Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1936
- Issue
- Heft 3 (17.1.1936)
- Date
- 1936-01-17
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite Sjr Nr. 3—17. Jänner 1936 Kalender-, Sidra-, Perek-, Omerynd Haftorah-Tafel GtatetaMBten Tebeth 6696 Jänner 1936 fron abds. 715 Tebeth 22. 4.30 / Schernaus t (2. B. M ) Haltorah 8.361 ,. 23. Haboim \ 520 \ jaschiesch ( Meworchim tiachaudescb l Borcbi Nafscbi 1 f „ 24. bis 1 7.18S „ 28. Jaum kipur? 4.50 ' kotann > abds. Freitag, 17. «n. 4.30 Samstag. 18. Jan. 5.20 Sonntag, 19. bis l 4 50 Donnerst. 23.Jan. i ,,au Wie alljährlich konnte auch diesmal trotz der wirtschaftlichen Krise dank der mühevollen Tätigkeit des gesamten Vorstandes sowie der Opferbereitschaft der Gönner und Spender der rührige Verein „Mathilde" 150 arme Kinder vollständig mit neuen Kleidern, Schuhen und Wäsche ausstatten. Die Verteilung fand, verbunden mit einer Chanukafeier, am 25. Dezember v. J. im Festsaale des Hotel Continental statt In den Nachmittagsstunden versammelten sich 150 Kinder an vier gedeckten Tafeln, wo ihnen eine Jause, gespendet vom Ehepaar Cafetier Buchsbaum, verabreicht wurde. Außerdem war der Saal mit geladenen Gästen voll besetzt und begrüßte der Festleiter Josef Stapler die Anwesenden und insbesondere folgende Persönlichkeiten: die Herren Oberrabbiner Dr. I. Taglicht und Rabbiner Dr. M. Rosenmann mit ihren Damen, Altvizepräsidenten Dr. Ornstein, Frau Fürsorgerätin Schwarz, Chefredakteur Hirschfeld, Frau Mathilde Buchsbaum und Frau Lotte Weinreb samt Gemahl, Klagenfurt, sowie viele andere von religiösen und humanitären Institutionen entsendete Delegierte. Nach Anzünden der Chanukalichter durch Oberkantor Funke unter Begleitung seines Chores, geleitet vom Dirigenten Heimann, hielt der Ehrenprotektor des Vereines, Herr Rabbiner Dr. .Rosenmann, die Festrede, die allen Anwesenden zu Herzen ging und mit großem Beifall aufgenommen wurde. Nunmehr gelangten Darbietungen der Kinder zur Vorführung. Sodann folgte eine Ansprache des 12jährigen Sohnes des Rabbiners B1 e c h an die Kinder über die Bedeutung des Chanukafestes, die mit äußerster Aufmerksamkeit aufgenommen und von groß und klein lebhaft akklamiert wurde. Hierauf gelangten die Pakete zur Verteilung, die von den Kindern mit strahlenden Gesichtern entgegengenommen wurden. Am 25. v. M. veranstaltete der J. A. V. „E m u n a h" im Marmorsaale des Hotel „National" eine Chanukafeier vor ausverkauftem Hause.. Nach der Begrüßung . durch den -.ObnwnpsteUvertreter,- Herrn G r ü n h u t, erfolgte das Anzünden der Chanukalichter durch Herrn Arnold Donath, die gehaltvolle Festrede des Herrn Dr. Emil Lehmann fand stürmischen Beifall. Das nun folgende Akademieprogramm wurde von hervorragenden Kunstkräften ausgeführt, wie Jehuda Ehrenkranz, dem Vortragsmeister, welcher auch hier durch seine Kunst die Hörer entzückte. Segal Rosenbach und seine Begleiterin Lilli Riegler rissen mit ihren palästinensischen und ostjüdischen Volksliedern das Publikum mit. Auch die Musik Sektion des Verbandes unter der verständnisvollen Leitung ihres temperamentvollen Kapellmeisters Ing. Max G e f t e r leistete Ausgezeichnetes und konnte einen Löwenanteil des Abends durch ihren exakten und lebendigen Vortrag der Konzerte, insbesondere durch Geigers „Altes aus dem Osten" beitragea Man konnte ferner dem Orchestermitglied Dr. Friedrich Löwenkopf für seinen gediegenen Cellovortrag, verständnisvoll von Fräulein Olga Banow i t z auf dem Klavier begleitet, danken. Der Conferencier Karl Rod eck brachte eigene ernste und heitere Dichtungen zum Vortrage. TJmtfidje Verfautdarungen ier JsraefitiscQen Xuftusgemembe Wen Predigten in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 17. Jänner werden bei den um 4 Uhr 30 Minuten beginnenden Abendgottesdiensten in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: 2. Bez., Tempelgasse 5 (Oberrabbiner Dr. 1. Taglicht), 6. Bez., Schmalzhofgasse 3 (Rabb. Dr. J. Drobinsky), 8. Bez., Neudeggergasse .12 (Rabb. Dr. M. Bauer). 