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Die Wahrheit · 1936-02-28 · Heft 10 (28.2.1936) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1936
Issue
Heft 10 (28.2.1936)
Date
1936-02-28
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite Nr. 10 — 28. Februar 1936 DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perelt-, Omer- und Haftorah-Tafel 0«b*tBMBd«& Adar S696 Feber-M&rz 1036 MM abds. 7.15 Adar 5. 5.35 ( Terunob ) U. B. M ) Hafsoko 8.39 f „ 6. Baftora %25 Waaschem nosan obocbmo { Borcbi Nafscbi J / ,." 7. bU , 7.15) ,. II. Taanis Ester J.6.55 "1 tFasten) J abds. Freitag, 28. Feber 5.35 Samstag, 29. Febei 6.25 Sonntag, 1. bis ) Mittwoch 4,März 1 rrr Donnerst. 5. März ( aja (Fasten Ostern) ) Der Israelitische Humanitätsverein Favoriten hält am Sonntag, den 1. März, 10 Uhr vormittags, im Winterterrtpel, X., Humboldtsasse 25, seine 58. ordentliche Generalversammlung ab. Um 6 Uhr findet im Tempel <ier diesjährige Trauengottesdienst statt Humanitärer Frauenverein Josef Stadt. Dienstag, den 3. März, 6 Uhr abends, im Sitzungssaale des Tempelvereines Josefstadt, VIII., Neudeggergasse 12, ordentliche Generalversammlung. „Mathilde", Verein zur Bekleidung armer jüdischer Schulkinder, veranstaltet am Samstag, den 29. Februar, um 8 Uhr abends, im Festsaal des Hotel Continental, II., Taborstraße 6, seine diesjährige Künstlerakademie mit Tanz, Juxbasar, Prämiierung der drei schönsten Kostüme und diversen Ueberraschungen. — Das Reinerträgnis dient zur Bekleidung armer jüdischer Kinder. — Aus dem reichhaltigen Programm seien u. a. erwähnt: Marcelle Luzatto (Simpl), Sevilla Pastor, Renee Ritter (Radiosängerin), Fritz Grün bau ni (Kammerspiele), Max Lichtegg (Theater a. d. Wien), Roman Marek und Herbert Eigner (am Doppelflügel), Dr. Karl Ritter. Mit Rücksicht auf den wohltätigen Zweck wird um zahlreichen Besuch gebeten. Der Verein Bikur Chaulim, 1., Seitenstettengasse 4, veranstaltet am Sonntag, den I. März, 4 Uhr nachmittags, im Festsaale des Hotel Continental, II. Taborstraße 8, eine Wohltätigkeits-Jause mit musikalischen und deklamatorischen Vorträgen. Mitwirkende: Hugo K n e p 1 e r, Conferencier, Otto S c h u 1 h o f, Klavier, Irene S e i d n e r u. a. Entree inklusive Jause S 2.60. Telephon A-l9-7-54. Der jüdische Frauenverein Landstraße (Präsidentin Frau Erna S c h w a r z - H i 11 e r) -veranstaltet am Dienstag, den 3. März, in den Gesellschaftsräumen des Hotel Metrppol, I., Franz Josefskai, eine Festakademie mit Tanz unter der Devise „Ei n Sommerabend in.Ischl" und bittet in Anbetracht des wohltätigen Zweckes um starken Besuch dieser Veranstaltung, für die prominente Künstler*gewonnen wurden. Der Tetnpelverein „Beth Hachneseth", Wien III., Untere Viaduktgasse 13, veranstaltet Sonntag, den 8. März, 8 Uhr abends, im Hotel Continental, Eingang Wien IL, Taborstraße 4, ein Purim-Fest- K.onzert. Das Konzert wird von einem 120 Personen starken Chor des Wiener jüdischen Gesangvereins unter Leitung seines Dirigenten Dr. Kurt P a h 1 e n ausgeführt, unter Mirwirkung prominenter Wiener Oberkantoren. Programm: Liturgische Gesänge, hebräische und jiddische Volkslieder. Das Reinerträgnis dient zur Gänze für Zwecke der Erhaltung des Gotteshauses. Karten (S 1.— bis S 3.50, Stehplatz S —.50) in der- Tempelkanzlei täglich zwischen 10 bis 12 Uhr sowie bei allen Vorstandsmitgliedern. Der Israelitische Frauen verein im XVIII. Bezirk veranstaltet Samstag, den 7. März (Purim) um S Uhr abends im rtoteä Continental, IL, Praterstraße 6 eine Fest-Akademie mit Tanz. Prominente Kunstkräfte halben thre Mitwirkung zugesagt. Conference Erwin Engel. Entree S 2.