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Die Wahrheit · 1935-02-22 · Heft 8 (22.2.1935) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1935
Issue
Heft 8 (22.2.1935)
Date
1935-02-22
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Nr. 8 — 22. Februar 1935 DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Haftorah-Tafel Gtobatatunden Adar Z. 6685 Februar 18S5 Hk abda. 7.16 Adar 1. 19. 530 830 20. Kisiso (2.B.M.) Hafiora Wajischlach Achow Borcbi Naftcbl 0.10 abds. Freitag, 12. Fcbmar 5.20 Samstac, 23. Febr. 6.10 Sonntag, 2«. bis 1*™ Donnerst., 28. Feb. f "u MS „ 21. bii 35. 5.20 zu eine gediegene Jazz iolgt. Abend-Büfett Juxbasar. Eintritt inklusive Jause S 3.—. Der Bund ehem. Zöglinge des Badener Waisenhauses veranstaltet am 26. Februar, um 20 Uhr, im Festsaal des Motel „Bayrischer Hof"- IL, Taborstraße 36. einen großen Festabend mit reichhaltigem Programm. Das Reinerträgnis fließt dem notleidenden Badner Waisenhaus zu. Es ist daher der Besuch dieser Veranstaltung wärmstens zu empfehlen. Die Kreditkassa für Kleingewerbe und Kleinhandel hält Mittwoch, den 27. Februar 1935, um halb 7 Uhr abends, in den eigenen Büroräumen (II., Praterstr. 9/5) ihre 12. Ordentliche Generalversammlung ab. Der jüdische Frauenverein Leopoldstadt hat unter den Wiener Organisationen dieser Art wohl den schwersten Stand. Unübersehbar ist die Zahl der Armen, die er zu befürsorgen hat und denen er nur dann hilfreich beistehen kann, wenn edle Freunde und Gönner des Vereines an seinen Aktionen regen Anteil nehmen. Um sein charitatives Hilfswerk in dieser furchtbaren Notzeit aufrecht erhalten zu können, veranstaltet der Frauenverein Sonntag, den 3. März, 4 Uhr nachmittags, im Festsaal des Hotel Continental, IL, Taborstraße 4. eine Akademie mit erstklassigem Programm und anschließenden Tanz. Karten zum Preise von S 1.50 sind bei alen Vorstandsdamen erhältlich. Der Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, L, Kohlmessergasse 4. TeL U 27-0-65, sucht dringend Stellen für: a) Kontoristen, Buchhalter, langjährige Geschäftsführer aus der Schuhbranche, Handelshilfsarbeiter, Geschäitsdiener, Packer, Inkassanten, Verkäufer, Auslagenarrangeure, Kellner, Nachhilfelehrer und Lehrerinnen für Mittelschulfächer; b) Arbeit für gewerbliche Hilfskräfte aller Art (darunter auch Chemiker, Installateure, Bauingenieure, Schneider, sowie ungelernte Arbeiter); c) handwerkliche und kaufmännische Lehrstellen für Knaben und Mädchen. In demselben Verein sind derzeit offene Stellen für: Geschultes Hauspersonal jeder Art, Kinderfräulein mit Praxis (auch für das Ausland), selbständige Modistinnen, geübte Häklerinnen, Heimarbeiterin für Strumpigürtel, Maschinstickerin. Konfektionsschneiderin für englische Arbeit. Ingenieur, bzw. Werkstättenleiter und Appreturmeister für eine Spinnerei und Weberei nach Griechenland. Radioingenieur (Spezialist für Entstörung), Fachmann für Dielektrika, Chemiker für Elektrohytkondensatcren, sämtliche nach Italien. Leitender Chemiker Schamotte- und Siükatiiiaterialerzeugung nach Ungarn. Fachmann für Druck und Pu'.verfabrikation nach Rumänien. Stricker (Jacquardmaschinen), tschech. Staatsbürger, nach Bratislava. Mittelschullehrer mit Lehramtsprüfung für Mathematik, Physik, Geographie, Geschichte, Englisch (Voraussetzung tschech. Staatsbürger, Beherrschung der hebräischen Sprache in Wort und Schrift) nach C. S. R. Chemiker mit Erfahrung in Schellack-, Zellulose- Lackierarbeiten und Farbmischung für Aluminiumbleche nach England. Pelziärber (Fischottern), erstklassiger Uhrmacher, erstklassiger Schneider, sämtliche nach China. Damenfriseur oder Friseurin nach Lemberg (pohi. Staatsbürger). Selbständige Zuschneiderin für Seidenwäsche nach Sarajevo. BiianzaDscninsse und SteneiDehenntnisse Nenanlagen, Revisionen, Bndinaditrfige sowie Sleuerenedlgnngen leder Art übernimmt llisainrstilliür DIR. GUSTAV KOMM Büro (Gr Buchhaltung, Bilanz und Steuerberatung Wien Bl.. TcnborsirezOe *5JB Telephon R 45-3-30 X«!tn»r*B wmm ▼•rl«r«r ▼•raaa.d«», ftirnil ocp««U par VUtmmt. Fallt Adressat yerzogen. nicht nachsenden: mit neuer Adresse svruck an Verlag „Die Wahrheit". VIIan IL, M«lnttsiraft« 13/12 