Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1935
- Issue
- Heft 16-17 (17.4.1935)
- Date
- 1935-04-17
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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DIE WAHRHEIT Nr. 16/17 — 17. April 1935 Seite 11 PI. HERUMQER Cafe Fürstenhof Wien II.. P#aien<raOe 25 Während der Pessachfalertage Kaffee und erstklassige fiDS GetrSnke ist er besonders bekannt durch seine volkswirtschaftlichen Vorträge, in denen sein großes Wissen und seine reiche Erfahrung auf diesem Gebiete zum Ausdrucke kommt. Die vielen Freunde, lie sich Komm.-Rat Alexius Salzer durch sein lufrechtes Wesen erworben hat, beglückwünschen hn aufs herzlichste zum „Sachziger", den man ihm wirklich nicht glauben kann. Gedenktafelerrichtungen des „Bundes jüdischer Front- ■oldaten Oesterreichs". Die Bezirksgruppe Innere Stadt 4eht daran, das Andenken der Kriegsopfer des ersten Bezirkes durch Anbringung einer Gedenktafel im Gotteshause in der Seitenstettengasse zu ehren und zu bewahren (es genügt, wenn der betreffende Kamerad irgendeinmal im 1. Bezirke wohnhaft oder irgendwie berufstätig gewesen war). Es wird daher ersucht, zwecks Festsetzung der in diese Gedenktafel aufzunehmenden Namen jüdischer Kriegskameraden des ersten Bezirkes die zu diesem Zwecke notwendigen Daten: Vor- und Zuname, Beruf, inländische Wohn- und Berufsadresse des verewigten Kameraden, dessen Charge, Truppenkörper, Ort und Zeit des Todes, sowie Todesursache, jjit möglichster Genauigkeit bekanntzugeben, schließlich auch Namen. Beruf, Adresse und eventuell Telephonnummer der anmeldenden Personen beizufügen. Diese Anmeldungen wollen ehestens an das Denkmalkomitee der Bezirksgruppe 1 des „Bundes jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs", 1„ Wipplingerstraße 24/26, schriftlich eingesendet werden. — Die Bezirksgruppe Leopoldstadt beabsichtigt, eine Votivtafel für die Kriegsopfer des zweiten Bezirkes zur Festhaltung der Namen der fürs Vaterland gefallenen Kameraden für immerwährende* Zeiten im großen Leopoldstädter Tempel. IL, Tempelgasse 2 zu errichten. Zweck Erfassung sämtlicher auf dieser Gedenktafel ulfzunehmender Namen werden dalier alle Angehöri-;en, Verwandten und Freunde von im zweiten Bezirk msässiffl gewesenen gefallenen oder an Folgen von "(.iegsvertetzungen usw. daselbst verstorbenen Kame- •den gebeten, die genauen Daten: Vor- und Zuname, -'ruf, letzte inländische Wohnadresse des verewigten imeraden, dessen Charge. Truppenkörper, Ort und ii't des Todes sowie Todesursache bekanntzugeben. Schließlich auch Name und Beruf wie Adresse und Telephon ^er anmeldenden Person. Anmeldungen - wollen ehestens dem Vötivtafelkomitee des „Bund jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs". Bezirksgruppe Leopoldstadt, IL, Praterstraße 66 (Cafe Orient) schriftlich eingesendet werden. 