9. Bez., Müllnergasse 21: (Rabb. Dr. A. Z. Schwarz), 10. Bez., Humboldtgasse 27 (Rabb. Dr. A. Weiner). 13. Bez., Eitelbergergasse 22 (Rabb. Dr. M. Lewin), 16. Bez., Hubergasse 8 (Rabb. Dr. J. M. Bach). 19. Dollinergasse 3 (Rabb. Dr. A. Frankfurter). 20. Bez., Kluckygasse 11 (Rabb. Dr. B. Munnelstein). Samstag, den 18. Jänner, beim Vormittagsgottesdienste Schrifterklärungen: 20. Bez., Käaickygasse 11 (Rabb. Dr. B. Murmelstein), 21. Bez., Holzmeistergasse 12 (Rabb. Dr. M. Rosenmann). * Israelitische Jugendgottesdienste. 1. Jugendgottesdienst für Volks-. Haupt- und Mittelschüler (-Schülerinnen). Samstag, den 18. Jänner, um 3 Uhr nachm.. in allen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. 2. Besondere Jugendgottesdienste für Mittelschüler- und -Schülerinnen für Unterklassen im IL, IX. und XX. Bezirke. . .Samstag, den 18. Jänner, um K5 Uhr nachm., im Leopoldstädter-Tempel, 11.. Tempelgasse 5. und in den Bezirkssynagogen, IX., MüHnergasse'21 iuhdIXX., Kluckygasse H. Z«ltm»ff«B V(U9a ▼•rleger ¥•*••»*•!, ■¥p>Wi per IV ~" Falls Adressat venösen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an Verlas „Die Wahrheit", Wlanlk, Heinestraße 11/13 leopoftfeffiffier Tcmpeifcretn Aeswa Awrotawi II., PaanaBMc^aMc 6, Tel. tt 4T-a-«3 ABmeMHngen f .:Xuigelwien,Trauiiii!ien (aadi unt. lrelcn|UmBidi) n. Barmizwaiis PartolMvarkabr an Werktages von 2 bis </•* Uhr nachmittags, an Sonntags« tob 10 bis 12 Übt vormittags Gebetatunden früh T*beth 5696 abds. 6.45 Tebeth 22. „' 4.30 Schernaus (2. B. M.) <Haftorab 23. Habolm jaschresch HAewoicbim Hacbaudesch Borcbi Nafscbi ,» 24. bis , 28. Jaum kipur kotaun 3. Gottesdienst für die reifere Mittelschuljugend (IV^-VIII. Klasse). Freitag, den 17. Jänner d. J.. um 6 Uhr abends, im Stadttempel, 1., Seitenstettengasse 4 (Ansprache Prof. Dr. Manfred Papo über: „Die Berufung Moses"). * Aktion für die Winterhilfe 1935/36 durch die Angestellten der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Dem Aufrufe des. Herrn Bundeskanzlers zur Beitragsleistung für die Winterhilfe durch Angestellte des privaten und öffentlichen Dienstes hat die Angestelltenschaft der Kultusgemejnde unverzüglich Folge geleistet und beschlossen, dieser.Aktion in der Zeit vom 1. Dezember 1935 bis inklusive % April 1936 Beiträge zu leisten,. die den Leistungen der Angestellten der Gemeinde Wien entsprechend angepaßt sind. In Berücksichtigung der sozialen Winterhilfe,, die wie alljährlich vom. Kültusvorstande durchgeführt wird, hat die Angestdlterisraaft beschlossen, die Hälfte der für die Winterhilfsaktion, im Wege des freiwilligen Gehaltsabzuges vereinuafiih'ten Beträge dem Vorstande der Kultusgemeinde für seine Winterhilfsaktionen zur Verfügung zu stellen. s ' ,,.. Adolf, Therese und Julius Stern-Wohltätigkeitsstiltung. Verleihungsbetrag; :S 2000.—. Bewerbungsberechtrgt sind: Würdige und bedürftige Personen jüdischer^Konfession ohne Unterschied des Geschlechtes und ohne Rücksicht auf die Staats- und Gemeindezugehörigkeit. '; Bevorzugt sind: Von allen Bewerbern solche der Unterstützung würdigeiind bedürftige Einschreiter, welche die Verwandtschaft oder Schwägerschaft mit dem am 14. April. 