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Die Wahrheit · 1935-11-22 · Heft 47 (22.11.1935) · page 7

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1935
Issue
Heft 47 (22.11.1935)
Date
1935-11-22
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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■? DIE WAHRHEIT Nr. 47 — 22. November 1935 Seite H Neuwahl des Tel Äviver Stadtrates. Laut Verfügung des Distriktskommissars werden die Wahlen zum Stadtrat von Tel Aviv am 15. Dezember durchgeführt werden. Sämtliche Parteien — und es kandidieren deren eine ganze Menge — haben bereits den Wahlpropaganda-Apparat in Bewegung gesetzt. Der bekannte Bürgermeister von Tel Aviv, Meir Dizengoff, hat es abgelehnt, sich bei der bevorstehenden Neuwahl als Kandidat aufstellen zu lassen. In einem Interview erklärte der Bürgermeister, die negative Haltung der Regierung gegenüber den Bedürfnissen von Tel Aviv, insbesondere im Zusammenhang mit dem städtischen Budget und den in letzter Zeit geführten Anleiheverhandliingen, habe ihn bestimmt, die Wiederwahl nicht anzustreben. Er fasse diese Haltung der Regierung als Mißtrauen für sich und sein Lebenswerk auf. Die „Palestine Post" bemerkt diesem Interview, daß im Lauf der letzten Verhandlungen mit der Regierung über die Tel Aviver Anleihe eine ernste B edröluung jeglicher Unabhängigkeit, deren sich die Stadtverwaltung gegenwärtig erfreut, offenbar geworden sei. Zweifellos spielt das Blatt hierbei, ohne es ausdrücklich zu sagen, auf die Abschaffung der Polizeiautonomie der Stadt an. High Commissioner Sir Arthur Wauchope hat dem Bürgermeister Meir Dizengoff in, Tel Aviv einen Besuch abgestattet. Der Besuch trug, so heißt es, keinen offiziellen Charakter. In unterrichteten Kreisen bringt man dem Besuch des High Commissioner bei Dizengoff mit dessen Erklärung im Zusammenhang, daß er bei den bevorstehenden Stadtratswahlen nicht mehr kandidieren wolle. Warnung. Das Präsidium der Israel. Kultusgemeinde Wien macht darauf aufmerksam, daß in der letzten Zeit bei Privaten und Unternehmungen wiederholt Personen unter Vorweisung eines Sammelbuches oder Sammelbogens angeblich im Namen der Kultusgemeinde Spenden für die Winterhilfe der Kultusgemeinde erbaten. Die Kultusgemeinde wirbt für ihre Aktionen unmittelbar schriftlich, nicht jedoch von Haus zu Haus mittels Sammelbüchern oder Sammelbögen. Sammlungen dieser Art, im Namen der Kultusgemeinde vorgenommen, sind ein grober Mißbrauch und eine bewußte Irreführung der Oeffentlichkeit. Es wird gebeten, im Falle der Vorsprache derartiger Personen Namen und Adresse der Betreffenden festzustellen oder durch behördliche Organe feststellen zu lassen, damit der Vorstand der Kultusgemeinde in die Lage versetzt wird, die entsprechenden Schritte zu unternehmen. Semeinde&Tonik. Jüdische Gemeinden Griechenlands auf den König vereidigt. Oberrabbiner Dr. >K o r e t z, die Mitglieder aller Vorstände der jüdischen Gemeinde Griechenlands und die rabbinischen Funktionäre haben vor Gericht den E i d auf König Georg II. geleistet. Oberrabbiner Doktor Koretz und der Vorsitzende der Saloniker jüdischen Gemeinde Leon Cattegno wohnten der Heeresvereidigung bei, bei der auch die jüdischen Soldaten und die üdischen Mitglieder des Salonikier Poizeikorps vereidigt wurden. Jacob Teitel 85 Jahre alt. Am 15. November wurde der ehemalige russische