Mannheim
Compact Memory

Die Wahrheit · 1936-07-31 · Heft 32 (31.7.1936) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1936
Issue
Heft 32 (31.7.1936)
Date
1936-07-31
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/3062972-3064606-3064637--20777-3086058
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

V. b. Seite 8 Nr. 32 1-31. Juli 1936 DIE- WAHRHEIT'- Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Haftorah-Tafet Oeb«tstnx*a«B Av S696 Jnll-Anguctl936 »» abds. 7.00 Aw 12. 7.36 \ Woesdunon iB.B.M.U 1 „ 13. Schabos Nacbami 1 c/vi 1 Btfton 1 o,, * W ( N«chami f 8~° 1 Kacnuni ami] i 4. Perek J 1 .; 1*. } -7.-00 J ■16, Q^niicko oaor 1 - qq J ., 18. b" J abd«. Freitag, 31. Juli 7.35 Samstag. 1. Angast 825 Sonntag, 2. bis!,„„ Donnerst., 6. Ang. f Stummer Protest gegen Fleischhauer. Der Gau München des Nationalsozialistischen Lehrerbundes veranstaltete für die bayerische Erzieherschaft vom 20. bis 25. Juli eine rassenkundiiche Schulung im Rahmen der Universität München. Unter den Rednetrn befand sich auch-der aus dem Berner Prozeß um die „Protokolle" beicaante und berüchtigte Oberstleutnant a. D. Fl e i s c h h a u e r. Die ' Mürichener. Stadtbeilage des „Völkischen Beobachters" berichtet über diesen Vortrag: Es war gewissermaßen b eschämend zu sehen,' wie dfe verschiedenen Fragen" über nicht einmal selten zu -beobachtendes jüdisches Brauchtum, die Oberstleutnant Ulrich Fleischhauer, seinem Vortrage entflocht, von der im großen Hörsaal der Universität versammelten Erziehef^chaft mit Stillschweigen beantwortet wurden. Deutlicher hätte sich nicht beweisen lassen, wie notwendig ein solcher aufrüttelnder Appell gerade in diesem Kreise ist Mit bewußter Betonung des Kämpferischen, von dem die Sachlichkeit nicht "berührt wurde,-entwickelte dem. Redner an Beispielen von beinahe überrumpetnder(9DeutiKhkiesrt die endlose Kette jüdischer Madrtansprüche, die sich durch die Jahrtausende zieht and ■— raffimert: getamt — das Eigepleijen . aller Völker immer fester zu. umschlingen drohte, Talmud und Schulcheri Arüch als Lehrfach in allen Schulen — war die Forderung dieses Aufrufes, Zahlreiche Literaturhinweise stützen ühn und gaben den Hörern reiches Material zu eigener Arbeit an die Hand , . , .;. \.:\~: Keine Vergünstigungen jüdischer Kriegsblinder in Deutschland. Seitdem die jüdischen Kriegsblinde ü aus der Fachabteilung „Bund erblindeter Krieger" ausgeschlossen worden waren, genießen sie keinerlei für Kriegsblinde bestehende Vergünstigungungen. Der „Bund erblindeter Krieger" teilte z. B. dem Reichsbund jüdischer Frontsoldaten mit, daß der Reichspostminister es abgelehnt habe, die Kriegsblinden gewähr- Der Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, Wien I., Kohlmessergasse 4, Telephon ü 27-0-65, übermittelt uns nachstehenden AUFRUF 1 In der notbedrängten und stürmischen Zeit ist die jüdische schulentlassene Jugend der rauhen Wirklichkeit der Stellensuche nicht gewachsen. Allzubald muß sie erfahren, daß die Schule des Lebens ernster als das Leben-der Schule sei. Die jüdische Jugend will nicht mehr m renloerute hineingedrängt werden und sacht handwerkliche Lehrstellen bei Mechanikern. Elektrotechnikern, Schneidern. Buchdruckern, Bäckern, Friseuren, Gärtnern usw. Dieses Bestreben entspricht den eigenen Interessen und auch denen der Allgemeinheit Leider müssen die jüdischen Kinder derzeit die überall für sie „bestehende Aussperrung wahrnehmen ... Und doch muß es vermieden werden, daß die jüdischen Jugendlichen ohne Berufsbildung heranwachsen, denn Arbeitslosigkeit bedeutet iür die Jugend Ausfall der Erziehung durch Arbeit und führt zu sozialer Verwahrlosung und siröieber Gefährdung. Müssen jüdische Kinder auf der gefährlichen Asphaltstraße für immer Zaungäste des Lebens bleiben? '■ Verantwortungsbewußte jüdische Unternehmer, bleibet nicht hart und gleichgrltig, vergesset .nicht dei ^schulentlassenen jüdischen .Kinder, helfet uns unsere Jugendlichen beruflich' umzuschichten- und " ihre^Kräfte und Fähigkeiten auszubflden. > Fordert daher handwerkliche ^Lehrlinge beim obangeführten Verein an. 2«lin&r«& tea V«rlcg*r v«ra«n4*t. i«un«l a^petU pu rdlNu. Paus Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an Verlag „Die Wahrheit". IL, H«lnestraBe U/lS Lcopolüstadler Tempeiveretn Aesdtel Awrottom 11., PazmoaHcBgaste 6, Tel. B 47-C-t3 ABmeidungen v. ÄBlgebofen, Trauungen (tradi mit. treten Bimmen b. Dannlzwaas Partelaavatrfcakfr in Wcdcupa »ob 2 Mi Vi* Ute nacb. mltuct. an S»aniojeD »est 10 bis 12 übt rormittagf früh 6.30 4}abetetundea "., AW BB96 12. i Woeaenaaon (5. B. M.) J3. Scnabos Nacbami Haftora r Nachami Naciami ami t 4,' Perek it. ChanriBtho oior ' r bis 9- ■ abd«. 7.30 te Ermäßigung der Telephongebühren auch; auf jüdische Kriegsblind e z u e r s i x e c k e n. Gleichenberg. Aus Anlaß des Dollfuß-Gedenktages ' haben die jüdischen Kürgäste in Gleichertberg einen Trauergottesdiertst veranstaltet, der am Samstag, den 25. Juli, im Bethaüse des Gasthauses Eisen stattfand und einen schönen und würdigen Verlauf nahm. Herr Prof. Dr. K. Kupfer hielt eine formvollendete und ergreifende Rede, in der er die Persönlichkeit des Märtyrer-Kanzlers schilderte und dessen tolerante Gesinnung hervorhob. Herr Kantor Fr. S t e rai' aus' Hietzing trug das „El mole ■Rachmim" in schöner, und herzergreifender Weise—vorL- So haben die jüdischen Kurgäste Gleichenbergs »ihrer patriotischen, religiösen Gesinnung einen würdigen Ausdruck verliehen. „AI-Chefh**— der erste jüdische Tonifilm in Polen. Starke Durchschlagskraft jüdischer Tonfilm- . ' Produktion, Das große künstlerische Ereignis Polens ist der erste pomische Tonfilm in jüdischer Sprache „Al-Cheth". Zwei Monate läuft bereäts der Film in Warschau und in den anderen Städten der Republik bei tägiieh ausverkauften Häusern. Von der Filmprüfungsstelle wurde ihm das Prädikat „künstlerisch" zuerkannt. Dem Filmregisseur Alexander Marten ist es zu verdanken, daß dieser Film, der unter den schwierigsten materiellen -und technischen Verhältnissen entstanden ist, eht solcher Erfolg zuteil wurde. Alexander Martenuhat bereits mit den Vorarbeiten zu seinem zweiten Film begonnen, der im Herbst zur Aufführung gelangt. In den Hauptrollen werden wieder die zwei Charakterkomiker J. Schuhmacher und Sz. Dagan, die. im „Al-Cheth"-Film sich besonders auszeichneten, mitwirken, f. s. £itewatur. Antibarbarus Wörterbuch zur Abwehr des .V ölker- und Judenhasses. Demnächst erscheint in ABC-Form ein Nachschlagsbuch über Antisemitismus, Emigration, Assimilation, Zionismus u. ä. Es soll damit die Möglichkeit sofortigen Auffindens des Tatsachenmaterials gegeben sein Insbesojttiere werden die wichtigsten Daten über bekannte Persönlichkeiten des In- und Auslandes, der Emigration, def'jüdischen und der judenfeindlichen Bewegung, der Wissenschaft und Kunst, über Zeitungen, Zeitschriften und Organisationen nach Möglichkeit vollständig wiedergegeben. Der Herausgeber, Dr. Paul Posener, in Wien IXT, legte besonderen Wert darauf, objektive Berichte mit Angabe der Quellen' (Fundstellen) zu bieten., Anfragen, Zuschriften usw! werden an den Herausgeber (Wien IX., Postamt 66, Postfach 121) erbeten. ' ,;-v.. . . ••. ' .. Beerdigungen. 22. Juli 1936: Rosa Freisinger, 59 Jahre. 2. Bez (IV. Tor). — Ottilie Riedler,. 78 Jähre. 9. Bez. (IV. Tor). — Mathilde Fried, 79 Jahre, 21. Bez. (IV. Tor). — Dr. Max Fürth, 47 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). Lor? Gehlenberg, 68 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Mathilde Blum, 63 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor).' — Heinrich Hassan, 17. Bez. (IV. Tor), 23. Juli: Wilhelm Kohlmann. 47 Jahre, 18. Bez (I. Tor). — Hofschauspieler Josef Moser, 72 Jahre, 8. Bez. (I. Tor). — Efroim Seidner, 63 Jahre, 3. Bez (IV. Tor). * . ' 24. Juli: Soiie Herz, 68 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Hell! Feiden, 6 Jahre, 9. Bez. (I. TorJ. — Karl Taussig, 75 Jahre. 