Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1936
- Issue
- Heft 22 (22.5.1936)
- Date
- 1936-05-22
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Nr. 22 — 22. Mai 1936 DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek*, Omer- und Haftor ah-Tafel GebctstauodaB Staren 6686 Hat 1936 ffOfc abds. 7.00 Siwan 1. Ranich Chanäescb 7.40 ( Barmidbor(Hl.B.M.n onnl „ 2. Haftora \ nao SM\ Wehoio mispar ( 8 30 l 6. Perek J 7 nn/ 3. bis 4. 8.10 „ 5. Er«w Scbewoans 7.35 o «mi » 6- 1- Tag Scbewoaui 8.00 s oo\ „ 7. 2. Tag ,. Maskir 8.S5 abds. Freitag, 22. Mai 7.40 Samstag, 23. Hai 8.30 Samstag, 24. Mai \fi in Montag, 25. Mai J°-lu Dienstag, 26. Mai l735 (Erew Scbewoaus) j " Mittwoch, 27. Mai l g M 1. Tag Scbewoaus j Donnerstag.2S.Mai'i 2. Tag Schewoaus>8.35 (Maskir) > „Rettet die jüdische Jugend." Jugend in Not— wer will da nicht helfen? Die Thora in Not — . wer will da nicht retten? Die Thora-Jugend ist in Not! Helfet und rettet! Die Thora ist es, die den Bestand des jüdischen Volkes gewährleistet, die es durch die Jahrtausende erhalten hat, während mächtigere und reichere Nationen vergingen. Die Jugend aber ist es, die die Thora dem jüdischen Volk erhält Wenn dem Nachwuchs Jisroels die heilige Lehre verloren geht, dann geht diese — was der Ewige verhüten möge — dem ganzen Judentum . verloren. Das Hilfswerk des „Tiferes Bacburim", der hunderten bedürftigen jungen Menschen das Tbora- Studium ermöglicht und somit der Wächter der jüdischen Zukunft ist. leidet Not Dieser Not muß gesteuert werden. Noch mehr: Der Dienst am jüdischen. Volke, an seiner Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, muß nicht nur im bisherigen Maße weitergeführt, sondern auch ausgebaut werden. Die am 11. Ijar abgehaltene Konferenz der Repräsentanten des jüdischen Wien hat daher beschlossen: Am Schabbos Bamidbor, bzw. am 2. Tag S c h w u o s wird in sämtlichen Tempeln und Bethäusern Oesterreichs bei der Thora gespendet für die Hilfsaktion Rettet die jüdische Jugend, zu Händen des Vereines „Tiferes Bachurim". Brüder! Es geht um das Heiligste, das wir besitzen, es seht um unsere Thora, um unsere Jugend, um unsere Zukunft! Gespendet werden Kosttage für die in den Jeschiwos lernenden Bachurim. Es kosten: 1 Kosttag S 1.—, 1 Kostwoche S 7—, 1 Kostmonat S 28.—, 1 Kostsman(-sernester) S 140.—. Oberrabb. Dr. David Feuchtwang, Rabbiner S. Fürst (Adas Jisroel). Rabbiner Josef Babad, Großrabb. Israel Friedmann (Husyatin), Großrabb. N. M. Friedmann (Czortkow), Großrabb. A. J. Friedmann (Sadagora), Großrabb. Abraham Hes c h e 1 (Kopeczince). Jiunst und XUewatur. Konzert Huberman. Bronislaw Huberman betrat diesmal lächelnd die Stätte, von welcher sein Triumphzug durch die ganze Welt ausging. Einige Jahrzehnte sind bereits vergangen, seitdem der polnischrussische Judenjunge zum erstenmal auf das Podium des Großen Musikvereinssaales trat, um bei einem Konzert der berühmten italienischen Sängerin Adelina Patti mitzuwirken. Der hervorragende Kritiker Speidel schrieb damals im „Fremden-Blatt": „Wir waren gekommen, einemuntergehenden Sterne Lebewohl zu sagen (der Patti) und hatten die Freude, einen aufgehenden zu begrüßen." Inzwischen wurde das Wunderkind zu einem Mann, zu einem Führer. Zu einem Mann, der die Einladung Furtwängler, im Lande Hitlers zu konzertieren, entsprechend zurückwies. Zu einem Führer des palästinensischen Symphonie-Orchesters, von Pan¬ Europa. Das Konzert am 12". d. JW. stand im Zeichen der Kammer-Musik. Mozart, Bach und der Franzose Cesar Franck waren durch je eine Sonate vertreten. Wir freuten uns, Huberman wieder zu hören, wieder zu sehen. Das Musikstück, das Huberman zu Gehör bringt, wird von ihm nicht