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Die Wahrheit · 1936-06-05 · Heft 24 (5.6.1936) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1936
Issue
Heft 24 (5.6.1936)
Date
1936-06-05
Page
– (sequence 8)
Language
German
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bcite .Nr. 24 — 5. Juni 1935 DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perelt-, Omer- und Haftorah-TafeS Oebststnsden Shman £696 Juni 1936 fron cbds. 7.00 Siwin 15. 7.55 ( Bebaalanscho&B.M.)} S on l » 16- Haftora 1 , 8 00 \ Roni wesimchi i 8 45 l 2. Perek f 1.00 „ 17. bis 21. 7.00 abds. Freitag, 5 Juni 7.55 Saros;ag. G. Juni 8.45 Sonntar, T. bis 1.- nn Donnerst., 11. Juni J tMU bringt in Erinnerung, daß sich schon früher Chauvinisten auf dem Boden des gehässigsten Antisemitismus fanden. Bei der Polnaer Affäre alliierten sich die Schönerianer aller Richtungen mit Jungtschechen und Luegerschen Fanghunden, wie dem Mechaniker Schneider und dem berühmten B i e 1 o h 1 a w e k, die im Prälaten Scheicher und anderen Würdenträgem der Kirche geistliche Assistenz fanden. Wenn auch die Wahrheit im Kampi um Polna nicht triumphierte, so tröstet heute noch der Mut Masaryks, Aufednideks und Machars, die sich dem deutsch-tschechischen antisemitischen Janhagel entgegenstemmten. Das Buch wird heute in Wien um einen Pappenstiel verkauft. Es gehört in die Hand jedes geistig regsamen Menschen, der sich mit dem Wesen, den Mächten und den Methoden des Antisemitismus auseinanderzusetzen sucht. Es gehört zu der von den zünftigen deutschen Literaturkreisen, die auch in Oesterreich sehr einflußsind, unterdrückten und bekämpften Buchproduktion, der deshalb in der jüdischen Presse mehr, weit mehr Aufmerksamkeit als bisher zugewendet werden sollte! Spectator. Jüdische Künstlerspiele, - II., Praterstraße 34. Vor Abschluß des Gastspieles Sevilla Pastor wird Freitag, den 5., Samstag, den 6. und Sonntag, den 7. Juni, die Revue „Hallo, hallo, Radio Jerusalem", ein Bilderbogen aus dem jüdischen Leben von A. Meiseis, zum letzten Male aufgeführt. Sonntag Nachmittag, bei ermäßigten Preisen, „Hulie Kabzen". Montag, den 8., „A Mojd a Chwat". Dienstag, den 9., „K o m ö d i a n t i n". Mittwoch, den 10., Sondervorstellung des Schauspielers B. Sigal: „Das schönste Mäde 1", mit Sevilla Pastor in der Hauptrolle. Donnerstag, den 11., als Abschiedsvorstellungen: Nachmittag, »44 Uhr, „S c h i k e r t e" und abends, VS Uhr, „Hallo, hallo, Radio Jerusalem". Anläßlich der Abreise des bekannten Schauspielers Markus Herschkowicz, der eine längere Auslandsreise antritt, veranstaltet ein Ehrenkomitee eine A bschiedsvorstellung, welche am Montag, den 8. Juni, um J49 Uhr abends, in den Jüdischen Künstlerspielen, Wien II., Praterstraße 34, startfindet. Zur Aufführung gelangt „A. Mojd a Chwat", Komödie in 3 Akten von Sigel und Musik von Rumczinsky, mit Sevilla Pastor in der Titelrolle. Ferner Markus Herschkowicz in „Goft der Räch e", 3. Akt von Schalom Asch. Der heilige Berg. Ein plastisches Symbol des Judentums von Alfred N o s s i g. Anläßlich der Ausstellung des Werkes in Berlin. Der bekannte Bildhauer und Schriftsteller Dr. Alfred N c s s i g hat in 25jähriger Arbeit das Modell einer figurenreichen Skulptur von denkmalartigem Charakter, „Der Heilige Be rg", vollendet. Dieses Werk wurde vor kurzem im „Jüdischen