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Die Wahrheit · 1935-08-30 · Heft 35 (30.8.1935) · page 8

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Seite 8 Nr. 35 — 30. August 1935 DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Haftorah-Tafel Ctob«t«taikdeB Elul 6695 August- September 1985 früh abdi. 7.00 Elul 1.2. T.RoschChandesch 6.40 1 (scbauftim (5. B. «.)) H » MÄi.on.uchl }™ 1 |6. Perek I 7.00 ., 3. bis 7. 6.40 abds. Freitag, 30. August 6.40 Samstag. 31. Angnst 7.40 Sonnt., 1. bis 16 jn Donnerst.,5. Sept.f uw •wenig nimmt eine natürliche, artgleiche Volksgemeinschaft Juden in ihren organischen Verband auf; sie werden im besten Falle als Parasiten ertragen. Ueberall in der Natur ist der Wirt vom Parasiten scharf unterschieden. Der Wirt muß, damit er leben kann, der stärkere sein. Ist der Parasit stärker, darm gehen oft beide, immer aber der Wirt, zugrunde. Der Tuberkulose erliegen schwache Menschen eher als kräftige, die jüdische Infektion befällt nur rassisch schwache Völker. Die Tuberkulose behandeln wir in erster Linie durch Stärkung der eigenen Kräfte des Körpers; die jüdische Infektion ist nur heilbar durch Stärkung der rassischen Kräfte eines Volkes ..." Qememdednonih. Shanghai Zwei führenden jüdischen Persönlichkeiten Shanghais, Sir Elly K a d o o r i e und Sir Victor Sassoon, wurden von der chinesischen Nationalregierung hohe Auszeichnungen verliehen. Sie erhielten die große goldene Medaille erster Klasse nebst einer Inschrifttafel, in der ihre Verdienste gewürdigt werden. Die Auszeichnung wurde Sir Elly Kadoorie für hervorragende Förderungen der medizinischen und Erziehungsarbeit in China, Sir Victor Sassoon r Stiftung einer Abteilung des Dr. Sun-Gedächtkenhauses zuteil. Die Medaillen wurden den Ausgezeichneten vom Finanzminister, Dr. H. H. .„ g, in seiner Eigenschaft als Präsident des medi- , .eben Zentrums von Shanghai, überreicht Trauung. Sonntag, den 18. d. NL fand im Badener otadttempel die Trauung des Herrn Paul Popper mit Fräulein Cilli Wettenstein statt. Die allseits beliebten jungen Leute haben sich in der Jugendgruppe des Pazmanitentempels „Jutäa" kennengelernt. Die Trauung wurde von Herrn Oberrabbjner Dr.. C a r lebacii unter freiem iümmel vorgenommen. .Vorstandsmitglieder der Badener Kultusgemeinde, Vorstandsmitglied des Pazmanitentempels Herr Rascfidowitzund Gemahlin, Obmann der Jugendgruppe „Jutäa". Herr Gruber, Vertreter des Bundes jüdischer Frontsoldaten Presser und Löwinger sowie die zahlreich anwesenden Verwandte, Freunde und Mitglieder der „Jutäa" beglückwünschten das junge Ehepaar auf das herzlichste. Unter den vielen Aufmerksamkeiten, die dem jungen Ehepaar zugingen, hat die „Jutäa" durch ihren Obmann zwei geschmackvolle Festgebetbücher überreichen lassen mit dem Wunsche, daß das junge Ehepaar der Jugendgruppe auch weiterhin treu bleiben möge. £Uewaim und Xunst. Jacques Rechtzeit in Wien. Wie bereits gemeldet, beabsichtigen die „Jüdischen Künstlerspiele", IL, Praterstraße 34, ihre heurige Spielzeit mit einem Gastspiel des berühmten jüdisch-amerikanischen Schauspielers Jacques Rechtzeit zu beginnen. Jacques Rechtzeit hat in Amerika als Gegenspieler der Frau Mali P i c o n sensationelle Erfolge und wurde auf seiner europäischen Tournee von Presse und Publikum allerorts gefeiert. Das Theater wurde vollständig renoviert. Die Eröffnungsvorstellung wird voraussichtlich Samstag, den 7. September, stattfinden. Kriegsbriefe gefallener deutscher Juden. Herausgegeben vom Reichsbund jüdischer Frontsoldaten Deutschlands. Vortrupp-Verlag, Berlin. 