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Die Wahrheit · 1936-06-19 · Heft 26 (19.6.1936) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1936
Issue
Heft 26 (19.6.1936)
Date
1936-06-19
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8 Nr. 26 — 19. Juni 1936 DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek*, 1 Omer- und Haftorah-Tafet 1 Qrebetstmxlen g Siwan-Tauma 5698 Juni 1836 1 frflh abds. 7.00 Siwan 29. 8.(5 Scbabos Rosen 1 Cbodescb I o « » 30. Kaurach 14. B. M.) { R « 6M\ Haftora [8M Kau omar aschem I 4. Perek 1 f Tamns 1. 2. Tat 1 _ _ ~-00< Rösch Chodesch i'-00 l „ bis 5. > abds. i Freitap, 19. Juni 8.05 1 Sams'ag. 20. Jvni 8 55 g Eonctaa, 21. bis lyonf Donnerst., Zi. Juni J | monie verbunden war, tut nichts zur Sache, war auch nicht notwendig, denn die ganze Institution ist und bleibt ein gottgefälliges Werk. Eingeleitet wurde die Feier vom Obmann des Festausschusses Generaldirektor Gustav Haas mit der Begrüßung der Festgäste und einem Bericht über die Entstehung und Entwicklung dieses Kulturwerkes, welche der aktiven Mitarbeit der Kultusgemeinde, jüdischen Vereine und Korporationen, aber auch der tatkräftigen Förderung des Denkmalamtes zu danken sind. Darauf folgte die Festansprache des Brünner Oberrabbiners Dr. Levy und nachher entwickelte Rabbiner D. Will mann in einer sehr beifällig aufgenommenen Rede den ideellen Wert und die kulturgeschichtliche Bedeutung dieser ins Leben gerufenen Institution. Daran schloß sich unter Führung des Obmannes Doktor Teltscher und des Archivars Prof. Dr. Engel die Besichtigung des Museums mit seinen interessanten und wertvollen Reliquien, von welcher die Festgäste die besten Eindrücke mit nach Hause nahmen. Ein gemeinsames Mittagessen vereinigte die Festteilnehmer zu einem geselligen Beisammensein, welches Gelegenheit bot, die zahlreichen telegraphischen, schriftlichen und mündlichen Begrüßungen den Versammelten zur Kenntnis zu bringen. Zur Erinnerung an diesen Gedenktag erschien ein umfangreiches Gedenkbuch, welches unter der Redaktion des Prof. Dr. Engel mit zahlreichen Beiträgen namhafter Autoren ausgestattet ist D. S. T. Goldene Hochzeit Am 1. Juni feierte der Kultusbeamte Herr Isaias Weissmann mit seiner Gattin Regine, geb. Löwy, das Fest der goldenen Hochzeit Aus diesem Anlaß war das Jubelpaar Gegenstand zahlreicher Ehrungen. In der Wohnung des Jubelpaares erschien namens des Bürgermeisters der Stadt Wien der Bezirksvorsteher des II. Bezirkes und überbrachte ein Ehrendiplom und Geschenk. Namens des Vorstandes der Kuitusgemeinde überbrachte Kultusrat Herr Börsenrat Waltuch ein herzliches Gratulationsschreiben nebst einem Ehrengeschenk. Ferner erschien Sr. Ehrw. Herr Rabbiner Dr. Rosenmann samt Gattin. Eine überaus große Anzahl von Gratulanten legten Zeugnis ab für die Wertschätzung, der sich das Jubelpaar erfreut. Sechs Kinder nebst Schwiegerkindern und neun Enkelkinder scharten sich um das Jubelpaar. Todesfall. Am 14. d. verschied hier nach schwerem Leiden Frau Perl Unger, Mutter des Sekretärs der Verwaltung der Zeitschrift des Bundes Jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs. Reichsverband jüdischer Legitimisten Oesterreichs. Die Bundesführung macht auf diesem Wege alle ihre Verbände auf das am Samstag, den 20. Juni im Prater stattfindende Kaiserfest aufmerksam und lädt alle Mitglieder zum Besuche dieses grandiosen Festes ein. Treffpunkt 