Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1936
- Issue
- Heft 25 (12.6.1936)
- Date
- 1936-06-12
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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>eite Nr. 25 — 12. Juni 1936 DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perete-, Omer- und Haftorah-Tafel OelMtstnnden Siwan 569B Juni 1936 irOh abds. 7.00 Siwan 22. 8.00 / Schelach lecho ) - 14.B.M.) Baftora c M ., 23. Waiischlacb l c sn 8 00 jehauschnaf h-50 Meworchim Hactaaudescb l 3. Peret ) - nn 1 .i 24- bis l 7 00 '•™ '( ., 28. Jaum fcijmr kotaun J '• abds. Freitag, 12. Juni 8.00 Samstag. 13. Juni 8.50 Sonntag, 14. bis l7nn Donnerst., 18. Juni j'"0" Zeltuagen vom V«rleg«r versandet. Journal expedi« par 1'edlNmi. * Falls Adressat venösen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an Verlag «Die Wahrheit", Wien II., HalnestraBe 11/12 St. Pölten. Zu der in unserer letzten Nummer gewürdigten Feier des Doppeljubiläums des allgemein beliebten Ehepaares Komm.-Rat Albert Leicht erfahren wir noch: Von der Kultusgemeinde hat in der Wohnung des Jubilars gratuliert Herr Dr. Hugo Deutsch, Schriftführer und Vorstandsmitglied, ferner Herr Moritz Frisch mann, Obmannstellvcrtreter der Chewra Kadischa, für den Frauenverein Präsidentin Frau Hermine A 11 i n a, lür den Bund jüdischer Frontsoldaten Herr Edmund Halm, Vorstandsmitglied. Mädcbenboniirmation des III. Bezirkes. Am 31. Mai vormittags fand in dem vollbesuchten Tempel les III. Bezirkes, Untere Viaduktgasse, die Konfirmation von zehn Mädchen des Bezirkes statt, die nach präzisester Vorbereitung, in wohlgeordneter Form die an sie. vom Rabbiner Dr. Kupfer gestellten Fragen beantworteten und in solenner Weise das Gelöbnis, im Judentum zu verharren, ablegten.. Als Rabbiner Dr. K'u p f e r das Judentum mit der Mutter Rahel verglich, die auf die Rückkehr ihrer Kinder wartet und ihretwillen Tränen vergießt, ergriff alle starke Rührung. Die Konfirmation hatte auf alle einen nachhaltigen und unauslöschlichen Eindruck gemacht Die kantorale Funktion versah Herr Kantor Kriegsmann mit Chor- und Harmoniumbegleitung in vorzüglichster Weise. „Mathilde", Verein zur Bekleidung armer jüdischer Schulkinder, inbesondere Waisenkinder, II., Große Sperlgasse 41. Am 20. v. M. fand im Vereinslokale die 9. ordentliche Generalversammlung des Vereines statt. Obmann W e i n s t o c k begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder, insbesonders die Ehrenprotektoren des Vereines, Rabbiner Dr. Rosenmann und Fraoi Mathilde Buchsbaum, sowie die Vertreter verschie- .dener humanitärer Vereine. Schriftführer Kuj verlas den Rechenschaftsbericht, aus dem zu entnehmen ist, daß der Verein trotz der schlechten Zeit, dank der unermüdlichen Tätigkeit der Leitung und Mitarbeit des Vorstandes, die ihre ganze Kraft in den Dienst der guten Sache stellten, nicht zuletzt dank der Unterstützung der Gönner und Spender, über 150 arme Kinder bekleiden konnte. Hierauf sprach Rabbiner Dr. Rosenmann seine Anerkennung für die außerordentlich verdienstvollen Leistungen des Vorstandes aus und hob hervor, daß dies nur durch die Eintracht im Verein möglich sei und durch das Bestreben jedes Einzelnen, sein Bestes für die gute Sache zu geben. Er wünschte für die Zukunft ein weiteres Gedeihen des Vereines. Nach Erteilung des Absolutoriums wurde der neue Vorstand gewählt. Ueber Antrag der Generalversammlung wurden in Anerkennung der außerordentlichen Verdienste zu Ehrenmitgliedern ernannt die Mitglieder: Joachim Deutsch, Josef Stapler. Isy Kuj. Der neue Vorstand: Obmann: A. Weir.siock, Obm.-St.: Frau R. EV.renkranz und Frau L. Weiss. Schriftführer: I. Kui, Schriftt.-St.: F. Löwenthal. Kassier: S. Buchsbaum, Kass.