1935. Preis 2.50 Mk. — Eine Zeichnung von .dem kürzlich verstorbenen Max Liebermann leitet das Buch würdig ein: Eine trauernde Frauengestalt, den Blick in die Ferne und nach innen gerichtet, hinter ihr die schwarz-weiß-rote Fahne, für die diese Juden gefallen sind. „Wir starben für Deutschland". Unter diesem Motto reihen sich Briefe von allen Fronten und aus allen Waffengattungen und -aus allen Jahren des Weltkrieges. Es sind Träger . bekannter Namen darunter, > wie der des Dichters ._" Walter Heymann, und unbekannte Kameraden. Auch Briefe militärischer Vorgesetzter, eines Arztes aus dem Lazarett, wohl auch einmal der Brief eines Divisions- ' pfarrers. die die Todesnachricht überbringen und den Angehörigen ein Wort des Trostes und der Erinnerung sagen, sind dazwischen eingereiht. Diese Sammlung ist sorgsam ausgewählt und nur auf das Wesentliche beschränkt. Der schmale, würdig ausgestattete Band ist ein erschütterndes Dokument. Im Europa-Verlag, Zürich, erscheinen: Konrad Heiden: „Adolf Hitler", das Leben eines Diktators. Eine Biographie aus der Feder des früheren Mitarbeiters der „Frankfurter Zeitung" hl München. Heinz Ldepmann:.....wird mit dem Tode bestraft". Eine Chronik aus Deutschland. Adolf Saager: „Giuseppe Mazzini", die Tragödie eines Idealisten. Die Biographie des großen Italieners. Zollangen tob Y«rleg*r v«ri«ndet. Journal •xpaAtä pax l'editosz. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an Verlas „Die Wahrheit", Wien ILf HalnestraBe 13/13 leopolfisf üdfer Tempelverein Aescbel Awronom H., Pazmanitengasse 6, Tel. p 41-8-63 AnnseitfamieB f. AMgeboien, Tranungen (endianl. freiem ntmmeDn. Darmlzwaes Partalanvsrfcofer an Wnkttcca tos 2 Mi *h* Uhr nachmittags, an Sonntages von 10 bis 12 Übt «ormtttais Gebet»tunden früh Elul8695 abds. 630 Elul 1. 2. Tag Rosen Chaudescb 6.50 6.30 n. 9SO Scbauftim (5. B. M.) Haftora Onauchi, onauchi 5. Perek Gerhart Seger: „Reisetagebuch eines deutschen -Emigranten." Die Erlebnisse des früheren Reichstagsabgeordneten nach seiner Flucht aus dem Konzentrationslager. Im Verlag Oprecht, Zürich, erscheinen: Eduard Behrens: „Aus Deutschland ausgewiesen." Berichte aus dem Dritten Reich von dem früheren Deutschlandreporter der „Basler Nationalzeitung". Dichter helfen: Novellen. Mit Beiträgen von: Martin Andesen Nexö, Schalom Ascn, Bernhard Brentano, Georges Duhamel, Leo FerrerW Ernst Glaeser, Josef Kastein, Selma Lagerlöf, EnÖU Ludwig, Andre Malraux, Heinrich Mann, Thomas Mann, Andre Maurois, Alfred Polgar, Ignazio Silone, Upton Sinclair. Vorwort Prof. W. E. Rappard. Zugunsten des Comite International pour le placement de intellectuels refugies in Genf. R. I. Humm: „Die Inseln" Roman. Zürich: Die Stadt Zürich in Wort und Bild. 64 Bildseiten in Kupferdrück. 16 Textseiten. Photos von Gotthard Schuh, Text von Gotthard Jedlicka. Im Schocken-Verlag, Berlin, erschienen (je 6 RM): L. Strauß. Philosophie und Gesetz. Die Einleitung beschäftigt sich mit -der S'wihang 4er Aufklärung zur Orthodoxie und' wffft auf diei-jetzi aktuellen Trennungstehdenzen im orthodoxen Lager manches Streiflicht In der Abhandlung über Maimunis Lehre von der Prophetie, die schon oft Gegenstand wissenschaftlicher Erörterung war, wird manches Denken durch Hinweise auf Quellen Maimunis -aufgestellt. F. Bamberger. Das System des Maimonides. Der scheinbare Zwiespalt in Maimunis Philosophie zwischen Aristotelismus mit seiner intellektualistischen Tendenz auf der einen und dem ethischen und supranatura- Kstischen Gottesbegriff auf der anderen Seite wird gründlich dargelegt und das Verdienst sowie die selbständige Leistung darin nachgewiesen, daß er platonisierend Aristoteles gegenüber Stellung nimmt. Besonders Nachdruck geben dieser Analyse die durchgehenden Belege aus den hebräischen Quelle. x. Die Symbolik der Formen jüdischer Volkskunst. Im Verlag Siegfried S c h o 1 e m, Berlin, erscheint ein Buch der bekannten Kunsthistorikerin Rahel Wischnitzer-Bernstein „Symbole undGestalten der jüdischen Kunst". Das Werk weist die Ursprünge des jüdischen Kultgeräts nach, dessen Formen, bis jetzt zum größten Teil, überhaupt noch nicht