kultusgemeinde am 27. Juli von einer maßgebenden Persönlichkeit aus Bad Ischl telephonisch aufgerufen und ihr die Mitteilung von dem Sterbefall gemacht wurde, gleichzeitig aber ausdrücklich von derselben Persönlichkeit angeordnet wurde, daß Rabbiner und Kantor nicht zur Beerdigung kommen sollten. Es ist dies dieselbe Persönlichkeit, welche auch im Jahre 1926, als Herr Josef Kohn in Bad Ischl starb, verfügte, daß zur Beerdigung kein Rabbiner kommen solle. Falls Herr Komm.-Rat Stern sich dafür interessiert, biin ich bereit, ihm die Persönlichkeit zu nennen. Bei allen Beerdigungen, die im Sprengel der Kultusgemeinde Linz vorkommen, erioigt eine würdige religiöse Zeremonie, falls nicht dii Mitwirkung der Funktionäre abgelehnt wird. In solchem Falle trifft nicht die Beamten dje Schuld. •Dr.-V? $ji «^^jy^'-'^|abbiner in Linz. :. '" - 'rM~f**'. ' Wir stehen nach diesen Informationen der maßgebenden Persönlichkeiten der Linzer Kultusgemeinde nicht an, zu erklären, daß deren Verhalten 5m vorliegenden Falle unseres Erachtens ein durchaus richtiges gewesen igt ... Djg Redaktion der „Wahrheit". Zeitungen vpm Verleger versendet. Journal e^pedte par l'edttenr. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden: mit neuer Adresse zurück an Verlas „Die Wahrheit", Wien II., HelnestraBe 13/12 ISBSPPNIIIinBPM leopoldstädfer Tempe; verein Aesc^el Awranom 11., PazmanHcnga^e 6, Tel. B 4?-s-6S Anmeldungen v. AMgeboteH.Trauoiigen (antn nnt. freiem Himmel) n. Barmlzwan* Rertttlenvftrkelir an Werktagen von 2 PU «fr» Ohl nachmittags, an Soamugtsi v£n 10 bU 12 Dpi vprniiiiaus trüb 6.30 6.30 n. 9.00 anlügen Gobetattmdeii Aty.Elul 5696 Ree (5. B. M.) 27. Haftora Anijo seoro Meworchim Hachaudescb 6. Perek zs. 29. Jantn Kipur kotaun 30. I. Tag Rausch Cbaudesch abds. 7.10 Zum 70. Geburtstage Beer-Hoimanns ist soeben im Verlage Dr. Heinrich Glanz, Wien, VIII., Langegasse 32, unter dem Titel Richard Beer-Holmann, Sinn und Gestalt, eine grundlegende Monographie über das Werk dieses Dichters von Dr. Alfred Werner erschienen. Jän Wort an alle jüdischen Angestellten. Unter allen Schichten der arbeitenden Bevölkerung ist der Angestellte stets derjenige, der die Auswirkungen der Weltkrise am meisten zu spüren bekommt, der daher die schwersten Opfejc zu bringen hat. Und gerade der jüdische Angestellte ist da am schlechtesten daran. Ist er noch in Stellung, so hängt stets das Damoklesschwert des Abbaues oder einer Gehaltskürzung über ihm. Er kann über Nacht arbeitslos sein. Wer hilft 'ihm? Der jüdische 'Angestelltenverband „Emu nah". Wien IL. Praterstraße 11. der seit sieben Jahren seine segensreiche' Tätigkeit ausübt, ist der Sammelpunkt aller jüdischen Angestellten. Vom Praktikanten 'bis zum Prokuristen, vom Lehrmädchen bis zur Disponentin hat alles Platz in der „Emunah". Diese Vereinigung, die vollkommen unpolitisch ist bietet ihren Mitgliedern kostenlosen Rechtsschutz, ärztliche Beratung. Auskünfte in allen sozialpolitischen Fragen, wie Pensions-, Urlaubsfragen . etc. Der Verband sorgt ferner für gesellschaftlichen Zusammenschluß, für Sport und Unterhaltung. Urlaubsreisekassa, eine reichhaltige Bibliothek steht den Mitgliedern zur Verfügung, ferner geeignete Aufenthaltsräume mit Zeitungen und Gesellschaftsspielen jeder Art. Und nicht zuletzt will der Verband auf seine unentgeltliche Stollenvermittlung aufmerksam machen. Für den Herbst Sind wieder Sprachkurse in Aussicht genommen, und zwar: Hebräisch. Englisch, Französisch und Spanisch, ferner ein Buchhaltungskurs (doppelte und amerikanische Buchhaltung), ein Stenographie- (Gabelsberger)- und ein Maschinschrei-bkurs. Weiters sind ein Säuglingspflegekurs sowie ein Koch- und Tanzkurs und diverse andere Veranstaltungen in Vorbereitung. Die Einschreibgebühr beträgt 50 Groschen, der Monatsbeitrag 50 Groschen, Jugendliche und Arbeitslose zahlen 30 Groschen. Neben seinem sonstigen Verein soll jeder und jede jüdische Angestellte dem Verbände „Bmunah" angehören. Das Verbandsheim ist täglich ab 3 Uhr nachmittags geöftnet und 'ist auch in dieser Zeit unter der Telephon- Nr. R 40-1-56 U erreichbar. Austritte aus dem Judentum Erich Jaenike, geb. 1. Dezember 1900, Breslau,, verh., Kaufmann, XIII., Lainzerstraße S8. — Ludwig Varga, geb. 31. Juli 1895. Oedenburg, ger. gesch.. Schildermaler, IV., Hauptstraße 10. — Haus Lindemann, geb. 25. November 1905, Wien, led., akad. Malen I., Karlsplatz 2. — Dr. Eugenie Krott, geb. 11. Juni 