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Die Wahrheit · 1936-07-17 · Heft 30 (17.7.1936) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1936
Issue
Heft 30 (17.7.1936)
Date
1936-07-17
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8- Nr. 30 — 17. Juli 1936 DIE WAHRHEIT" Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer* und Haftorah-Tafet qebeftuuden T&mns-Aw 5696 Juli 1936 frfib abds. 7.00 Tuntu 27. 7.30 \ Matans-Ma£e;4.B.M.U 1 „ 29. Haftora 1 8 00 \ Senimnaewarascheml g.j i Meworcbün i 1 Raebandescb 1 1 2. Perek ) 1 „ 29. Janm Kipnr kotann 1 7.00 \ Aw 1. Rausch Cbauaescb } 7.00 J ., biE 4. J abds. Freitag, IT. Jnli 7.30 Sams'.aR. 18. Juli 8 45 Sonntas, 19. bis nn Donncrst.,23. JuliJ '-w Herrn Friedrich F ü r n b e r g aus Eggenburg statt. Zum Vollzug dieser Trauung war Herr Oberrabbiner Dr. D. Feschtwang als Landsmann des Brautvaters delegiert worden, infolge seines plötzlichen Ablebens ist die Trauung von Rabbiner Dr. J. M. Bach in eindrucksvoller Weise vollzogen worden. Anläßlich des schönen Familienfestes wurden sehr namhafte Spenden den Armen Hollaibrunns ohne Unterschied der Koniession zugewendet Oberkantor Gerson H. Margolies 50 Jahre alt. Vorige Woche vollendete Oberkantor Margolies sein fünfzigstes Lebensjahr. In aller Stille, ohne jeder, selbst intimsten Feier, hat dieser so prächtige Mensch diesen Tag gleich allen anderen verbracht. Jeder, der in seinem Leben noch Oberkantor Margolies begegnete, weiß, mit welchem Seelenadel und Herzensgüte dieser Mann ausgestattet ist. Als Freund und Helfer jedes Bedürftigen, gibt es wohl keinen seiner jüdischen Brüder ahne Unterschied der Gesinnung, der, wenn es sich um Rat oder Tat gehandelt, vergeblich an die Türe dieses wahrhaft guten und hilfsbereiten Menschen gepocht hätte. So wollen wir, wenn auch mit einer kleinen Verspätung, uns gerne dem Reigen der Gratulanten anschließen und Oberkantor Margolies, dem auch wir sowohl als Sänger wie als Mensch unsere vollste Wertschätzung bewahren, zu diesem Anlaß unsere herzlichsten . Wünsche entbieten. S. 50. Geburtstag. Am 9. Juli feierte der auf dem Gebiete der Wohltätigkeit allseits bestens bekannte Herr Adolf Wein stock seinen fünfzigsten Geburtstag. Der Jubilar, der viele Jahre Obmann des Bethausvereines Mikdosch m'at war und heute noch an der Spitze des Vereines „M a t h i 1 d e", Verein zur Bekleidung armer jüdischer. Schirlinsbesondere- Waisenkinder, steht, wurde anläßlich. seines fünfzigsten Geburtstages in. herzlicher Weise bei einer ihm zu Ehren von seinen Freunden und Bekannten veranstalteten geselligen Zusammenkunft im Cafe Buchsbaum gefeiert In den verschiedenen Ansprachen kam zum Ausdruck, daß Herr Adolf Weinstock schon in jungen Jahren sich auf humanitärem Gebiete betätigte. Wohltätigkeitsyereine unterstützte, und da er selbst ein gutes jüdisches Herz besitzt eine offene Hand für Bedürftige hatte. Der Jubilar war Gegenstand besonderer Ehrungen und die Sympathiebeweise, die ihm entgegengebracht wurden, zeigen, welcher Beliebtheit und Wertschätzung er sich erfreut. Wir übermitteln ihm auch auf'diesem Wege unsere herzlichste Gratulation und wünschen, er möge noch viele Jahre bei vollster Gesundheit und im Kreise seiner Angehörigen zum Wohle der Armen wirken. 