Gegenstand kunst- und kulturhistorischer Untersuchung gewesen sind. Der Thoraschmuck, Krone, Schild, Mantel,. Weiser, der siebenarmige Leuchter, die Chanukkalampc die Besomimbüchse, die verschiedenen Gefäße und Gewebe für Synagoge und Haus, deren Gestalt und Zierrat werden aus dem jüdischen Schrifttum heraus gedeutet, Parallelen aus der altorientalischen und der christlichen Kunst unterstützen die Beweisführung. Es wird gezeigt, daß die Tierbilder, die in der jüdischen Kunst eine so bedeutende Rolle spielen, symbolisch aufzufassen sind und nur durch Heranziehung der Bibelbücher, des nachbiblischen Schrifttums, insbesondere auch des Midrasch und unter Berücksichtigung der Gedankenkreise der synagogalen Liturgie richtig verstanden werden können. Das gleiche gilt für eine Reihe von Darstellungen in hebräischen Handschriften und Drucken, auf jüdischen Grabsteinen und Sarkophagen» auf Denkmälern der jüdischen Volkskunst, auf altjüdischen Mosaiken und Wandmalereien. Viele Bildstoffe, die bisher als profane Motive aufgefaßt wurden, wie z. B. das häufig vorkommende Liebespaarmotiv haben sich als Allegorien auf jüdische Dogmensätze herausgestellt, in der Illustration liturgischer Schriften und auf Kultgeräten sind messianische Allegorien entdeckt worden. Das Werk ist reich mit zum Teil farbigen Bildern illustriert- •„:_.;•/ {Beerdigungen. 21. August 1935: Bertha Rephan, 79 Jahre, 9. Bez. (1. Tor). — Anna Rosenberg, 84 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Jakob Popper, 82 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Edmund Spitzer, 69 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). 22. August 1935: Regine Wottitz, 81 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Jösefine Bardach, 77 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Jakob Jellinek, 59 Jahre, 10. Bez. (I. Tor). — Hermann Gertler, 71 Jahre, 15. Bez. (IV. Tor). 23. August 1935: Franziska Ramme!, 59 Jahre, 20. Bez. (I. Tor). — Anna Binder, 60 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Marie Roth, 61 Jahre, 7. Bez. (I. Tor). — Sophie Saliter, 80 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Bettt Spielmann, 89 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Therese Weil, ,80 Jahre, 9, rjez, 0% Tpt).. — Josefine Allerhand, 68 Jahre; 2;; Bez.- (IV. Tor). — Sigmund Parnes, 72 Jahre, 19. Bez. (IV. Tor). 25. August 1935: Leopold Hesky, 79 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Johanna Deiches, 84 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Salomon Fuchs, 59 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Leon Schlesinger, 87 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). — Katharina Steiner, 76 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Josef Holzer, 67 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Sigmund KrampeL 57 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Rosa Engel, 76 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Markus Stockhammer, 54 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 26. August 1935: Charlotte Arnes. 52 Jahre. 5. Bez. (I. Tor). — Elise Klamper, 42 Jahre, 6. Bez. (I. Tor). — Deszö David Walkowits, 64 Jähre, 9. Bez. (IV. Tor) — Josel Harnik, 85 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 27. August 1935: Jakob Koditschek. 74 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Adolf Böiko, 72 Jahre. Eichgraben (I. Tor). — Regine Kohn, 73 Jahre, 16. Bez. (IV. Tor). — Emil Hübsch, 70 Jahre, 18. Bez. (IV. Tor). — Markus Löff, 77 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Leontlne-Weißberg, 74 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). BEATRIXBAD III., Linke Bahngasse 9, nächst'Stadtpark raiCHAEEERBAD XVIII., Mlchaelerstr. 12, nächst Volksoper Ausschneiden! Aufbewahren! 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