1891, Wien, led., Realschülerin, XII., NeuwaUgasse 49. —So e Nr. 4. — Katherine Holub, geb. Kantuscher, geb. 23. Oktober 1S95, Waasen. verheiratet, XIII., Hütteldorferstraße 230. — Max Holub, geb. 20. März 1894, Neulengbach, verh. Kaufmann. XIII., Hütteldorferstraße 230. — Paul Weiss, geb. 28. April 1901, Wien, ger. getrennt, Konsul, XIII.. Ghelengasse 11. — Anna Klein, geb. 9. September 1916, Wien, led.. XIII., Hauptstraße 20. — Edith Koritschoner, geb. 27. Februar 1922, Wien, led., Realschülerin, XII., NeuwaUgasse 49. — Sofie Nacht, geb. 18. Juni 1911. Jaroslau, led., Kunstgewerben. VI.. Linke Wienzeile 40. — Karl Goldberg, geb. 17. Jänner 1917, Wien, led., Handelsangestellter, IX., Sechsschitnmelgasse 27. — Paula Schönwalder, geo. Kohn. geb. 30. August 1891, Wien, ger. gesch.,- XIX.*. Hungerberggasse 1 a. Beerdigungen. 4. August 1936: Ulrich Diamant. 64 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Israel Mayer-Flasker, 70 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Ella EngeL 41 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor) — Sigmund Reiner. 78 Jahre, 12. Bez. (IV. Tor) — Sarah Halberthal. 70 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 5. August: Ludwig Wlaschin, 79 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Bertha Wollner. 78 Jahre, 18. Bez.\ (IV. Tor). 6. August: Wilhelm Brenner. 4S Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Leontine Steiner, 75 Jahre; 2. Bez. (IV. Tor): — Dr. Emst Mandl, 75 Jahre. 8. Bez. (IV. Tor). — Alice Eisenstein, 43 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). — Doktor Lazar Tann, 68 Jahre. 4. Bez. (IV. Tor). — Moses Neumann, 78 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). 7. August: Marie Konstein. 65 Jahre, 10. Bez. (I. Tor). — Fanni Tudiower. 61 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Fischl Teitler. 69 Jahre! 9. 'Bez. (IV. Tori — Eugenie AKar, 78 Jahre, 4. Bez. (IV. Tor). — Aloses Rones, 55 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Dr. Josef Friedmann, 57 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Freidel Wassner. 85 Jahre, 12. Bez. (IV. Tor). — Georg Goldberg, 11 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Laura Dattner, 61 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor) — Gittel Präger, 78 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 9. August: Rbb. Nuchem Friedmann, 68 Jahre, Czernowitz (I. Tor). — Sidonie Schimmerl 66 Jahre,. 13. Bez. (I. Tor). — Johanna Witz. 67 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Jecheskiel Rosner, 62 Jahre, 2. Bez. — Bertha Wilczer, 60 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor) Dr. Julius Rappaport, 60 Jahre, 4. Bez. (IV Tor) — Chaje Lorber, 53 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Rudolf Tauber, 61 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Simon Wilker, 58 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Adolf Brandl, 66 Jahre, 20 Bez. (IV. Tor). — Rosa Zollschan, 53 Jahre. 13. Bez. (IV. Tor). — Götz Hofbauer, 55 Jahre. 20. Bez. (IV. Tor.) 10. August: Leopold Haas, 80 Jahre, 21. Bez. (I. Tor). — Ernestine Weiss, 78 Jahre, 13. Bez. (I. Tor). — Dr. Leon Faust, 55 Jahre, 1. Bez. (I. Tor) — Salonion Deutsch, 81 Jahre. 9. Bez. (IV. Tor). — Leo Eisinger. 44. Jahre, Hohenau (IV. Tor). — Johanna Fried, i\ Jahre 4. Bez (IV. Tor). — Sarauel Kohn, 83 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Berta Luka. 82 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Armin Breitner, 63 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 11. August: Johanna Marko, 6S Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Josef Wälder, 66 Jahre. 1. Bez. (IV Tor). — Rudolf Gesund, 56 Jahre. 9. Bez. (IV. Tor). — Ernst KHeger, 24 Jahre, 7. Bez. (IV Tor). — Wolf Menkes, 58 Jahre. 2. Bez. (I. Tor). — Hermine Wottitzky, 61 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). ' Synagogen -Ornate und Barette in den manigfaltigsten Formen vorrätig und nach Maß erhalten Sie wie seit Jahrzehnfeh nur in der altbekannten Uniformierung und Maßschneiderei Wien Hl., TaborstraOe54 ^SÄrÄ - Tel. R49-0-48 Weiland Oberkantor Gegründet 1866 Versand nach allen Ländern Josef Gold st ein mmm Eirenttmer. Herausgeber. Verlerer ni verantwortlicher Schriftleiter: Ott» Hlraebj»!«. Wie« n.. PraterstraBe 29. — Drack: Inas S»lti tt SMme. Wies II.. Robertrasse 2.

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