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Die Wahrheit · 1934-12-07 · Heft 49 (7.12.1934) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1934
Issue
Heft 49 (7.12.1934)
Date
1934-12-07
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite & V. b. b. DIE WAHRHEIT Kalender-, Sldra-, Perek-, Tran 5695 Dezember 1©»4 Mb »bell. 7.16 TewM 1. 3-S5 v Rosen Cbadeacb \ „ 2.Mflcex<l. B.M.) a9n Schabe« Chanu- . 830 kaHaftora, 4AS Renlwetimcbo, Borcbt Nafschl bYf |•8•T,«a,■,1"k•} 400 abds Freitag, 7. Dez. ' 3.55 Samstag. 8. Dez. 4,4k Sonst., 9. Dez. . (8.TagCbanaka)| Moni, 10. bis } 4 00 Donnerstag, 1 lS. Dezember ' Landwirtschaft und Kleintierzucht, Eiergewinnung etc. Ein weiterer Plan geht dahin, -eine Weekendsiedlung an der Südbahnstrecke zu errichten, zu dem Zwecke, um jüdischen Familien einen billigen und gesunden Sommeraufenthalt in der Nähe eines Strandbades zu verschaffen und Gelegenheit zu geben, die Kinder der Siedler mit den Arbeiten der Landwirtschaft vertraut zu machen. Der Redner erwähnte, daß die Arbeiten am Samstag ruhen müssen, weiters, daß den Siedlern die Möglichkeit geboten wird, ihre religiösen Bedürfnisse zu befriedigen. Er stellte mit Befriedigung die einträchtige Zusammenarbeit der Proponenten der „Haarez", ohne Rücksicht auf ihre politische Einstellung, fest und gab der Hoffnung Ausdruck, daß bei der dringlichen Notwendigkeit einer wirtschaftlichen Hilfe für viele Klassen im Judentum ein einvernehmliches Zusammenarbeiten dauernd gesichert sein wird. Der nächste Redner, Herr Dr. Heinrich Fast, berichtete über die Möglichkeiten der Beschaffung des Kapitals für die Erwerbung des Bodens und sicherte seine Unterstützung und Mitarbeit zu, da er selbst über gründliche Kenntnisse und Beziehungen bei einer ersten Bausparkassa verfügt. Ueber Aufforderung der Schriftführerin, Frau Luise Fischer-Treu, meldeten sich mehrere Interessenten aus Siedlerkreisen zu Wort. Auch Ing. Richard Kafka stellte seine Erfahrungen im Bauwesen zur Verfügung. Zum Schluß sprach der Obmann, Herr Doktor Leopold Plaschkes, der auf die Erschwernisse der Lebensexistenz. für die Juden durch die neue Gewerbeordnung hinwies und auf die Notwendigkeit der Umschulung der Jugend auf handgewerbliche Berufe und auf die Landwirtschaft Die Interessenten dürfen sich auf keine Unterstützung von Fürsorgeanstalten verlassen, sondernmüssen selbst ihr Möglichstes in finanzieller Hinsicht beitragen, dagegen ist zu erwarten, daß die Regierung den vielfachen Anmeldungen der jüdischen Kreise die gleiche Unterstützung wie den anderen Bevölkerungsschichten zuteil werden' lassen wird. Da bereits zirka 35 Interessenten im siedlungsfähigen Alter angemeldet sind, ist zu hoffen, daß die jüdische Siedlungsgenossenschaft „Haarez'' im kommenden Jahr zustande kommen wird. Weitere Interessenten wollen sich an die Schriftführerin Frau Luise Fischer-Treu, Wien XIII., Biraghigasse 55, wenden. „Die Zeit". Das jüngst erschienene Heft der Halbmonatsschrift „Die Zeit", die immer mehr durch ihre konsequente und selbständige überparteiliche Einstellung auffällt, bringt einen Aufsatz des Herausgebers Dr. Max Ermers über „Oesterreich zwischen Kriegs¬ und Friedensblock" und die sich daraus ergebende Außenpolitik bzw. Verteidigungsstellung unserer Heimat. „Ist unsere Arbeitslosigkeit überwindbar?" nennt Dr. Julius Wilhelm seine hoffnungsvollen Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen Kurzarbeit und Siedlung. In einem geradezu spannenden Gespräch, das weltgeschichtlichen Charakter an sich trägt, tauschen H. G. Wells und Stalin, die jüngst zusammentrafen, ihre Ansichten über Demokratie und Sozialisierung aus. Den letzten Versuch der amerikanischen Geldmagnaten, mit Hilfe der Riesensumme von \Yt Milliarden eine diktatorische Volksbewegung zu Gunsten des Goldstandards künstlich zu inszenieren, bespricht Dr. Gaspar. Stimmen zur Verfassung, Berichte über den Wettbewerb um den Staatskunstpreis, die jüngsten Bestrebungen der Wiener Filmproduktion, die Volksoper und die gegenwärtig laufenden Kunstausstellungen beschließen den reichen Inhalt des Heftes. flmtficQe Verfäutßarungen her Jsraefitisdfen Xuftusgemeinbe Wien Predigten in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Anläßlich des diesjährigen Chanukafestes werden Freitag, den 7. Dezember, bei den um 3 Uhr 55 Minuten beginnenden Abendgottesdiensten in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Festpredigten abgehalten, und zwar: 1. Bez., Seitenstettengasse 4 (Oberrabbiner Dr. D. Feuchtwang). 