7 Uhr 30 Min. abends im Zweiten Kaffeehaus, Hauptallee 9, wo reservierte Tische vorbereitet sein werden. Der Jüdische Angesteliten-Verband „Emunah", IL, Praterstraße 11, macht auf seine für Chefs und Angestellte kostenlose Stellenvermittlung aufmerksam. Geschultes Personal für Büro, Lager, Verkauf und Haushalt stets in Vormerkung. Auskünfte in allen sozialpolitischen Angestelltenfragen kostenlos. Täglich von 3 bis 7 Uhr. R 40-1-56-U. Den jüdischen Besuchern von Hofgastein können wir eine angenehme Mitteilung machen. Im Kurhaus Westend wird streng koschere Küche unter Aufsicht der Adas Jisroe] geführt Diese erstklassige Pension ermöglicht nun auch den orthodoxen Glaubensgenossen den Besuch des lieblichen, durch seine Heilwirkung bestbekannten Kurortes. Von Rom bis Addis Abeba. Der einzige authentische abendfüllende Filmbericht über den italienisch-abessimschen Krieg „217 Tage Abessinien" (Uraufführung am 26. Juni im Gartenbau-, Kärntner-, Busch-, Haydn- und Kolosseum-Kino) umfaßt den gesamten Verlauf des Feldzuges vom Generalappell in Rom. der Einschiffung der ersten Truppen- und Materialtransporte in Neapel bis zur Einnahme von Addis Abeba und der Ausrufung des romischen Imperiums am 9. Mai 1936. Während die meisten anderen Wochenschau-Filmberichterstatter nur auf Zufallsaufnahmen angewiesen waren, durften die italienischen und amerikanischen Kameraleute, die für diesen Film arbeiteten, mit Bewilligung der obersten Kriegsführung bis in die vorderste Linie mit ihren Kameras vorrücken und den Krieg in allen seinen Phasen festhalten. Zeitungen von Verleger versendet. - Journal axpedle par l'edttear. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an Verias „Die Wahrheit", Wien II., HeinestraBe 13/12 Leopoldsfädfer Tempelverein Aeschei Awrahoin iL, Paimanilem|asse 6, Tel. R 47-8-63 Anmeldungen r. Aufgeboten, Trannngen (midi onf. freiem flimmei) n. Barmlzwans Partelenverfcehr an Werktagen ron 2 bis Vt4 Uhr nachmittags, an Sonntages vtn 10 bis 12 Uhr vormittags Gebete tunde a früh Siwan-Temus 5696 abds. 6.30 Siwan 29. 7.30 Schabos Roes Cbodescb Kaurach (4. B. M.) „ 30. Haftora Kau omar ascbem 4. Perek fi 30 / Tamus 1. 2. Tag b i0 \ „ bis 4. ' Roich Cbodeecb | 7.3 Kinder-Ferienausfauscbaktion zwischen Oesterreich und Ungarn. Die Oesterreichisch-Ungarische Gesellschaft in Wien hat entsprechend einer Anregung von maßgebender österreichischer und ungarischer Stelle sich zum Ziel gesetzt, heuer auch eine Kinder- Ferienaustauschaktion zwischen Oesterreich und Ungarn durchzuführen, um den ungarischen Kindern die Schönheiten Oesterreichs und seine alte Kultur und den österreichischen Kindern die Gastfreundschaft der ungarischen Bevölkerung und die nicht minderen Schönheiten Ungarns zu zeigen. Für jedes ungarische Kind, das für einige Wochen bei einer österreichischen Familie Aufnahme findet, wjrd ein österreichisches Kind in Ungarn liebevoll aufgenommen und mögen sich Familien (orthodox), die sich der Aktion anschließen wollen, an die Oesterreichisch-Ungarische Gesellschaft in Wien wenden. Auskünfte und Anmeldungen (brieflich gegen Rückporto) bei der Oesterreichisch-Ungarischen Gesellschaft, Wien 1., Nibelungengasse 1. Warum ein „Verein jüdischer Tierfreunde"? Aus einem Gespräch mit Herrn Rabbiner Dr. GrunwaJd, dem hervorragenden jüdischen Tierfreund. Von Tierarzt Dr. Tuchner. Die Gründung eines solchen Vereines bedeutet nicht