Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1935
- Issue
- Heft 29 (19.7.1935)
- Date
- 1935-07-19
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Nr. 29 — 19. Juli 1935 V. b. b. DIE WAHRHEIT Kalender-, Sldra-, Perek-, Omer- und^Hj^orah-Tafel " „" Tunu *f>95 : Juli 10»5 irtfa abds. TjOO Tamm 18. 7.30 i fpinchot (4.1.«.) ] H - r5 ■ \ (6. Perek J 7J00 „ 20. bis 24. 7.00 abda. Freitag, 19. Jnli 730 Samrtag. 20. Jnll 8.45 Sonnt., 21. Juli b.l700 Donnerst., 25. Juli f7'00 ' Zs-itaagca' wm TMefit *toHil«i ----- mt i*. — Falii Adressat verMgca, nicht nachsenden: Bit neuer Adresse zwrflckai Verlag „Die Wahrheit" Wimm Ik, HalnastraSa 11/« „Malmonldes-Institut" Samstag, den 13. Juli, wurde -das Sommersemester mit einem. Vortrag des Institutsleiters, Herrn Rabbiner Dr. Kaminka, über die Sidra und den Perek geschlossen. Seine seit vielen Jahren bewunderte Vortragsweise besteht bekanntlich darin, in seiner geistreichen Art ein Thema so auszuführen, daß sowohl der kenntnisreiche Gelehrte wie auch der wissensdurstige Laie viel Neues daraus lernen kann. Beide Typen der Hörerschaft, unter denen sich immer auch Damen befinden, die mit dem geistigen Inhalt der jüdischen Schriften vertraut sind, lauschen aufmerksam den Vorträgen, welche die Geschehnisse aller Zeiten aus der jüdischen Welt beinhalten. Herr Rabbiner Dr. Kaminka versteht es. auf Grund seines profunden Wissens, seiner staunenswerten Vertrautheit auf allen Gebieten der ältesten, wie der neuzeitlichen jüdischen Werke den von ihm fjir seinen Vortrag gewählten Text mit den Vorkommnissen der Gegenwart auszuschmücken; er als unerreichbarer Kenner der philosophischen Werke des Institut-Patrons Maimonides unterläßt es niemals, Aussprüche des großen Weisen für sein Thema zu benützen. All dies güt aber nicht nur für Herrn Dr. Kaminka allein, sondern auch für seine getreuen Mitarbeiter im Institut, den Herren Studiärat Rabbiner Dr. Bauer, Rabbiner Zickier und PreL. Dr. Rapaport Voll und ganz befriedigt, ja immer neu erfreut und mit viel Wissenswertem erfüllt, gehen mit dankbarem Empfinden zahlreichen Hörer und Verehrer des Institutes von jedem einzelnen Vortrage. <3erade in dieser politisch traurigen und wirtschaftlich schweren Zeit bietet das Maimonides-Insütut jedem, für die jüdische Wissenr schaft sich Interessierenden nicht nur Lehrreiches in den Vorträgen, sondern Aufrichtung und Zerstreuung. Rudolf Kraus. Der Vorstand des Leopoldstädter Tempeivereines „Aeschel Awrohom", IL, pazmanltengasse 6, hat mit Rücksicht auf die allgemein schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse den Beschluß gefaßt die bisherigen-Preise für Tempelsitze iast in allen Kategorien zu ermäßigen. Der Vorstand hofft dadurch, einer größeren Anzahl von Besuchern seines Tempels, welche die bisherigen Preise nicht zahlen konnten, die Gelegenheit zu bieten, durch Ankauf von Betsitzen an den gottesdienstlichen Veranstaltungen, insbesondere zu den hohen Festtagen, teilnehmen zu können. Aus der gleichen Erwägung wurde der bisherige Mitgliedsbeitrag von S 20.— ab 1935 auf S12 — p. a. reduziert. Der Vorstand ladet die geschätzten Besucherdes Tempels ein, Mitglieder des Vereines zu werden; die Zahlung kann auch in zwei Halbjahrsraten von S 6— erfolgen. Der Verkauf der Tempelsitze findet im Sekretariat, IL, Pazimanitengasse 6. Wochentags von 2—4 Uhr, Sonntags von 10—12 Uhr, statt Todesfall. Am 12. d. M. ist nach langem, schwerem Leiden der I. Vizepräsident des Tempelvereines, III., Untere Väaduktgasse, Herr Max Löwy im 82. Lebensjahre verschieden. Die Achtung und Beliebtheit die sich der Verbliebene durch sein Wirken in der Öeffentlichkeit — er war auch viele Jahre Vizepräsident des Gremiums der Handelsvertreter — erworben hat kam in der starken Beteiligung bei. dem am 14. d. M. stattgehabten Leichenbegängnisse zum Ausdruck. In Vertretung der Kultusgemeinde waren Vizepräsident Dr, J. Ticho und Börserat L Wal tuet erschienen, der Vorstand des Tempel Vereines