70. Geburtstag. Am gestrigen Tage feierte ein Mann in vollster geistiger und körperlicher Frische seinen 70. Geburtstag, ein Mann, der ruhig von sich behaupten darf, daß die gesamte jüdische Bevölkerung des Bezirkes Aisergrund und auch weite Kreise über diesen Bezirk hinaus ihn kennen und schätzen. Es ist Herr Salomon Oesterreicher, .dem sich an seinem Jubeltage die Sympathien seiner vielen Freunde und Verehrer zuwenden. Diese Sympathien sind durchaus berechtigte, denn der Jubilar hat es verstanden, sich nicht nur als Kaufmann einen geachteten Namen zu schaffen, besonders verehrt wird er überall wegerr-seines emsigen jüdischen Wirkens. Seit mehreren Jahren leitet er als Obmann den Krankenunterstützungsverein „B i k u r Bgenöe fflr Trauungen Unentbehrlich für Rabbiner und Kantoren (Die Gesänge mit Notes von S. Solz er) Sinniges Erinnenmgsgeschenk an Brautleute Zu beziehen beim Herausgeber: Max Schwager Wien II., Zlrkttsaasse 50 .Schir Zion* und „Wadak* bei mir zu haben 1 Oberrabbiner Dr. D. Feuchtwang, Wien, Oberrabbiner Dr. S. Hevesi, Budapest Oberrabbiner Doktor D. Herzog, Graz, Musikdirektor A. Friedmann, Berlin, Präsident des Kantorenvereines J. Löwät Oberkantor M. Mathyas, Oberkantor J. Müller, Oberkantor M. Löwy. Mähr.-Ostrau. Oberkantor A. Wilkowitsch, Eger, Oberkantor H. Mayerowitsch,. London u. v. a., haben sieb, über das obgenannte Werk.chen in überaus anerkennender Weise, sowohl durch die Presse, als auch in freundlichen Zuschriften! an. den. Herausgeber geäußert Zeitungen vom Verleger Tereendet. Journal expedie par l'edJtenr. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden: mit neuer Adresse zurück an Verlag „Die Wahrheit", Wien Ii., NalnestraBe 13/19 Leopoldstädter Tempeiverein üescael Awro&om n„ Pazimmitengaite 6, Tel. R 4T-8-63 Anmeldungen f. Anifteboten, Tronnngen (andiant.freleraniininei)D. Bannlzwaus Perteleeversteltr an Werktages tob 2 bis *h* Übt nachmittags, an Sonntagen »cd 10 Ms 12 Übt voralttacs früb 6.30 Gebete tnndeo Tamne-Aw 5696 Tamns 27. Mataus-Hase (4. B. M.) „ 28. Haftora Scbisra dewar aschem Meworchim Hathandesch 2. Perek abdt. . 7.30 U 29. Janm kipur kotann 1. Rantcb Cbandescb bis 4. C h a u 1 i m" im IX. Bezirk. Hier ist er so ganz in seinem Elemente, denn Wohltun ist die Parole, die Salomon Oesterreicher immer hochhält. Kein Armer geht ohne Hilfe von seiner Tür, jedem weiß er Rat und Tat zu widmen. Dem Vorstande des Müllner-Tempels gehört er, der ein religiöser Jude ist seit vielen Jahren als eifriges Mitglied an und auch sonst ist er überall dort zu finden, wo jüdische Angelegenheiten in Frage stehen. Salomon Oesterreicher ist eben ein Volljude im besten Sinne des Wortes und deshalb liebt und schätzt man ihn überali. Möge ein gütiges Geschick ihm an Seite seiner Gattin und umgeben von seiner geachteten Familie Glück und Gesundheit gewähren! Ad meoh wessrim schonoh! S. P. Herr Salomon Oester reich er ist seit vielen Jahren in der Bezirksorganisation Aisergrund der „Union österreichischer Juden" als eifriges Mitglied tätig. Er gehört dem Ausschuß dieser Bezirksorganisation an und ist stets am Platze gewesen, wenn die „Union" ihn gerufen hat Auch diese Vereinigung wie auch die Redaktion der „W a h r h e i t" schließt sich den zahlreichen Gratulanten an und wünscht dem beliebten Jubilar für die Zukunft alles Gute und Schöne. Barmizwahfeier. Samstag, den 4. Juli, fand im Fünfhauser Gemeindetempel die Konfirmationsfeier des Studenten Karl Braun, Sohn des bekannten Inhabers der Fünfhauser Tanzschule Hermann Braun und seiner Gattin Sidonie, geb. K o h n, statt. Der Barmizwah trug die Haftoran und die Segenssprüche, sowie den Thora- Abschnitt in ausgezeichneter Weise mit dem aJttraditiorellen Nigun vor, was den allgemeinen Beifall der Anwesenden fand und machte dadurch seinem Lehrer Kantor Wilhelm Glück große Ehre Kantor David