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Die Wahrheit · 1936-04-17 · Heft 17 (17.4.1936) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1936
Issue
Heft 17 (17.4.1936)
Date
1936-04-17
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8 Nr. 17 — 17. April 1936 DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Haftorah-TafeJ CtotMtstnxkdmi BiMan-Qar 6696 April 1936 irfib abds. 7.00 Nissan 25. 6.45 . Scbemini | Haftora | 1 Wciausef aud | 8.O0J „ 26. dowid)7.35 1 Meworchim [ 1 Hachaudescbl l.Perek ' . „ 27. bis . 1 „ 30. 1. Tag Rausch | 7.WK Chaudescta}7.<5 1 Ijar 1. 2. Tag Rausch 1 v Cbandescb' abds. Freitag, 17. April 6.45 Samstag. 18. April 7.3S Sonntag, 19. bis l_ 11■ DonueI6t. 23. ApriiJ'-10 Vortrag über bildende Kunst im Judentum. Im Vereine für jüdische Geschichte und Literatur in Wien hielt am 30. v. M. unter Vorsitz des Vereinsobmannes, Herrn Prof. Dr. S. Krau ß, vor Kroßem und auserlesenem Auditorium der Kunstreferent der Jüdischen Kulturstelle. Herr Hugo Friedmann, den letzten Vortrag in der Vortragsreihe dieser Saison, und zwar über die Entwicklung der bildenden Kunst im jüdischen Volk. Der Vortragende bewies eingangs durch Vergleiche mit der Kunstentfaltung des Islam, daß im Judentum gänzlich verschiedene geistige und seelische Grundlagen vorhanden waren, welchen zufolge sich eine eigennationale Kunst nicht hat herausbilden können wie bei anderen Völkern des alten Orients. Die weiteren Ausführungen gaben einen Querschnitt durch alles jüdische Kunstschaffen von der archaistischen Zeit früher kanaanitischer Kulturen bis zur modernsten Malerei der Gegenwart, wobei auch alle anderen Gebiete künstlerischer Entfaltung, auf welchen das Judentum eine RdHe gespielt hat eingehend hervorgehoben wurden, wie Architektur. Kunstgewerbe, Buchillustration und das Gebiet der Grabplastäk, auf dem sich schon im Mittelalter ein eigener jüdischer Stil gezeigt hat. An der anschließenden Diskussion nahmen u. a. Prof. Dr. K r a u ß, Herr Sandor Wolf und Kom.-Rat Ehrenstein in anregender Weise teil, worauf der Vorsitzende mit Danksagung: an den Vortragenden, der sich bereits durch seine Kunst-Vorträge und -Führungen im Rahmen der Veranstaltungen der Jüdischen Kulturstelle einen sehr bekannten Namen gemacht hat den Vortragsabend und damit die heurige Saison schloß. Hans Heller, Schriftführer des Vereines für jüdische Geschichte und Literatur in Wien. Aus der Meisterschule Prof. Wollsohn. Der in London lebende Wiener Pianist Stephan Bersmann erzielte neulich bei seinem Klavierabend in Paris wiederum einen durchschlagenden Erfolg, das zu einem Engagement für eine größere Tournee geführt hat. Die beim vorigen Internationalen Wettbewerb prämiierte 13jährige Pianistin Evi Wächter spielte vor einigen Tagen zum drittenmal in Prag mit großem Erfolg beim Publikum und Presse u. a. das Chopin-Konzert E^moll und wurde für einige Konzerte in der nächsten Saison verpflichtet. Der 17jährige Heinz Ewald Preminger erregte mit der brillanten, temperamentvollen Wiedergabe der schwierigen ungarischen Phantasie für Klavier mit Orchester von Liszt berechtigtes Aufsehen. Alle oberwähnten sind Meisterschüler des bekannten Pianisten Prof. Juliusz Wolf soh n. Zum Weltkongreß jüdischer Aerzte. Die soeben erschienenen „Mitteilungen der Vereinigung jüdischer Aerzte in Wien" sind als Festschrift dem vom 21. bis 24. April 1. J. in Tel Aviv stattfindenden Weltkongreß gewidmet. Sie enthalten Beiträge von Prof. Dr. Braun, Prof. Dr. Elias, Prof. Dr. Gottlieto, Prof. Dr. Knöpfelmacher, Chefarzt Dr. Maj er-Tel Aviv, Vizepräsident Dr. Plaschkes und Gen-Sekretär Dr. W u 1 m a n - Warschau, in denen Begrüßungen, Stellungnahmen zu den Kongreßproblesnerj.