Lcopoidstatfler icmpe verein Acschel AwroDom n„ Pazmanllenflatsc t, Tel. Ii 47-8-63 Anmetdnmten f. Anlßelroten, Traaonöen (and) Hol. irtfem nimtnei) o. Banntnratis Partalaaveraetor aa WtÄUfto von 2 Mi >fr4 Ubi n.cümuut$, aa ScanUeto vca 10 Ms 12 Dhi vsroitUfS Qabatatunden Adar I. B«95 Adar I. t». f Kisiso (2. B. M.) Haitora Wajischlach Achow Borchi Nafscbl 21. bis 26. früh 6.45 6.46 n. 9. Aoar i. iv. 00 { ., 6.45 abda. 5 20 |e.io 5.20 Jiimst und JMeraim. Die jüdischen Künstlerspiele, Nestroyplatz 1 (IL, Praterstraße 34), erfreuen sich nach wie vor eines großen Zuspruchs des Publikums, das neben dem Schlager dieser Saison „Die Schickerte" auch Stücke aus dem älteren Repertoire beifälligst aufnimmt Nach dem etwas schwächeren „Chasendl", das nur durch die große Kunst Sevilla Pastors sich auf dem Programm halten konnte, zeigte das Bukarester jüdische Ensemble in „Hallo L i 11 y" wieder einmal eine ausgezeichnete abgerundete Aufführung, wobei alle Künstler ungeschmälert ein Pauschallob verdienen. Ein ausgezeichneter Abend, bei dem sich das Publikum glänzend unterhält. Freitag, den 22. Februar, geht neuiuszeniert „Der Schokoladekönig" in Szene und wird Samstag und Sonntag abends wiederholt. Sonntag nachmittags „Die Schickerte"; an den Wochentagen sind Vereinsvorstellungen angesetzt — Freitag, den 1. März, wird zum erstenmal die Komödie „Slate, die Prinzessin" aufgeführt und ab 8. März i;eht täglich in Uraufführung die Bilderschau „Ohne Zesrifikat nach Palästina", dessen Text vorn'Hausdramai>w:en -A. Meiseis. nach Motiven des bekannten Warschauer Komponisten H." Kon gesell rieben wurde. E. H. Die Fälschungen der antisemitischen Literatur. Von S. Glücksmann, Verlag Jakob Lange, Danzig, 1934. Die kleine, aber ausgezeichnete Schrift behandelt einleitend den ganzen Komplex des Antisemitismus, indem sie seine Methoden und Ursachen untersucht und die Haltlosigkeit der judenfeindlichen Rassentheorien nachweist. Den Hauptgegenstand der Schrift bildet ein interessantes Beweismaterial, welches sämtliche gegen die Bibel und den Talmud erhobenen Angriffe als plumpe Fälschungen entlarvt Der Verfasser trifft Feststellungen, deren Richtigkeit jederzeit nachprüfbar ist. Die Schrift enthält schließlich Urteile hervorragender christlicher Gelehrter und Staatsmänner, die den Antisemitismus als Kulturschande bezeichnen. Tlmttitfz Verfautßarungen der JsraefitiscQen Xuftusgemeinöe Wien Predigten in den) Gemeinde- und Bezirks-Synagogen. Freitag, den 22. Februar, werden bei den um 5 Uhr 20 Minuten beginnenden Abendgottesdiensten in nachbenannten Gemeinde- und Bezirks-Synagogen Predigten abgehalten, und zwar: 18. Bez., Schopenhauerstraße 39 (Rabb. Dr. A. Schwarz). 19. Bez., Dollinergasse 3 (Rabbiner Dr. A. Frankfurter). 21. Bez., Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. RoSentnsnn). Samstag^ den 23. Februar. Schriiterklärungen. Beim Vormittags Gottesdienste: 20. Baz., Kfoickygasse II (Rabb. Dr. B. Murmeisiein). Beim Abendgottesdienste: 1?. Bez.. Eitelbergergasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin). * Israelitische Jugendgottesdienste. J. Jugendgottesdienst für Volks-, Haupt- und Mittelschüler (-Schülerinnen). Samstag, den 23. Februar, um 3 Uhr nachmittags, in allen Gemeinde- und Vereins-Synagogen. 2. Besondere Jogendgottesdlenste für Mittelschüler und -Schülerinnen für Unterklassen im 2.. 9. und 20. Bezirke. Samstag, den 23. Februar, um Y*5 Uhr nachmittags, im Leopqldstädter Tempel. IL, Tempelgasse 5, und in den Vereins-Synagogen, IX., Müllnergasse 21, und XX., Kluckygasise 11. 3. Gottesdienste für die reifere Mittelschullugend (IV. bis VIII. Klasse). Freitag, den 22. Februar d. J., um %T Uhr abends, im Stadttempel, I.. Seitenstettengasse 4 (Ansprache Rabbiner Prof. Dr. K. Kupfer) über das Thema: „Die Führer und das Volk , und in der Vereins-Synagoge, VIII., Neudeggergasse 12 (Ansprache Studienrat Rabbiner Dr. M. Bauer) über das Thema: „Das Heiligtum in Israel". * Stellenausschreibung. Für ein größeres israelitisches Mädchen Waisenhaus wird eine pädagogisch geschulte weibliche Kraft gesucht, die auch für die Wrrtschaftsleitung und Wäscheverwaltung geeignet ist. Mit dieser Stelle ist freie Statten "im Hause und ein angemessener Barbezug verbunden. Bewerberinnen, welche nach Oesterreich zuständig sein müssen und das Alter von 35 Jahren nicht überschritten haben dürfen, wollen ihre mit einer genauen Lebensbeschreibung und Zeugnissen versehenen Gesuche ehestens in der Einreichstelle der Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, II. Stock, einbringen. Wien, 18. Februar 1935. fSeerdigurageii. 