willkürliche Sonderbestrebung. Rabbiner waren Gründer und Vorsitzende von Tierschutzvereinen in Deutschland. Kein Jude aber kann einem Verein angehören, dem Tierliebe nur als Vorwand dient für Menschenhaß, für Judenhetzen. Ueber die Tierquälerei der Jagd und der Hausschlachtungen sieht man duldsam hinweg, nur über das Schächten zetert man — wider besseres Wissen. Vollwertige Gutachten zugunsten der Schechita füllen Bände. Interessant ist, daß seinerzeit die preußische Militärverwaltung nur Konserven von Koscherfleisch bezog, weil diese nach dem Urteil des bekannten Fleischhygienikers Dr. Ostertag, beileibe keines Juden, am besten haltbar waren. Geschächtetes Fleisch ist eben am besten haltbar, da es am besten ausgeblutet ist Gegen den maskierten Tierschutz, der das Schächten verdammt, aber die Juden meint, ist jedenfalls Selbstschutz am Platze. Wenn alle Tierfreunde wissen werden, daß das Schächten ein Gebot des Judentums ist ebenso wie die Beschneidung, daß es nur von religiös-zuverlässigen Fachleuten unter Kontrolle rabbinischer Organe ausgeübt werden darf, wenn auch jüdische Fachwissenschaftler Aufklärung ihrer eigenen Volksteile leisten werden, dann ist dieser Verein sehr zu unterstützen. Eine weitere Aufgabe wäre die zielbewußte, planmäßige und nachhaltige Förderung streng wissenschaftlicher Untersuchung der Schlachtungsarten. Denn jede Schlachtung, jede Tötung eines Lebewesens wäre eine Grausamkeit, wenn nicht der Mensch die Leiden eines Tieres abkürzen würde. Ueber die Schlachtungsartcn soll eine Aufklärung erfolgen; sie dient der Abwehr des Schlagwortes, daß die Schächtung vom Tierschutz-Standpunkte verwerflich sei. Die Aufklärung wird aufzeigen, daß Betäubung und Lähmung eines Tieres zwei verschiedene Tatsachen sind. Als die Schächtfrage im Jahre 1911 auf der Dresdener Hygiene-Ausstellung behandelt wurde, konnten die Behörden in Sachsen das Schächtverbot aufheben. Aber auch Aufklärung in jüdische Kreise hineinzutragen, die mehr aus Bequemlichkeit sich mit diesen Fragen nicht beschäftigen und sich desinteressiert zeigen, wäre ein Programmpunkt, ebenso wie das jüdische Haus wieder an Haustiere wie Hunde, Katzen und Vögel zu gewöhnen und so, nach langer Entfremdung unter dem Drück äußerer Umstände, sich wieder mit der lebenden Natur zu befreunden. War doch der Jude des Altertums nicht nur gefühlsmäßig Tierfreund. Im Judentum war vielmehr von altersher Tierschutzgesetz. Selbst dem Tier des Feindes mußte man helfen (Exod. 235.) Laut dem . Einheitsbekerintnis (Deut. 115), das dem Juden in Wort und Schrift allgegenwärtig ist, geht in der Verpflegung das Haustier selbst dem Hausherrn voran. Tierquälerei ist beim Juden sprichwörtlich verpönt. Schon die Schöpfungsgeschichte spricht dem Tier eine Seele und Vernunft zu. Erzählungen wie von der Schlange im Paradies oder von der Eselin Bileams beweisen dies. Stiere beten und dienen als Muster so mancher Tugenden (Hieb 38, 41 und Psalm 104, 21). Der Biograph eines Fra'nz "vio n Asaisi, Paul Sabatier, sagt: Aus seinen Worten weht uns die alte hebräische Begeisterung, die alte große Auffassung der Propheten Israels, und des königlichen Sängers entgegen." Hingegen erinnert an Bileam ein schächtgegnerischer Tierschutzverein, der zum Motto für seine Zeitschrift ahnungslos, den Ausspruch wählte: „Das Verhatten eines Menschen zu den Tieren ist der sicherste Gradmesser für seinen Charakter." Schon