1899 verstorbenen Stifter, Herrn Adolf Stern oder dessen Gattin, Frau Therese Stern, geb. Kanitz, nachzuweisen vermögen. Verleihungstag: 15. Apri 1936. Gesuchsbeilagen:; Geburtsschein, bzw. Trauungsschein. Armutszeugnis, eventuell Verwandtschaftsnachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Jänner 1936. Einreichstelle: Fürsorge-Zentrale der israelitischen Kultusgemeinde. Wien I., Seitenstettengasse 2. I. Stock. * Julius Engelberg-Ausstattungsstiftung. Gesamtverleihungsbetrag S 400.—, und zwar je 1 Stittplatz für eine in Lezajsk (Polen) und eine in Wien geborene Bewerberin. Bewerbungsberechtigt sind: Arme, würdige, im Brautstand befindliche Mädchen, die in Wien oder Lezajsk geboren sind. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, Braoitstandsnachweis. Sittenzeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 29. Februar 1936. Einreichstelle: Wien U Seitenstettengasse 2, Fürsorge-Zentrale. I. Stock. Bewerberinnen, welche sich vor der Verleihung des Stiftungsbetrages verehelichen, verlieren die Bewerbungsberechtigung. Zur Bewerbung sind Gesuchsbögen zu verwenden, welche in der Einreichungsstelle (Fürsorge-Zentrale, Wien I., Seitenstettengasse 2. I. Stock) unentgeltlich ausgefolgt werden. Die Gesuchsbögen enthalten auch nähere, für die Bewerberinnen wichtige Bestimmungen. ' * Karoline Güterbock-Stiftung. Gesamtverleihungsbetrag: S 140.—. '4 Bewerbungsberechtrgt sind: Arme kranke Frauen und Mädchen mosaischer Konfession. Bevorzugt sind: Solche arme kranke Frauen und Mädchen mosaischer Konfession, weche in Holic leben oder daselbst zuständig sind. Gesuchsbeilagen: Geburtssohein, ärztliches Zeugnis, Mittellosigkeitszeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Jänner 1936. Einreichstelle: Fürsorge-Zentralle der .israelitischen Kultusgemeinde, Wien I., Sedtenstetterigasse 2. I.: Stock. ' ■ Jakob Luxenburg-Stiftung. Gesamtverleihungsbetrag: S 500.—. L. .• . Bewerbungsberechtigt sind: Hilfsbedürftige, jüdische Witwen, welche im III, Wiener Gemeindebezirk wohnhaft sind. Bevorzugt sind: Von den oben bezeichneten Personen Beamtenswitwen galizischer Herkunft, wenn ihnen durch die Verleihung eines Betrages zu einer ..Existenz verholfen wird und die Erziehung der 'verwaisten Kinder ermöglicht, respektive, erleichtert wird. Einreichungsfrist: Bis 31. Jänner 1936. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Totenschein des Gatten, eventuell Geburtsscheine der Kinder. Einreichst eile: Fürsorge-Zentraie der israelitischen Kultusgemeinde, Wien I.. Seitenstettengasse 2, I. Stock. * Kundmachung. Im Sinne des Gesetzes vom 21. März 1890, R.-G.-BI. 57, untersteht die Erzeugung und der Verschleiß von rituellen Osterbroten der Aufsicht des ehrwürdigen Rabbinates der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Jene Mazzotherzeuger, welche für das Jahr 1936 Mazzoth zu erzeugen beabsichtigen, werden aufgefordert, sich unverzüglich mit dem Kultusamt, I., Seitenstettengasse 2, wegen Erlangung der Aufsichtsbewilligung und Festsetzung der Modalitäten ins Einvernehmen zu setzen. