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Die Wahrheit · 1935-10-04 · Heft 40 (4.10.1935) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1935
Issue
Heft 40 (4.10.1935)
Date
1935-10-04
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Nr. 40 — 4. Oktober 1935 V. b. b DIE WAHRHEIT M Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Haftorah-Tafel CKlff winden Tiiohri 6685 Oktober 1885 froh abds. 6-46 Tiscbri 7. 5 25 t „ 8. Scbabos Scbuwo \ 800 Ha«im.(5.B.M.)l6.20 i Scbuwo Jisroel J 6'45 „ 9. ErewJaum Klpur 5 40 7 30 „ 10. JaumKipur(Miskir)6-10 700 „ 11. bis 13. 5 50 abds Freitag, 4. Okt. V25 Samstag. 5. Okt. 6 20 Sonntag, 6. Okt. (ErewJaumKipur) 5*40 Montag, 7. Okt. QaumKipnr.Mask.) 610 Dienstag, 8. bis Donnerst.,10. okt. 5*50 Minenagebet an Samstagen um 3 Uhr, an Festtagen um 4 Uhr Z»ftt*aff«B r*a Y*rl«ff«r v»r»«a4*t Tum Iii wK&m pv VmiHtam. Fallt Adressat Tenozen, nicht nachsenden; nit neuer Adresse zurOck aa Verlag ..Die Wahrheit", Wl«a Ik, HalnestraBe IS/IS ger, vorzüglich gespielt wieder von Oskar Karlweis, Wallburg, Delius und den Damen Raky, Hübner und Bertini. Jüdische Kulturstelle. Neue Adresse: L, Franz Josefskai 3, neuer Fernruf: R 28-2-36. Unseren Mitgliedern stehen ermäßigte Karten für die Bundestheater aind alle Privattheater zur Verfügung. Nächste Führung: Sonntag, 13. Oktober. 9.50 Uhr: Franz Josef als Mensch und Herrscher. Leitung: Hugo Friedmann. Treffpunkt: Schloß Schönbrunn vor dem Eingang zu den Appartements. Neu-hebräischer-orientalischer Liederabend des bekannten Konzert- und Radiosängers J. Segal-Rosenbach in der Wiener Urania. Wie wir erfahren, hat das Volksbildungs-Institut der Wiener Urania den bekannten Konzert- und Radiosänger J. Segal-Rosenbach (Tenor) — einen populären Sänger und Künstler auf dem Gebiete des neu-hebräischen und ostjüdischen Liedes, zur Abhaltung eines Konzertes, welches am 2. November stattfindet, eingeladen. J. Segal-Rosenbach, welcher schon oft in Wien zu hören war, wird an diesem Abend ein vollständig neues Programm bringen. Es ist zu begrüßen, daß die Urania auch die Popularisierung des jüdischen Liedes in ihr Programm aufgenommen hat, und es ist zu hoffen, daß der Abend, ein Erfolg sowohl für den Künstler als auch fürs jüdische Lied wird. In den „Jüdischen Künstlerspielen". IL, Praterstraße 34, Tel. R 45-4-94, bleibt wegen des anhaltenden Erfolges die heitere Komödie „Der fröhliche Zigeuner" mit dem amerikanischen Bonvivant Jac Rechtzeit in der Titelrolle bis inkl. Donnerstag, den 10. d. M. am Spielplan. Heiteres Quartett des Wiener Jüdischen Gesangvereines. Da sich infolge des großen Erfolges die Anfragen wegen Mitwirkungen häufen, teilen wir den p. t. Vereinen und Organisationen mit, daß Kapellmeister R. Beck; IL, Ybbsstraße 39/21 Auskünfte erteilt und Abschlüsse vornimmt, und zwar jeden Dienstag halb 8 bis halb 10 Uhr abends im Konzerthaus, Holländersaal. '*•''• „Der deutsch-jüdische Krieg". Auf dem Wiener jüdischen Büchermarkt ist vor kurzem unter djfeserff"Titel ein von einem anonymen Verfasser — er nennt',' sich Josephus — im Selbstverlage erschienenes 'Buch herausgekommen, dessen Tendenz und Inhalt nicht scharf genug abgelehnt werden können. Die Darstellung, die der Verfasser von dem von einer angeblichen Zentralstelle geleiteten Kampf der Juden gegen Hitler- Deutschland gibt, könnte fast die Meinung aufkommen lassen, daß diese Schrift von uns übelgesinnter