-St.: G. Seinfeld. Beiräte: Die Damen: E. Weinstoclc, F. Grünspan, R. Bernstein, J. Kokesch, D. Kornmchl, M. Rosenberg, die Herren: P. Last, J. Weiss, I. Greher, J. Stapler. L. Graf, .M. Schiffer. Kontrolle: Frau Gisela Schwitzer, Herr O. Krummbein, J. Deutsch und A Grünspan. Jiunsi und £iteratuw. Eröffnungskonzert der Wiener Festwochen. Generalmusikdirektor Otto Klemperer, Bronislaw Hubermann und die Wiener Philharmoniker gaben am 7. d. M. im Großen Musikvereinssal ein Beethoven- Konzert, mit welchem die Wiener Festwochen eröffnet wurden. Das Programm lautete: Egmont-Ouvcrture, Violinkonzert D-dur op. 61, Symphonie Nr. 5 in C-moll. Wie oft haben wir schon das Beethoven-Violinkonzert Huber man spielen gehört Leopoldstfidter Tempeiwerein Aescüel Awroüom u., Pazmanttengasse 6, Tel. P 41-5-63 Anmeldungen f. Aufgeboten, Trounngen (anainnt.freiemtiimineOu. Bormizwans Partelanverkehr an Werktagen von 2 bis >/*» Lbi oacb. mlltaE», an Sonntagen vcd 10 bis 12 Uli* »ormltixjs Oabetstnnden früb Siwan S696 6.30 Siwan 22. f Scbelaca iecno {i. B. M.) I Haf.ora 6.30 u. 9.00 \ „ 23. WajiscLlach jebausctaua I Meworcbim Hacbaudesch I 3. Petck 6 30 f » 24- bis ') ,, 28. Jaiim kipur sotaun abdi. 7.30 und wie faszinierend, wie erhebend wirkt es jedesmal auf uns. Unsterblicher Zauber der Beethovenschen Musik, unerschöpfliche Magie von Hubermans Geige. Langanhaltende Ovationen wurden Huberman vom Publikum und den Philharmonikern bereitet. Klemperer, der das Konzert dirigierte, ist unzweifelhaft einer der ersten Dirigenten deutscher Zunge. Der Oesterreicher Klemperer hat in den letzten Jahren fast ausschließlich in Deutschland gewirk:.' Bei der Machtergreifung durch Hitler mußte er jedoch, wegen seiner „Abstammung", Deutschland verlassen. Seit dieser Zeit wurde wohl der Name Klemperer bei uns öfters genahnt und es steht fest, daß er demnächst in . . . Rußland dirigieren wird. In der Musik aufzugehen, der Gegenwart zu entrücken, scheint Klemperer beirr Dirigieren. Streng, mitunter mit geballter Faust, zwingt er dem Orchester seinen Willen auf. Und dieser Wille heißt: gute, echte Musik. Ueber das Eingangsmotiv der Fünften sagte Beethoven: „So klopft das Schicksal an die Piorte". Der ernste, allzu ernste Klemperer scheint dieses Schicksal zu empfinden, ohne jedoch den Optimismus, welcher am Ende des Werkes zum Ausdruck kommt und über welchem Beethoven schrieb: „Ich will dem Schicksaal in den Nacken-greifen. Ganz niederbeugen soll es mich gewiß nicht", zu besitzen . . . Die Konzertdirektion Dr. Artur Hohenberg hat mit dieser Veranstaltung die Wiener Konzertsaison um eines der wertvollsten Konzerte bereichert. — n. Der Wiener jüdische Gesangverein wird bei dem großen Festkonzert im Rahmen des Weltkongresses der Jüdischen Frontsoldaten, an dem die Vertreter aller europäischen und einiger überseeischer Staaten anwesend sein werden, zusammen mit dem Orchester des Bundes Jüdischer Frontsoldaten im Großen Musikvereinssaal am Mittwoch, den 1. Juli, halb 9 Uhr abends, mitwirken. Bei diesem Konzert gelangt zur Aufführung nebst dem 42. Psalm und einiger anderen kleinen Werken, das Werk „H e b r ä i s c h e S y mp h o ii i e", von Jaromir Weinberger, dem berühmten Komponisten, welcher sich bereit erklärt hat, zu diesem Konzert nach Wien zu kommen und sein Werk persönlich zu dirigieren. Das übrige Programm des Festkonzertes dirigiert Kapellmeister Doktor Kurt Pahlen. Proben finden jeden Dienstag, um 7 Uhr abends, im Konzerthaus (Holländer-Saal) statt. Letzte Aufnahme 16. Juni. Ueher Ebrensteins neues Werk: Das Alte Testament in der Graphik — wir zitierten darüber kürzlich die schöne Rezension der „Reichspost" — brachten seither verschiedene erste europäische Tageszeitungen — allen voran die „Times", dann der „Temps", „Journal des Debats", „Nieuwe Rotterdam'sche Courant", Prager und Agramer Blätter nicht minder, wie zahlreiche inländische Zeitungen ausführliche, zum Teil geradezu glänzende Besprechungen. Man kann wohl ohne Uebertreibung sagen, daß das Werk Sensation erregt hat. Es freut uns sehr, Herrn Komm.