Staatsrat Jacob Teitel 85 Jahre alt. In seiner Heimat lange Jahre in hervorragender Weise sozial tätig, widmete er sich nach dem Kriege als Gründer und Vorsitzender des Verbandes russischer Juden im Ausland vornehmlich der Fürsorge für die nach dem bolschewistischen Umsturz aus Rußland ausgewanderten Juden. Seine Memoiren „Aus meiner Lebensarbeit" erschienen mit Einleitungen von Maxim Gorki und Simon Dubnow. Mailand. . Der Vorstand der Jüdischen Gemeinde Mailand hat, einstimmig beschlossen, den ehemaligen Oberrabbiner von Padua Dr. Gustavo Castelbolognesi, der eine Zeit lang auch das Amt des Oberrabbiners von Tripolitanien inne hatte, als Oberrabbiner nach Mailand zu berufen. Dr. Castelbolognesi ist eine der angesehensten jüdischen Persönlichkeiten Italiens. Man erwartet von seiner Wirksamkeit in Mailand, dessen Oberrabbinat nach dem Tode Prof. Da Fanos längere Zeit verwaist war, eine starke Belebung des religiösen und kulturellen jüdischen Lebens in Mailand. Bund jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs. Im Rahmen einer würdig verlaufenen Feier weihte die Bezirksgruppe Leopoldstadt des Bundes jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs am Sonntag, den 17. November ihr neuerrichtetes Heim in der Praterstraße 66 ein. In kurzer Zeit ist es dieser Gruppe gelungen, sich eine schöne und geschmackvolle Heimstätte zu schaffen. Der Einladung hatte eine große Anzahl von Funktionären der Behörden, der militanten Formationen, und Kameradschaftsverbände sowie der jüdischen Organisationen Folge geleistet. So sah man: Bundesführer Hprm. a. D. Edler von Friedmann, Bundesführerstellvertreter Dipl. Kim. Stiassny, Stadthauptmann Ob. Pol. Rat Richter, Polizeimajor Noßberger, eine Deputation der Vaterländischen Front mit Hofrat Jencic an der Spitze, Vertretungen der Kameradschaftsverbände I. R. 76, ler-Dragoner, des Bundes der Tapferkeitsmedaillenbesitzer und des Kriegsopferverbandes, Direktor Hanni mit mehreren Herren vom Ring öst. Soldaten, Militär-Ober-Rechnungsrat Kaideck, Rektor Prof. Dr. Krauss, Frau Irene Harand, den jüdischen Volksbildungsreferenten Prof. Dr. K. Kupfer, Bezirksrat Kailich, den kriegsblinden Offiziers- Stellvertrster Loevy, Deputationen des Zentralvoretaades und der Bezirksorganisation Leopoldstadt der Union österreichischer Juden sowie anderer jüdischer Organisationen, zahlreiche Mitglieder der Bundesführung und Bezirksführer des BJF. Vor der geschmückten Rednertribüne hatte eine Abteilung des tiundes mit der Fahne Aufstellung genommen, worauf Bezirksleiter Schaffer die erschienenen Gäste begrüßte. Nach einem Orgelpräludium sang innig Oberkantor Weiss mit dem ausgezeichneten Chor des Pazmanitentempels unter Leitung des Chormeisters Hirsch mann das „Matauwu", worauf Oberrabbiner Dr. T a g I i c h t die Weiherede hielt. Dr. Taglicht wünschte der Bezirksgruppe, daß ihr Heim eine Pflegestätte der Ideale des Judentums und der Menschheit werden möge. Ihre Treue zum Vaterlaride haben die Juden bereits besviesen, führte der Redner aus, getreu den Gesetzen der Religion, die befehle, dem Wohle des Landes, in dem man lebe, zu di.enen. Daß das Judentum an Mut und Tapferkeit hinter niemand zurückstehe, hat nicht nur der letzte Krieg allein bewiesen. Dr. Taglicht würdigte dann das Werk der Treue gegenüber den gefallenen jüdischen Kriegern, deren Namen nicht nur in