Seite geschrieben wurde, wenn man nietft eher hinter dem Verfasser einen ganz einseitig orientierten jüdischnationalen Autor vermuten müßte. Die fetzten Ereignisse in Deutschland beweisen, übrigens die Unstichhältigkeit der Ansichten und Darstellung des Herrn Josephus. Leopoldsfödfer f cmpe.ferein Aeschd Awrobom n., Paananliengasie 6, Tel. P 47-3-63 Arnnddantfen t. Aaf^boten, Trauoiigen (oudi Bat. freiem Bimmel) n. Dannlzwans PartatMvarkafcr an Werktag« von 2 bB »A4 Übt nachmittags, an Seaatagen von 10 bti 12 Übt varrottUgi Gabetatunden Irak TlachriSaSS abds. 6.00 Tiscbri 7. 5.30 6.30 u. 9.00 6.15 7.00 6.30 8. Scbabos Scbuwo Haasinu (5. B. M.) \ 6.15 Haftora Scbuwo Jisroel > 9. Erew Jaum Kipur 5*40 10. Jaum Klpur (Maskir) 8.05 11. bis 13. 5.30 Am Jaum Kipur, zu Kol Nidre und vor Maskir Predigt Sr. Ebrw. Rabbiner Dr. Zwi Taubes £ifm Heute: Festpremiere „Taaebuch der Geliebten". Heute findet im Zirku s-Bu sch-Kino die Festpremiere des Liäj Darvas-Films „Tagebuch der Geliebten" CMaria Baschkirtzef f) statt. Maria Baschkirtzeff, die in den Siebziger- und Achtzigerjahren in Frankreich und England durch ihr Leben, ihre Schönheit und ihre Persönlichkeit Aufsehen erregte, die wie ein Meteor am gesellschaftlichen und Kunsthimmel auftauchte und dann plötzlich, 23jährig, starb, wird von Lili Darvas dargestellt. In diesem kurzen, ungewöhnlichen Leben eines jungen Mädchens entfaltete sich das ganze menschliche Genie der Möglichkeiten. In weiteren Hauptrollen: Szöke Szakall. Eta von Storm, Attila Hörbiger und Sylvia de Bettini. Den Dichter Guy de Maupassant, den Liebling Frankreichs, verkörpert Hans Jaray. Regie: Hermann Kosteräitz. Buch: Felix Joachimson. Musik: Paul Abraham. Sämtliche Hauptdarsteller werden der Premiere beiwohnen. Greta Garbos neuer Partner. In ihrem neuesten Film „Der bunte Schleier" spielt Greta Garbo mit einem neuen Partner. Herbert M a r s h a 11. Die weiteren Rollen sind mit Warner Oland und George Brem besetzt, flmtticße Vertautßarungen der JsraefitiscQen Xuftusgemeinbe Wien Predigten in den Gemeinde- und Bezirks-Synagogen sowie in den temporären Betlokalen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien am Versöhnungstage. Am Sonntag, den 6. Oktober (Vorabend des Versöhnungsfestes, Beginn 5 Uhr 20 Minuten abends): 2. Bez.: Pazmanitengasse 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes). 5. Bez.: Siebenbrunnengasse 1 a (Rabbiner Dr. M. G. Mehrer). 8. Bez.: Neudeggergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Bauer). 10. Bez.: Humboldtgasse 27 (Rabbiner Dr. A. Weiner). 13. Bez.: Eitelbergergasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin). 18. Bez.: Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz). 19. Bez.: Dollinergasse 3 (Rabbiner Dr. A. Frankfurter). 20. Bez.: Kluckygasse 11 (Rabb. Dr. B. Murmelstein). 21. Bez.: Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann.) Am Montag, den 7. Oktober' (Versöhnungstag, Beginn y.8 Uhr früh): 1. Bez.: Seitenstettengasse 4-(Oberrabbiner Dr. D. Feuchtwang). 1. Bez.: Dumbagasse 3, Großer Musikvereinssaal (Rabbiner Dr. A. Kaminka). 1. Bez.: FJeischmarkt 24, Festsaal des Hotel „Post" (Inspektor 1. Oehler). 2. Bez.: Tempelgasse 5 (Oberrabbiner Dr. 1. Taglicht). 2. Bez.: Pazmanitengasse 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes). 3. Bez.: Untere Viaduktgasse 13 (Rabb. Dr. K. Kupfer). 3. Bez.: Marxergasse 17, Großer Sophiensaal (Rabb.