Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1935
- Issue
- Heft 28 (12.7.1935)
- Date
- 1935-07-12
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite € Nr. 28— 12. Juli 1935 V. b. b.| E>IE WAHRHEIT Kalender-, Sldra-, Perek-, Omer- und Haftorah-Tafel e*b*t*tmia»ii Timm 6695 Juli lö»5 früh abd». 7J0O Tamm 11. 7.30 \ fChukas-Bolok \ 1 1 (4.B. H )J fc30{ „ 12.{Haflora. J8.55 1 IWehojo scbeeris 1 \ (6. Perek J ,nnJ .. « bi« lfi. **ul „ 17. Scbiwo osorbetamu» 7.40 (Fasten) »bd«. Freitag, 12. Juli 7.30 Samstag, 13. Juli 8 55 ••onnt , 14.Ju'ib (7nn Mittwoch 17. Juli (, vu Donnerst., tl. Juli Scbiwo <wor betamns (Fasten) 7.40 Warschau. Ein bekannter Warschauer Bildhauer hat. soeben den Entwurf eines Heldendenkmals fertiggestellt, das auf Veranlassung der Warschauer Jüdischen Gemeinde zum Andenken an die 247 jüdischen Soldaten, die bei der Verteidigung Warschaus gegen den Angriff der Bols-chewisten im polnisch-russischen Krieg des Jahres 1920 gefallen sind, errichtet wenden soll. Die historische Schlacht bei Warschau fand im August 1920 statt Das Denkmal wird im Vorhof des Warschauer jüdischen Friedhofs aufgestellt werden. Bad-Gastein. Bad-Gastein, dieser herrliche Fleck Erde, ist jährlich von sehr viel Juden besucht Wiewohl es hier neben jenen vornehmen Hotels, in denen man den jüdischen Kurgästen mit der größten Aufmerksamkeit entgegenkommt eine gut geleitete, alt eingeführte rituelle Pension Kokisch gibt die eine erstklassige koschere Diätküche bietet wohnen sehr, viele Glaubensgenossen in Pensäonen, wo säe nicht einmal gerne gesehen sind und als Eindringlinge angesehen werden. SolHe der Jude nicht lieber in einem toleranten Hause oder in einer jüdischen Pension wohnen, wo er sich unter seinen Glaubensbrüdern frei und in Ehren bewegen kann? Dabei darf nicht vergessen werden, daß die Preise in der jüdischen Pension auch nicht teurer sind als anderswo. Bei Kokisch, wo allwöchentlich am Samstag Gottesdienste stattfinden, stehen modern eingerichtete, hygienisch einwandfreie Speisesäle zur .Verfügung, und bietet das Haus auch alle anderen Bequemlichkeiten, selbstredend auch Bäder im Hause. ' '* "' Jod-Brombad Bad Hau. Oberösterreich. Bad Hall, der: liebliche Kurort im &etttstaie, erfreut sich wegen der Heilwirkung seiner Quellen großer Beliebtheit Die Frequenzziffer des Vorjahres ist bereits erreicht Die Kurdirektion unter. Leitung - des Regierungsrates Ingenieur Franz Pesendorfer und die Kurkommission unter Kurkommissär Oskar Purtscher bieten aber auch alles auf, um den Gästen den Aufenthalt hier im idyllischen, auch derzeit vollkommen ruhigen Badeort so angenehm als möglich zu machen. Viele, die hier den größten Schatz, die Gesundheit wieder gefunden haben, kehren alle Jahre wieder, um damit ihre Dankbarkeit zu beweisen. Die Preise, der Wirtschaftslage angepaßt ermöglichen jedem den Aufenthalt in Bad Hall. JEitewatuw. Ein neuer Palästina-Führer. Es ist nur richtig, wenn wir Juden die Bekanntmachung Palästinas durch sogenannte Reiseführer selbst in die Hand nehmen. Der altbewährte „Baedeker" kann uns gefühlsmäßig nicht mehr befriedigen, und so auch andere „Führer" nicht da sie gewöhnlich dem jüdischen Stand- und Gesichtspunkte nicht gerecht werden. Die Punkte nämlich des speziellen jüdischen Interesses in Palästina werden entweder gar