12. Februar 1935: Johanna v. Fröhlich, 75 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Abraham Strauss, 68 Jahre, 21. Bez. (Floridsdorfer Friedhof). — Alired Kohn. 59 Jahre, Weidlingau-Hadersdorf (IV. Tor). — Julie FleiSchmann, 67 Jahre. 20. Bez. (IV. Tor). — Henriette WeiL 79 Jahre, 18. Bez. (IV. Tor). — TJr. Adolf Weriel, 35 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 13. Februar: Hermann Oppert, 52 Jahre, 16. Bez. (IV. Tor). — Hersch Peretz Strassmann, 66 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Dr. Moses Grünbaum, 44 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Hermann Krämer, 72 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Edwin Kolban, 62 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Leopold Lichtwitz, 71 Jahre, 19. Bez. (IV. Tor). — Aranka Lewy, 6S Jahre, 1. Bez. (Döblinger Friedhof). 14. Februar: Rosalia Kornblüh, 71 Jahre, 13. Bez. (I. Tor). — Therese Wertheimer, 85 Jahre, 21. Bez. (I. Tor). — Salomon Jäger, 82 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Friederike Bergstein, 84 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Robert Kalmar, 51 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Aron Gerson Mütz, 75 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). 15. Februar: Wilhelm Ivanovsky, 66 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Adolf Pollak, 78 Jahre, 17. Bez. (IV. Tor). - Charlotte Neumann, 72 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Schaje Osias Goldenhirsch, 77 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). Emanuel Adler, 40 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Charlotte Fried, 67 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Ester Rabinovicz, 51 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). 17. Februar: Aron Friedmanu, 72 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Cäcilie Bauer, 65 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Gustav Glaser, 61 Jahre, 15. Bez. (I. Tor). — Josef Hirschler, 77 Jahre. 14. Bez. (I. Tor). — Charlotte Amber, 68 Jahre, 17. Bez. (IV. Tor). — Olga Sokal, 48 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Bertha Spielmann, 88 Jahre, 14. Bez. (IV. Tor). — Theresia Alt. 68 Jahre. 20. Bez. (IV. Tor). — Josefine Goldhagen, 29 Jahre. 12. Bez. (IV. Tor). — Hermine Jurmann, 60 Jahre, 15. Bez. (IV. Tor). — Simon Jagoda, 60 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Egon Földes, 40 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Siegfried Fürst, 64 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). 18. Februar: Ernestine Tauber, 64 Jahre. 20. Bez. (I. Tor). — Julius Eisner, 73 Jahre, 17. Bez. (IV. Tor). — Ernestine Schlesinger, 76 Jahre. 6. Bez. (IV. Tor) — Rosalia Blau, 89 Jahre, 18. Bez. (IV. Tor). — Heinrich GoHerstepDer, 73 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — Ottilie Klein, 54 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Jankel Kostrov, 50 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Rosa Weinstein, 65 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Flora Schlesinger, 60 Jahre. 9. Bez. (IV. Tor). BEAf RIIBAD III., linke Bahngasse 9, nächst Stadtpark niCHAElCRBAD XVIII., Mlchaclcrstr. 12, nächst Volksoper Ausschneiden! ErilllißiSUinäS-AnWeiSUIlä für die Leser Aufbewahren! » auf eine der „Wahrheit" Italienische; Isrfiias - Schnell - Kur nadiProLNunari Ebenso sind Dampi-, Wannen-, Sdiwlmm- und nelibflder ermäßigt Kuren gegen Rheuma. Gicht, Ischias, gegen Erkältungen, vorzeitige Alterserscheinungen usw. E'centfiwer, Heraoetefc»'. VeiUper und versafirafaic&ar ScfcriHMw: Oakar Hlracfclald Wtea.II., PfsMtatn&a 29. ■ras* Icu ■ Saite & Sotoe. Wlea 1I_ Robert-UM 2.

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