Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1936
- Issue
- Heft 13 (20.3.1936)
- Date
- 1936-03-20
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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Seite 10 Nr. 13 — 20. März 1936 DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Haftorah-Tafel T»«N«««*e» ' Adar-HUsui 6696 MÜIZ1836 tfttb "äbos- 7.15 Adar 26. 6JS . Wijiktel- . 1 Pekade (2.B.M) PArsches Hachaudescn 8.30 < „ 27. HaUÖrab '6.55 Kia Omar »schem Meworchim Ha'cfaandescb Sörcbl Nafscbi i „ 3S. * 7 ic » 20. jsnmlupnrkouoii Uor '•"1 Nissan X Ransel Chaudesch | V „ bis 3. J abds. Freitag, 20. März 6.05 Samstag. 21. Marz 6.55 Sonnt., 22. bis l. Donneret. 2«. Märxp-'* Hilferuf des Hilfsvereines der jüdischen Blinden. II., Rembrandtstraße 18, Tel. A-47-2-77, Postsparkassenkonto A 133213. jüdische Frauen und Männer! Der Hilfsverein der jüdischen Blinden, der auf eine dreißigjährige segensreiche Tätigkeit für die notleidenden Blinden zurückblickt, ist infolge der wirtschaftlichen Krise der letzten Jahre und infolge der großen Zahl der seine Unterstützung in Anspruch nehmenden in Not geratenen jüdischen Blinden, aller Barmittel entblößt. In Anbetracht dieser traurigen Lage ist es' uns leider nicht möglich, den Aermsten unserer Gemeinschaft, den jüdischen Blinden, zu den herannahenden Osterfeiertagen auch nur das Allernotwendigste zu gewähren. Um nicht die Ljchtlosen ihrem Elend preiszugeben, sind wir gezwungen, eine Osteraktion durchzuführen. Wir erlauben uns daher, jeden Leser dieser Zeilen inständigst zu bitten, uns mit einer Spende gütigst zu berücksichtigen. Tüchtige Musiklehrer, Klavierstimmer, Sesselflechter, Bürstenmacher sina auch unter unseren Blinden, welche um Arbeit bitten! (fheaiew und. Jiunst. Festkonzert des Tempelvereines „Beth Hachneseth", HI., Untere Viaduktgasse 13. Am 8. d. M. fand im Festsaale des Hotel Continental zugunsten der Erhaltung des Vereinstempels ein vom „W i e n e r jüdischen Gesangverein" unter Leitung seines Dirigenten Dr. Kurt Pahlen ausgeführtes Konzert statt, bei welchem lithurgische, hebräische und jiddische Lieder und Chöre zum Vortrag gebracht wurden. Das Konzert, dem unter anderen Oberrabbiner Dr. Feuchtwang und der Ehrenpräsident der „Union österreichischer Juden", Dr. J. O r n s t e i n, beiwohnten, kann als eine gutgelungene Veranstaltung bezeichnet werden. Im Soloteil des Abends ernteten insbesondere der ausgezeichnete Oberkantor Funke, ferner die Kantoren Glück und David T ei e mit liturgischen und hebräischen.Gesangsvorträgen reichen Beifall. Kantor Fe u e r brachte zwei Kompositionen des bewährten ^Chordirigenten Josef M i 11 e t zum Vortrag und bewies hiebei ein ganz außerordentliches Können. Besonders hervorzuheben wäre die Leistung des Tenors Wölf' I c h t, der mit ernsten und heiteren jiddischen Liedern brillierte. Herr Ing. Fritz Kohn sang in einem von Vereinskapellmeister Rudolf Beck komponierten und von ihm persönlich dirigierten Lied für gemischten Chor den Solopart. Nicht endenwollender Beifall lohnte Kapellmeister Beck und Ing. Fritz Kohn. Der Cellist Prof. Holländer erfreute das Publikum mit der meisterhaften Wiedergabe des „Kol Nidre" von Bruck. Ueber den Dirigenten des Konzertes, Dr. Kurt Pahlen, der heute schon internationalen Ruf genießt, etwas zu sagen, hieße Ehlen nach Athen tragen. Um das Gelingen des Abends bemühten sich insbesondere der Obmannstellvertreter des Tempelvereines Herr Ing. Koditschek und Herr Friedrich Stadler. Es wäre zu wünschen, wenn öfters Gelegenheit geboten wäre, Aufführungen des „Wiener jüdischen Gesangvereines", der unter der glänzenden Führung seines Dirigenten Dr. Kurt Pahlen und seines Kapellmeisters Rudolf Beck eine führende Stellung im jüdischen Musikleben Wiens erlangt hat, hören zu können. M. U. Jüdische Volkshochschule. I„ Kai 3. Tel. R 28-2-36. Dur große deutsche Rezitator Ludwig Hardt liest Sonntag, den 22. März, 20 Uhr, im Saal des Ingenieur- und Architektenvereines (I., Eschenbachgasse 9)*.,Dichtunüen vom Humor der Juden." Karten von S 1.— bis S 4.