- Kand. Dr. 1. Z. Kanner), 5. Bez.: Siebenbrunnengasse 1 a (Rabbiner Dr. M. G. Mehrer). . 6. Bez.: Schmälznofgasse 3 (Rabb. Dr. J. Drobinsky). 8. Bez.: Neudeggergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Bauer). 9. Bez.: Müllnergasse 21 (Rabb. Dr. A. Z. Schwarz). 10. Bez.: Humboldtgasse 27 (Rabbiner Dr. A. Weiner). 11. Bez.: Braunhubergasse 7 (Rabb.-Kand. Dr. S. Margulies). ■15. Bez,; Turnergasse 22 (Doz. Dr. H.'J. Zimmels). ^6.,B.ez,; Hubergasse 8 (Rabbiner Dr. J. M. Bach). '19. BezJ: Dollinergasse 3 (Rabbiner Dr. A. Frankfurter). - Beginn des israelitischen Jugendnottesdienstes im Schuljahr 1935/36. Samstag, den 5. Oktober, um 3 Uhr nachmittags, findet in allen Gemeinde- und Bezirks-Synagogen der feierliche Beginn des Jugendgottesdienstes für das Schuljahr 1935/36 statt. •Barmizwah-Kurs. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien bringt zur Kenntnis, daß die Einschreibungen für den Barmizwah-Kurs für Kinder mittelloser Eltern im Schuljahr 1935/36 Freitag, den 4. Oktober, und Freitag, den 11. Oktober, jedesmal von 2 bis 3 Uhr nachmittags, im Lehrzimmer der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, IV. Stock, stattfinden. Der Unterricht findet jeden Freitaa von 2 bis 4 Uhr nachmittags im genannten 'Schullokale statt. Mißstände im Beerdigungswesen. Wir erhielten vorn Vorstand der Israelitischen Kjultusgemeinde Wien folgende Zuschrift: An die geehrte Redaktion der Jüdischen Wochenschrift;,Die Wahrheit" Wien IL, Heinestraße 13. In der Nummer 37 Ihres gesch. Blattes war eine Zuschrift des Herrn MUDr. Josef Goldt> erger aus Graslitz angeführt, in weicher er sich über die Höhe der ihm für seine hier im Sanatorium verstorbene Frau berechneten Beerdigungsgebühren beschwert. Wir bitten Sie, diesbezüglich folgende Aufklärung entgegenzunehmen und in Ihrem gesch. Blatte zu veröffentlichen: Herr Dr. Josef Goldberger (der übrigens aus dem Judentumausgetreten ist) verlangte die Mitwirkung von vier Mann Chor, und die Beistellung eines Klassengrabes. Die Gebühren hiefür belaufen sich nach dem Tarife, einschließlich der Gebühr für die Abholung aus dem Sanatorium und der Nebengebühren, auf S 930.—. welche Herr Dr. Goldberger zu hoch fand. Aui seine Frage, was geschehen würde, wenn er den verlangten Betrag aufzubringen nicht in der Lage wäre, wurde ihm von dem amtierenden Beamten pflichtgemäß die Auskunft erteilt, daß in diesem Falle das Begräbnis vorläufig unentgeltlich vorgenommen werden würde, wobei die Kultusgemeinde sich selbstverständlich das Recht der nachträglichen GeMhrenvorschreibun« auf Grund der zu pflegenden Erhebungen über die Vermögensverhältnisse der Hinterbliebenen vorbehält. Es kann demnach von einem „Mißstand im Beerdigungswesen" und von einem „Ueberspannen des Bogens" nicht die Rede sein. Mit vorzüglicher Hochachtung Emil Engel Der Präsident: f. d. Amtsdirektor Dr. Friedmann. u. Ersten Sekretär. Zu obiger Zuschrift des Kultusvorstandes sei festgestellt daß wir Gelegenheit hatten, in Mitteilungen Einsicht zu nehmen, die Dr. J. Goldberger einem Wiener Bekannten zu dieser Angelegenheit zukommen ließ. Aus diesen Mitteilungen ist zu ersehen, daß Dr. 0. den von ihm verlangten Betrag von S 930.