25jähriges BeruSsjubiläuni. Wie wir erfahren, werden es Erew Pessach 25 Jahre, seitdem Herr Oberkantor Simon Weiß, der gegenwärtig im Favoritner Tempel wirkt, seine Tätigkeit als Oberkantor in Wien, u. zw. im Tempel IV/V, begann. Aus diesem Anlaß hat sich ein Komitee gebildet, das für den allseits beliebten Jubilar verschiedene Ehrungen plant. Arien- und Liederabend Oberkantor Postolow. Sonntag, den 7. April fand im bis aufs allerletzte Plätzchen von einem illustren Publikum gefüllten Saale des Handelsmuseums der Arien- und Liederabend des allseits überaus beliebten Oberkantors S. Postolow unter Mitwirkung des Cellovirtuosen Professor E. Holländer.und des Kapellmeisters Kurt Fuchsgelb statt. Das reichhaltige Programm: Mendelssohn: .Elias", Händel: „Israel in Aegypten", Giordani: „Caro mio ben", Giordano: „Amor di vieta", Puccini: „Mädchen aus dem goldenen Westen" und Rubinsteins: „Asra", sowie die jüdischen Lieder von Engel: „Schabes bei Nacht", Shitomirsky: „Meierke. mein Sohn" und „Wiegenlied" gaben dem großen Künstler Gelegenheit, seine wunderschön ttmbrierte gut ausgeglichene Stimme mit der schlagkräftigen Höhe zur vollen wirksamen Geltung zu bringen. Wir konstatieren mit Vergnügen, daß Oberkantor Postolow seit seinem vorjährigen Konzert in zesangstechnischer Beziehung bedeutende Fortschritte gemacht hat, die in den einzelnen Programmnummern durch verständnisvolle Auffassung und künstlerische Phrasierung besonders zum Ausdruck kamen. Seine Innigkeit und Wärme im Wiegenlied mit Cellobegleitung wurden vom Publikum mitempfunden. Das begeisterte Auditorium spendete dem Künstler stürmischen Beifall. Eine wesentliche Bereicherung erfuhr das Programm durch die Mitwirkung des Cellovirtuosen Prof. Holländer, der mit der Wiedergabe des Kol nidre von Bruch in eigener Bearbeitung einen großen tnoig erzielte. Feinfühlig mitgehend besorgte Herr Kapellmeister Kurt Fuchs«e.lb die Klavierbegleitung m ganz ausgezeichneter Weise. Maimonidesfeier in Gmunden. Am 10. April hielt Ger „Bund jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs". Ortsgruppe Gmunden. im internen Rahmen seine Maimonidesteier ab. Der Ortsgruppenführer Herr Smetana rfnrii die Qäste und hob in se'ner Ansprache hervor, oau das Judentum seine Geistesheroen nicht vergessen nat und werde. Als Leitspruch soll immer der Spruch »Mnbus unitis", insbesondere in der heutigen Zeit, voranieuchten. Zum Schluß seiner Ansprache bat er die anwesenden, wo immer sie auch sein mögen, an das JMentum zu denken, seine Kultur und Tradition hinaustvl?ge,n,\2U halten und zu festigen, getreu dem Dichterort »Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es; um es zu besitzen." Hieraut hielt Kulturreferent Herr Leo Rujder seinen großangelegten Vortrag über Maimonides. Der Vortrag, der ein Bild des großen Mannes in prägnanten Worten gab, führte auch in die Schriften Maimonides ein und wurde von den Anwesenden mit großem Beifall aufgenommen. Tel Aviv. Nach längerer schwerer Krankheit verstarb hier im Alter von 72 Jahren der aschkenasische Oberrabbiner von Jafia und Tel Aviv. Schlomo Hakohen Aronson. Er stammte aus einer hochangesehenen russischen Rabbinerfamilie, wurde als Sohn von Rabbiner Jakob Aronson in Grutschi bei Mohilew in Rußland geboren und war zuerst Rabbiner in Nieschin. Von 1906 bis 1919 war er Oberrabbiner der jüdischen Gemeinde in Kiew, einst eine der größten jüdischen Gemeinden der Welt. Er nahm einen führenden Rang im jüdischen kulturellen und sozialen Leben Rußlands ein und sprach oft allein oder als Mitglied von Delegationen bei der Regierung in Petersburg