2. Bez., Tempelgasse 5 (Oberrabbiner Dr. I. Taglicht). 3. Bez., Untere Viaduktgasse 13 (Rabbiner ' Dr. K. Kupfer). 5. Bez., Siebenbrunnengasse 1 a (Rabbiner Dr. M. G. Mehrer). 6. Bez., Schmalzhofgasse 3 (Rabbiner Dr. J. Droblnsky). 8. Bez., Neudeggergasse 12 Rabbiner Dr. M. Bauer). 9. Bez., Müllnergasse 21 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz). 10. Bez., Humpoldtgasse 27 (Rabbiner Dr. A. Weiner). Zeitung*» v ▼•«4 r versendet, per Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an Verlag „Die Wahrheit". Wl«a tb, HelnestraBe IS/13 Leopoldsffttta- Tcmpeifcretn Aescnel AwroHom IL.PaimMltCB<«tC 6,Iel,P4I-Q-»5 ABmeMBRUen r. Antite&olen.Traumiiien Comb vml. treten mmnel) n. Bärmtzwns PirtaiMnerkekr an WeiklafM »ob 2 Ms *4 Ohr nich. - mittags, an SaaatBgen von 10 bis IS Ubi «otmltlaas .Oebetstanflen frflb T«w»» S6SS abds. 6.4S Tewel 1. 4 00 Roscb Cbodescb I 2. Mikez (1. B. M.) ScHabos I 4 cn Cbannka Haftora, Roniwe- I . slmcho, Borcbi Nafsehi | 6.45 n. 9.00 6.45 l „ 3. & Tag Chanuka I ■! bis 7. }4.0U 12. Bez., Braunhubergasse 7 (Rabb.-Kand. Dr. S. MarguUes). 13. Bez., Eitelbergergasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin). 15. Bez., Turnergasse 22 (Doz. Dr. H. J. Zimmels). 16. Bez., Hubergasse 8 (Rabbiner Dr. J. M. Bach). 19. Bez. Dollinergasse 3 (Rabbiner Dr. A. Frankfurter). 20. Bez., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstein). Samstag, den 8. Dezember, Schrifterklärungen. Beim Vormittagsgottesdienste: 20. Bez., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstein). 21. Bez.. Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann). Beim Abendgottesdienste: 13. Bez., Eitelbergergasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin). * Chanuka-Festgottesdienste für Mittelschüler und Schülerinnen der Unterklassen im 2„ 9. und 20. Bezirke. Samstag, den 8. Dezember, um 5 Uhr nachmittags, im Leopoldstädter Gemeindetempel, IL, Tempelgase 5, und in den Vereinssynagogen, IX., Müllnergasse 21 und XX., Kluckygasse 11. Jugendgottesdienst für Volks-, Haupt- und Mittelschüler (Schülerinnen). Samstag, den 8. Dezember, um 3 Uhr nachmittags, in itot Gemeinde- und Vereinssynagogen des 1., 2., 3., 5-, 6., 8., 9., 10., 13., 15., 16., 19., 20. und 21. Bezirkes. Im Gemeindetempel XVIII., Schopenhauerstraße 39, wird der Jugendgottesdienst am Samstag, den 8. Dezember, um 4 Uht nachmittags, im Rahmen eines Chanuka-Festgottesdienstes abgehalten. (Beerdigungen. 27. November 1934: Bettl Bohensky, 81 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Johanna Schnabl, 85 Jahre, 14. Bez. (I. Tor). — Mayer Gottlieb; 63 Jahre, 13. Bez. (I. Tor). — Josef Hoffmann, 59 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Rosalie Gerstl, 86 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Walko Smeliansky, 54 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Nachmann Mittler, 63 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Dr. Friedrich Kindler, 49 Jahre, 3. Bez. (IV, Tor). — Ester Liebermann; 71 Jahre, 19. Bez. (IV. Tor). — Sabine Springer, 52 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Bertha Stiassny, 60 Jahre, 12. Bez. (IV. Tor). 28. November: Bertha Piiler, 83 Jahre, 14. Bez. (I. Tor). — Heinrich Wotitz, 84 Jahre, 7. Bez. (I. Tor). — Johanna Bäck, 71 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Emanuel Deutsch, 80 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). 