nicht oder doch falsch behandelt Das vor kurzem erschienene Palästinabuch des Jesaja Preß hat hier Wandel geschaffen. Das jetzt vorherrschende Interesse für Palästina macht es begreiflich, daß auch andere „Führer" auf den Plan treten. Darum können wir es nur freudig begrüßen, daß uns ein neuer Palästina-Führer geschenkt wurde, und zwar in deutscher Sprache, bearbeitet von Sev Vilnay unter Mitwirkung von Doktor A. Bonne, erschienen im Verlage Steimatzky, Jaffastraße, Jerusalem. Der Verlag bringt dasselbe Buch auch in hebräischer und englischer Sprache heraus. Das biegsam gebundene Buch in Taschenformat macht einen guten Eindruck; der Satz ist klar, nicht so zusammengedrängt wie sonst in derartigen Büchern, und auch das Papier ist nicht so schwächlich dünn. Doch dient das vielleicht dem Buche auch zum Nachteile, denn damit mußte der Umfang notwendig zunehmen Eine Verfärbung der Zähne kann niemals stattfinden, wenn die Zähne regelrecht unter Anwendung einer guten Zahnpasta und einer geeigneten Bürste behandelt werden. — Niederschläge, welche sich aus dem Speichel und aus den Mundsät'ten bilden (Zähnstein, Zahnbeläge, Bakterienplaques, durch Tabak, Kaffee, Tee) und mehr noch solche, welche durch chemische Umsetzung der quecksilberhaltigen Amalgamfüllungen entstehen, verändern oft sehr rasch und intensiv das saubere Aussehen •der Zahnreihen. — Nur eine gründliche und regelmäßige Pflege mit ODOL-Zahnpasta schützt Ihre Zähne vor lästigen Verfärbungen. Odol-Zahnpasta beseitigt durch ihre große Absorptionskraft infolge ihres hohen Gehaltes an kolloidalen Bestandteilen alle Uneinigkeiten, unangenehmen Gerüche und Farbstoffe, die an den Zähnen haften können. X«lta»r«m T*p V*rlaff«r Taraaa«*t. ' J«ond itptili pax l'edttrax. . - -• —• - Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden} «dt neuer Adresse zurück a» Verlag „Die Wahrheit". WI«arIL, Halnaatrafi« W/M ' LeöpoidsfdMer umpe wcrelo Aescfiel Awroftom IL, PannanHcngatsc 6, Tel. P4T-C-« AnneitfaBCcn f. AuhK»oien TroHsmö*■ Caatt irden Bimmel) n. 5armlzw«Bs Partetoav*rtc«*r u WuMagea *ea 2 bta «fr» Uni nachmittag*, an SaajrUfe» rem 10 bis 12 Übt varaHtaft Oabetatundtm frfib Tanns B6BS abd« 630 Tamusll. 7.30 (ChukasBolok (4. BJW.) Hattora Webojo icbeeris B. Perek 6.30 o. 9XO 8.50 6.30^ 13. b. 16. 7.30 17. Scbiwo osor betamus 7.40 (Fjsten) (451 Seiten). Soweit ich es beurteilen kann, sind die verarbeiteten Daten durchaus genau und verläßlich und gehen natürlich bis in die heutigen Tage. Der eine , der Verfasser, Herr Sev iVilnay, hat sich bereits durch seine „Legenden von Palästina", .(hebr. u. engl.) und durch andere Werke rühmlichst bekannt gemacht. Zahlreiche Bilder im Texte unß viele nützliche Beilagen in der „Tasche" sorgen für Anziehende Lektüre und gute Verwendung des Buches. 'Bas einzige, was zu monieren ist ist der Umstand, daß, einige Druckfehler stehen geblieben sind, die aber bei einer sicher zu erwartenden Neuauflage leicht zu beseitigen sein werden. Samuel K r a u ß. Der sephardische fttes. Zum ersten Male ist ein Buch erschienen (hebräisch, bei 800 Seiten stark), welches alle Erscheinungen des spagnolischen Ritus erschöpf end. und eingehend schildert Der Verfasser, Rabbi Schemtob Gaguin, b^reiflicherweise sehr gut vertraut mit seinem Tiemä;da er selbst ein Abkömmling einer