Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1935
- Issue
- Heft 31 (2.8.1935)
- Date
- 1935-08-02
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite S Nr. 31—2. August 1935 V. b. b DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Haftorah-Tafel 0«b«tsnin4«B Aw 6695 August 1885 frflb abds. IM Aw 3. 7.30 t /Deworim (5. B. M.) \ 1 IScnabos Cbasaun 1 8 00 " *■ Änjescha }8S0 1 liobn K 12. Perek / -no/ „ S. bis 8. 7.00 1M\ „ 9. Tiscbo b' Aw 7.20 abds. Freitag, 3. August 730 Samstag, 3. August 8.30 Sonnt., 4. Aug. b.l , nn Mitiwoch, 7. Aug. (,MU Donnerst., 8. Aug. 79n Tischo b' Aw /,4U Zella»*;** vom T*rler*r TniM<«t Joaxnal «xpedtt par Yaiiteu. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden: mit neuer Adresse znrQck an Verlag „Die Wahrhell", Wlan II., HalnestraBe 13/12 fahrtseinrichtungen und war Vorstandsmitglied des Hilfsvereins der deutschen Juden. Sein Rat und seine Erfahrungen wurden oft iE Anspruch genommen, nicht zuletzt auch von Handelskammern und ähnlichen kaufmännischen Institutionen. Es ist wahrscheinlich, daß zum Ableben dieses vornehmen Mannes die Sonderaktion beigetragen hat, die kürzlich die Streicher-Banden gegen sein Warenhaus unternommen haben. In der Nacht wurden nämlich an allen Schaufenstern des Kaufhauses Israel, das seit mehr als hundert Jahren vom kultivierten Berliner PubRkum wegen seiner Qualitätsarbeiten bevorzugt wurde; Plakate mit gemeinsten antisemitischen Inschriften, dazu widerliche Karikaturen von der Art des „Stürmer" angebracht Besonders groß war neben den Eingangstüren zu lesen: „Wer dieses Haus betritt, tut es auf eigene Gefahr." Auf Intervention Berthold Israels wurden zwar die Inschriften entfernt, aber als Posten standen Hitlerjungen vor dem Kaufhaus und pöbelten alle, die es betreten wollten, an. Die nicht geringe Zahl der christlichen Angestellten drückte dem sehr beliebten Chef des Hauses ihren Abscheu über diese Attacke aus. '? Die israelitische Kultusgemeinde Alexandrien, welche die Absicht hat eine moderne Mazzotb-Bäckerei zu errichten, hauptsächlich um ihre bedürftigen Mitglieder alljährlich unentgeltlich mit Mazzoth zu beteilen, ladet jüdische Techniker, speziell jene Glaubensgenossen, welche in der Materie bewandert sind, ein, ihr hinsichtlich der Maschinen und sonstigen Einrichtung usw. nützliche Anregungen und Ratschläge mitzuteilen. Aerztebesuch im Ferienheim „Mühlhof", Bad Vöslau. Kürzlich besichtigte eine Gruppe von 30 Aerzten und Aerztinnen anläßlich eines Besuches der Quellen und Kurmittel von Vöslau und Baden auch das Kinderheim des Vereines „Ferienheim" (Präsidentin Sofie Grünfeld) in Bad Vöslau. Die Führung durch alle Räumlichkeiten, die Isolierzimmer, die weitab vom Stammhaus untergebracht sind, und die Wasch-, Bade- Schlaf- und Spielräume, endlich die Taghalle und den Eßsaal befriedigte" die Aerzte ebenso wie die Kinder selbst Die Aerzte hoben limmer und immer wieder hervor, daß insbesondere die Fröhlichkeit und die Ungeniertheit der Kinder beweisen, wie wohl sie sich fühlen, was auch die Gewichtszunahmen dokumentieren. Nach einer Ansprache der Präsidentin Sofie Grünfeld dankte der Führer der Aerzteschaft. Hofrat Benoni, für die interessante Führung und gab der Befriedigung der Besucher lebhaften Ausdruck. Kanzleiübersiedlung. Rechtsanwalt Dr. Ernst Lamberg hat seine Kanzlei ab 1. August 1935 nach Wien I., Eßlinggasse 18, Tel. U 26-1-34, verlegt. Im Bethause „Adasz Jeschurun", IX., Pfluggasse 5, fand am 24. v. M. während der Nachmittagsandacht eine Gedenkfeier für Kanzler Dr. Dollfuß statt und würdigte der Sekretär des Bethausvereines. Herr Dr. Marienberg, die großen Verdienste des Kanzlers um das österreichische Vaterland. Gleichzeitig beschloß der Vorstand, den Zinsenertrag des Kapitalbetrages von S 1000.