<und Anträge zum Ausdruck kommen. Aus diesen Artikeln 'und aus dem abgedruckten Programm geht hervor, welches Interesse den Beratungen dieser ersten all gern ein-jüdischen Tagung in Palästina entgegengebracht wird. Ohne in die innerpolitischen Verhältnisse der einzelnen Länder einzugreifen, soll über die Lage der jüdischen Aerzteschaft einzelner Länder berichtet und über das medizinische Studium, sowie über die Fortbildungsmöglichkeiten in diesen Ländern referiert werden. In diesem Zusammenhang wird die Frage der Errichtung einer medizinischen Fakultät an der Hebräischen Universität in Jerusalem zur Sprache kommen und dazu liegen konkrete Anträge aus Wien vor. Auch die Hygiene und der Gesundheitsschutz Palästinas und dichtbesiedelter jüdischer Wohngebiete bilden gleich der ..Rassenfrage" Gegenstände der Besprechungen. Die Festschrift, welche u. a. auch Nachrufe auf Prof. Dr. P; n e 1 e s und den als Opfer seines Berufes gestorbenen Röntgenologen Doz. Pordes enthält, wird jedem Teilnehmer des Kongresses überreicht werden. Jüdische Künstlerspiele, Revue der Schlaget. Einem allgemeinen Wunsche Rechnung tragend, hat sich die Direktion der jüdischen Künstlerspiele entschlossen, die erfolgreichsten Stücke neuerlich ins Repertoire zu nehmen. So gelangt Freitag,den 17. April, neueinstudiert die musikalische Z*ltuar«n tea Verleger verienAet. Je«ru*i ezpeili psr 1'eiHeox. Falls Adressat rerzogen. nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an Verlag „Die Wahrheit". Wl*n Ik, Halnestrafte 13/13 Leopoitfsf&dfer Tempelverein Aesdrcl Awraftom n„ PazmanttemiaMC 6, Tel. R 4T-0-63 Anmei dangen v. Aaueftoiea, Trantutgen (audi um. freiem nimmel) n. Darmtziraas Partalsnvarfc «ttr an Werktagen ron 2 Ms <M Uhr nachmltugs, an Sonntagen tob 10 bis 12 Ubi rormtttagj früh 6.30 Nissan 25. Gebet* tandeo Nlssan-Ijar S696 abds. 6.45 Scbemini Haitora 6,30{ „ 26. Wejausef aud dowid Meworchim Hacbaudescb 1. Perek f „ 27. bis 6.3(K „ 30. l. Tag Rausch Cbaudescb Ijar 1. 2. „ „ „ Komödie „Die Negerin", mit Sevilla Pastor in einer ihrer besten Rollen zur Aufführung und wird Sonntag, den 19. ApriL abends wiederholt. Samstag, den 18. April, wird Frau Pastor in „D e r s ü ß e Buche r", einem Lustspiel mit Musik, zu sehen sein. Sonntag,' den 19. April, 'A4 Uhr nachmittags, geht bei ermäßigten Preisen „Scha, scha der Rcbbe fuhrt" in Szene. Das weitere Programm lautet: Montag, den 20. April, „Die Schickerte", Dienstag, den 21. April, „Komödiantin", Mittwoch, den 22. April, Ehrenabend Sevilla Pastor „Liebe zu verkaufen", und Donnerstag, den 23. AprU, bei ermäßigten Preisen „Der letzte Tanz". * Festvorstellung in den Jüdischen Künstlerspielen. Zu. Ehren von Frau Sevilla Pastor findet Mittwoch,; den 22. April, eine Sondervorstellung der musikalischen Komödie „Liebe zu verkaufen" statt-, Seväa Pastor wird die Rolle des Schlossermeisters Itzig Lapidus: kreieren.- Gastdirigent/ des verstärkten Orchesters ist Konzertmeister Prof Max Geiger. Jüdische Kulturstelle, I., Kai 3, R 28-2-36. In der Jüdischen Kunststelle (an die Oesterreichische Kunststelle angeschlossen). I., Kai 3, R 28-2-36, erhalten die Mitglieder Karten für sämtliche Privat-Bundestheater und Konzerte zu ermäßigten Preisen. Führung: Sonntag, 19. April: (Im Zyklus „Das jüdische Wien"), Jüdisches Museum, anschließend Straßenführung durch den Unteren Werd (Die Judenstadt von 1625—1670). Leitung: Prof. Dr. J. Bronner. Treffpunkt: II., Malzgasse 16, vor dem Museum, 10 Uhr vormittags. jüdisches Kulturtheater, I., Kai, R 28-2-36. Im Rahmen der fröhlichen Abende des Jüdischen Kulturtheaters gärt Trude Roth Samstag. 18. April, einen Abend. Die Künstlerin bringt Parodien, Chansons, lustige Szenen u. a. m. Beginn: 19 Uhr 15. Dienstag, 21. April, 21 Uhr, findet im Jüdischen Kulturtheater die Premiere von Cederlund und Dahlbergs dreiaktigem Schauspiel „Die Grenz e", aus dem Dänischen übertragen und bearbeitet von Albert Ganzert, statt. Es wirken mit die Damen: Alice Koch, Ruth Walter, Silvia Grohs; die Herren: Rudolf Weiss, Marcel Lerner, Franz Hermann, Fritz Linkst Regie: Walter Steiner. Bühnenbild: Oskar Fischer. (Briefkasten. D. R. Wir sind in der Lage, Ihnen mitzuteilen, daß. das Manuskript des von der Jewish Publication Society of America in Philadelphia herausgegebenen Buches „V i e n n a", von Dr. Max G r u n w a 1 d, bereits im Juni 1933 druckfertig vorlag, die Ungunst der Zeiten aber, wie aus dem Vorwort der Herausgeber hervorgeht, die Drucklegung bisher verzögert hat. Ferner, daß ohne Hinzuziehung des Autors aus ökonomischen Rücksichten Kürztingen vorgenommen wurden und, wie gleichfalls die Vorrede besagt, der Druck zum großen Teil ohne seine Korrekturen erfolgt ist. Zu unserem Artikel in Angelegenheit Donnenfeld — Fußballklub „Hakoah" werden wir von zuständiger Seite darauf aufmerksam gemacht, daß der Spieler Wien verlassen hat, ohne das Ende seines Vertrages abzuwarten. Es soll ihm in Wien aus gewissen Gründen der Boden zu heiß gewesen sein. Dadurch sind die im Artikel gezogenen Kombinationen hinfällig. (Beerdigungen. 