Stein, sondern in die Herzen des gesamten Judentums eingeschrieben seien. Mit dem Appell der Treue gegenüber allen Mitmenschen schloß Oberrabbiner Dr. Taglicht seine eindrucksvolle Weiherede und befestigte die Mesusoh an der Tür des Heimes. Nach der Verrichtung der Gedenkgebete für die gefallenen Kameraden brachte Leo V a Ib e r g, begleitet von Dr. Leo V o 1 e, sein schönes „Lied vom jüdischen Frontsoldaten" in eindrucksvollster Weise zum Vortrag. Bezirksführer E i s n e r schilderte in seiner Festrede die Entwicklung der Bezirksgruppe Leopoldstadt. Am Schlüsse seiner gediegenen Ausführungen übergab der Redner dem Bundesführer die Schlüssel des Heimes. In eindrucksvollen Worten forderte der Bundesführer Hptm. v. F r i e d m a n n die Bezirksgruppe auf, den guten Geist des alten Heimes zum Fundament des neuen zu machen. Hierauf ergriff der Propagandaleiter des Ringes österreichischer Soldaten, Direktor Hanni, das Wort zu einer zündenden Ansprache, in der er unter großem Beifall erklärte, daß der wahre Soldat und wahre Oesterreicher nicht vergessen habe, daß im Felde nicht unterschieden wurde zwischen den" Konfessionen. Draußen kannte man nur eines: Kameradschaft, Treue und Vaterlandsliebe. Auch jetzt kenne der echte nichtjüdische Soldat nur ein Gefühl der Kameradschaft, auch jetzt dürfe es nur eines geben: Ein Volk, einen Bruder, einen Oesterreicher! Mit dem Absingen der Bundeshymne schloß die erhebende Feier, der am Abend ein animiert verlaufener Kameradschaftsabend folgte. Todesfall. Unter großer Beteiligung wurde Sonntag, den 17. d. M., der Altvorsteher der Genossenschaft der Pferdehändler und frühere Bezirksrat der Leopoldstadt, Hermann Plaschkes. zu Grabe getragen. Die rituellen Funktionen versahen die Oberkantoren Matyas und Fraenkel in inniger Weise. Die eindrucksvolle Trauerrede hielt Oberrabbiner Doktor T a g 1 i c h t. In Vertretung der Israelitischen Kultusgemeinde würdigte Vizepräsident Dr. Löwenherz das Wirken des Hingeschiedenen und seine Verdienste um das Wiener Judentum. Für den Verband der radikalen Zionisten sprach Dr. Wiesel.berg. Die Genossenschaft der Pferdehändler dankte durch ihren Vorsteher Franz M i e 1 e d e r in herzlichen Worten für die mehr als 35jährige Arbeit, die der Verstorbene geleistet hatte. Von seiten der Kultusgemeinde waren Vizepräsident Dr. Josef T i c h o und zahlreiche Vorstandsmitglieder, sowie Amtsvorstand Emil Engel erschienen; ferner sah man unter den Trauergästen Oberrabbiner Dr. Weiß (Wiener-Neustadt), Protessor Dr. Ludwig Braun und Dr. Josef Güdematin namens des Verbandes der jüdischen Aerzte. Hermann Plaschkes, einer der ältesten Vorkämpfer der iüdischnationalen Sache in Wien, erreichte ein Alter von 78 Jahren. Von 1919—1927 war er jüdischnationaler Bezirksrat der Leopoldstadt. Er war der Vater des Rechtsanwaltes und ehemaligen Gemeinderates Kulturvorsteher Dr. Leopold Plaschkes, des bekannten Internisten Dr. Siegfried Plaschkes und des Kaufmannes Jakob Plaschkes, denen sich die allgemeine Teilnahme zuwendet. Frau Bundesstaat!. Fürsorgerat Dr. Regine KriB ist nach monatelanger schwerer Krankheit wieder genesen. Diese Nachricht werden alle jene begrüßen, die das hervorragende karitative Wirken der Frau Doktor Kriß kennen, dem sie nun durch Monate entzogen war. Insbesondere im Verein „K u r f ü r s o r g e" ist sie hingebungsvoll tätig, seine Vorstandsmitglieder mit Obmann Med.