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Die Wahrheit · 1936-05-15 · Heft 21 (15.5.1936) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1936
Issue
Heft 21 (15.5.1936)
Date
1936-05-15
Page
– (sequence 8)
Language
German
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"Seite 8 Nr. 21 — 15. Mai 1936 DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Haftor ah-Tafel GtobatctUMlen Ijar 6696 Mai 1936 frOb abds. 7.00 Ijar 23. 7.30 ( Bebar Bechu- \ kausaj (111 B M.) „ 24. Baftora 8.00 { aschen osi lg20 nmoosil MewoTcbim Hachandescb V 5. Perek ) t ,, 25. bis -. 7.00 \ „ 29. Jaum klpur \ 7.55 1 kotauoj abds. Freitag, 15. Mai 7.30 Samstag. 16. Hai 8.20 Sonntag, 17. bis 1 - Kc Donnerst. 21. Mai f'M und Klavierbegleiter ernteten großen Beifall. Wenn der Wiener Kaufmännische Gesangverein nicht schon die große goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft besäße, er müßte sie nach diesem gelungenen Abend bekommen. —n. Lieder- und Arienabend. Freitag, den 8. d. M., fand im Festsaal des Wiener Frauenklubs ein Lieder- und Arienabend der Konzert- und Opernsängerin Frau Ella Hess und Frl. Sophie Stanzl-Neumayer statt. Die Klavierbegleitung hatte Herr Dr. Rudolf N e u m a n n übernommen. Das reichhaltige Programm, eine Blumenlese der schönsten Lieder und Arien der Komponisten Verdi, Schubert, Mozart, Richard Strauß, Karl Lafite, Kienzl, Puccini, Donizetti etc. boten den Sängerinnen reichlichst Gelegenheit, ihr Können zu erweisen. Frau Ella Hess, die in Hamburg sich eines ausgezeichneten Rufes als Künstlerin erfreute, sang zwei Cansonertas und die Arie aus „Idomoneo" von Mozart stilvollendet mit prachtvoller Stimme und großem Verständnis. Ihre Frasierungskunst und Musikalität kam besonders in der Liederreihe von Karl Lafite: „Maien- Minnesang", „Trinklied der Nonnen", „Unter der Linde", „Tanzlied der Stella" zum Ausdruck. Ihre Darbietungen wurden mit stürmischem Beifall belohnt, so daß sie das „Tanzlied der Stella" zur Wiederholung bringen mußte. Der anwesende Komponist dieser herrlichen Leider, Herr Karl Lafite, drückte der bejubelten Künstlerin Anerkennung und Dank aus. Auch Frl. Stanzl-Neumayer erwies sich als sehr gute Sängerin mit klangvoll schöner Stimme und guter Schule und erfreute sicn großen Erfolges. Die Klavierbegleitung führte Herr Dr. Rudolf Neumann in feinfühliger künstlerisch vollendeter Weise aus und wurde mit reichem Beifall belohnt. _ ... . .,. . O. H. Ueber Theodor Ehrenstein: „Das alte Testament der Graphik", zehn Lieferungen mit etwa 40 Seiten Großformat zu je S 6.—, Kunstverlag Albert Ken de, Wien, schreibt „Die Reichspost" vom 11. Mai: „Der bekannte Ikonograph der Bildkunst alttestamentarischer Themen Theodor Ehrenstein hat jetzt mit der Herausgabe eines neuen, großen Sammelwerkes begonnen. In seinem 1923 vorausgegangenen Werk zeigte er Malerei und Bildhauerei in dem gewaltigen, durch fast zwei Jahrtausende geführten Bemühen um die künstlerische Ausdrucksform für die heilige Geschichte, den Wechsel der Auffassung und des Stils, den ungeheuren Ideenreichtum, mit dem der biblische Bericht die künstlerischen Geister vieler Geschlechter befruchtete. Dieser Wechsel verletzt nicht die Ehrfurcht vor der Tradition, die erst in den Krisen moderner Kunstgestaltung häufig an Kraft verliert; wo die Kunst von ihr abirrt, wird sie nicht selten weihelos und trivial. Diesmal geht der Verfasser an die Graphik heran; aus den Holzschnitten,. Kupferstichen, Radierungen der Albertina, der Wiener Nationalbibliothek, der vatikanischen Sammlungen, des Britischen Museums, aus Bibliotheken und Muesen in Paris, dem Haag usw. trägt er kostbare Meisterwerke in zeitlich geordneten Reihen zusammen; in dem ersten vorliegenden Heft die Bildkunst um die Schöpfungsgeschichte und die Austreibung der ersten Menschen aus dem Paradies, beginnend mit Holzschnitten des 15. Jahrhunderts. Selbstverständlich kann auch dieses reiche Bilderwerk nur eine Auswahl bieten. Der Autor weist selbst darauf hin, daß zahlreiche berühmte Graphiker, wie Hans Sebald Beham. Rembrandt, Virgilio Solis, Hironymus Wierx und viele andere, jeder 300 bis 1400 