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Die Wahrheit · 1934-08-31 · Heft 35 (31.8.1934) · page 6

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1934
Issue
Heft 35 (31.8.1934)
Date
1934-08-31
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite « V. b. b. DIE W AHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Hafftorah-Tafel QebatstnnOwn Eltd 6694 frOb 7-00 8-30 -{ 830 630 Elul 20. abds- 6-45 IKi xowau (5.S.«.) Haftora, 7.45 Komi auri 3. u. 4. J>erek 22. 1. Tag Slicbausl 23. 2. . , } 6.40 bis I 27. 6. . . 6.15 fNizowim, I (5. B. M.) 28-lHaiu. . J 7.15 I Sans u öS (5. o. 6. Perek 90 (Eiew Rausch l K a\ Hascbono J 6 ,5 Angust- September 1084 abds. Freitag, 31. August 6.30 Samstag, 1. Sept. 7-30 Sonntag, 2. Mi I - 40 DonncrsL, 6. Sept.?6-40 Freitag, 7. Sept. 6.15 Samstag, 8. Sept 7.15 Sonntag, 9. Sept. Erew Rausch Hascbono 6.1t Jemel espedtf per l'etttear. -" "; Falls Adressat verzogen, nicht nach- ■ senden: mit neuer Adresse zurück an .; - j Verlas »Die Wahrheit". Wien II., HalnestraBe 13/13 ... . .. .^1 Riga. Der frühere agudistische Sejm-Deputierte Simon Wittenberg müßte wegen zu großer Ueberlastung die Annahme des Postens beim litauischen Bildungsministerium ablehnen. An seiner Statt wurde der Agudist Chodakoff berufen. Todesfall. Samstag, den 25. d. M. verschied in Wien Frau Jessie Kur rein, Witwe nach dem verstorbenen Rabbiner von Tephtz-Schönau, Prof. Dr. Adolf K u r r e i n, im 86. Lebensjahre. Die Verstorbene war eine Tochter des einst hochberühmten Orientalisten und Sprachforschers Dr. Louis Loewe. der als Begleiter und Sekretär von Moses Montefiore sich große Verdienste um die Judenheit im allgemeinen und um die Rettung der Juden in Aegypten und der Türkei in der bekannten Affäre von Damaskus im besonderen erworben hat Ausgezeichnet durch hervorragende Gaben des Geistes hat die Verklärte schon in jungen Jahren in der Londoner Gesellschaft eine viel beachtete Rolle gespielt und in späteren Jahren sich wiederholt schriftstellerisch betätigt, im Anfange der Frauenbewegung für die Rechteder Frauen oft das Wort ergriffen und schließlich für die Wizo durch lange Jahre werktätig gearbeitet In erstaunlicher Geistesfrische nahm sie bis in die letzte Zeit regen Anteil an allen Fragen des Geisteslebens. Von tiefer Frömmigkeit und heiliger Begeisterung für das Judentum hatte sie in allen Gemeinden, in denen ihr Gatte amtierte, in vorbildlicher Weise die "Pflichten einer Rabbinersfrau erfüllt und stand immer in hoher Achtung bei allen, die sie kannten. Sie wird an der Seite ihres Gatten in Teplitz-Schöhau beerdigt. Den Heimgang ihrer guten Mutter betrauern vier Söhne: Prof. Doktor Max K u r r e i n, Haif a-Technion, Dr. med. J. K u r r e i n, Arzt in Wien, Prof. Dr. Viktor Kurrein, Rabbiner in Linz, Dr. Herbert Kur rein, Chemiker in Haifa, und eine Tochter Frau Elisabeth Lichtenstein in Wien, Schwiegersohn, Schwiegertöchter und Enkelkinder. David Pfeifer., der heuer gestorben ist, wird am Sonntag den 2. September, um 'All Uhr vormittags,!V. Tor, ein Stein gestellt Die Vereine „Treue Brüder". „Hachnusas Kalu", „Mathilde". „Kleingewerbetreibenden", Bethaus „Mikdosch m'at", Witwen- und Waisenverein, Isr. Krankenunterstützungsverein und Verein der Lemberger haben, um das Andenken des Verstorbenen zu wahren, der zeitlebens seine xanze Kraft Wohltäliskeitszwccken widmete, zu ehren, in Erfüllung einer Dankespflicht gemeinsam zur Errichtung eines Grabsteines beigetragen. Die Vereine danken dem Cafetier Herrn Samuel B u c h s b a u m f fir die Mühewaltung, die er hierbei verwendete, und laden alle Mitglieder, Freunde und Bekannten zum pietären Akte der SteinsteUuug ein. Die Chewra-Kadiscba XII—XV errichtete im jüdischen Vereinshause, XV„ Herklotzgasse 21, eine Bethau s f i 1 i a 1 e, in welcher zu den hohen Feiertagen ein würdiger Gottesdienst abgehalten wird. Karten zu billigen Preisen sind an obiger Adresse z j haben. Der Vorstand des Döblinger Tempelvereins teilt mit: Mit Rücksicht auf die neuerdings ergangenen Sicherheitsvorschriften darf in unserem Tempel nur die behördlich gestattete Sitzanzahl benützt werden. Eine Ueberfüllung der Sitzreihen ist demnach ausgeschlossen und bitten