Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1936
- Issue
- Heft 14 (27.3.1936)
- Date
- 1936-03-27
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Nr.,14. _ ^7. März_1936 DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Hafftorah-Taffel OtbttftnaAw Slasan 6696 X&rz-April 1936 hüb ebdfi. 7.15 Nissan 4. 6.15 j Wajikro (3.B.M ) ] 830{ „ 5. Am'eu'jozirtili f705 1 Borchl Nafscbi 1 7.15 „ 6. bi« 10. 6.35 abds. Freitag, 27. Matz 8.15 Samstag. 28. Marz 7.05 Sonnt., 29 bis l~ ,s Donnerst.2.April jMa Verein für Jüdische Geschichte und Literatur. Montag, < n 30. März, ^8 Uhr abends, im Klubsaale, I., Wiesingerstraße 11 (Cafe Atlashof, eigener Eingang, Souterrain), stattfindenden Vortrag des Herrn Hugo Fried mann: „Die bildende Kunst im Judentum." Eintritt frei. Gäste willkommen. * . * Am 16. März fand unter Vorsitz des Obmann- * Stellvertreters Rabbiner Dr. M. Rosenraann unter starker Beteiligung des Publikums ein Vortragsabend statt Als V-rir'igender erschien Dr. Karl Saß, der über de". ""Me hutzgedanken dm jüdischen ** ftt sprach. In von tiefstem Wissen zeugenii ■ •i'vfüb ^n legte der Referent zunächst die histo- £nt\ .tung des Tierschutzgedankens dar, wie .n 1 ii und Talmud gegeben ist. Sodann besprach er . £ Maßregeln, welche das Judentum ergriffen hat um si der rituellen Schlachtung, soweit es möglich ist, da; .eiden des Tieres abzukürzen. Der Vortrag fand unge» nälerten Beifall. Vorstandsmitglied Komm.- Rat Theodc Ehrenstein schlug vor, daß dieser Vortrag gedruc t und als Broschüre unter die Volksmassen verteilt w rde. Rabbiner Dr. Rosenmann wies schließlich iarauf 'hin, daß bedauerlicherweise aus der rituellen Scnladhrung ein Politikum gemacht wurde, um dem Judentum Schwierigkeiten zu bereiten, und sprach die Hoffnung aus, daß die vorurteilslos denkenden Menschen in allen Kreisen die Anschauung des Judentums billigen und verstehen werden. Mit Danksagung an den jungen Wissenschaftler, der sich bereits auf verschiedenen Gebieten betätigt und auch in diesem Vortrage Wertvolles geleistet hat schloß der Vorsitzende den Vortragsabend. Hans Heller, Schriftführer des Vereines für jüdische Geschichte und Literatur. Histadruth Ivrith, Prof. Krauß-Jubiläumsfeier. Samstag, den 28. d. M., 8.15 Uhr abends, rindet im- Heime, II., Kleine Mohrengasse 3, die Jubiläumsfeier zu Ehren des Herrn Prof. Dr. S. Krauß statt. Festredner: Der Präsident der Histadruth Dr. D. R o t h b 1 u m und Rabbiner Prof, Dr, B. Murmelstein. Generalversammlungen. Isr. Religionslehrerverein „Esra". Samstag, den 28. März, um y*8 Uhr abends, im Krügerheim, 1. Stock, II., Malzgasse 7, Generalversammlung. Vor der Generalversammlung findet ein Vortrag der Frau Dr. .Fanny Taubes statt. Thema: Die jüdische Frau im Talmud. „Zukunft" - Isr. Handwerkerverein. Sonntag, den 29. d. M., K'll Uhr vormittags, im großen Saale des Verbandes der Isr. Humanitätsvereine B'nai B'rith, IX., Universitätsstraße 4, 96. ord. Generalversammlung. Isr. Synagogenverein Beth Israel. Sonntag, den 29. d. M., 149 Uhr vormittags, im Sitzungssaale, II., Leepoldsgasse 29, 54. ord. Generalversammlung. Tempelverein Beth Hachneseth. Sonntag, den 29. d. M., 10 Uhr vormittags, im Tempelgebäude, III., Unt. Viaduktgasse 13, ord. Generalversammlung. Chewra Kadischa XIX. Sonntag, den 29. d. M., *jlO Uhr vormittags, im Sitzungssaale, XIX., Dollinergasse 3, 12. ord. Generalversammlung. Isr. Bethaasverein Chewra Beth Hatfilah IX. Montag, den 30. d. M., ytl Uhr abends, inuZeremoniensaal, IX., Müllnergasse 21, 68. ord. Generalversammlung. fTJkeater und Jimtst. Jüdisches Kulturtheater. L, Kai 3, Te. R 28-2-36. Sonntag, 29. März, 17 Uhr, bei kleinen Preisen „Die goldene Kette", ein chassidisches Spiel mit Gesang und Tanz von J. L. Perez, deutsch von Siegfried Schmitz. Regie: E. Jubal. Sonntag, 29. März, 14 Uhr 30, findet im Jüdischen Kulturtheater ein lustiger Kindernachmittag statt Regie: Ina Mare. Tänze: Fritz Berger. Am Klavier Gideon May. Karten von S —.50 bis S 1.— in der Jüdischen Kulturstelle, I, Kai 3, R 28-2-36. Sonntag, 29. März,. 