-Rat Dr. J. L. Braun an der Spitze haben ihre Genesung in einem herzlichen Schreiben begrüßt. Prof. Dr. Bronner, 50 Jahre. Am 22. d. M. vollendet Prof. Dr. Bronner, Leiter des Jüdischen Museums, sein 50. Lebensjahr. Was er durch fast 25 Jahre im Dienste der jüdischen Oeffentlichkeit geleistet, wird wohl allen, die hn jüdischen Leben dieser Stadt stehen, bekannt sein. Er ist ein Lehrer von Format, ein Mensch, dem das Lehrer sein kein Beruf, sondern Berufung ist, beseelt die ihm anvertraute Jugend im Geiste echten Judentums zu erziehen. Aber über die Schulzeit hinaus ist er ihnen Freund und Berater in allen Lebenslagen, ein gütiger, vornehmer Mensch, immer bereit zu hellen. Als Kustos des Wiener Jüdischen Museums hat er sich große Verdienste erworben. Wer Gelegenheit hat, ihn dort zu beobachten, der weiß, daß nur ein Mensch, der von stärkstem Idealismus erfüllt ist, fähig ist. solches zu schaffen. Er verwaltet treu und sorgsam die ihm überantworteten Schätze, er sammelt mit Hingaibe und Uriermikilichkeit neue Werte und ist in uneigennützigster Weise bemüht, das Museum, das seit so vielen Jahren notleidend ist, zu 'hatten und zu fördern. Gebe ihm der Himmel ein langes und gesundes Leben, damit er -weiter zum Wohle der jüdischen Gemeinschaft wirken kann! M. L. Das Beth Jakob-Lehrerinnenseminar. Das sechste Schuljahr der Beth-Jakob-Lehrerinnen-Bildungsanstalt hn Dr. Krüger-Heim wurde kürzlich In feierlicher Weise in Anwesenheit zafelreicker Freunde der Anstalt eröffnet unter denen sich in Vertretung der „Allianz" Rabbiner Dr. A. Kaminka, in Vertretung der „Union" Zentralvorstandsmittglied Friedrich Feuer befanden. Der Vorsitzende des Kuratoriums, Herr Dr. Samuel Bfäl)JlöMS£ss Wien l.| Seitenstettengasse 2 XI., Zentralfriedhof neben dem L Tor ^™—a*^— Lemberger, begrüßte die Erschienenen. Nach ihm hielt die Hauptdozentin, Frl. Eva L a n d s b e rg. ein Referat über den Sinn der Beth-Jakob-Erziehung. die die jüdische Lehre vermittelt und die jüdische Tat fordert. An Hand des Stundenplans verstand die Dozentin, ein begeisterndes Bild des inneren Betriebes zu entwerfen. Ihre Ausführungen packten alle Anwesenden aufs tiefste. Nach ihr begrüßte eine Schülerin des Oberkurses, LÜy Klein, die neu hinzugekommenen Schülerinnen. Rabbiner Dr. Joel Po Hak, der Direktor der Anstalt, begründete, warum dieses Semester mit .einer besonderen Feier eröffnet wird. Es soll nochmals denen, die das Glück hatten, seine Schülerinnen.zu sein, und denen, die nun in seinem Geiste neu erzogen werden, die Lichtgestalt Leo D e u t s c h 1 ä n d e r s s. A. nahegebracht werden, des Mannes, der so früh gestorben, aber in Beth- Jakob ewig weiterleben wird. Rabbiner Dr. Kaminka gab mit herzlichsten Worten seiner Freude über die Weihe dieser Feier Ausdruck. Für die Beth-Jakob- Zentrale sprach Rabbiner W. S. J a c o b s o n, der Nachfolger Dr. Deutschländers im Amte. Worte der Erinnerung an den Freund, des Dankes an die gegenwärtige Leitung und der Aufmunterung an die Schülerinnen. Mit herzlichen Schlußworten des Vorsitzenden endete die schöne Feier. Wiener Jüdischer Gesangverein. Am 5. November fand die diesjährige Generalversammlung des Vereines statt. Obmann Börsenrat Popper erstattete den Bericht über das verflossene Vereinsjahr. Nach einem weihevollen Gedenken der Toten des vergangenen Jahres berichtete