29. November: Amalia Allina, 70 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Stefanie Kreisky, 49 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Josefine Oberländer, 69 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — Cäcilie Weiß, 13 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — David Theodor Fürst, 69 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Dr. Abraham Baumöhl, 67 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Salonion Gittelmann, 31 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 9Um. „Das Millionenbaby". Der erste Großfilm mit dem neuen fünfjährigen Fox-Star Shirley Temple hat einen Triumphzug ohnegleichen durch alle Länder der Welt angetreten. Dieses kleine Hollywoodwunder, das mit fünf Jahren eine perfekte Schauspielerin und eine hinreißende Tänzerin ist, spielt die Titelrolle in dem neuen Fox-Film „Das Millionenbaby", der demnächst im Burg- und Rotenturm-Kino erscheinen wird. 30. November: Robert Weis, 14 Jahre, 4. Bez. (I. Tor). — Jenny Hoch, 75 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Abraham Stein, 64 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Rosalie Rabinowicz, 86 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Wolf Riss, 65 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — Bernhard LöfHer, 57 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — David Lauf er, 86 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 2. Dezember: Ida Hirsch, 73 Jahre, 7. Bez. (I.Tor). — Samuel Hoffmann, 78 Jahre, 18. Bez. (I. Tor). — Ludwig Breitenfeld, ,81 Jahre, 1. Bez. (1. Tor). — Emma Eibuschitz, 68 Jahre, 4. Bez. (I. Tor). — Josef Waldner, 68 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Marie Förster, 86 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Josef Schwarz, 66 Jahre, 6. Bez. (I. Tor). — Lina Burian, 78 Jahre. 9. Bez. (IV. Tor). — Oskar Loschitz, 24 Jahre, 21. Bez. (IV. Tor). — Jakob Glatter, 70 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Moriz Sinai, 63 Jahre, 19. Bez. (IV. Tor). — Bertha Neumann, 67 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Ettel Sturm,* 69 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Sofie Lagus, 66 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Benjamin Katzenellenbogen, 65 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Hanni Kohn, 41 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Elisabeth Fortgang, 33 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). 3. Dezember: Seide Kieselstein, 84 Jahre, 2 Bez. (I. Tor). — Adolf Mandl, 76 Jahre, 10. Bez. (I.Tor). — Bertha Freud, 70 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Paul Grünwald, 52 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Sidonie Wallner, 26 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Dora Koch, 63 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Josef Schmidek, 71 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). BEAIRIIBAD III., Linke Bahngasse 9, nächst Stadtpark NICHAE1ERBAD XVIII., Mlchaelerstr. 12, nächst Volksoper Ausschneiden! ErmUfifgUngS-AnWeiSUnä lür die Leser Aufbewahren! auf eine der „Wahrheit" Italienische Ischias - Schnell - Kur nach Prof. I*lunari Ebenso sind Dampl-, Wannen-, Sdmimm- und Heilbäder ermäßigt Kuren gegen Rheuma, Gicht, Ischias, gegen Erkältungen, vorzeitige Alterserscheinungen usw. (Gültig bis Ende 1934) Weiland Oberkantor Josef Goldstein Synagogen-Ornate u. Barette in den mannigfaltigsten Stilarten erhalten Sie sowohl vorratig als auch nach Maß in der altbekannten Uniformierung und Maßschneiderei RUDOLF GOLDSTEIN Lieferant vieler in- und auslSndischer Kultusgemeinden Wien II., TabOrStraße 54 (Achtung auf die Hausnummer) Gegründet 1866 Versand nach allen Ländern! Telephon R 49-0-48 Moderne Zivilgarderobe nach Maß, billigste Preise! Vereine und Verbfinde, komplette Ausrüstungen PreisermSßigung. fileentOmer. 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