- Rat Ehrenstein zu diesem großen Erfolg beglückwünschen zu können, um so mehr, als er damit unserem Vaterlande Oesterreich Ehre eingebracht hat. Die große irländische Tageszeitung: „Irish Independent", Dublin brachte ihre Besprechung unter Schlagzeile: „Beautit'ul work from Vienna". Wir haben alle Ursache, auf diese neue Kulturleistung Komm.-Rat Ehrensteins siolz zu sein. Zum 70. Geburtstag P.ichard Beer-Hofmanns erscheint im Verlag Dr. Heinrich Glanz, Wien, eine Monographie „Sinn und Gestalt", von Alfred Werner. Umfang 48 Seiten. Subskriptionspreis S 2.50, Ladenpreis S 3.50. Der Autor bietet eine Biographie und kritische Analyse eines dichterischen Werkes, das von der Liebe der Zeitgenossen getragen wird. föeerdigigngeii. 3. Juni 1936: Lazar Kranz, 60 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Robert Korst, 58 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Gittel Rein, 83 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Desider Neumann, 48 Jahre, Nytra (C. S. R.) (IV. Tor). 4. Juni: Bertha Unger, 83 Jahre, 7. Bez. (I. Tor). — Emil Kläger, 55 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Sigmund Sperber, 59 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). — Jacques Thieber, 5! Jahre, 2 Bez. (IV. Tor). — Fanny Pfeffer, 69 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — Hermann Klein, 75 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Rosa Schlapobersky, 60 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Hermann Marmorstein, 66 jähre, 15. Bez. (IV. Tor). — Amalia Faltischek, 79 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Therese Stiassny, 72 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 5. Juni: Josefine Kraus, 83 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Sofie Kreisler, 69 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Sofie Merksamer, 72 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — David Münzer, 75 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Adolf Schwarz, 84 Jahre, Höf lein (IV. Tor). — Dr. Siegmund Fischler, 77 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Dir. David Melon, 69 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 7. Juni: Therese Khuner, 58 Jahre, 6. Bez. (1. Tor). — Julie Hirschler, 86 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Regine Mandl, 63 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Dr. Theodor Grätzer, 56 fahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Fanny lokl, 86 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Leopold Hahn. 4. Bez. (IV. Tor). — Dr. Adolf Eichen, 73 Jahre, 19. Bez. (IV. Tor). — Elka Braver, 55 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Isak Kosenetz, 75 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). 8. Juni: Dr. Otto Weir.feld, 52 Jahre, 3. Bez. (1. Tor). — Karl Freistadt!, 48 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Karoline Deutsch, 69 Jahre, 4. Bez. (IV. Tor). — Ida Baumöhl, 56 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). ien - Weiland Oberkantpr Josef G o 1 d s t e i n in den manigfaltigsten Formen vorrätig und nach Maß erhalten Sie wie seit Jahrzehnten nur in der altbekannten Uniformierung und Maßschneiderei Rndolf OoldsfclD Wien II., Taborsftraße 54 <&SSSSLSSi — Tel. R 49-0-48 Gegründet 1866 - Versand nach allen Ländern Tiireninmer. Herausgeber. Verlrser uod verantwortlicher Schriftleiter: Oslo*!i 1 r a« b 1 e I d. Wies II.. PraterstraBe 29. — Drnck: \taax Spitz & Sohne. Wieall.. Robartrasse 2. &* n'