in Angelegenheiten der russischen Juden vor. Während des Beilis-Prozesses in Kiew (1911—1913) stand er an der Spitze des Beilis- Verteidigungskomitees. Seit 1924 bekleidete Rabbi Schlomo Aronson das Amt des aschkenasischen Oberrabbiners in Jaffa-Tel Aviv. (Der sephardische Oberrabbiner dieser Gemeinde ist Rabbi Uziel.) Der Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, L, Kohlmessergasse 4, Tel. U 27-0-65, sucht drindend Stellen für: a) Kontoristen, Buchhalter, langjährige Geschäftsführer aus der Schuhbranche, Handelshilfsarbeiter, Geschäftsdiener, Packer, Inkassanten, Verkäufer, Auslagenarrangeure, Kellner, lnnenarchitektin, Krankenpflegerinnen und Heilmasseurinnen, Nachhilfelehrer und -lehrerinnen für Mittelschulfächer; b) Arbeit für gewerbliche Hilfskräfte aller Art, darunter auch Chemiker, Installateure, Bauingenieure, Herrenschneider, Chauffeure. Seifensieder sowie ungelernte Arbeiter; c) handwerkliche und kaufmännische Lehrstellen für Knaben und Mädchen. In demselben Verein sind derzeit o i t e n e Stellen für: Geschultes Hauspersonal jeder Art, Kinderfräulein mit Sprachkenntnissen, Maschinennäherinnen für Herrenhemden eingearbeitet (Spezial-Kragennäherinnen). Selbständige Schneiderinnen für Mäntel und Kostüme. Gut eingearbeitete Konrektionsnäherinnen (auch Heimarbeit), Zuschneiderin für Trikotkleider. Kanditensieder. Selbständige Damenschneider. Lagerist aus der Galanteriewarenbranche (Spielzeug, Parfumerre, Papier, Kurzwaren. Junger Absolvent der Baugewcrbeschule- MÖBEL Moderne KQchen- Vorzknmer- Wohnzlmmcr- P. KOHN, Wien II, TABORSTRASSE Nr. 22 Telephon R 40-7-14 Samstag geschlossen — Angeschlossen der „Schomra* Jüdischer Angestellten-Verband „Emunah". I.. Biberstraße 17. Abendkurse: Englisch für Anfänger und Vorgeschrittene. Französisch. Esperanto, Hebräisch. Für den demnächst beginnenden, neuen Hebräischkurs für Anfänger nach moderner direkter Sprechmethode unter Leitung des bekannten Hebraisten Ben Chaviv werden noch Anmeldungen im Sekretariat entgegengenommen. Vorträge: Samstag, den 20. d.: Dr. Emil Pfeffer: Wie im Mittelalter Gericht abgehalten wurde. Mit Lichtbildern. Samstag, den 27. d.: Dr. Wilhelm Stein: Juden im neuen Europa. Gäste herzlichst willkommen. Kino-Vorstellung: Sonntag, den 21. d.. 11 Uhr im Leopoldstädter Volkskino. IL, Rotensterngasse 7a, „David Gotder" nebst Beiprogramm. Karten im Sekretariat erhältlich. Die Stellenvermittlungsabteilung hält stets eine größere Anzahl von geschulten Personal für Büro. Lager, Verkauf und Haushalt in Vormerkung. Die Vermittlung erfolgt kostenlos. Bürostunden an Wochentagen von 15—20 Uhr. Telephon R 24-9-45. Hilferuf des Hilisvereines der jüdischen Blinden. II., Rembrandtstraße 18, Tel. A 47-2-77, Postsparkassenkonto Nr. A 133.213. Jüdische Frauen und Männer! Der Hilisverein der jüdischen Blinden, der auf eine dreißigjährige segensreiche Tätigkeit für die notleidenden jüdischen Blinden zurückblickt, ist infolge der wirtschaftlichen Krise der letzten Jahre und infolge der großen Zahl der seine Unterstützung in Anspruch nehmenden, in Not geratenen Blinden aller Barmittel entblößt. In Anbetracht dieser traurigen Lage ist es uns leider nicht möglich, den Aermsten unseres Volkes, den