Unt Viaduktgasse war stark vertreten, ebenso die Bezirkskommission HI/XL unter Führung des Obmannes Dr. Hendl er. In. der Trauerrede zeichnete Rabbiner Dr. M. G. Mehr er ein schönes Bild vom redlichen Wesen und Wirken des Verstorbenen und seiner jahrzehntelangen Arbeit im Landstraßer Tempelverein, die auch in den ergreifenden Abschiedsworten, die der Neffe des Heimigegangenen, Herr Ing. Hugo Kodiitschek, als IL Vizepräsident des Tempelvereines sprach, ihre verdiente Anerkennung fand. Die kantorale Funktion versah innig Oberkantor H. Funke. Mödflng. Samstag, den 6. Juli, ist nach längerem Leiden der pensionierte Kantor und Sekretär der israelitischen Kultusgemeinde Mödling, JoseLBenedikt hn 89. Lebensjahre in Mährisch-Qstraii . gestorben. Josef -Benedikt entstammte einer streng religiösen Familie aus Oer sogenannte grüne Zahnbelag bei Kindern ist eine sehr häufig beobachtete Erscheinung, die dadurch entsteht daß infolge ungenügenden Putzens. Speisereste — vor allem klebrige Zuckermassen — Gärungssäuren bilden, die eine Entkalkung der Schmelzschichte und eine Besiedlung der Zähne mit grünen Fadenpilzen herbeiführen» Deshalb sollen auch die Zähne der Kinder mit einer geeigneten Bürste und Zahnpasta gründlich und regelmäßig gereinigt werden. ODOL-ZAHN- P AS T A Teinigt gründlich, ohne den Zahnschmelz anzugreifen, desinfiziert ist von angenehmen, köstlichem ■Geschmack und verleiht Teinen Atem. /- Leopoiastadier Tempeiferein üesdicl Awr©Horn H.« PazmonrteMttstc §, Tel. B 4l-8-€3 AHmeHhragen v. Aoftfebeten. Traamufcn («ndi aal. Irden mimen n. Bannlzweas a>art*l*jivorfc«luan WefMafen roa 2 Ms »M übt «chmltugi. an 'Saantagen tob 10 bb 12 Ubr raroiHtagj OcbAtetunden früh qramua6695 630 Tamtui». Pinchos (4. B; M.) Hiftora Diwre jlrmejohn 6. Perek 6.30 n. BjOO 19. ab dt 7.30 8.40 6.30 20. bis 24. 7.30 Stampfen. Er kam im Jahre 1868 nach Mödling zum damaligen Bethausvefein. machte die Neugründung der Kultusgemeinde Mödling mit und ging 1919 in den Ruhestand. Er war nicht nur ein vorbildlicher Kantor und guter Religionslehrer. sondern ein prachtvoller religiöser Mensch. Die'Kultusgemeinde Mödling wür-r digte seine Verdienste,,.indem sie ihn zum Ehrenmitglied ernannte. Naclj seiner Pensionierung lebte er bei seinem Schwiegersohn Oberkantor Moriz Löwy in Mährisch-Ostrau. Das Leichenbegängnis fand am 9. Juli 1935 in seinem Geburtsort Stampfen'statt Der Gemeinderabbiner von Stampfen, Herr Rabbiner Herzog, beleuchtete das^Wesen des Verblichenen and hob seine-Pflichttreue und Frömmigkeit'hervor. Die Kultusgememde Mödling.kam mit einer Deputation nach Stampfen und Ehrenpräsident Dr. Ernst Moser nahm als Schüler yon Benedikt in' bewegten Worten Abschied; indem er ihm für alles dankte, was Benedikt für die Gemeinde Mödling durch 51 Jahre geleistet "hat Bad Hall, Oberösterreich. -Nach einer schlecht überstandenen Vorsaison, die nicht nur ihren Grund in der. dermaligen traurigen Wirtschaftslage hatte, sondern auch auf die diesjährige stiefmütterliche 'Behandlung des Kurortes - durchdie '3^j^mi^^ -^r'^f^^' Wagen zurückzuführen ist'"haft sich mnnsehr der Betriefr" etwas gehoben und kamt man -,von einer, den jetzigen Verhältnissen entsprechenden,: passablen Saison sprechen. Immerhin ist aber noch gegen das vorige . Jahr ein 10%iger Ausfall zu konstatieren und gegen die früheren, wirklich guten Saisonen einsolcher von 40 bis 50%. Nunmehr ist auch das Ausland schon so halbwegs vertreten, so ist besonders in letzterer Zeit der Zustrom aus Ungarn und der Tschechoslowakei reger geworden. Das Gros der Kurgäste bilden noch immer unsere Stammgäste, die aus Dankbarkeit daß sie hier Heilung gefunden haben, immer wieder hierher zurückkehren. Bad Hall kann sogar dermalen einen Kurgast aufweisen, der bereits das 61. Mal hier ist Besucher, die zwischen 40- und 50mal die Kur hier absolviert haben, sind keine Seltenheit Hoffentlich wird der August keine Verschlechterung bringen, so daß die heurige. Saison-wenigstens mit der