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Die Wahrheit · 1936-05-01 · Heft 19 (1.5.1936) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1936
Issue
Heft 19 (1.5.1936)
Date
1936-05-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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V. b. b. Seite 8 Nr. 19 — 1. Mai 1936 DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Haftorah-Tafe! Oebetatonden Ijar S696 Hai 1938 früh abds. 7.00 Ijar 9. 7.10 f t Achare- \ 1 Kedauscbim; 1 am t » 10. Haftora 4s oo 8.O0 i Ha,au chiwne 1 chescbtim 1 V 3. Perek t 7.00 „ II. bis 15. 7.30 abds. Freitag, 1. Mai 7.10 Samstag, 2. Mai 8.00 Sonntag, 3. bis \c vn Donnerst. 7. Mai J Rolle spielte. Er war Gemeinderat in seinem Geburtsorte und Vorstand der zuständigen Kultusgemeinde Bisenz (Mähren). Unter der Patronanz des Abgeordneten, späteren Erzbischofs von Olmütz Dr. Ciril Stojan, gründete Stößler im Vereine mit der Geistlichkeit Milch- und Molkereigenossenschaften in Mähren, für die er den Vertrieb ihrer Erzeugnisse inne hatte. Auf Grund seiner erfolgreichen Tätigkeit wurde er am 1. Juli 1913 über Intervention der hohen Geistlichkeit nach Wien berufen, wo er als Disponent in die Vereinsmolkerei eintrat Während und nach dem Kriege hat Stößler für die Approvisionierung Wiens Ersprießliches geleistet und wurde mit dem Titel eines Kommerzialrates ausgezeichnet. Er wir Direktor der reg. Genossenschaft von Butterbändlern Oesterreichs und gründete mit maßgebenden Herren die Dömol A.-CL, zu deren geschäftsführenden Verwaltungsrat er bestellt wurde. Ferner war er Präsident des Vereines der Eierhändler und Vizepräsident des Eierhändlerverbandes. Im Jahre 1925 übernahm die Vereinsmolkerei A.-G. die A.-G, für landwirtschaftliche Betriebe, zu deren Direktor Stößler bestellt wurde. Zwei Jahre vorher hat Stößler mit seinem Sohne Paul die Landwirtschaft und das Weingut des suveränen Malteser Ritterordens in Mailberg, Tipolc und Harras gepachtet, welche Pachtung jetzt sein Sohn selbständig inne hat. Kommerzialrat Stößler, der seine Gattin vor zwei Jahren verloren hat, führt ein vorbildliches Familienleben. Er hat sechs Töchter und einen Sohn; sein älterer Sohn ist am 30. August 1914 bei SamoSt beim Einbruch der Russen im Alter von 26 Jahren gefallen. Nach seinem Tode erhielt der Vater die silberne Tapferkeitsmedaille für den Gefallenen zugestellt Auch der jüngere Sohn, der mit 1TJ4 Jahren eingerückt ist, hat den ganzen Krieg mitgemacht. Die neue Adresse der „Union österreichischer Juden" lautet: lM Schottenring 25 3£unst und £iteratuw. Das „Jüdische Kulturtheater" am Kai hat nach mancherlei Versuchen, die nicht immer als geglückt bezeichnet werden können, ein Stück gefunden, das so recht den aufgewühlten Gefühlen eines zeitgenössischen jüdischen Publikums entspricht. Es nennt sich „ein jüdisches Zeitstück", ist betitelt „Die Grenze" (von Morien Cederlund und Niels D ah Ibers, übersetzt von Albert Oanzert), behandelt ein Schicksal von 600.000, nämlich eine jüdische Einzeltragödie in Deutschland, unter dem Hakenkreuz. Das schwierige Problem wird von den Autoren ausgezeichnet gemeistert, die Aechtung der Menschen der „Grenze" wird aufgezeigt aber auch ihre trotz aller Aechtung unumstößliche Heimattreue, ihre Liebe zu wahrem Deutschtum und deutscher Schicksalsgemeinschaft. Ein ganz, ganz großer Erfolg des grandiosen Stückes, wie der blendenden Darstellung, geführt von dem begabten Regisseur BilanzabscDIUsse und SleoerDchenntoisse NenuBlofien, Pensionen, Bnduraditr&ge sowie Stenererledlgangen ledcr Arl übernimmt IrtäMlW« DIR, GOSTAU K0LM1N Büro für Buchhaltung, BUanz und Steuerberatung Wien HL. TabontraOe «2 Telephon R 45-3-30 ZeitmBgCB vom Verleger Tereendet. Jonmel «xpetUe pu l'edifteax. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an Verlag „Die Wahrheit". Wlan II;, HolnestraBe 13/13 Leopoldsl&üfer Tempeiveretn Aescnel Awrottom u, PflBnantteog&ste 6, Tel.» 47-8-63 i..' Anmeldungen f. Aufgeboten, Trauungen (audiont. lrelem Himmel) u. Darmizwaus Partelanverkaluan Werkt***» »on 2 fcl» Vt* Ubi nicumltue>, an Sonntagen tob 10 bis 12 Uhi vormittags früh 6.30 Ijar 9. Oebetfltnnden Ijar 66S6 abds. 7.10 Achare-KedauBchlm 10. Haftora Halau chiwne cheschüm 3. Perek 11. bis 15. Walter Steiner. Wir nennen wieder lobend Alice Koch und Rudolf Weiß, die sich schon in den früheren Aufführungen bewährten, ferner besonders den packenden Rudolf Müller, den prächtigen Marcel L e r n e r. Dieses Stück, diese Aufführung des „Jüdischen Kulturtheaters" muß die Wiener Judenschaft, die an den Zeitereignissen Anteil nimmt, sich ansehen! h. Dichterabend Joseph Hans Bunzei. Eingeleitet von Dr. Alfred