— in der Jüdischen Kulturstelle, I., Kai 3, Ted. R 28-2-36. bei Lanyi, I., Kärntnerstraße 44. Buchhandlung Mejstrik, I., Wollzeile 6, M. Rath, IL, Taborstraße 20 a und Gronner, I., Graben 28, Tel. U 22-4-45. Donnerstag, den 26. März, 19 Uhr 15 Min. findet im Jüdischen Kulturtheater ein Autorenabend Ali red Weshalb sollte man dem Mund, der den Vorraum zum Organismus bildet, nicht die nötige Aufmerksamkeit schenken und regelmäßig pflegen. ODOL-Mundwasser reinigt gründlich und beseitigt unreinen Atem. Odol-Mundwasser reinigt auch zwischen den Zähnen, ist sparsam im Gebrauch und von köstlichem Geschmack. Außerdem enthält Odol-Mundwasser neben dem Odol- Antiseptikum den Myrrheextrakt, der gegen Lockerung der Zähne und Blutung des Zahnfleisches wirksam verwendet wird. Zsltnngaai von ▼•rieser versendet, Jesrael «zpedU per 1'edlMm. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden: mit neuer Adresse zurück an Verlag „Die Wahrheit", Wimm IL, MaineslriBe 13/19 leopoMsfödfer Tempeifcrelo Aescflei Awroiioiii 11., Pazwanlteiigaste 6, Tel. R 4T-g-f 3 Anneldiiiiflcii t. Aui&Doten,Traniiiigen (ondiiiBi.lreleHiUiiiinei)n. Barmlzwous »■rtel»nv«rkastr an Werktag» »o» 2 Na «/H Uni nachml tuet, an S«aatagen von 10 bis 12 tibi vormittags Oebetetundeo Adar-Msaan 5696 Adar 26. Wajakhel-Pckude (2. B. M.) barsches Hachaudesch „ 27. Hafiorab Kau omar aEchem Meworchim Hachaudesch Borchi Nafscbi früh 6.45 6.45 u. 9JÜ0 abds. 6.00 L.50 6.45 f „ :s. J .. 29- ) Nissan 1. V „ bis Jaum klpur kotaun Rausch Chaudesch i.00 Werner statt. Aus den Werken des Dichters liest Mairia Gutmann. Einleitende Worte: Dr. Oskar ßendiener. Jüdische Künstlerspiee. IL, PraterstraBe 34. Tel. R 45-4-94. Ein alter Schlager in neuer. Aufmachung. Das gewaltige Bublikumsinteresse bei den Aufführungen einst so berühmter Stücke wie ..Jankaie" und „Die rumänische Chassene", die in letzter Zeit völlig neueinstudiert in den Jüdischen Künstlerspielen herausgebracht wurden, hat die rührige Direktion dieses Theaters veranlaßt, auch die vielleicht berühmteste Schlaserkomödie aller Zeiten ..Zinke Fajer" wieder auf den Spielplan zu nehmen. „Zipke Fajer" hat bestimmt mehr als 1000 Aufführungen erreicht uud es gibt kein jüdisches Theateraentrum, wo diese Komödie von J. Kaiich, mit den populären Musiknummern von Rumschinsky nicht schon erfolgreich gespieM wurde. Bei den dieswöchentlichen Aufführungen #on „Zipke Fjajer" (Freitag, den 20.. Samstag, den 21. und Sonntag, den 22. März) wird Sevilla Pastor zum erste n-m a I die'-.läuptroHe kreieren.^ weshalb man dieser Neueinstudierung besonderes Interesse entgegenbringt. Sonntag, den 22. März, nachmittags halb 4 Uhr. spielt Sevilla Pastor in der musikalischen Komödie ..Pojazzenliebe". Für diese Vorstellung gelten ermäßigte Preise. Der weitere Spielplan lautet: Montag, den 23. März: „Tanzt Jüdalech", Dienstag, den 24. März. ..Masltow", Mittwoch, den 25. und Donnerstag, den 26. März: „Die rumänische Chassene". — „Scha, scha, der Rebbe fuhrt." Die Premiere dieser musikalischen Komödie, die im chassidischen Milieu spielt, wurde für Freitag, den 27. März angesetzt. Das heitere Quartett des Wiener jüdischen Gesangvereines. Wie manches, das mian später als eine Selbstverständlichkeit betrachtet, verdankt man auch die Entstehung dieses heiteren jüdischen Quartetts dem Zufall. Der Leiter der heiteren Abende des Wiener jüdischen Gesangvereines benötigte eine heitere jüdische Nummer, da nahm er sich Zeit., bearbeitete einige unserer schönen jüdischen Volkslieder und studierte sie mit den vier bestgeeigneten Herren des Vereines ein. Das. was nur für den Verein gedacht war. wurde ein . gewaltiger Erfolg. Die Zuhörer waren so begeistert, daß sie jedes Lied stürmisch . zur Wiederholung verlangten und. die vier Sähger nicht vom Podium ließen. Das Quartett würde nun von einigen befreundeten .Organisationen eingeladen und überall jubelte ihnen das Publikum zu. Endlich war die seriöse und dabei wirklich heitere jüdische Programmnummer gefunden, nach der jeder jüdische Veranstalter und das Publikum so dringend verlangen. Heute, nach kurzem Bestände, ist das heitere jüdische Quartett bereits zu einem Begriff geworden und sollte bei keiner jüdischen Veranstaltung fehlen. Diese vier Sänger verstehen es in wunderbarer Weise, jüdischen Humor und jüdische Stimmung zu verbreiten. Bund jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs, Bezirks* gruppe II. Samstag, den 21. März, findet im Heime, IL, PraterstraBe 66, ein gemütlicher Abend mit erstklassigen Vorträgen statt. Beginn 20.30 Uhr. Gäste herzlich willkommen. Kartenreservierung R-41-5-99. Beerdigungen. 