vorjährigen gleichen Schritt halten kann. Der Verein für' unentgeltlichen Arbeitsnachwels, Wien I„ Kohlmessergass 4" — Telephon U 27-0-65 —, sucht dringend Stellen für: a) Kontoristen, Buchhalter, Handelshilfsarbeiter, Geschäftsdiener, Packer, Inkassanten, Verkäufer, Auslagenarrangeüre, Kellner, Innenarchitekten, Krankenpflegerinnen, Nachhilfelehrer und -lehrerinnen für Mittelscbulfächer. b) Aroeit für gewerbliche Hilfskräfte'aller Art — darunter auch Chemiker, Elektrotechniker, Installateure, Bauingenieure, Chauffeure sowie ungelernte Arbeiter. c) Handwerkliche und kaufmännische Lehrstellen für Knaben und Mädchen. Im selben Verein:sind.derzeit offene Stellen für: Kultusbeamter. nicht, orthodox (muß die Funktionen eines Lehrers, Kantors,' Schächters, Rabbinerstellvertreters ausüben können). Geschultes Hauspersonat jeder •Art, Kinderfräulein mit Sprachkenntnissen. Gut eingearbeitete Konfektionsnäherinnen (auch Heimarbeit), Herren- und Damenfriseur. . Jüdische Kulturstelle. Die Bürozeit der „Jüdischen Kulturstelle", deren Büros sich ab 1. August I., Frani Josefskai . 3, befinden werden, wurde für die Sommermonate auf die Zeit von —10 Uhr vormittags festgesetzt — Karten, für das Theater in der Josefstadt stehen den Mitgliedern zur Verfügung. Verein „Ferienheim". Sitz: Wien IL, Josef inengässe 1. (Präsident Dr. Maximilian Tabak, Dr. Mai Jacob söhn und Maurice F i m y m) hat heuer, wie alljährlich nach Schulschluß arme, erholungsbedürftige Schulkinder arbeitsloser und ausgesteuerter Eltern unentgeltlich in Heimen am Lande untergebracht. Die Vereinsleitung dankt allen Förderern für das entgegen' gebrachte Wohlwollen und bittet, durch Spenden den Vereinszweck auch weiterhin erfüllen zu helfen. film Bei den Pygmäen in Afrika. In dem Fox Toniita i,Baboona", der mit Flugzeugen in Afrika aufge^ nommen wurde, ist es gelungen, die Pygmäen, \tnes fast unbekannte Negerzwergvolk, in einzigartigen Bildern festzuhalten. Der grandiose ExpeditiQpsfilm mit Löwen, Krokodilen, Nashörnern; Giraffen •; erscheint demnächst im S c h w e d e n - K i h o. Beerdigungen. - 10.-Juli 1935: Hennann Lichtblau, 53 Jahre. 5. Bez (I. Tor). — Jakob Franzos» 52 Jahrer«. Bez; (IV. Tor). — Laura Macnek, 75 Jahre. 8. Bez.. (TV. . Tor). 11. Jnli 1935: Fanny BleB. 67 Jahre. 4. Bez. (I. Tor) .— Sabine Buchwald, 66 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). - Max Hornlk. 50 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). — Emilk Ehrliche83 Jahre, 18. Bez. (IV. Tor). — .Karl Rosen 69 Jahre. 7. Bezi (IV. Tor). — Sieghart Koch, 2 Jahre 20. Bez.f(TV. Tor). — Isidor Omstein. 65; Jahre, 2. Bez (IV. Tor). — Betti Zboril, 53 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). 12. Juli 1935: Eleonore Eigner, 80 Jahre, 2. Bez (IV. Tor). — Max Bablk, 58 Jahre. 7. Bez». (IV. Tor). - Moses Mellnger. 27 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). 14. Juli 1935: Irene Rosenberg. 83 Jahre. 2. Bez Cl. Tor). — Mathilde Hofer, 68 Jahre. 9. Bez. (IV. Tor) — Abraham Pfeffer. 67 . Jahre. 2. Bez. (IV. Tor) Michael Fischer, 68 Jahre. 10. Bez. (IV. Tor). Cäcüie Ki'scbner, 76 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Mai Löwy, 81 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Isak Parna« 55 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Armin. Wilhelm. 64 Jahre 2. Bez. (TV. Tor). — Henriette Havllcek, 64 Jahre 15. Bez. (IV. Tor). 15. Juli 1935: Felix Politzer, 66 Jahre, 8. Bei (I. Tor). — Janka Politzer, 64 Jahre, 8. J3ez. (I. Tor).- Martha Pollitzer, 8. Bez. (I. Tor). -." Therese Bin 83 Jahre, 3. Bez.; (IV. Tor). — Rilke Bein, 72 Jahre 20. Bez. (IV. Tor). 16. Juli 1935: Chane Bentfeld, 80 Jahre. 8. Bei (IV. Tor). — Therese Wessely. 79 Jahre. 2. (IV. Tor). — Isidor Löwy, 63 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor] — Rudolf Ganz, 59 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). /» <a W . Weiße it. schwarze Tälare u. 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