9. April 1936: Käthe Quittner, 65 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Moritz Hebak, 88 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Leopold Reiner, 52 Jahre, 12. Bez. (I. Tor). — Bettr Kosak, 83 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Dr. Richard Sonnenschein, 60 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Dr. Hillel Sußmann, 61 Jahre, Stanislau (Polen), (I. Tor). — Friederike Hauser, 69 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Fanny Goldhammer, 79 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Ferdinand Klipper, 59 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Rosa Horm, 65 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). — Emilie Szuran, 78 Jahre, 19. Bez. (IV. Tor). — Regina Kransler, 65 Jahre, 17. Bez. (IV. Tor). — Isidor Inwald, 62 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Samuel Neugasser, 59 Jahre, I. Bez. (IV. Tor). — Heinrich Zerner, 73 Jahre, 17. Bez. (IV. Tor). — Alois Kraus, 78 Jahre, 19. Bez. (IV. Tor). 10. April: Regine Schwarz, 66 Jahre, 2. Bez. (I.Tor). — Julie Neufeld, 81 Jahre, 14. Bez. (I. Tor).. — Siegfried Geiringer, 70 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Bernard Baruch Wohlberg, 70 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Dr. Emil Schnapek, 40 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Mina Braun, 85 Jahre, 3. Bez. "(IV. Tor). — Moriz Braun, 64 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Berta Storchheim, 58 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). — Heinrich Spieimann, 62 Jahre, 14. Bez. (IV. Tor). — Franziska Paschka, 53 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Elsa Horvat, 47 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Bertha Glückselig, 65 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Alfred Hart, 38 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Marie Brill, 92 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 12. April: Wilhelm Blau, 88 Jahre, 7. Bez. (I. Tor). — Paul Fischmann, 54 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Emmy Cahn-Speyer, 72 Jahre, I. Bez. (I. Tor). — Dr. Joachim Thalheim, 85 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Salomon Friedländer, 79 Jahre, Ob. Waltersdorf, (I. Tor). — David Mandl, 73 Jahre, 14. Bez. (I. Tor). — Jeanette Farchi, 76Jahre, l.Bez. (I.Tor). — Maximilian Kaiser, 63Jahre, Vösendorf, (IV. Toi'). — Moriz Berger, 75 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Regine Richter, 94 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). — Heinrich Budovsky, 60 Jahre, 18. Bez. (IV. Tor). — Julie Brandeis, 71 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Moriz Stern, 52 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). — Dr. Alice Hanover, 28 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). 15. April: Risa Kohn, 68 Jahre. 2. Bez. (1. Tor). — Julie Keppisch, 85 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Karolinc Bnnzl, 83 lahre, 19. Bez. (I. Tor). — Sidonie Taussig, 81 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Max Funk, 86 Jahre. 2. Bez. (I. Tor). — Josefine Binder, 63 Jahre, 7. Bez. (I. Tor). — Adolf Binder, 64 Jahre, 7. Bez. (I. Tor). — Henriette Schapira-Horschovsky, 69 Jahre, 9. Bez. (IV7. Tor). — Elisabeth Freund, 53 |ahre, 15. Bez. (IV. Tor). — Ludwig Schischa, 70 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Wolf Stark, 61 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). Weiland Oberkantor Josef Goldstein Synagogen -Ornate und Barette in den manigfaltigsten Formen vorrätig und nach Maß erhalten Sie wie seit Jahrzehnten nur in der altbekannten Uniformierung und Maßschneiderei Rudolf Goldstern Wien II., TaborstraBe 54 („^Zma.o - Tel. R 49-0-48 Gegründet 1866 Versand nach allen Ländern EieentOmer. Herauseeber. Verlerer and verantwortlicher Schriftleiter: Oakax Hlracbfeld. Wlea II.. PraterstraBe 29. - Druck: Imaz Spitz & Söhne. Wie» II.. Roberfrasse 2.

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