jüdischen Blinden, zu den herannahenden Osterfeiertagen auch nur das AUernotwendigste zu gewähren. Um nicht die Lichtlosen ihrem Elend preiszugeben, waren wir gezwungen, eine Osteraktion durchzuführen. Wir erlauben uns daher, jeden Leser dieser Zeilen inständigst zu bitten, uns mit einer Osterspende gütigst zu berücksichtigen. Tüchtige Musiklehrer. Klavierstimmer, Sesselflechter und Bürstenmacher sind auch unter unseren Blinden, welche um Arbeit bitten! Stockerau. Der am 30. v. M. vom Frauenwohltätigkeitsverein aus Anlaß des 45jährigen Bestandes in dem testlich geschmückten und erweiterten Lokale des jüdischen Geselligkeitsvereines veranstaltete Purim-Tanzunterhaltungsabend nahm einen glänzenden Verlauf. Dank dem zahlreichen Besuch, zumeist von Jugendlichen aus Hollabrunn, Korneuburg, Floridsdorf, Eggenburg, Mistelbach, Göllersdorf, Kirchberg a. W. war auch der materielle Erfolg für den Frauenwohltätigkeitsverein ein günstiger und die Zufriedenheit über die gelungene Unterhaltung eine allgemeine. Um das. Zustandekommen der Unterhaltung haben sich die Damen Dr. Wertheimer, Jellinek. Münk und Schlesinger sowie die Herren Dr. Beer, Herrn. Hahn und Oskar Sofer (Korneuburg) besonders verdient gemacht. STEININDUSTRIE GARL BENEDICT Zentrale: III.. Rennwog 112, Tel. U 15-0-52 GRABSTEINLAGER: Zentralfriedhof. 3. Tor, Tel. B53 0-53 Jiunst und Xiieratur. Blut und Eros im jüdischen Schrifttum und Leben. Von Chajim Bloch, Wien 1935, Sensen -Verlag. Seit Jahrhunderten sind Talmud und Schulchan aruch unseren Gegnern ein Dorn im Auge. Besonders zog man gegen den „großen Adler" Maimonides los. Die Eigenartigkeit mancher Stelle, ihre orientalische Ausdrucksart machten es Verleumdern — auch atis unserer Mitte! — möglich, Anklagen gegen die jüdische Religionsgemeinschaft zu erheben, überdies wurden unklare Stellen von ruchloser Hand verfälscht oder in der Uebersetzung entstellt wiedergegeben. Während aber Eisenm e n g e r und Rohling, um die bekanntesten Talmud- Ankläger zu nennen, mit Recht als Ignoranten bezeichnet werden durften, hat man es bei Dr. Erich ß i s c h o f t mit einem Manne zu tun, dem Orientiertheit im rabbinischen Schrifttum nicht abgesprochen werden kann. Bischoff hat seine „Kenntnisse" dadurch bekundet, dar» er die Zahl der seit langer Zeit kursierenden „Blut- Zitate" um ein Vielfaches vermehrt hat. Seine größte Gewandtheit liegt aber in der entstellenden Wiedergabe und Uebersetzung. Seinem Buche „Das Blut in jüdischem Schrifttum und Brauch" liegen Anklagen zugrunde, die er mit Hünderlen von mißdeuteten oder entstellten Zitaten belegt: Dem Juden sei der Genuß von Menschen- und Tierbiut gar nicht verboten; es sei des Juden Schuldigkeit, Christen an Leib, Gut und Ehre zu vernichten. Der Bol-; sehewismus sei das Werk Maimonides, der vom Juderi fordere, Staaten und Vöjker zu unterjochen und die Weltherrschaft aufzurichten. Bischoff füllt sein Buch auch mit etwa 150 „pikanten" Auszügen aus der rabbinischen Literatur, die. Bischofischem Zuschnitt gemäß, die schamlosesten geschlechtlichen Unsittlichkeiten der juderi bezeugen sollten. In stiller Zurückgezogenheit, vom heiligen Zorn entilammt, hat Chajim Bloch sein Buch „Blut und Eros im jüdischen