18 Uhr 45, gibt Manfred Inger irn Jüdischen Kulturtheater (I- Kai 3) einen Rezitationsabend „Humor der Nationen''. Karten von S —.80 bis S 3.— in der Jüdischen Kulturstelle, I., Kai 3, R 28-2-36, bei Lanyi, 1.. Kärntnerstraße 44, M. Rath, IL, Tabörstraße 20a, Mejstrik, L, Wollzeile 6 und bei Gronner L, Graben 28, U 22-4-45. Täglich 21 Uhr „Die goldene Kette", von J. L. Perez, im Jüdischen Kulturtheater, I., Kai 3, R 28-2-36._ Zeltanftm tom Verleger veraeaCet. Journal «arpetia pu re*lta«r. Falls Adressat wxoten, nicht nachsenden: n|t neuer Adresse zurück an * Verlas «.Die Wahrheit". Wien 11^ MelnestraBe IS/12 leopolilsf&dtar Tcmpe'vereln Aescnti Awro&om n., PazmanncBü^toc 6, Tel. R 4T-H-C3 Anmeldungen t. Aufgeboten, TranniHgen (oaihimf. freien nUnnäln. Darmizwaas Partalenvarfc «hr an Werktagta von 2 Ms <M Übt nachmittag!, an Saantagep ycM 10 bis 12 llh* voralrlaic früh 6.45 G«be$atunden MUaan 5696 Nissan 4. Wajikro (3. B. M.) 5 Hafiorah " Am su jozartili Borchl Nafscbi „ 6. bis 10. abd«. 6.10 Autorenabend Paul Wertheimer. Donnerstag, den 2. April, .19.15 Uhr, findet im Jüdischen Kulturtheater (I., Franz Josefskai 3) ein Autorenabend Paul Wertheimer statt. Es wirkt mit: Käthe von Gutmann. Die einleitenden Worte spricht Dr. Franz Horch. Wohltätigkeitsvorstellung zugunsten der Mensa academica judaica. Samstag, den 28. März findet im Theater in'der Josefstadt eine "Wohtätigkeitsvorsteälung zugunsten der Mensa academica judaica statt. Zur Aufführung gelangen „Kindertragödie" und „Karrn'erleut" von Karl Schönherr. Beginn 10'A Uhr abends. Karten sind erhältlich: an der Kassa des Josefstädter-Theaters und im Sekretariate der Mensa, IX., Lazarettgasse 6, Tel. A 24-1-45 B. Pepi Trau-Hollaenoer, unseren Lesern als große Künstlerin wohl bekannt, gab in diesem Jahre wieder einen eigenen Abend im fhrtoarsaa), diesmal mit dem Wiener Konzertorchester. Der stürmische Beifall, der bereits nach der La Fotia von Corelli einsetzte, steigerte sich nach dem Larghetto von "Händel zu einer Begeisterung, die nicht enden wollte, als die Künstlerin das Violinkonzert von Bruch i.ispie3t hatte. Der zweite Satz des Violinkonzertes'war ein Meisterstück. Zwischendurch sang die Liedersängerin Greta Fried, eine bekannte Erscheinung im Konzertsaal, einige Lieder von Brahms, Hugo Wolf und Edvard Grieg, die sie mit einer reizvollen, schön geschulten Stimme und vornehmen Vortrag zu Gehör brachte. Das Orchester unter Erich Hollaender war der nicht leichten Aufgabe vollauf gewachsen und foJgte seinem Dirigenten voll Hingebung. Pessach-Aktion der „Brüderlichkeit", Wien II. Am 16. März fand in den Jüdischen Künstäerspie- 1 e n zugunsten der Pessachaktion des Vereines „B r üd e r 1 i c h k e i t" eine Festveranstaltung statt. Mit Sevilla Pastor in der Titelrolle wurde „Jankele" aufgeführt mit einer prächtigen Einlage der Gesangsdarbietungen der Chorknaben des Herrn Oberkantor Fränkel und in der Pause überreichte in offener Szene der versammelte Gesamtvorstand des Vereines seinen Ehrenmitgliedern Joachim Deutsch und Gaspai Goldberg er die Ehrendiplome in Anerkennung der viele Jahre hindurch geleisteten philantropischen Bemühungen. Charlie singt... Der neue Charlie Chaplin-Film „Die neue Z e i t", der Montag abends im Rahmen einer Festpremiere im Apollo zur kontinentalen Uraufführung gelangt, vermeidet bekanntlich im allge^ meinen jeden gesprochenen Dialog. Die Verständlichkeit der Gestalt Chaplins wird nicht durch eine fremde Sprache beeinträchtigt Nur einmal ist Charlie auch im Ton zu hören: er singt ein Lied. Ein Lied allerdings, dessen Sprache und Worte man vergeblich in - allen Lexika und Wörterbüchern suchen würde, denn es sind willkürlich erfundene Worte, ein Sprachenbabel, dessen Sinn eben deshalb jedermann versteht. Bei den bisherigen Aufführungen des Chaplin-Films in London und New York hat sich dieses Lied als der lustigste Höhepunkt des Chaplin-Meisterwerkes erwiesen. (Beerdigungen. 