diese Andeutungen genügen, um darzutun, daß ein Verein jüdischer Tierfreunde nicht nur berechtigt und erwünscht, sondern daß er nötig ist. 3eerdigunge.fi. 9. Juni 1936: Nathan Kessler, 63 Jahre, 16. Bez. (IV. Tor.). — Leopold König, 69 Jahre, 6.nBez: (IV. Tor). — Simon Nehab, 82 Jahre, 19. Bez. (IV. Tor). — Adbli Krocbmal, 50 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Stefanie Wesel, 54 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 10. Juni: Friedrich Vogel, 61 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Dr. Arthur Scüey, 70 Jahre, 1. Bez. (I. Tor) — Marie Kiraly, 81 Jahre, 4. Bez. (IV. Tor). — Matnilde- FiscbL 65 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Adolf Haczek, 80 Jahre. 13. Bez. (IV. Tor). — Pauline Stein, 76 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Bertha Brucker, 64 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Isidor Grünball, 44 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 11. Juni: Frieda Pomeranz, 59 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Auguste Fischel, 92 Jahre, 7. Bez. 0. Tor). — Daniel Kanitz, 79 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Helene Raab, 60 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). — Wilhelmine Plohn, 19 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Heinrich Königsberger, 82 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Pauline Ackermann» 59 Jahre. 7 Bez. (IV. Tor). — Rebekka Rubin, 57 Jahre, Mauer bei Wien, ÜV. Tor). — Josef Weiss, 51 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). 12. Juni: Esther Bock, 79 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Kurt Heinz Eibuschitz, 17 Jahre, 18. Bez. Döbl. Friedhof. — Adele Allerhand, 67 Jahre, 2. Bez (IV Tor) — Baruch Tisser. 72 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). —"Hermann Pordes, 56 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 14. Juni: Komnu-Rat Friedrich Fischer, 62 Jahre, 20 Bez (IV. Tor). — Julie Wein, 79 Jahre, 2. Bez. <JV. Tor). — Otto Rosenzweig, 35 Jahre, 2. Bez. tJV- Tor). — Ernestine Bergmann, 46 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Oskar Joelson, 58 Jahre, 18. Bez. (IV. Tor) — Dr. Franz Alt, 54 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor) — Adolf Reiss, 85 Jahre, 11. Bez. (IV. Tor). 15. Juni: Dr. Felix Aberdam, 40 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Simon Landau, 57 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Eugen Barta, 62 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Oskar Löbl, 43 Jahre, 19. Bez. (IV. Tor). 16. Juni: Julius Spitzer, 74 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Abraham Uhlfelder, 80 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Meier Hacker, 83 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Dr. Seraphine Weiss, 36 Jahre, Deutsch-Kreuz (IV. Tor). — Jakob Krell. 83 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). BEAIRIIB AD IPIICHAEEERBAD III., UnUm Bahwfl»w« 9, nächst Stadtpark { XVIII., Nlchaelarstr. 12, nfichst Volksoper Dampf-, Wannen-, Schwimm und Heilbäder Kuren gegen Rheuma, Gicht, Ischias, gegen Erkältungen, vorzeitige Alterserscheinungen usw. EiKnmmer. Heransreber. Verlerer ud veranrwnrtBtber ScMMattar: Oskar Hirsch!«1 tu Wie« IL. PraterstraBe 29. - Dreck: \p»x Sptt» & Sonne. Wie« II.. Robertmase 2.

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