gespielt, sondern verkündet. Huberman spielt nicht Mozart, spielt nicht Bach, sondern verkündet Mozart, verkündet Bach. Und das, was wir während des Hörens sehen, ist nicht virtuoseste Technik allein, vielmehr eine geistige Beschwörung, die die Saiten der Geige in Schwung bringt. „Am Bett des Königs David war eine Harfe angebracht; als es Mitternacht wurde, kam der Nordwind (Geist), umwehte sie, und sie spielte von selbst", erzählt der Talmud. Nachdem Goldmark den Knaben Huberman spielen hörte, schrieb er in des- Zeitunyen vom Verleger veraendet. Journal expeüa par l'edtteor. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an Verlag »Die Wahrheit", Wien IL, MalnestraBe 13/12 Leopoldstfidfer Tempe.verein Aescad Awrohora EL, PaanoHHenaasic 6, Tel. R 41-8-63 Anmeldungen v. AalfieDofen, Trauungen (audiunf. freiem nimmei) u. Barmtzwans Partelenverkehr an Werktagen von 2 Ms >/r< Uhi nachmltUES. an Sonntagen von 10 bis 12 Uhr vormittags frfin 6.30 6.30 u. 9.00 6.30 6.30 u. 8.30 6.25 u. 8.30 Gebet« tunden Siwan 5696 Siwan 1. Rausch Chaudescta Bamidbor (111. B. M.) „ 2. Haftora Webojo mispar C. Perek 3. bis 4. „ 5. Erew Scbewoaus „ 6. 1. Tag Scbewoaus „ 7. 2. Tag Scbewoaus, Maskir abda. 7.40 | 8.3' sen Album: „Jetzt glaube ich auch an die Wunder der Bibel." Solange Huberman Mozarts Sonate in Es-dur, Köch.-Verz. Nr. 481, sowie Bachs Sonate Nr. II, H-moIl, für Violine solo, verkündete, war der Applaus des Publikums abgetönt, auf daß die Weihestimmung, welche im Hause herrschte, nicht gestört wird. Erst als er Francks stimmungsvolle Sonate in A-dur sowie Szymanowski: „Notturno", Smetana: „Aus der Heimat" und Brahms- Joachim: „Ungarischer Tanz" anstimmte, erschallten grenzenlose Applaussalven des von Begeisterung hingerissenen Publikums. Nun noch einige Worte über Hubermans neuen Klavierbegleiter. In dem polnischen Juden Jakob Gimpel fand Huberman viel mehr als einen vollwertigen Ersatzmann für den deutschen Arier Siegfried Schultze. (Hitlers Reichs„kultur"kammer hat bekanntlich Schultze verboten, mit Huberman zu konzertieren.) In Gimpel fand er einen KJaviervirtuosen ganz großen Formats. Gimpel hat sich bereits in die Welt Hubermans nicht nur genial eingeführt, sondern er führt auch mitunter, wie bei der Mozart-Sonate, diesen Himmel voller Geigen. Urania-Vortrag über Palästina. Samstag, den 23. Mai, K>8 Uhr abends, findet im mittleren Saal der Wiener Urania ein Vortrag des Herrn Dr. Erwin Kahn, „Urlaubsfahrt nach Aegypten und P a 1 ä s t i n a", mit zahlreichen Lichtbildern nach eigenen Aufnahmen statt. Urania-Mitgiieder S —.80 bis S 1.50, Nichtmitglieder S 1.— bis S 2.—. Aus dem Inhalt: In Alexandrien empfängt der Tourist die ersten Eindrücke des Orients. Das Beduinen-Viertel von Alexandrien. Fahrt Alexandrien—Kairo. In Kairo Besichtigung des Staudammes und der arabischen Teile: Moscheen. Basar, Grabmäler, Alt-Kairo. Ausflüge von Kairo nach Gizeh, Memphis, Sakkara und Heliopolis zu den Pyramiden und Sphinxen. Mit dem Expreß durch die Wüste Sinai nach Palästina. In Palästina werden besucht: Jerusalem. Bethlehem, Nazareth, Tiberias, Kapernaum, Berg Karmel, Tel-Aviv, Haifa. Jericho, Totes Meer, Genezareth-See, Akko. Kurzer Ueberblick über die Heimfahrt von Haifa. Arischer Text zu Händeis „Judas Makkabäus". Die „Frankfurter Zeitung" berichtet daß der Dichter Hermann B u r t e von der Amtsleitung der NS-Kulturgemeinde den Auftrag erhalten hat, einen neuen Text zu Händeis „Judas Makkabäus" zu schreiben. Jüdisches Kulturtheater, * I., Kai, R 28-2-36. Auf vielfaches Verlangen: Sonntag, 24. Mai, bei kleinen Preisen: Nachmittagsvorstellung von Cederlund und Dahlbergs Erfolgstück „Die Grenze", deutsch, von- Albert Ganzert. Regie: Walter Steiner. Beginn: 17 Uhr. Täglich 20 Uhr 45 „Die Grenze", von Cederlund und Dahlberg, Deutsch von Albert Ganzert. Samstag, 23. Mai, 19 Uhr 15, rezitiert Martin M i 1ler im Jüdischen Kulturtheater (I., Kai 3) berühmte Judenrollen. (Shylock. Nathan der Weise, Professor Bernhardi u. a.) Karten in der Jüdischen Kulturstelle, I.,. Kai 3, R 28-2-36. Jüdisqbe Kulturstelle, ]„ Kai 3, R 28-2-36. In der Jüdischen Kunststelle (an die Oesterreichische Kunststelle angeschlossen) erhalten die Mitglieder Karten für sämtliche Privat-, Bundestheater und Konzerte zu ermäßigten Preisen. In den nächsten Tagen eröifnet die Jüdische Kulturstelle eine Leihbücherei, die ihren Mitgliedern Gelegenheit geben wird, Standardwerke der jüdischen Literatur und Neuerscheinungen zu entlehnen. Führung: Sonntag, 24. Mai (im Zyklus „Das barocke Wien"), Altes Rathaus, Böhmische Hofkanzlei,. Akademie der Wissenschaften (alte Aula), Palais Schwarzenberg, Barockmusemm im unteren Belvedere.. Leitung: Hugo Friedmann. Treffpunkt: I., Judenplatz, vor dem ehemaliger* Ministerium des Innern, 10 Uhr vorm. föeerdi&ungen. 13. Mai 1936: Franziska Schostal, 75 Jahre, 7. Ber. (I. Tor). — Johanna Fischl, 88 Jahre, 15. Bez. (I Tor). — Therese Baumgarten, 86 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Israel Engländer, 28 Jahre, Czekucine (Polen) (I. Tor). 14. Mai: Laura Sussin. 65 Jahre, 13. Bez. (I. Tor). — Anna Vogel, 74 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Hermann Bauer, 87 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Feige Roll, 60 Jahre. 3. Bez. (IV. Tor). — Jakob Blum, 60 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 15. Mai: Mathilde Bitmann, 81 Jahre, 1. Bez. (I. Tor), — Sofie Robitschek. 82 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Geore Tonba, 60 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Komm.- Rat Leo Goldmann, 50 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Ing. Dr. Paul Rosenberg, 54 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor) — Leopold Kaiman, 65 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Beile Siegel, 68 Jahre, 14. Bez. (IV. Tor). 17. Mai: Hermine Back, 83 Jahre, 3. Bez. (I. Tor).. — Cäcilie Deutsch, 57 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Hedwig Link, 63 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). — Leopold Berger, 74 Jahre, 4. Bez. (IV. Tor). — Maximilian Robitschek. 60 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). — Major Leopold König, 79 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Henriette Bruck, 78 Jahre„ 9. Bez. (IV. Tor). — Leon Safran, 70 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). — Karl Schwarz, 64 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 18. Mai: Albert Tauber, 62 Jahre, 6. Bez. (I. Tor). — Adelheid Weißkopf, 78 Jahre, 10. Bez. (I. Tor). 19. Mai: Marie Silbermann, 84 Jahre, 20. Bez. (I. Tor). — Rosa Walcher, 63 Jahre, 21. Bez. (Floridadorfer Friedhof). — Stefanie Lifschitz, 36 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — Heinrich Zahler, 56. Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Ludowika Knopf, 70 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). Weiland Oberkantor Josef Goldstein Synagogen -Ornate und Barette in den manigfaltigsten Formen vorrätig und nach Maß erhalten Sie wie seit Jahrzehnten nur in der altbekannten Uniformierung und Maßschneiderei, Rudolf Goldstern Wien II., TaborstraBe 54 (£?£Z».ur) - Tel. R 49-0-48 Gegründet 1866 Versand nach allen Ländern Etoenttmer. Henaaceber. Verheer and verantwortlicher Schriftleiter: (Dakar Hl r achfei*. Wie« H.. PrateratxaBe 29. - Dreck: Inas Spitz & Sohne. Wie* II.. Roberuwsae 2.