Fischer, rezitierte einen feierlichen Mischeberach. Rabbiner Dozent Dr. H. Z f m m e 1 s hielt eine gehaltvolle Ansprache, in welcher er insbesondere auf den Großvater des Konfirmanden, Herrn Bernhard Kohn, hinwies, der seit Jahrzehnten zu den ständigen Besuchern des Fünfhauser Tempels gehört und sein Judentum stets hoch hält. S. . Bund jüdischer Frontsoldaten Oesterreich, Bezirksgruppe Leopotdstadt Infolge des Ablebens des Herrn Oberrabiner Dr. Feuchtwang wird das für den 18. Juli 1936 angesetzte Sommerfest in der Meierei Krieau auf den 8. August 1936 verschoben. Gelöste Karten behalten Gültigkeit. Todesfälle. Am 9. v. M. starb in Berlin im Alter von 81 Jahren-der Altmeister des Synagogengesanges Oberkantor Musikdirektor Aron Friedmann und würde am 11. mit großen Ehren zu Grabe getragen. Der Heimgegangene wirkte in der Berliner jüdischen Gemeinde mehr als vier Dezennien und trat im Jahre 1923 in den wohlverdienten Ruhestand. Oberkantor Friedmann war eine Zierde des Kantorenstandes, seine großen Fachkenntnisse, seine würdevolle Persönlichkeit, sein umfangreiches Wissen fanden rechtzeitig Würdigung und Anerkennung. Der Verblichene war ein emsiger Arbeiter an sich, für sein Amt. und seine Fachgenossen. Seine strenge hohe Auffassung von seinem heiligen Berufe, sein Bestreben, den Gottesdienst erhebend und andachtsvoll zu gestalten, waren vorbildlich. Oberkantor Friedmann war wissenschaftlich eifrig tätig. Er hinterläßt bedeutende. Werke. So z .B. das große hervorragende Synagögepgesangswerk JiSchir Ii Sehtomoh" und viele Gesangs- und Chorkompositionen, ferner die wissenschaftlichen Werke und Studien: 3 Teile „Lebensbilder berühmter Kantoren". „Zur Geschichte des Kantors", „Der Vorbeter", „Das liturgische Gesangsbuch für jüdische Religionsschulen Deutschlands" usw. Wir haben anläßlich des 80. Geburtstages vor kaum einem- Jahr ausführlich über die große Bedeutung seines Schaffens und Wirkens gesprochen, so daß wir uns heute nur auf Worte des Gedenkens beschränken wollen. Der Oesterreichische Kantorenverein betrauert in dem Heimgegangenen sein verehrtes Ehrenmitglied und seinen väterlichen Freund, nicht minder betrauern die Berliner Gemeinde sowie die gesamte Kantorenschaft Deutschlands ihren Meister. Sein Name wird fortleben in seinen Werken, aus denen noch Generationen schöpfen werden. Er hat sich damit ein Denkmal gesetzt, das nie verwittert und iest verankert ist in den dankbaren Herzen seiner Fachgenossen. Oberkantor Isidor Löwit. — Am 11. d. M. verschied nach kurzem Leiden der Sekretär der Wiener Isr. Kultusgemeinde, Herr Heinrich Holz er, im Alter von 58 Jahren. Montag, den 13. Juli fand am Zentralfriedhof, IV. Tor, das. Leichenbegängnis statt. Die große Teilnahme beim Begräbnis bewies die Wertschätzung und Beliebtheit, welcher sich der Verstorbene allgemein erfreute. In der Trauergemeinde bemerkte man den Rat der Stadt Wien Dr. Ehrlich, Spitalsdirektor Dr. Gaschkes, Rabbiner Dr. Schwarz, Reg.-Rat Dr. Adler, Amtsvorstand Emil Engel mit dem gesamten Beamtenkörper, den Präsidenten des Oesterr. Kantorenverbandes Oberkantor Löwit. — Rabb. Dr. Bach hielt dem verstorbenen verdienstvollen Beamten, der dem Beamtenkörper seit mehr als drei Dezennien angehörte, einen tiefempfundenen Nachruf. Vizepräsident Oberbaurat Ing_ Stricker sprach im Namen der Gemeinde innigste Dankesworte für die langjährigen, erfolgreichen Dienste und Inspektor Oehl.er nahm im Namen der Beamten und Angestellten sehr rührenden Abschied von dem stets opferbereiten, guten Kollegen. Sekretär Holzer hinterläßt eine Witwe und