18. März 1936: Bertha Langer, 72 Jahre, 20. Bez, (IV. Tor). — Samuel Rebensaft, 71 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Gisela Newerley, 71 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). — Rachela Perlmutter, 75 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor) — Thomas Tal, 17 Jahre, 7. Bez. (I. Tor). 19. März: Moriz Schlesinger, 70 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Amalia Popper, 72 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Markus Kerbel, 50 lahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Eugenie Friedmann, 56 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor) —■ Rudolf Altschul, 66 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Ludwig. Friedmann, 51 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Julius Biel, 67 Jahre, 18. Bez. (IV. Tor). — Golde Unger, 87 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). — Adolf Mandl, 78 Jahre, 7. Bez.. Döbl. Friedhof. 20. März: Bertha Hecht, 79 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Regine May, 65 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Elsa Schmiedl, 40 Jahre, 19. Bez. (I. Tor). — Cäzflie Herschthal, 54 Jahre, 14. Bez. (IV. Tor). — Jechiel Gabel, 69 Jahre, 2. Bez. {IV. Tor). — Hermann Reichsfeld, 61 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). 22. März: Charlotte Goldsand, 78 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Anna Frisch, 69 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Emilie Löwy, 79 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Josefine Ronai, 46 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Bernhard Verständig, 76 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Sophie Stark, 82 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Marie Fürst, 43 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — David Barber, 78 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Franz Flesch, 57 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). — Moriz Fletschmann, 66 Jahre, 5. Bez. (IV-. Tor). — Sigmund- Kraus. 74 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). ^- Ester Glatter, 71 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor)-. — Wolf Chasset, 73 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Olga Rosenkranz. 47 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). — Rosa Politzer, 72 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Berta Weiniger, 75 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). « 23. März: Moriz Grünberg, 78 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Karoline Deutsch, 83 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Anton Wessel, 75 Jahre, 18. Bez. (I. Tor).— Frieda v. Freudiger, 51 Jahre, Budapest, (1. Tor). — Adele Eide! Grüner, 57 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Gisela Guttmann, 58 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). — Simon Stecke!, 55 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Bernhard Fellner,. 75 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 24. März: Sofie Ehrenstein, 91 Jahre, 4. Bez. (I. Tor). — Arnold Marcus, 71 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Amalia Spitzer, 81 Jahre, 7. Bez. (I. Tor). — Sigmund Blau, 80 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Jakob Bauer, 77 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Abraham Neparstek, 53 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). BEAIRIXB AD ImCBAEIERBAD III., Unke Bahngasse 9, nächst Stadtpark | XVIII., Mlchaelerslr. 13, nächst Volksoper Dampf-, Wannen-, Schwimm- und Heilbäder Kuren gegen Rheuma, Gicht, Ischias, gegen Erkältungen> vorzeitige Alterserscheinungen usw. Synagogen -Ornate und Barette in den m'ahigfaltigsten Formen vorrätig und nach Maß erhalten Sie wie seit - Jahrzehnten nur in der altbekannten Uniformierung und Maßschneiderei Rudolf 6oldstc.ii Wien II., TaborstraBe 54 (£Ä5,»£ - Tel. R 49-0-48 Weiland Oberkantor Josef Goldstein Gegründet 1866 Versand nach allen Ländern Elceottmer. Heraasteber. Verler er and verantwortlicher Schriftleiter: : Olk.»- 8irachte 14. Wie» IL. PraterstraBe TS. - Druck: lmax Solu & Söhne. Wie» U.. Robertwisse 2.