heute noch bekannte Bilder geschaffen haben, Wenzel Hollar sogar 3000, viele von diesen biblischen Stoffen zugewandt. Dieser überwältigende Reichtum bedeutet für ein Werk, wie das eben erscheinende, auch die Aufgabe: es ist das Beste und Eigenständigste auszuwählen. Das Gebotene ist ergreifend schön. Die religiöse Ikonographie ist immer eine Fundgrube für den Kunsthistoriker, wie auch für den Theologen gewesen. So wird auch dieses, auch in seinen mehrfarbigen Blättern technisch vorzüglicn ausgestattete Sammelwerk viele Schätzer finden. — Die nächsten beiden Lieferungen sollen noch bis Juli erscheinen." {r M. ZobeL Das Jahr des Juden in Brauch und Liturgie. „Ungeachtet der vielen Einzeluntersuchungen und sonstigen Vorarbeiten fehlt es bisher an einer systematischen zusammenfassenden Darstellung der häuslichen, öffentlichen und gottesdienstlichen Bräuche der jüdischen Gemeinschaft wie sie innerhalb der einzelnen, nach Landschaft, Umgangssprache, Abstammung und religiös-kulturellen Eigenart unterschiedenen Volksgruppen geübt -werden." Dieser ebenso anziehenden, wie mühe- und verantwortungsvollen Aufgabe unterzieht sich das jüngste Bändchen der Berliner Schoken- Zeltanffen von. Verleger ririudtt Joamal «xp«4tf par l'eiitanr. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden: mit neuer Adresse zurück an Verlag «.Die Wahrheit", Wimm IL, HalnestraBe 13/12 Leopoidsfödter Tempeiferetn AescM Awro&om iL, Pmmamientfaste 6, Tel. P 4i-fi-63 Anmeldungen v. Aufgeboten, Trantmgen (ondi nni. lreleni ntmmeD n. Bannizwaiis Partelanverkahr in Werktage* von 2 bis Üb» «eh. Dürue*. an SoaBtagta von 10 bat 12 tibi vorsitttagB früh 6.30 i u. 9.001 ' I : Gebfit« tnndea Mar 669B abds. Ijar 23. 7.30 Bebar Becbukansaj (111. B. M.K 24 Haftora 1 aschen osi nmoosi } 8.20 Meworcnim Hacbaudescb I 5. Perek ' 26. bii 29. Jaam kipur kotaun Bücherei (Nr. 55—56), die bekanntlich mit bewundernswerter Agilität allmonatlich zwei Bücher auf den deutsch-jüdischen Büchermarkt bringt. Verfasser dieses Büchleins, Dr. Moritz Zobel, ist derselbe, der voi Jahresfrist ein ganz einzig inhaltsreiches Buch über den Sabbat veröffentlicht hat, als dessen Fortsetzung und Ergänzung er diese Publikation betrachtet wissen will. Und wahrlich finden wir auch hier dasselbe allumfassende Wissen, dieselbe wissenschaftliche Gewissenhaftigkeit und Akribie, die auf diesem über Jahrhunderte und Kontinente sich ausbreitenden Gebiete stets auf die ersten Quellen zurückgeht. Verfasser will sich wohl nur auf den aschkenischen Kulturkreis beschränken, doch finden wir auch eine ganze Reihe von in Ungarn, Polen. Palästina und bei den Sefardim üblichen Sitten und Gebräuche berücksichtigt So führt uns Zobel wie ein treuer Wegweiser durch den Alltag ebenso, wie durch die frohen und ernsten Tage des Jahres, beginnend mit den Vorbereitungen zum Neujahrsfest bis zu der einstmal von vöUtisch-historisehen Motiven umgebenen Sommerwendfeier des 15. Ab. Dem gelehrten Forscher entgeht kein Moment des Kalenders, er weiß um jeden Brauch und seine Deutung, auch solche, die bei uns unbekannt. Ebenso fleißig registriert er jedes Detail des Gebetrituals besonders jene poetischen Einschaltungen, die unter dem Sammelnamen: Pijjutim unserer Fest- und Fastenliturgie im Laufe der Jahrhunderte zugewachsen sind und über deren Autor, Entstehungszeit -und -ort wir hier verläßliche Angaben antreffen. Ein nützliches, notwendiges Werk, das vielen seiner Leser Vieles bringen wird, auch viel Neues und Unbekanntes. Dr. A. Fürst. Jüdisches Kulturtheater. I., Kai 3, TeL R 28-2-36. Freitag, den 15. Mai, 20.45 Uhr findet im Jüdischen Kulturtheater die 25. Aufführung des mit beispiellosem Erfolg aufgenommenen Rassenstücks „Die Grenze" von Cederlund und Dahlberg, deutsch von Albert Ganzert, statt. Samstag, den 16. Mai, 18.30 Uhr, findet im Jüdischen Kulturtheater, anläßlich des 74. Geburtstags Schnitzlers, eine Gedenkfeier statt, an der Heinrich Schnitzler, der Sohn des verstorbenen Dich- Ins Oas jüdische Hauti Blatt! ters, aus zum Teil noch unveröffentlichten Werken Arthur Schnitzlers1 liest. Es wirken mit: Maria Gutmann und Ludwig Roth. Jüdische Kulturstelle. I., Kai 3, Tel. R 28-2-36. In der Jüdischen Kulturstelle (an die Oesterreichische Kunststelle angeschlossen), I., Kai 3, Tel. R 28-2-36, erhalten die Mitglieder für sämtliche Privat- Bundestheater und Konzerte zu ermäßigten Preisen. Führung: Sonntag, den 17. Mai. (Im Zyklus „Das ba^ rocke Wien".) Palais Lobkowitz, Nationalbibliothek, Palais Daun-Kinsky, Am Hof, Stadtpalais- Prinz Eugen, Savoyisches adeliges Damenstift. Leitung: Hugo Friedman n. Treffpunkt: 10 Uhr vor der Albrechtsrampe, I., Augustinerstraße. (Beerdigungen. 