zwei Kinder, denen sich die allgemeine Teilnahme zuwendet Die kantoralerr Trauerfunktionen versah Oberkantor Funke mit dem Chor in sehr ergreifender Weise. - Den jüdischen Besuchern von Hofgastein können wir eine angenehme Mitteilung machen. Im Kurhaus Westend wird streng Röschere Küche unter Aufsicht der Adas Jisroel geführt. Diese erstklassige Pension ermöglicht nun auch den orthodoxen Glaubensgenossen den Besuch des lieblichen, durch «eine Heilwirkung bestbekannten Kurortes. Leihbibliothek der Jüdischen Volkshochschule. Wien I, Kai 3. Neuerscheinungen und Judäica gegen geringe Leihgebühren (auch für Mitglieder der Kulturstelle)) in der Bücherei der Jüdischen Volkshochschule entlehnbar. * Verbilligte Sommerreisen für Mitglieder. Prospekte und Auskünfte täglich von 9 bis 2 Uhr in der Jüdische» Kulturstelle, I., Kai 3. Beerdigungen. 8. Juii 1936: Minna Rund. 61 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Ernestine Alessinger. 73 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Cäciiie Hoffenberg. 60 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor) — Sanie Ronis, 73 Jahre, 4. Bez. (IV. Tor). — Daniel'Diamant, 72 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Leopold Löwy, 65 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Ing. Josef Jockl, 50 Jahre. 18. Bez. (IV. Tor). — Philipp UeberalL 40 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). 9. Juli: Max Eckstein, 69 Jahre, 19. Bez. (I. Tor). — Malvine Segall. 72 Jahre, 9. Bez. (I Tor). — Emil Pick, 80 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Rosa Kulka, 70 Jahre, 13 Bez. (I. Tor). — Sabine Rosenblüth, 67 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Dr. Fritz Lang, 41 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Isakos Vaineris, 35 Jahre. Litauen (IV. Tor). 10. Juli: Kathi Kornfein, 58 Jahre, 2. Bez (IV Tor). — Margarete Schwarz, 36 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor) — Rosa Willer, 65 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 12. Juli: Leopold" Lilienthal, 69 Jahre. 9. Bez. (IV. Tor). — Maximilian Deutsch, 79 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Samuel Berglas, 75 Jahre. 3. Bez. (IV. Tor) — Karl Fischer, 63 Jähre, 2. Bez. (IV. Tor). — Abraham Tauber, 53 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Hinde Tisser„ 89 Jahre, 2.. Bez. <IV. Tor). — Rosa Weisselberger, , Jahre 6 Bez (IV. Tor). — Otto Anspach, 46 Jahre, 3. Bez. (IV Tor). — Amalie Fleiscbmann. 81 Jahre, f; B?z (I. Tor). — Rosa Weissberg. 66 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). 13. Juli: Cornelia Rosenthal. 74 Jahre, 13. Bez. »• ror). —Julius Stern, 47 Jahre. Mauer b. Wien JJV- Xor<- ~- Czama Kruman, 69 Jahre, 20. Bez. /V- Tor). — Heinrich Holzer, 58 Jahre, 1. Bez. VX; l0Th ~ Wilhelm Jonas, 68 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). 14. Juli: Wilhelm Hacker, 81 Jahre, 19 Bez- (I. Tor). — Alfred König, 62 Jahre. 3. Bez. (I. Tor) — Emil Bauer, 55 Jahre. 7. Bez. (I. Tor) — Betti Löbl, 86 Jahre, 7. Bez. (I. Tor). — Arthur Mondschein,. 59 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Malwine Gruber, 39 Jahre, 2. Bez.. ( V. Tor). - Johanna Eisler, 12 Jahre, . 2. Bez. (IV, Tor). - Oskar Schönbaum, 34 Jahre, 2. Bez. (IV." Tor). — Johanna KUnger, 79 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). Elacatnmer. Heraaaceeer. Varlert» «Ml reraatwartBaher ScaritlMter: Oskar Hirsch!»!«, Wtea H„ PraterstraSe 29. — Drack: Iraaz Spitz 4 Sohne. Wie« II.. Robertfaue 2.

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