berühmten, spagnri^cheo FamMie ist wirkt noch heute 1n sc^hardlstärtnTfÖtSnste, da er;PrincIpar des Montefiore theologischen College in Ramsgate und Abbeth-Din der spanisch-portugiesischen Gemeinde von London ist In dem vorliegenden Werke, das er „K e t e r Schern Tob" (Krone des Guten Namens, Anspielung auf seinen eigenen Namen) nennt verzeichnet er liebevoll all die kleinen Riten, Zeremonien und liturgischen Abweichungen, -die den eigentlichen Unterschied zwischen Sephardim und Aschkenazim ausmachen, und er versucht deren Ursprung und Bedeutung festzustellen, indem er auf alle in Betracht kommende Quellen zurückgeht: auf babylonischen und palästinischen Talmud, auf alle alte und moderne Gesetzbücher und Abhandlungen. Demgemäß weist das große Werk eine doppelte Gestalt auf: eine Art Text in welchem der betreffende „Minhag" selbst verzeichnet wird, und einen sehr reichbaltigen Kommentar, in welchem die Nachweise und Erklärungen dazu gegeben werden. Wie groß noch immer die sephardische Wedt ist ersieht man daraus, daß fn diesem Werk gesammelt worden sind die Riten der Sephardim aus Palästina, Aegypten, Türkei, Syrien, Babel, Maghreb (d. i. die Berberstaaten), Jemen, Persien, Amsterdam, London, Wien usw. Es ist unmöglich, auch nur einen Begriff davon zu geben, wie unendlich vielgestaltig diese Riten sind, Kleinigkeiten bloß, und doch haben säe das Judentum in zwei Lager zerschlagen, in das der Aschkenazim und der Sephardim. In Amsterdam z. B. stehen die beiden Hauptsynagogen der „Deutschen" und „Portugiesen" räumlich hart nebeneinander, aber kein Deutscher kann in der portugiesischen Synagoge zur Thora gerufen werden, und umgekehrt Uns deutschen Juden kommen die hier verzeichneten portugiesischen Riten, die doch nicht das synagogale Leben allein, sondern auch Geburt, Tod, Hochzeit Gemeindeverwaltung und dergleichen mehr betreffen, mitunter recht kurios vor, und doch haben sie Sinn und Berechtigung, manchmal sogar eher als die unseren. Man lese das Buch und ein großes Stück der leidvollen Weltwanderung unseres Volkes wird sich entrollen. Samuel Krauß. flmtndje VerfautOarungen der Jsraefitisdfen Xuftusgememöe Wien | Konkursausschrelbung. Bei der israelitischen Kultusgemeinde Wien ist d»| Stelle einer technischen Hilfskraft zu besetzen. Für diese Stelle kommen Ingenieure für Hochbau] mit II. Staatsprüfung und mindestens 5jähriger allseitiger! Praxis, hievon 2 Jahre als Bauleiter, sehr expeditivej Arbeiter mit gründlichen Kenntnissen und Erfahrungen! im Kalkulations- und Arbeitsvergebungswesen und In I der Führung der Bauaufsicht m Betracht Die näheren Bedingungen sind der seinerzeitigen | Vereinbarung vorbehalten. Reflektanten (österreichische Bundesbürger) wollen ihre gehörig belegten Bewerbungsgesuche bis längstens ] 15. Juli 1935 in der Amtsdirektion der israelitischen Kultusgemeinde l Wien I., Seitenstettengasse 4, 3. Sock schriftlich ein-] bringen.! ' .1 Kundmachung. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde i Wien hat verfügt, daß ab 9. Juli 1935 die Männermikwah auch an Nachmittagen in der Zelt von H3—%1 Uhr abends, und zwar zunächst für die I Dauer von 14 Tagen geöffnet äst Der Preis ist mit 30 Groschen pro Bad festgesetzt. Der Zutritt zum Bade | ist nur gegen Vorweis der gelösten Eintrittskarte gestattet ■ Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien veranstaltet aus Anlaß des Todestages Theodor Herzls und gleichzeitig anläßlich der ersten Wiederkehr des Todestages Ohaim Bialiks am 21. Juli 1935 im Stadttempel, I., Seitenstettengasse 4, im Anschluß an den Abendgottesdiensteine-Feier, bei welcher Herr \ Oberrabbiner .Dr. Feuchtwang _dje,.iiedenkred&_. halten j wirä.' "..; Beerdigungen. 