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. # Die Jüdische Gemeinde in Madrid teilt uns mit. daß ein Herr Rafael Cori y Rodity die Absicht hat, hier Geld für die Veröffentlichung eines Buches zu sammeln und sich als Vertreter dieser Gemeinde ausgibt. Die Gemeinde Madrid ersucht, der Oeffentlichkeit zur Kenntnis zu bringen, daß der Genannte-keinerlei ..wie immer geartete Äütorisation von ihr zur Vertretung diesejMjemeince und.Czur Sammlung von Geldmitteln besitzt. :i „Jüdische Künstlerspiele". II., Praterstraße 34. Montag, den 20. d. M., findet in den „J ü d i s c h e n K ü n s tlerspjelen" der Ehrenabend der bekannten ten Schauspielerin Lea Weintraub-Grat statt. Zur Aufführung gelangt die ..O p f e r u n g Isaaks" mit Frau Weint raub als Sure und Sevilla Pastor als Isaak. (Beerdigungen. Nachtrag: 1. Jänner 1936: Regine PeBl, 63 Jahre, 18. Bez. (IV. Tor). 8. Jänner: Sofie Reich, 88 Jahre. 2. Bez. (I. Tor). — Henriette Weiß, 72 Jahre, 19. Bez. (IV Tor). — Betti Singer, 46 Jahre, 10. Bez_(IV. Tor). — Viktoria Sulzer, 85 Jahre. 9. Bez. (IV. Tor). — Stanislaus Gottesmann. 52 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 9. Jänner: Rudolf Neff. 76 Jahre, 8. Bez. (I. Tor). — Erna Rosenzweig, 38 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Helene Schwarz, 55 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Josef Mertens, 57 Jahre, 19. Bez. (IV. Tor). — Abraham Geldzähler, 64 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). 10. Dezember: Malwine Neumann, 60 Jahre, 2. Bez. (I.-Tor). — Jakob Pais 43" Jahre, Petrikau (Polen) (IV. Tor). — Adolf Herzog. 49 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Ettel Fett. 35 Jahre, Rzesow (Polen), (IV. Tor) -- Laura Knöpfelmacher, 72 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor) — Helene Mislap, 71 Jahre, 7. Bez., Döbl. Friedhof. 12. Jänner: Valeska Guttmann, 74 Jahre. 17. Bez. (I. Tor). — Gabriele Tausig. 60 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Matilge Moller, 81 Jahre. 6. Bez. (I. Tor). — Matilde Weiß, 72 Jahre, 15. Bez. (I. Tor). — Stefanie Deutsch. 49 Jahre, 18. Bez. (IV. Tor). — Beile Koffler, 85 Jahre. 20 Bez. (IV. Tor). — Julius Kraus, 85 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Leopold Fischer, 81 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Anna Bergmann, 79 Jahre. 9. Bez. (IV. Tor) — Rudolf Ernst. 61 Jahre, 18. Bez. (IV. Tor). — Fanny Wischnitzer. 73 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Perl Arie, 67 Jahre. 14. Bez. (IV. Tor). — Rudolf Wettreich, 46 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). — Emilie Saxl, 73 Jahre. 15. Bez. (IV. Tor). 13. Jänner: Kamilla Kohn. 62 Jahre, 12. Bez. (I. Tor). — Perl Schläfrig, 75 Jahre. 2. Bez. (I. Tor). — Todres Gottesmann, 73 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor) — Jeremias Neufeld. 74 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — Ernst Jelinek. 63 Jahre, 9, Bez. (IV. Ter). — Elias Wolfsohn, 49 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Samuel Margosches, 53 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 14. Jänner: Rosa Wagschal, 75 Jahre, 14. Bez. (I. Tor). — Fanny Lieberts, 66 Jahre. 2. Bez. (I. Tor). - Rudolf Donath, 73 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Jakob Hirsch-Koczan, 24 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor) — Otto Popper, 70 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Rudolüne Schlesinger, 56 Jahre. 9. Bez. (IV. Tor). —" Jakob Darväs, 86 Jahre, 18. Bez. (IV. Tor). — David Paporisch, 2. Bez. (IV. Tor). Hauff Blatt! Bcesttner. Haraasgeber. Vcrieter md versntwurtHäber Seariftleiter: Oakv ii I r sebf«14. Wie* II.. PraterstraBe 29. - Druck: Jcnax Spitz «t Sohne. Wien II.. 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