wir um rechtzeitige Sicherstellung der Betsitze für die in Kürze stattfindenden hohen Feiertage. Noch vorhandene Sitze können taglich von 8—12 Uhr und 4—7 Uhr in unserer Vereinskanzlei, XIX., Dollinergasse 3. behoben werden. Bethaas in der Mensa academica judaica. Der Verein zur Erhaltung und Förderung der Mensa academica judaica veranstaltet auch heuer anläßlich der hohen Feiertage im Lokale der Mensa, IX., Zimmermannplatz 8, ein Bethaus (Minjan). Für gute Vorbeter wurde gesorgt Das Reinerträgnis wird zur Gänze für Freitische an arme jüdische Studenten verwendet werden. Der Kartenverkauf findet täglich von 9 bis 5 Uhr im Sekretariate der. Mensa, IX., Zimmermannplatz 8, Tel. B. 47-4-66, statt. Hebräisches Pädagogium. Das Unterrichtsiahr 5695 beginnt am 29. Tischri (8. Oktober 1934). Einschreibungen jeden Freitag von 12 bis 1 Uhr mittags im Sekretariat IL, Tempelgasse 3. Dorthin sind auch schriftliche Anmeldungen aus dem Ausland zu richten. Wiedereröffnung der Urania. Die zur Zeit in der Urania im Interesse des Publikums zur Durchführung gelangenden sehr umfangreichen Adaptierungsarbeiten machen es notwendig, den ursprünglich für Dienstag.'den 28. ds., festgesetzten Beginn des neuen Vortragsjahres auf Freitag, den 31. August, zu verlegen. ' nceattaer, Hcmuffetar, Verlerer and vefaatvwIHcMr 1 Leopoldstädfer Tenipe.vere.il Aescfiel Awrottom IL. Pazmanliengassc 6, Tel. P 47-8-63 Anmeldungen?. Anigebofen, Trannugen CandiimLirdemUiRineUD. Bormizwans Partelanvarkalir an Werktagen «on 2 bli Vt* Öhr nachmittag», an Soaatagen m 10 bis 12 Übt vormittags irlh 640 Elul 640 u. 9-00 . 6.00 . { : 6-30 n. 9-00 . 6.0D OebeUtnnden Elul 6694 abds. 20. 6-35 H TU aowau (6. B. M.) Haftora, Kumi aar! 3. u. 4. Perek |7-25 22. 23. bi» 27. 1. Tag Slichaus 2. - i - . ~ c >; ^8.35 620 H Nizowin, (5. B. M.) Haftora, Sans osiss S. OiC Perek ^V10 20. Erew Rausch Haschono 6.15 flmtßdfe Verfautßarungen btr JsraefftfscQen Xuftusgemeinöe Wim Dispens der jüdischen Schüler vom Schulbesuche an den hohen jüdischen Feiertaxen. Der Stadtschulrat' für "Wien hat die Direktionen (Leitungen) aller dem Stadtschulrate unterstehenden Unterrichtsanstalten in Kenntnis gesetzt, daß die israelitische Schuljugend an den Tagen des Neujahrs-, Versöhnungs-, Laubhütten-, Passah- und Wochenfestes Anspruch machen kann, vom Schulbesuche befreit zu werden. Befreiung der Jüdischen Kinder vom Schreibern Zeichnen und Handarbeiten usw. an Sabbathen.- Der Stadtschulfat für Wien hat sub. Z. 2316/H a ex 1930 an alle Unterrichtsanstalten den folgenden Ejjaß herausgegeben: „Die Direktionen (Leitungen) werden auf den K. U. M.-Erlaß vom 21. Jänner 1876, ZI. 1208 (Vorschriftensammlung: Die Mittelschulen Oesterreichs von Halma Schilling S. 43) und auf den .K. U. M.-Erlaß vom 19. Februar 1876, ZI. 1683, M.-V.-Bl. Nr. 9 aufmerksam gemacht, wonach bei Verfassung der Stundenpläne auf das israelitische Gebot, am Sabbate des Schreibens, Zeichnens, überhaupt der Handarbeiten sich zu enthalten, tunlichst Rücksicht zu nehmen und jeder direkte oder indirekte Zwang zur Uebertretung dieses Gebotes zu unterlassen ist. Stadtschulrat für W:en." Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien ersucht die jüdischen Eitern, von diesem ihnen zustehenden Rechte Gebrauch zu machen. Laubhütcniestes auf Montag und Dienstag fallen, hat der Verband der Sabbathfreunde im Einvernehmen mit dem Präsidium der israelitischen Kultusgemeinde bei den zuständigen Stellen Schritte eingeleitet um für die Händler mit lebenswichtigen Nahrungsmitteln eine Ausnahmsbewilligung zu erwirken., ihre Läden am Sonntag, den 9., 23.-und 30. September d. J. während einiger Vormittagsstunden offen halten zu dürfen. Verlautbarung des Erfolges dieser Schritte folgt. 3. Ankündigungsscheine. Der Verband der Sabbathfreunde hat auch heuer „Ankündigungsscheine" mit dem zweifarbigen Aufdruck „Feiertagshalber am ... . geschlossen" für sämtliche jüdischen Feiertage herausgegeben. Diese .Ankündigungsscheine", die sich bereits allgemeiner. Beliebtheit erfreuen, dienen bekanntlich dem Zweck, durch Anbrinr gung an Rolläden, Türen und Schaufenstern der nichtr jüdischen Kundschaft rechtzeitig zu avisieren, an welchen Tagen und aus welchem Grunde das betreffende Geschäft geschlossen bleibt Die „Ankündigungsscheine" werden auf schriftliche .oder telephonische Bestellung in beliebiger Anzahl zur Verfügung gestellt. 