5. Mai 1936. Dr. Arnold Wassing, 83 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Adele Schmeier, 79 Jahre, 8. Bez. (I. Tor). — Viktor Knie, 63 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — Marie Angelus, 65 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Rosa TepaeL. 72 Jahre. 3. Bez. (IV. Tor). — Fanny Frankel, 80 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Ita Ella Laufer, 53 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). 6. Mai: Nathan Seife. 54 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Jose! Tuchmann, 67 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Amalie Bauer, 59 Jahre, 12. Bez. (IV. Tor). — Elie Weinreb, 65 Jahre, 4. Bez. (IV. Tor). — Slatte Lotte Schandel, 78 Jahre. 9. Bez. (IV. Tor). — Wilhelm Häuser, 60 Jahre, 15. Bez. (IV. Tor). — Leopold KarJ Wölk 11 Monate, 2. Bez. (IV. Tor). 7. Mai: Malvine Fischhoff, 76 Jahre, 4. Bez. (IV. Tor). — Julius Zeilinger, 62 Jahre, 10. Bez.. (IV. Tor). — Amalie Berliner, 74 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). 8. Mai: Isider Eibenschitz, 49 Jahre. 3. Bez. (1. Tor). — Jetti Berger, 77 Jahre, 13. Bez. (I. Tor). — Adolf Kaiser, 63 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Susanne Wischer, 77 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Amalie Rosenstock, 80 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Markus Barucb Goldberg, 76 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor), 10. Mai: Leopold Heim, 66 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). — Moritz Gerstl. 84 Jahre, 17. Bez. (IV. Tor). — Sigmund Spitzkopf, 65 Jahre, 19. Bez. (IV. Tor). — Rosa Knöpfimacher. 74 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — Idar Schwarz, 45 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Adolf Mayer, 36 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Heinrich Hordner, 61 Jahre, 16. Bez. (IV. Tor). — Albert Bloch, 85 Jahre,. (I. Tor). — Caroline Köllner. 79 Jahre. 19. Bez. 3. Bez. (I. Tor). — Regine Thenen, 76 Jahre. 9. Bez. (I. Tor). — Margarethe Glaser, 43 Jahre. 21. Bez. (Floridsdorfer Friedhof). 11. Mai: Julie Biss. 90 Jahre. 20. Bez. (I. Tor). — Leopold Rakovssy, 80 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Prof- Dr. Ludwig Braun, 69 Jahre. 9. Bez. (Döbl. Friedhof). — Heinrich Schmiedek, 65 Jahre. 14. Bez. (IV. Tor). 12. Mai: Moses Kieselstein, 76 Jahre, 13. Bez. (I. Tor). — Amalie Loebl, 72 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Theodor Preis, 61 Jahre, 12. Bez. (I. Tor). — Hugo Fantl, 53 Jahre, 18. Bez. (1. Tor). — Isidor Gross, 28 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Sigmund Markus. 76 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Friedrike Hirsch, 46 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Samuel Spitz, 75 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Ludwig Strasser, 66 Jahre. 13. Bez. (IV. Tor). — Elias Weissbard, 75 Jahre, 18. Bez. (IV. Tor). — Moriz Weitzenhoffer, 71 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). Weiland Oberkantor Josef G o 1 d s t e i n Synagogen -Ornate und Barette in den manigfaltigsten Formen vorrätig und nach Maß erhalten Sie wie seit Jahrzehnten nur in der altbekannten Uniformierung und Maßschneiderei Rudolf Goldstern Wien II., Taborstraße 54 <ä:J£XÄ - Tel. R 49-0-48 Gegründet 1866 Versand nach allen Ländern Eterttener. Heraiuceber. Verlecer od veranrwortlkher SckritUtcr: Ofta» Hlrachtela. Wie« D., FraieratraBe 29. - Drick: Icbk Spttx 4 SOkae. Wie« II.. Robertnate 2.

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