der Obmann, daß der Verein in einer großen Anzahl von Konzerten und Mitwirkungen sein Können unter Beweis gestellt hat. Trotz schwerer Wirtschaftsnot war es unter reger Beihilfe aller Mitglieder möglich, jüdische Kunst ins Volk zu tragen. Er dankte seinen Mitarbeitern für ihren Opierwillen und ganz besonders der musikalischen Leitung Dr. Kurt Pahlen und Kapellmeister R. Beck. Bemerkenswert ist es, daß trotz großer Vereinspesen die Generalversammlung eine Ermäßigung der Mitgliedsbeiträge beschlossen hat, um möglichst vielen die Möglichkeit, mitzusingen zu bieten. Bei den Neuwahlen wurden folgende Damen und Herren gewählt: I. Obmann Börsenrat H. Popper: IL Obmann I. Glück: Obmannstellvertreter I. Mandl: Schriftführerinnen: Frl. Anny Lehrer, Frl. Erna Karl: Archivare: Herr R. Kohn. Herr Ungar: Kassiere: Frau R. Reiß, Frl. P. Sprinzelis: Sangesräte- Damen: Beck. Merkado, Körner, Herren: F. Stadler. Dr. R. Weiß. Ing. F. Kohn, S. Mark, O. Bernstein, E. Reinkraut. Gedenkieier. Anläßlich des Ablebens des langjährigen Rabbiners des Bethausvereines III.. Erdbergstraße 15. Herrn Dr. Bernhard Templer s. A.. findet in diesem Bethause am Sonntag, den 24. November, um 4 Uhr nachmittags eine Gedenkieier statt. Die Gedenkrede hält Herr Rabbiner Dr. A. Z. Schwär z. Trauungen. Sonntag, den 17. d. M.. fand im Tempel II. , Leopoldsgasse, die Trauung des Fräulein Charlotte Kuprerberg mit Herrn Leon Klüger statt Die große Zahl der anwesenden Hochzeitsgäste bewies die große Beliebtheit und Wertschätzung, welcher sich der Brautvater, Herr Mendel Pinkas K u p f e r b e r g erfreut, der sich durch seine jahrelange hingebungsvolle Tätigkeit in zahlreichen Wohltätigkeitsvereinen, insbesondere im Ausspeisungsverein „M a c h s i k e H ad a t h" ganz besondere Verdienste erworben hat. Die Trauungszeremonie in dem hellerleuchteten Tempel vollzog Herr Rabbiner Mayersohn und Herr Oberkantor Fraenkel mit seinem trefflichen Chor unter Leitung des Dirigenten Josef M i 11 e t in ausgezeichneter Weise. Nach der Trauung fand in der bekannten Restauration Barschak ein Diner statt. — Sonntag, den 17. d. M., fand im Großen Leopoldstädter Tempel die Trauung des Herrn Otto Weinberger. Obmann der Sängersektion der israelitischen Kultusgeineinde, mit Fräulein Hilda Lustig statt. Den Trauungsakt vollzog Oberrabbiner Dr. Taglicht, der an das Brautpaar herzliche Worte richtete und besonders die langjährige verdiensüiche Tätigkeit des Bräutigams an heiliger Stätte als Tempelsanger hervorhob und dessen Pflichteifer und vornehmen Charaktereigenschaften Lobend erwähnte. Die kantorale Funktion versah Oberkantor Funke in feierlicher Weise. Verein für jüdische Geschichte und Literatur In Wien. Montag, den 25. November. M8 Uhr abends, im Klubsaale, I., Wiesingerstraße 11 (Cafe Atlashot, eigener Eingang. Souterrain), Vortrag des Herrn Professor Dr. Karl Kupfer: „Raschi, der Lehrer seines Volkes". Eintritt frei. Gäste willkommen. „Hachnusas Kalu". Verein zur Unterstützung armer hihsbedürftiger Bräute (Obmann S. Buchsbaum), 6eftete Ifi? gaföiiet traö Rattora bei Leicbesbef ftogniMen Kantorak ftezftattve Response» und Chorgesäsge bei Leichenbegängnissen von Salomoa Safaer and <h**en Bild mit Unterschrift '.im kleinen Foinut) Zu beziehen d»Kh de* Benuageber Max Schwager, IL, Zirktagasse Nr. 54k

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