—, an der Kassa S 2.50. Das Reinerträgnis dient Fürsorgezwecken. Karten sind bei den Vorstandsdamen und im Cafe Kolosseum, IX.. Nußdorferstraße 6 erhältlich. Jüfunsf und Xitcwatuw Toscanini dirigiert in Palästina. Bronislaw H u b e r m a n n, der berühmte Geiger, der sichbekanntlich die Organisierung eines großen Symphonie-Orchesters in Palästina, das sich hauptsäch-. lieh aus aus Deutschland vertriebenen jüdischen Solisten zusammensetzen soll, zur Aufgabe gemacht hat, gibt soeben bekannt, daß Arturo Toscanini, der größte Dirigent der Gegenwart, am 24. Oktober 193ß das erste Konzert des palästinensischen Symphonie-Orchesters dirigieren wird. Toscanini, so teilte Hubermann weiter mit, hat sich für die nächste Saison von seinen amerikanischen und anderen Verpflichtungen gelöst, um dieser Verpflichtung in'..Palästina r.nchkommen zu können. Er wird außer dem Eröffnungsk-stkonzert mehrere weitere Konzerte des Symphonie-Orchesters in Palästina dirigieren. Der Entschluß Toscaninis. diese an ihn ergangene Einladung anzunehmen — sagte Hubermann — bedeute einen M a r k s t e i n sowohl im Kampf gegen den N a z'i s m u s, als auch im Aufbau Palästinas. Zeitnahes vom Verleger versendet. Journal expetie per l'et tfcmx. Falls Adressat verzogen« nicht nachsenden: mit neuer Adresse zurück an Verlas „Die Wahrheit". Wlan 11^ HalnastraB« 13/12 leopoldstädfer Tcnpettcrelo Aesibel AwroDom D., Pramwltemme §, Tel p 4T-C-63 AnacHHuutai ». AMaeboUB,Tranamten (natu m. tretest BUnnel) o. DarmizwMU Partei•nvarkafcr an WatMagea tob 2 bh «M Uta naen. nnuge, as SMUrtaftn m 10 bk 12 übi «•mittut Oebetetnnden frflb A4mr B6*e *bdi. «.<6 Adar 5. ' 5.30 Temmob (2. B. M.) Hafsoko ,. 6. Bnttora Waaschem nosan chochmo Borcbi Nafschi / ,. 7 \ ., 11 7.—10. bis Taanis Ester (Pesten) Arturo Toscanini hat' bei verschiedenen Gelegenheiten seiner tiefen Sympathie für die leidenden Juden und seiner Entrüstung über die Vertreibung hervorragender jüdischer Musiker aus Deutschland Ausdruck gegeben. Im April 1933 erregte sein Protesttelegramm an Hitler wegen der Judenverfolgungen Weltaufmerksanikeit. Im gleichen Jahre wies er' die' Einlädung, die Ba'yreu'ther Wagner-Festspiele zu dirigieren, zum Protest gegen die Verfolgung jüdischer Künstler und Gelehrter zurück. Seither meidet er Deutschland vollkommen. Die Strnad-Ausstellung im Hagenbund, 1., Zedlitzgasse 6, ist nur noch kurze Zeit geöffnet. Ms ist Ehrenpflicht jedes J uden, die Ausstellung von Werken des hervorragenden jüdischen Künstlers zu besuchen. Die „Union Österreich i s c he r Jude h" beabsichtigt, am nächsten Sonntag vormittags eüie^'FüJirüng durch, die Aus-, Stellung unter sachkundiger Leitung zu veranstalten. Anmeldungen raschest erbeten an das S e kretariat der „Uniion". IX., Berggasse 4, Telephon Nr. A 19-2-77. Klavierabend Wolfsohn. Nach dem vollständig ausverkauften Chopin-Abend Prof. Juliusz ' W o 1 f s o h n s hat die Konzertdirektion der. Ehrbarsäle den Künstler für einen zweiten Klavierabend verpflichtet. JuKusz Woh'sohn spielt diesmal Werke von Scarlatti, Beethoven, Chopin, Liszt, Scriabine und eine Reihe eigener Kompositionen neuer jüdischer Musik, darunter auch Novitäten. Das Konzert findet am Donnerstag, den 5. Mär/ 1936, um 8 Uhr im Großen Ehrbarsaal statt Karten bei Gronner, Graben 28 und in der jüdischen Kulturstelle, I.. Franz Josefs-Kai 3. Liebe zu verkaufen. Man steht Ankündigungen eines neuen „amerikanischen" Repertoirestückes immer mit einem gewissen Skeptizismus gegenüber. Das Wiener jüdische Publikum sieht viel lieber das Genre-lustiger Operetten, die ihren Stoff aus dem chassidischen Milieu nehmen. Um so angenehmer ist man überrascht, in der letzten Novität der Jüdischen Künstlerspiele „Liebe zu verkaufen", eine musikalische Komödie kennen.iu lernen, die schlechtweg als die beste, weil lustigste des diesjährigen Gastspieles Sevilla Pastors bezeichnet werden kann. Das Stück zeichnet sich durch zusammenhängende Handlung aus, hat durchwegs gutgesehene Charaktere und eine Bombenrolle für die Pastor. Ihr Schlosserbub ist eine der besten Figuren, die sie auf der Bühne gestellt hat, voll libtrinutiger Ausgelassenheit. Ihre Gutmütigkeit ist nicht gespielt, sondern echt, da sie in jeder Phase ihres Spiels natürlich, und darum künstlerisch so groß ist. Sie ist diesma wieder die Pastor, wie man sie gerne sieht. Neben ihr können sich unter der ausgezeichneten Regie M. Pastors Erna S i e g 1 e r und Dolly Nachbar am besten behaupten. Die Stärke Erna Sieglers liegt im dramatischen Fach, und ist es ihr hoch anzurechnen, wenn sie in den ernsten Szenen die Lustspielstimmung nicht um-' schlagen läßt. Dolly Nachbar ist ein ausgezeichneter Komiker, weil er vor allem den Charakter einer Rolle zu erfassen sucht Sein Duett mit der Pastor — eine Meisterleistüng. Köstlich sind auch die beiden Typen H. Kosovsky und M. Pastors, aber auch alle arideren Mitwirkenden, so insbesondere Rosa S i e g I e r sowie die saubere Ausstattung verdienen ein Speziallob. Konzert des bekannten hebräischen Liederinterpreten, Konzert- und Radiosängers J. Segal-Ros e n b a c h (Tenor), Sonntag, den 8. März, 8 Uhr abends, im Konzertsaal „Post", I., Fleischmarkt 24. Programm: Neuhebräische, neupalästinensische Kunsi- und Volkslieder. Populäre Eintrittspreise. Karten zu haben in der Jüdischen Kulturstelle, I., Franz Josefs-Kai 3. Beerdigungen. 