Museum" zu Berlin ausgestellt. Der Eindruck, den es hervorrief, war ein PUanzabschlflssc and SiCHcrftchcnmnissc Neaanlagen, Reflslonen, Dodinadiir&ge sowie Sfeaererledlgangeii leder Art übernimmt IltellHSfilSKI DIR. GUSTAV KOLHIH Büro fBr Buchhaltung, BHanz und Steuerberatung Wien 11.. foborürafle Telephon R 45-3*30 Zeitungen vom ▼•rleger Tcrsendet. Jonmal «xpedi« par 1'edUtor. falls Adressat verzogen, nicht nachsenden: mit neuer Adresse zurück au Verlag „Die Wahrheit", Wien II., HelnestraBe 13/12 Leopoldstädter Tempelverein Aeschel AwrOhorn H„ PazmaoHemiasse d, Tel, n 4T-8-63 Anmeldungen v. Aufgeboten, Trannngen tauen unt. freiem nimmei) u. narmlzwaus Partelenverkehr an Werktages von 2 bis >M Uhr nachmlttags, an Sonntagen ven 10 bli 12 Uhr rotniUttgt Oebetatandeo früh Sivran 5698 6.30 Siwan 15. {Behaatautclo (4. B. M.) „ 16. Hafiora Rom weslmcbi 2. Perek 6.30 „ 17. bis 21. «bd». 7.30 so starker, daß unmittelbar darauf im Logenhaus des Bnei Brith-Ordens eine zweite Ausstellung veranstaltet wurde. Der „Heilige Berg" ist ein Werk, wie es bis jetzt im Bereiche der jüdischen Kunst nicht geschaffen wurde.' Es ist ein Sinnbild des Judentums in seiner Verbundenheit mit dem Heiligen Lande und seinen messianischen Menschheitszielcn: ein Denkmal seiner großen Vergangenheit und ein Wegweiser für seine Zukunft. Das Modell, welches 12 Gruppen und 30 Figuren umfaßt und trotz seiner relativ kleinen Dimensionen monumental wirkt, ist vorläufig bloß in Gips ausgeführt. Nur ein Teil der Figuren ist bereits in Bronze gegossen. Hinsichtlich der Bestimmung des Werkes liegen zwei Pläne vor. Zunächst soll es, nach seiner technischen Fertigstellung, in .seinem .gegenwärtigen Format, als leicht transportables -Ausstellungsobjekt, in einigen großen Kulturzentren der Oeffentlicnkeit gezeigt werden und hierauf in Tel Aviv oder Jerusalem in einem Sonderraum zur Aufstellung gelangen. Zu einer späteren Zeit, nach Besserung der wirtschaftlichen Lage, soll es in große Dimensionen übertragen und auf dem Karmel aufgestellt werden. Noch vor seiner definitiven Vollendung hat das Werk in mehreren Ländern eine begeisterte Aufnahme gefunden. In Würdigung seines Ideengehaltes und seiner künstlerischen Vorzüge, die auch von hervorragenden nichtjüdischen Monumentalbildhauern anerkannt wurden, haben sich besondere Komitees gebildet, um seine Ausführung in edlem Material und seine Auswirkung in der Oeffentichkeit zu fördern. So in Polen unter dem Vorsitz von Rabbiner Professor S c h o r r, Warschau, in der Tschechoslowakei (Vorsitz. Rabbiner Dr. R o s e n z w e i g, Prag) und in Deutschland (Vorsitz. Rabbiner Dr E B~ Cohn, Berlin). Auch in anderen Ländern sind zurzeit Bemühungen, zwecks Bildung von Komitees für die Sache des „Heiligen Berges" im Gange! Der Kunstverlag Fell & Co., Berlin-Charlotienburg. hat Reproduktionen der Gesamtkomposition und der einzelnen Gruppen des Werkes veröffentlicht. Wie wir vernehmen, ist gegenwärtig auch in Wien, ein Komitee zur Förderung des „Heiligen Berges" in Bildung begriffen. Im Zusammenhang damit weilt der Schöpfer des Werkes, Dr. Alfred N o s s i £ zurzeit in Wien. ffieendigungen. 