Werner, las kürzlich der bekannte Wiener Lyriker J. H. Bunzei im Rahmen der Jüdischen Kulturstelle aus eigenen veröffentlichten und ungedrucktem Werken. Der junge Dichter brachte formvollendete gedankentiefe Verse, mit iiiin^erv.Ewifachheit gelesen, zu stärkster Wirkung. Von den Prosastücken fiel insbesondere ein Kapitel aus einem Barockroman, das sich mit dem Prinzen Eugen beschäftigt, auf. Die Verwebung von Historie und Erfindung schien uns hiefr neuartig und schön geglückt. Der Dichter erntete von dem erlesenen Publikum starken nachhaltigen Beifall. . Wiener Jüdische Gesangverein. Konzert am 8. Mai 1936, ii9 Uhr abends, im Festsaale des Industriehauses, III.. Schwarzenbergplatz 4, unter der Leitung Dr. Kurt Fahlen. Zur Aufführung gelangen Werke von Mendelssohn, Mussorgsky, Erdstein und Rothmüller, mitwirkend Evi Wächter am Klavier.Karten bei.Gronner, Grabe 28, ferner Ika, Kai 30, sowie sämtliche Mitglieder und an der Abendkassa. Lieder- und Arien-Abend. Qesangspädagogin Konzertsängerin Ella Hess (Hamburg), eine Tochter des Herrn Oberkantor J. L ö w i t, gibt am 8. Mai, halb 8 Uhr abends, im Saale des Frauenklubs, I., Tuchlauben 11, einen eigenen Arien- und Lieder-Abend. Druckfehlerberichtigung. In der in unserer letzten Nummer erschienenen Notiz „Das alte Testament von Hans Holbein d. J." haben sich zwei sinnstörende Druckfehler eingeschlichen. Und zwar soll es in Zeile 8 nicht heißen: nach dem Urteil der Kammer, sondern nach dem Urteil der Kenner und in Zeile 24 soll es statt meisterhafter: miniaturhaiter Darstellung heißen. Beerdigungen. 22. April 1936: Julie Bandler, 68 Jahre. 7. Bez. (I. Tor). — Josefine Jahn, 59 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — .Malke Rosa Sobel, 67 ahre, 17. Bez. (I. Tor). — Moriz Bratmann, 66 Jahre, 11. Bez. (IV. Tor). — Zirl Lea Weitzmann, 82 Jahre, 2. Bez. {IV. Tor). — Henriette Sternberg, 75 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Fanny Kehraus, 64 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Hugo Politzer, 51 Jahre, 12. Bezirk (IV. Tor). — Dan Eldad, 4 Jahre, Tel^viv (IV. Tor). — Rosa Andacht, 31 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Irene Levy, 61 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). 23. April: Adele Spielmann, 71 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Sofie Pereira, 73 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Ignaz Prager, 70 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Sofie Mandl, 78 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Marjem Horn, 75 Jahre,'2. Bez. (IV. Tor). — Adele Friedmann, 82 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Emanuel Fried, 46 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). Leo Stein, 42 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 24. April: Bernhard Klinger, 77 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Johanna Krakauer, 56 Jahre, Dürnkrut (IV. Tor). — Sigismund Jellinek, 71 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor. — Bettl Willner, 91 Jahre, 13. Bezirk (IV. Tor). — Wilhelm Schick, 81 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Simon Ferber, 61 Jahre. 9. Bez. (IV. Tor). — Adolf Ludmerer, 42 Jahre, Brzecany (Polen) (IV. Tor). — Maximilian Schnee, 56 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Olga Spielber- 8er, 41 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — Netti Urmacher, 64 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Anna Spiegler, 55 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Julius Berczeller, 67 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). 26. April: Karoline Tauer, 73 Jahre, 8 Bez. (I. Tor). — Wilhelm Adler, 53 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Heinrich Guttmann, 67 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Armin Stern, 70 Jahre, 18. Bezi. (IV. Tor). — Nathan Buczaczer, 56 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Emil Lederer, 57 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 27. April: Klara Brückner, 56 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). BEATRIX»AD INICHAEIERBAD III., Unke Bahngasse 9, nächst Stadtpark | XVIII., Hlchaelerstr. 12, nächst Volksoper Dampf-, Wannen-, Schwimm- und Heilbäder Kuren gegen Rheuma, Gicht, Ischias, gegen Erkältungen, vorzeitige Alterserscheinungen usw. Weiland Oberkantor Josef Qoldstein Synagogen -Ornate und Barette in den manigfaltigsten Formen vorrätig und nach MaB erhalten Sie wie seit Jahrzehnten nur in der altbekannten iäUniformierung und Maßschneiderei Rudolf Goldstern Wien II., Taborstraße 54 <G£S2LZ& - Tel. 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