Schrifttum und Leben" geschaffen. Er leuchtet in Bischoifs Zitaten-Archiv mit der Fackel der Wahrheit hinein und weist seine blutig-unsittlichen Entstellungen und boshaiten Textausiegungen nach. Bischoffs „wissenschaftlicher Aufbau" stürzt in einem Schutt von Verleumdungen zusammen. Das Werk, dem geradezu geschichtliche Bedeutung beizumessen ist, stellt kerne trockene demütige Apologetik dar, sondern eine sachlich tief durchdachte, stolze Zurückweisung aller Beschuldigungen gegen Juden und Judentum. Eine Fülle religions- und sittengeschichtlichen Materials liegt in diesem Werke des bekannten rabbinisch-kabbaiistischen Forschers vor. Die Mischna, Text. Uebersetzung und ausführliche Erklärung, sogenannte üießener Mischna, S u k k a (Laubhüttenfest) von Hans Bornhaeuser, Töpelm a n ii, Gießen 1935. Methodik und Textbehanülung sind aus den früheren Besprechungen bekannt. Man muß auch hier rühmen, daß der Bearbeiter sich sehr gut in die Materie hineingearbeitet und mit vielem Geschick und Gewinn die Vorarbeiten, z. B. unter den jüdischen die Uebersetzung des Traktates Moed von E. Baneth, unter den nichtjudischen btruek-Billerbeck, Kommentar zum NT, benutzt hat: er gibt im Kommentar ein anschauliches Biki der Feiern dieses Festes und bedient sich zur Ergänzung mit Erfolg des Toseftatraktates Sukka und anderer Parallelen; insbesondere hat er Josephus und Philo in gehöriger Weise herangezogen. Daß man vielfach mit der sprachlichen und sachlichen Deutung nicht einverstanden sein kann, kann hier-nicht erörtert werden. Zu entschuldigen ist gewiß, daß der Verfasser noch nicht gesehen hat, was aui dem Rücken eines Kameles alles ausgebaut werden kann. Aber einen Vorwurf muß man ihm wohl daraus machen, daß er das Judentum so wenig kennt und mit eigenen Augen gesehen hat, das um ihn herum gelebt wird, so daß er sich für die heutigen Bräuche der Juden auf die Aussage eines Herrn Horowitz beruft, mit dem er in Tübingen zusammen gelebt hac. Laubhütte und Feststrauß kann man in Mannheim — dort ist B. Vikar — gewiß reichlich sehen. Die Veränderung im Verlage Töpehnann möge nicht lähmend auf die Vollendung der üießener Mischna einwirken; ebenso möge es Ur. Bornhaeuser bald gelingen, auch Toseita Sukka zu edieren. Rabbiner Dr. A. Posner, Jerusalem. Eine Schwedische Geschichte des Antisemitismus. Der angesehene Historiker Hugo Valentin, Dozent in Upsala, hat ein Buch in schwedischer Sprache herausgegeben: „Der Antisemitismus in historischer und kritischer Beleuchtung" (Stockholm, Hugo Gebers Förlag), das weiteste Verbreitung verdient. Der historische Ueberblick umfaßt nur etwa 50 Seiten, gibt aber der kritischen Darstellung des modernen Antisemitismus (etwas über 200 Seiten) nicht nur Hintergrund, sondern auch organische Einheit. Was wir im allgemeinen als Einzelheiten wußten, Vernichtung des jüdischen Staates in Palästina, Ghetto- Unter stren« ritueller Leitunz wird in der heurigen Saison das Hotel Bellevue in Pörtschach am Wörthersee geführt, womit einem langgehegten Wunsch der jüdischen Kurgäste Rechnung getragen wird. Da diese Neuerung mit keiner Verteuerung der Aufenthaltskosten — siehe unser Inserat — verbunden ist. ist sie in jeder Hinsicht überaus begrüßenswert.