3. Juli 1935: Rosa Kaunitz, 79 Jahre, 20. Bez. (Floridsdorfer Friedhof). — Hans Kirchner, 20 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 4. Juli 1935: Sigmund Kößler, 77 Jahre. 2. Bez. (I. Tor). — Julius Schurtmann. 34 Jahre. 3. Bez. (IV. Tor). — Moriz Flintenstein, 65 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Sigmund Katz. 15 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 5. Juli 1935: Salomon Alex. Weiß, 85 Jahre, 13. Bez. (I. Tor). — Paullne Offenberger, 75 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Julian Siegelbauer. 60 Jahre, 18. Bez. (Döblinger Friedhof). — Dr. Eduard Pollafc, 62 Jahre. 2. Bez. (Döblinger Friedhof). — Naftaiie Adler. 74 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Philipp Berger, 41 Jahre: 2. Bez. (IV. Tor). — Samuel Löffler, 76 Jahre. 3. Bez. (IV. Tor). — Moses Klugmann. 66 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Chaje Feuer. 47 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 7. Juli 1935: Sarah Kibrlk, 24 Jahre. 20. Bez. (IV. Tor). — Amale Balban, 90 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Clementine Deutsch. 62 Jahre. 9. Bez. (I. Tor). — Katharina Neufeld, 73 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — David Rübner, 57 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Anna Stern, 78 Jahre, 16. Bez. (IV. Tor). — Ludmilla Popper, 68 Jahre. 7. Bez. (IV. Tor). — Pauline Kaiser. 43 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Rosa Reichfeld. 75 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). — Berta Löwenrosen, 56 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Ellas Kreopl, 62 Jahre, 4. Bez. (IV. Tor). - Jakob Radinger, 63 Jahre. 14. Bez. (IV. Tor). 8. Juli 1935: Cäzilie Meth, 65 Jahre. 7. Bez. (I. Tor). — Rosalle Reik. 83 Jahre, 19. Bez. (Döblinger Friedhof). — Hedwig Ultmann, 60 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Fannv Sachs. 80 Jahre. 9. Bez. (IV. Tor). — SIerfried Sekuies. 65 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Pröbus Wohlmann. 65 Jahre. 3. Bez. (IV. Tor). 9. Juli .1935: Deborah Kreisberg, 75 Jahre. 9. Bez. (L Tor). — Lea Nußbaum, 20 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Jakob Schlomiuk. 55 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Albert Löwy, 64 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). Weiland Oberkantor Josef G o 1 d s t e i n Weiße it. schwarze Talare u. Barette von der einfachsten bis zur kunstvollsten Ansfuhrung erhalten Sie vorrätig als auch nach Maß in der altbekannten Uniformierung und Maßschneiderei RUDOLF GOLDSTEIN Wien II., TabOrStraße 54 (Achtung auf die Hausnummer) Gegründet 1866 Telephon R 49-0-48 Verlangen Sie rechtzeitig Muster und Kataloge Versand nach allen Ländern! Feine Zivilgarderoben nach Maß, billigste Preise! Bei gruppenweisen Bestellungen auf Uniformen Ausrahmspreise ElKnttlmer. Heransreber. 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