— für eine weit entlegene Grabstätte ohne Einlassung, ohne prunkvolles Begräbnis entschieden <m hoch fand, und beanständete, daß ihm keine Ratenzahlungen bewilligt wurden, ferner daß ihm bei nicht sofortiger Aufbringung der Summe mit einem Armengrab gedroht wurde. Nachdem das Wort „Armengrab" Herrn Dr. G. einschüchterte, fügte er sich widerstandslos den Forderungen des Friedhofsbeamten. Von einer nachträglichen Gebührenvorschreibung war keine Rede und erst in der Empfangsbestätigung, las.er, daß nachträglich die Gebühren bemessen werden. Herr Dr. G. hält die Behauptung aufrecht, daß die Kultusgemeinde in seinem Fall die Zwangslage des ein Begräbnis Heischenden ausgenutzt hat. Beerdigungen. 25. September 1935: Hermine Weisz, 59 Jahre, 14. Bez. (I. Tor). - Rudolf Mann, 73 Jahre, 13. Bez. (I. Tor). — Lotte Löwensohn, 83 Jahre, 13. Bez.-(I.1 Tor). — Fanny Luck, 79 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). . 26. September 1935: Hermann Löwy, 56*tjahre- 3. Bez, (I. Tor). — Rosa Dubsky, 66 Jahre, 7: Bez. (I. Tor). — Katharina Reiß, 71 Jahre, 17. Bez. (IV. Tor). — Elvira Weiß, 42 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 27. September 1935: Anna Schwarz, 78 Jahre, 8. Bez. (L Tor). — Sali Büschel, 58 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Leopold Pollak, 78 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Julius Silberberg, 77 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Ludwig Hernfeld-Herold, 57 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). — Hermann Haas, 77 Jahre, 2. Bez. (IV. TorV — Louise Goldstein, 67 Jahre, 6. Bez. -!(IV. Tor). - Kamilla Molnar, 45 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). — Siegfried Löwenfeld, 36 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 30. September 1935: Dr. Herbert Freudenthal, 46 Jahre, 6. Bez. (I. Tor). — Arthur Hahn, 61 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Hedwig Huber, 65 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Berta Finkel, 87 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). - Rosa Katzer, 29 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Rosaüe Komlosy, 82 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Hersch Meier Neumann, 76 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). —wJulia Weiß, 65 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Desider Schwarz, 65 Jahre, Baden (IV. Tor). — Emil Sinai, 60 Jahre, 2. Bez. (Floridsdorfer Friedhof). 1. Oktober 1935: Anna Gärtner, 89 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Serafine Havas, 76 Jahre, 4. Bez. (IV. Tor). — Markus Goldfarb, 75 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). - Hofrat Moriz Keßler, 76 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). - Moses Hammer, 80 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). — Reg.-Rat Dr. Ludwig Singer, 75 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). - Theresia Herschan, 71 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). Weiland Oberkantor Josef G o 1 d s t e i n Weiße und schwarze Ornate und Barette in den manigfaltigsten Stilarten vorrätig und nach Maß in der altbekannten Uniformierung und Maßschneiderei Rudolf 60ldS(ClD Wien II., Taborstraße 54 - Tel r 49-o-4s Gegründet 1866 Versand nach allen Ländern feine Hencntfaurderobe natn Nafi Qualitätsware — Elegante Ausführung — Billige Preise! Ehwartimer. Heraus£e*er. Verleeer and verantwarttieber SchriftJelteT: Oskar Hirschfeld. Wie» U.. PraterstraBe 29. - Druck: lenaz Spitz & S6hne. Wie« II.. Roberteasse 2.

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