20. Bez. (I. Tor). — Gabriele Horner, 81 Jahre. 3. Bez. (I. Tor). — Philippine Löw, 79 Jahre. 13. Bei. (IV. Tor). — Heinrich Schimmerling, 60 Jahre, 6. Bez, (IV. Tor). — Elisabeth Igolnitzer, 69 Jahre, 2. Bez, (IV. Tor). — Leopold Eisenstädter, 8. Bez. (IV. Tor), — Daniel Horpatzky, 78 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). David Weiszfelö, 69 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Sarah Reizes, 82 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). 26. Juli: Wilhelm Kornfeld. 76 Jahre. 5. Bez, (I. Tor). — Dr. Alired Pick, 54 Jahre, 13. Bez. (I. Tor) — Abraham Amtmann, 78 Jahre, 19. Bez. (I. Tor). Mates Kornreich, 52 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Soiie Kriwaczek, 64 Jahre, V. Bez.' (IV. Tor). — Moses Mausner, 52 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — David Raab,. 9. Bez. (IV. Tor). — Paul Tauber, 33 Jahre. 10. Bez (IV. Tor). 27. Juli: Ignaz Weiss, 64 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor) — Jakob Hirsch, 74 Jabre, 9. Bez. (IV. Tor). 28. Juli: Annin Schultz, 51 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Maximilian Popper, 69 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Alfons Schwarzwaid, 13 Jahre, 18. Bez. (Döbl. FriedhofL Austritte aus dem Judentum Marianne Gorge. geb. 16. Juni-1921 in Wien, ledig, Mittelschülerin, XIIL, FJeschgasse 8. — Karl Laimer, geb. 16. April 1906 inWien. - verh., XIV., Reichsapfel gasse 19. — WUhetalne Mittler, geb. Pinta, geh 25. Mai 1884. in Wien, venwitw., Geschäftsinhaberin, XVII. Teichgasse 6/6 — Dr. Richard Matter, geb. 14: April 1891 in Wien, led.. R.-A.-Anwärter, XX., Wintergasse Nr. 5/1. — Johanna Nemerh, geb. Götze!, geb. 26. September 1905 in Wien, gesch.. Näherin. II., Pfflefsdorigasse 8/38. — Hertha Schwarz, geb. 23. Mai 1908 in Wien, ledig, Verkäuferin, IV., Schelleingasse 17/1. — Margarete Hoch, geb. 26. März 1920 in Wien, Xll. Neuwaligasse 4/6. — Dr. Karl Friedrieb Pollaczek, geb. 22. Dezember 1902' in Wien, verh., Arzt, IV., Fa voritenstraße 4/5. — Rudolf Bermann, geb. 28. Mai 1904 in Wien, ledig, XIV.. Goldschlagstraße 64. — Max Krenberger, geb.' 5. Juni 1895 in Wien, ledig. Privatchauffeur, X.. Geltertgasse 20/4. — Irene Weisz, geb. 11. März 1910 in Wien, ledig, Perchtoldsdorf — Richard Stwertka, geb. 25. Juni 1888 in Wien, gesch.. Ingenieur, II., Taborstraße 22. — Karoline Wassertriidinger, geb. 5. März 1901 in Wien, ledig. Pianistin, VI! Kirchengasse 19. — Erich Lederer. geb. 13. September 1896 in Wien,Tedig, Fabrikant, I., Bartensteingassc Nr. 8. — Lilly Ernst, geb. Schifferes, geb. 5. Dezember 1909 in Wien, verh., Handelsangestellte, XIX., Sa leräckergasse'39. — tili Prager, geb. 2. Oktober 191b in Wien, ledig. Hilfsarbeiterin. VII., Siebensterngasse Nr. 46. — Lenke Stauber. geb. 2. Oktober 1898 In Szombathely, ledig, II.. Praterstraße 50. — Kurt Schlesinger, geb. 20. Dezember 1920 in Wien, ledig, Schüler II.. Friedensgasse 2. Agende Iür Trauungen Unentbehrlich für Rabbiner und Kantoxon (Die Gesänge mit Noten von S. Salzer) Sinniges Erinneningsgeschenk an Brautleute Zu beziehen beim Herausgeber: M«X Schwager Wien II., 2lriuisgass» 50 .Schir Zion* und „Wadak" bei mir zu haben Oberrabbiner Dr.D. Feuchtwang S.A., Wien, Ober rabbiner Dr. S. Hevesi, Budapest, Oberrabbiner Doktor D. Herzog, Graz, Musikdirektor A. Friedmann, Berlin, Präsident des Kantorenvereines J. Löwit, Oberkantor M. Mathyas, Oberkantor J. Müller, Oberkantor M. Löwy, Mähr.-Ostnau, Oberkantor A. Wükawitsch, Egw, Oberkantor H. Mayerowitsch, London u. v. a., haben; sich über das obgenannte Werkchen in überaus anerkennender Weise, sowohl durch die Presse, als-auch in freundlichen Zuschriften! an den Herausgeber geäußert. ' " "" .......----- .......... ElrcBttniCT. Henunker. V«rlt«r n4 vwutwarUWwr SduiWöter: O*»» HIr»efcl* 1«L Wlca.B.. Pr««rtt»«e,». - Drwk: bau SrtU £ Sötatl Wie» n.. R0bertfas«e 2. Ii*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.