4. Stellenvermittlung. Unsere kostenlose Stellenvermittlung, die seit Jahren eine überaus ersprießliche Tätigkeit entfaltet führt eine große Anzahl kaufmännischer und gewerb*- licher Arbeitsloser, männlichen und weiblichen Gei schlechts, in Evidenz, die durchwegs ajif ihre Qualifit katipn geprüft und allen Anforderungen gewachsen sind, •insbesondere werden handwerkliche Lehrstellen für «schulentwachsene Knaben und Mädchen gesucht An die jüdischen Kaufleute, Gewerbetreibenden und Handwerker ergeht auch von dieser Stelle die herzliche Bittesich im Bedarfsfalle unserer Stellenvermittlung zu bedienen. \ Verband der Sabbathfreunde „Schomre Schabbos", Wien IL. Leopoldsgasse 16, Tel. A 46-0-15. 1. Auszahlung der Arbeitslosen-Unterstützung. Jene strenggläubigen jüdischen Arbeitslosen, deren Kontroll- oder Auszahlungstag auf einen Sabbath- oder jüdischen Feiertag fällt, werden eingeladen, im Sekretariat des „Schomre Schabbos" um Ausstellung einer Bescheinigung anzusuchen, auf Grund welcher die Arbeitslosenämter den Köritroll-, bzw. Auszahlungstag auf einen Wochentag verlegen. 2. Sonntagsruhe an den Feiertagsvortagen. Da heuer die beiden Tage des Neujahrsfestes, ebenso wie die beiden ersten und letzten Tage des Jüdische Kulturstelle, IL Aspernbrückengasse 2, Tel _ R 48-2-91. Büro: 10 bis Xl. : Den Mitgliedern stehen ermäßigte Karten für die Staatsoper, Burgtheater. Raimundtheater etc. zur Verfügung. - (Beerdigungen. 21. August 1934: Chaje Elka Hornik. 59 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Hermann Wahünann, 48 Jahre, Vransko, C. S. R. (IV. Tor.) — Regine Fried. 63 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Josef Salzer, 58 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). 22. August: Leni Pollatschek, 93 Jahre, 2 Bez. (1. Tor). — Isidor Neuhauser, 73 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor) David Schneeberg, 71 Jahre, 4. Bez. (IV. Tor). — Jakob Lerner, 68 Jahre; 5. Bez. (IV. Tor). — Eugenie Neufeld, 58 Jahre, 11. Bez. (IV. Tor). — Grete Aufrichtig, 29 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 23. August: Mathilde Herzog, 67 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). — Samuel Zeisler. 69 Jahre, 6. Bez. (IV Tor). — Michael Bardach, 59 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). — Sofie Kris. 63 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Riwa Botner. 45 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 24. August: Jakob Roman. 84 Jahre. 20 Bez. (I. Tor). — Margarethe Hahn, 56 Jahre, 1. Bez. (I Tor). — Josefin Bruder. 83 Jahre, 16. Bez. (IV. Tor). — Josef Weisskopf, 83 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor) — Ernst Schrötter, 29 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Gisela Röder, 56 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Michael Engelhardt, 43 Jehre, 2. Bez. (IV. Tor). — Leonore Gergely, 56 Jahre, 12. Bez. (IV. Tor). , 26. August: Philipp Kohn, 76 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Ernst Karpeles, 16 Jahre, 16. Bez. (IV. Tor). — Deborah Mises, 77 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Jobanna Rotter, 68 Jahre, 17. Bez. (IV. Tor). — Karl Stein, 74 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Anna Amar, 74 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). 27. August: Bernhard Schächter, 21 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). Weiland Oberkantor Josef Goldstein Bestellen Sie rechtzeitig Ihre wei&en nnO sAnarzen Talare unö Barette für die hohen Feiertage in mannigfaltigen Sfilarten, in der allbekannten Uniformierung und Maßschneiderei RUDOLF GOLDSTEIN Lieferant vieler in- und ausländischer Kultusgemeinden WICH II., TabOrStraße 54 (Achtung auf die Hausnummer) Gegründet 1866 Versand nach allen Ländern! Telephon R 49:W8 Alle Uniformierungssorten und Sportausrüstungen. Vereine und Verbände Preisermäßigung! Moderne Zivilgarderobe nach Maß! Ofkar fllrichltl« Uten fl., Pralaratrait »■ —

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