— für bedürftige, verfolgte Glaubensbrüder jährlich am 25. Juli zur Verteilung zu bringen. Bad Hall in Oberösterreich ist heute ein Badeort, ausgestattet mit allen Einrichtungen und Bequemlichkeiten, welche der verwöhnte Kulturmensch von einem Heilbade verlangt das ihm in möglichst kurzer Zeit die verlorene Gesundheit wieder schenken soll. Eisenbahn und Auto bringen die Kranken aus allen Richtungen und Fernen nach Hall; gut gepflegte Straßen durchziehen den Ort, der sich aller hygienischen Errungenschaften größerer Siedlungen erfreut: einwandfreier Hochquellenwasserleitung, allgemeiner Kanalisation, reichl:cher elektrischer Beleuchtung. Gute Unterkunftsverhältnisse, Hotels, Gasthöfe, PensSbnen und Sanatorium sorgen für die leiblichen Bedürfnisse und bieten vorzügliche Verpflegung.j< Die Kuranstalten sind bei-r-. spielgebend eingerichtet Innd musterhaft geleitet WeirV ausgedehnte Parkanlagen^ und gut gehaltene Spazier-,, wege geben Gelegenheit {die lieblich schöne Umgebungides Kurortes mit ihrer reinen, staubfreien Luft genießen" zu können. Konzerte, Kino, Theater, Tennisplätze, Autorundfahrten usw. sorgen für Zerstreuung und Unterhaltung. Für eine ganze Reihe von Krankheiten hat sich im Laufe der Jahre die Haller-Jod-Brom-Sole als heilsam erwiesen. Obenan steht die Arteriosklerose mit ihren so vielfachen Erscheinungen und Beschwerden. Nach jahrelanger Erfahrung — gestützt durch das Urteil der Wiener Kliniker — ist erwiesen, daß die Erfolge der Haller Kur bei dieser Krankheit fast durchwegs gute sind. Nicht mindere Erfolge erzielt die Haller Kur bei "Skrofulöse. Ebenso bekannt in Aerzteleopoldslädfer Tcmpcivcrcln Aeschel Awroiioin n., PazmanMcngcssc 6, Tel. R 4T-8-63 Anmeldungen v. Aufgeboten. Trauungen (anch um. lretem tum mel) u. Bormlzwsns ParfelMvarkshr an Werktagen voa 2 Ms Vi* Ubr nach, mittags, an Sonntagen tob 10 bis 12 Uni vormittags Oabetatnnden frflb Aar 8686 abds. 630 Aw 3. 7.30 1Deworim (5. B. M.) Schabos Cbasaun Haftora 58.30 Cbasaun jeseba jobu 2. Perek 6.30 } : S. bis 7. 8. 9. Tiscbo b' Aw 7.30 8.00 7.30 und 8,3% auf diverse Aktien und Beteiligungen an Versicherungsanstalten in 9 europäischen Staaten. In der Gruppenversicherung (gemeinsam mit der Metropolitan Life Insurance Company in New York) sind 45.947 Angestellte und Arbeiter auf Kapitalien von rund 108 Millionen Schilling versichert. In der Generalversammlung wurde die Verteilung einer Dividende von 5% des Aktienkapitals (wie im Vorjahre) mit zusammen S 200.000.— beschlossen; den Kapitalsreserven sind aus dem Ueberschusse der Jahresrechnung weitere S 350.000.— zugeführt und auf neue Rechnung S 187.147.48 vorgetragen worden. und Laienkreisen ist die große aufsaugende Kraft unseres Wassers bei einer Reihe von Exudaten. insbesondere bei jenen als Folgezustand von Frauenkrankheiten; bei Hautkrankheiten, die mit Infiltration des Gewebes einhergehen, bei Furunkulose, bei Kropf, bei der heute relativ sehr häufig und auch bei jungen Individuen auftretenden Artritis deformans und noch anderen Krankheiten. Die Indikation für den Haller Kurgebrauch muß natürlich vom Arzt festgestellt werden. Denn es gibt auch eine Reihe von Gegenindikationen von Jod, die nur eine fachgemäße ärztliche Untersuchung aufdecken kann. Bad Hall ist kein Luxusbad, es ist ein Heilbad in des Wortes bester Bedeutung. Die Wirkung seiner Quellen wird unterstützt durch seine reine Luft und landschaftliche Schönheit. Lebensversichenings-Gesellschaft Phönix. Die 52. ordentliche Generalversammlung der Gesellschaft wurde am 30. Juli abgehalten. Der Versicherungsbestand des Phönix verteilt sich Ende 1934 auf 888.916 P o 1 i z z t n in 23 Ländern Europas und des nahen Orient. Diese Polizzen lauten insgesamt über S 2943,828.880.— versicherter Summe und S-5;373i664.