19. Februar 1936: Lemel Berlstein, 86 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). ~ Katharina Moses. 86 Jahre, 9. Bez. (I. Tor.) — Ernestine Brod, 84 Jahre, 19. Bez. (IV. Tor).— Salonion Bernhard Fellner, 22 Jahre, 4. Bez. (IV. Tor). — Jakob Ehrenfeld, 81 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Berthold Weiß, 73 Jahre, 14. Bez. (IV. Tor). 20. Februar: Johanna Rok, 77 Jahre, .9. Bez. (I. Tor). — Regina Polatschek, 74 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Therese Heimann, 79 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Regine Tauber, 68 Jahre, 11. Bez. (I. Tor). — Betti Wollner, 85 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Rosa Jerusalmi. 26 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Moriz Freiberger, 66 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). Anton Reichsfeld. 66 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). — Dr. Wilhelm Berliner, 54 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). ' 21; Februar: Elsa Lemberger, 55 Jahre, 3. Bez. (I,-Tor):: — Philippine Adler, 84 Jahre. 6. Bez. (I. Tor). — Felix Glaser, 11 Jahre. 19. Bez. (IV. Tor). — Klara Schreiber,- 61 Jahre. 18. Bez. (IV. Tor). — Chaje Herschdörfer (Lindner), 70 Jahre, 2. Bez: (IV. Tor). — Sigmund Braun, 64 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor) — Louis Rosset, 75 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Salomen Steinhart, 74 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Peter Grünfeld. 6 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Leo Rokotnitz, 82 Jahre, 2. Bez. {IV. Tor). — Ernestine SternschuB, 66 Jahre. 6.-Bez. (IV. Tor). 23. Februar: Mayer Parnaß, 86 Jahre, 6. Bez. (I. Tor). — Fanny Kohn, 72 Jahre, 18. Bez. (I. Tor) — Sofie Roth, 72 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Regine Fuchs, 93 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). — Heinrich Bauer, 78 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Hermann Kohn, 72 Jahre, 7. Bez (IV. Tor). — Georg Sonderling, 55 Jahre, 4. Bez. (IV. Tor). — Jeanette Spitz, 75 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor) — Geza Halbrohr, 52 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Eva Engel, 77 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Josef Spitzer, 73 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Samuel Parnaß, 78 Jahre 3. Bez. (IV. Tor). — Albert Chiger, 56 Jahre, 14. Bez. (fV. Tor). — Rachel Weinbaum, 25 Jahre. Tel Aviv (IV. Tor). 24. Februar: Karoline Steinhof, 67 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Moses Pustelnlkow, 65 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). — Therese Wek, 86 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Marie Fuchs, 66 Jahre, 17. Bez. (IV. Tor). — Sofie Deutscher, 77 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Leopold Gottesmann, 72 Jahre, Boryslaw, Polen (I. Tor). 25. Februar: Klara Hohnann, 15 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Markus Werner, 61 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Netti Witzelsberger, 32 Jahre, 16. Bez. (IV. Tor). — Mathilde Friedmann, 76 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Jenny Loew, 35 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Moses Weiner, 70 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Avrain Adolf Rosenbaum, 66 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor) — Leopold Breiner, 60 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor) Weiland Oberkantor Josef Gold stein Synagogen -Ornate und Barette in den manigfaltigsten Formen vorrätig und nach Maß erhalten Sie wie sett Jahrzehnten nur in der altbekannten Uniformierung und Maßschneiderei Rudolf Goldstein Wien II., Taborstraße 54 — Tel. 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