11. März1 1936: Mathilde Pollak, 73 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Jakob Weiß, 75 Jahre, 15. Bez. (IV. Tor). — Abraham Gelbard, 76 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor)\ — Viktor Zucker, 70 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). 12. März 1936: Jakob Fischer, 78 lahre, 7. Bez. (I. Tor). — Julius Popper, 63 Jahre, 7. Bez. (I. Tor). — Friedrich Guttmann, 53 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Sofie Hirsch, 63 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Mathilde Matzner, 75 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Beile Neumann, 71 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor), -i- Sigmund Mannheim, 48 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 13. März 1936: Heinrich Weiler, 71 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Moriz Weißmann, 59 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Antonie Fischer, 70 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Marie Schalk, 57 Jahre. 20. Bez. (IV. Tor). — Friedrich Weiß, 54 lahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Franziska Horschetzky, 72 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). 15. März 1936: Anna Chane Altbach, 77 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — WoW Klapp, 85 fahre, 2. Bez. (I. Tor). — Stella Eisenthal, 48 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Thea Karmel, 41 lahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Ignaz Feigl, 71 lahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Regine Max, 72 Jahre, 2, Bez. (JV. Tor). — Grete Kalmann. 55 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Moriz Krämer, 66 Jahre, Czernowitz (IV. Tor). — Regine Raucher, 60 jähre, 10. Bez. (IV. Tor). — Artur Blau-Bisentz, 62 jähre, 9. Bez. (IV. Tor). — Julius jungmann, 83 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). — Minna Sturm, 75 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). — Taube Preis, 83 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Margulie Kurzrock, 66 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 16. März 1936: Lazar Saschitzky, 66 Jahre, 20. Bez (I. Tor). — Julius Kunewälder. 86 [ahre, 9. Bez. (I. Tor). — Max Chlamtatsch. 70 Jahre. 2. Bez. (I. Tor). — Anna Brunner, 77 Jahre. 3. Bez. (I. Tor). — Moriz Mandl, 77 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Gittl Abisch, 71 lahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Ida Fisch!, 64 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). — Abraham Hofstädter, 84 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 17. März 1936: Paula Zahngut, 75 lahre, 9. Bez. (I. Tor). — Richard Mandl, 53 Jahre, 19. Bez. (I. Tor). — Josef Fleischmann. 57 Jahre, 16. Bez. (I. Tor). Dr. Gustav Arens, 68 Jahre, 8. Bez. (I. Tor). — Bertha Weiß. 63 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Markus Weißbartl, 65 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Berl March, 43 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). BEATRIX» AD I miCHAElERBAD III., Linke Bahngasse 9, nächst Stadtpark | XVIII., Mfcttaeferstr. 12, näehst Volksoper Dampf-, Wannen-, §diwimin und Heilbäder Kuren gegen Rheuma, Gicht, Ischias, gegen Erkältungenj vorzeitige Alterserscheinungen usw. Weiland Öberkantor Josef Goldstein Synagogen -Ornate und Barette in den manigfa.ltigsten Formen vorrätig und nach Maß erhalten Sie wie seit Jahrzehnten nur in der altbekannten Uniformierung und Maßschneiderei Rndolf GoldsleiD Wien Taborstraße 54 - Tel. R 49-0-48 Gegründet 1866 '] Versand nactetallen Ländern Elcentfimer. Herausteber. V er lerer and verantwortlicher Schriftleiter: Oskv Hl richte Id. Wie« Tl.. PraterstraBe 29. — Druck: Imaz Spitz & Söhne. Wiei II.. Robertrasse 2.