— jährlicher Rente. An Prämien wurden im abgelaufenen Jahre S 152.309.772.51 vereinnahmt; die Erträgnisse der Kapitalsanlagen haben S 36,185.280.84 betragen. An Versicherte und deren Hinterbliebene sind S 82,537.425.58 ausgezahlt worden. An Steuern und Abgaben aller Art wurden S 8,240.922.31 entrichtet, für Zwecke der Arbeitsbeschaffung S 3,014.529.— aufgewendet und Wohlfahrtszwecken S 234.327.— zugeführt. Die Gewährleistungsmittel der Gesellschaft wurden durch Zuweisung von S 82,563.838.95 auf S 699,026.751.99 erhöht Der Realitätenbesitz des Phönix in 13 Staaten umfaßt Ende 1934 insgesamt 156 Gebäude und einige Baugründe im Werte von S 103,877.661.06. Die Hypothekaranlagen verteilen sich auf 508 Hypothekardarlehen mit zusammen S 45,098.678.02. Die Darlehen auf eigene Polizzen belaufen sich auf S 65,790.561.40. Der Wertpapierbestand hat einen Buchwert von S 336.461.949.75, hievon entfallen 91,7% auf festverzinsliche Anlagewerte Beerdigungen. 24. Juli 1935: Frieda Klamer, 70 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). — Heinrich Kuhner, 87 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Leopold Dukes, 79 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 25. Juli 1935: Paula Gans, 74 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Martin Kornmehl, 65 Jahre, 8. Bez. (I. Tor). — Arthur Stein, 51 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Ernst Kornfeld, 56 Jahre, 8. Bez. (I. Tor). — Sigmund Weiß, 67 Jajjre, 14. Bez. (IV. Tor). — Simon Balsam, 51 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). — Itta Engel, 70 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). 26. Juli 1935: Pauline Horowitz, 80 Jahre, 5. Bez. (I. Tor). — Pauline Weinberger, 74 Jahre. 13. Bez. (I. Tor). — Dr. Rudolf Buin, 69 Jahre, 9. Bez. (Döblinger Friedhof). — Hersch Gnik, 29 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Sigmund Tiicbler, 66 Jahre, 18. Bez. (IV. Tor). — Dr. Ignaz Kafka, 67 Jahre. 6. Bez. (IV. Tor). — Johanna Spinka, 83 Jahre, 17. Bez. (IV. Tor). — Irene Hoizmann, 47 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Emma Laub, 48 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). — Katharina Sternfeld, 79 Jahre. 3. Bez. (IV. Tor). — Dr. Leo Hamburger, 50 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). 28. Juli 1985: Bertha Bloch, 60 Jahre. 12. Bez. (I. Tor). — Rosa Goldenberg, 65 Jahre. 9. Bez. (IV. Tor). — Gisela Lion, 9. Bez. (IV. Tor). — Edith Degenstuck, 18 Jahre, 16. Bez. (IV. Tor). — Leo Kopstein, 75 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 29. Juli 1935: Dr. Isidor Schwarzmann. 54 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Louis Bondi, 71 Jahre. 1. Bez. (IV. Tor). — Emma Wolf, 72 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Malvine Redl, 46 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). — Rosa Böhm, 74 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Philipp Stern, 62 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 3«. Juli 1935: Peter Schwarz, 23 Jahre. 3. Bez. (I. Tor). — Markus Wilhelm Hauser, 65 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Julius Schick, 81 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Dr. Leo Stein, 46 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — JoSef Landau, 52 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). BEATRIXBAD III., Linke Bahngasse 9, n&chst Stadtpark NICHAEIERBAD XVIII., Mlchaelerslr. 12, nächst Volksoper Ausschneiden! Aufbewahren I Ermäßisunäs-Anweisun^ auf für die Leser der,, Wahrheit" Dampf-, Wannen-, Schwimm- und Heilbäder Kuren gegen Rheuma. Gicht, Ischias, gegen Erkältungen, vorzeitige Alterserscheinungen usw. Weiße u. schwarze Talare u. 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