26. Mai 1936: Johanna Sussmann, 79 Jahre 9 Bez (1. Tor). — Hermann Eisler, 70 Jahre, 18. Bez (I Tor)' — Edmund Epstein, 65 Jahre, 7. Bez. (1. Tor) — losef Heller, 72 Jahre, I. Bez. (I. Tor). — Adolf Jacobi, 7* Jahre, 8. Bez. (Döbl. Friedhof). — David Kohn, 78 Jahre, 21 Bez. (Floridsd. Friedhof). — Mathilde Willner, 65 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Heinrich Schlesinger, 70 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Mathilde Klinger, 71 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). J 29. Mai: Moriz Gottlieb, 37 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Else Denkscherz, 29 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Michael Chamedes, 70 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor) — Ignaz Buchsbaum, 77 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). — Regine Leib, 71 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). — Gabriel Winkler, 91 Jahre, 16. Bez. (IV. Tor). — Komm.-Rat Rubin Königsfest, 61 Jahre, 19. Bez. (IV. Tor). — Anna Schleicher, 73 Jahre, 17. Bez. (IV. Tor). — Nina Fischer, 73 Jahre, 15. Bez. (IV. Tor). — Aron Winkler, 56 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Jakob Dienstag, 79 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Moses Derschowitz, 55 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 31. Mai: Aron Winkler, 82 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Leon Reiter, 75 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Baruch Hirsch Herman, 53 Jahre, «. Bez. (IV. Tor). — Adolf Deutsch, 73 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Anna Fanny Reifer, 38 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Moriz Fischer, 66- Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Arnold Lüftschitz, 57 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). — Filip Taube, 73 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Hermine Wortmann, 57 Jahre, 4. Bez. (IV. Tor). — Max Schnabl, 68 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — Oskar Brauner, 60 Jahre, 14. Bez. (IV. Tor). — Ernst Glücklich, 61 Jahre, 4. Bez. (IV. Tor). — Adolf Freiberger, 57 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 1. Juni: Kathi Hausner, 83 Jahre, 8. Bez. (I. Tor). — Leo Kirschen, 63 Jahre, 3. Bez., (IV. Tor). — Ernestine Goldblatt, 59 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Anton Eisler, 76 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 2. Juni: Adele Spitzer, 69 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Oskar Winkler, 36 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Leo Saphier, 36 Jahre, 16. Bez. (IV. Tor). — Moriz Kohn,. 86 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). BEATRIIBA» IraiCHAEiERBAD III., Linke Bahngasse 9, nächst Stadtpark I XVIII., Mlcnaelerstr. 19, nächst Volksoper Dampfi-, Wannen-, Stttwimm- und Heilbäder Kuren gegen Rheuma, Gicht, Ischias, gegen Erkältungen, vorzeitige Alterserscheinungen usw. Weiland Oberkantor Josef G o I d s 1 e i n Synagogen -Ornate und Barette in den manigfaltigsten Formen vorrätig und nach Maß erhalten Sie wie seit Jahrzehnten nur in der altbekannten Uniformierung und Maßschneiderei Rudolf Goldstern Wien II., TaborstraOe 54 ^Ü^üS.»») - Tel. R 49-0-48 Gegründet 1866 Versand nach allen Ländern ElMaUmer. Her««*«. Varkcer mi Tcmiwoitncber Schriftleiter: Oitar Hl rieht et«. Wie» n.. PraterstraBe 29. - Dnwk: T*b»z Spte 4 SOtae. Wie« II.. Roherträge 2. i?

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