Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1934
- Issue
- Heft 33 (17.8.1934)
- Date
- 1934-08-17
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3062972-3064504-3064536--19872-3085056- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haifa 1× ep/1047930
OCR text
Seite 8 BHSSB V. D. DT DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Ilmer- und Hafftorah-Taffel 0«b«trau>den EMI 6684 August 1934 fmb abds- 7-00 Ein] 6. 7-00 Schanftim (5. B. M.) 8-30 . 7. Haftara,ouncbI> 8.00 onincbi 1. Perek 7M . 8. bis 12. 7.00 abds. Freitagt 17. Augmt 7*00 Samstag, 18. . 800 Sonntag, 19. kll l Donnersu23.Aug.l Todesfälle. Am 29. v. M. verschied der Vizepräsident des Vereines „Kurfürsorge", Professor M. R. Salzmann im 80. Lebensjahre. Die Beerdigung tand am 2. d. M. statt Herr Rabbiner Dr. Rosenmann sprach von der Tätigkeit des Verstorbenen im Gymnasium auf der Landstraße und in den diversen humanitären Vereinen und hob das vorbildliche Familienleben des Verblichenen hervor. Der Obmann des Vereines „Rasche Hilfe", Herr S. Sperling, sprach rührende Worte des Abschieds und dankte dem Toten für seine 40jährige aufopfernde Mitarbeit Der Obmann des Vereines „Kurfürsorge", Medizinalrat Dr. Isidor Braun, hob hervor, daß Professor Salzmann die „Kurfürsorge" gegründet und durch sein erfolgreiches und ersprießliches Wirken zum Aufblühen und zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit dieser Institution in erster Linie beigetragen hat Ganz besonders habe Herr Professor Salzmann als Delegierter der „Kurfürsorge" im Kurverband der Israelitischen Kultusgemeinde vielen Lungenkranken die Möglichkeit verschafft in den Lungenheilstätten Genesung und damit ihre Arbeitsfähigkeit zu erlangen. Im Namen der gewesenen Schüler nahm Herr Dr. Milch mit einem kurzen Nachruf Abschied vom Verblichenen. Es waren Vertreter verschiedener Vereine erschienen, u. a. Frau Dr. Helene Stein, Herr Dr. Egon Schick. Herr Leo Heller und Herr Hugo Heller etc. — Am 28. Juli verstarb nach kurzem Krankenlager Herr Josef May, Seniorchef der von ihm vor nahezu 50 Jahren begründeten Firma May & Herold, in Baden bei Wien und wurde ani 31. Juli auf dem Zentralfriedhofe zur ewigen Ruhe gebettet Josef May, einer streng konservativen Familie entstammend, war ein tiefreligiöser Jude, der die Samstage und Feiertage hielt und streng darauf sah, daß das jüdische Gut, das er ererbte, auch in seinem Hause Pflege fand. Eines der angesehensten Mitglieder der Wiener City fand er seinen Ehrgeiz nicht in der Erwerbung von Titeln und Ehrenstellen, sondern einzig und allein in der streng reellen Führung seines Geschäftshauses, das sich eines ausgezeichneten Rufes erfreut und in der Setzung edler Wohltaten in stiller und vornehmer Art. Kein Bedürftiger klopfte vergebens an seine Türe und vielen Familien und Einzelpersonen verhalf er zur Existenz. Ob dieser vorbildlichen Eigenschaften erfreute er sich des höchsten Ansehens und der höchsten Wertschätzung in den weitesten Kreisen unserer Gemeinde und seines Standes, was anläßlich des Leichenbegängnisses sichtbar zum Ausdruck kam. Nach den Trauerpsalmen, vom Oberkantor Mathyas, unterstützt vom Kantor Balaban und von einem Männerchor, ergreifend vorgetragen, würdigte Oberrabbiner Dr. Feuchtwang vor einer sehr großen Trauergemeinde den Verewigten, dessen langjähriger persönlicher Freund er war, 5n einer überaus warmen Rede als Familienvater, Menschen und Juden und hob dessen tadel- und makelloses Leben hervor. Hierauf nahm der Präsident der Gemeinde Dr. Friedmann, in sehr schönen Worten Abschied von dem hochangesehenen Gemeindemitglied, dessen frommes Wesen er besonders unterstrich. Nun trat Herr Alfred May an die Bahre und hielt seinem einzigen Bruder einen aus tiefstem Herzen kommenden und die Herzen aller Trauergäste ergreifenden Nachruf, in dem er im Namen der eigenen und weiteren Familie dem Familienoberhaupte, der so oft seinen Verwandten ein Retter und Helfer war, für alles dankte und an der Hand von Zitaten aus dem jüdischen Schrifttum dessen Lebensgang zeichnete. Im Namen der ethischen Gesellschaft sprach Herr Dr. Steinitzer herzliche Worte des Abschiedes, worauf der älteste Schwager des Verblichenen, Herr Friedrich Duschinsky (Preßburg), schon ein Greis, tränenden Auges dem Gatten seiner Schwester Worte tiefster Empfindung widmete. Zum Schluß hielt Kommerzialrat Lassner, im Namen der Bnai Brith seinem „Bruder" eine wunderschöne Trauerrede. Hierauf trugen Verwandte, Freunde und Bekannte den Sarg, der die irdische Hülle eines selten edlen Menschen barg, zur Grabstätte, wo Frau Krüger im Namen des Krüger-Heimes dem Dahingeschiedenen als einem der ältesten und besten Gönner der Waisenmädchen, denen er jahrzehntelang den Seder gab, herzliche Worte des Dankes und des ewigen Gedenkens weihte. — Der Sekretär im Fürsorgeamt der Kultusgemeinde, Herr Dr. Nahum Blauer hat einen schweren Verlust erlitten. Seine Gattin, Frau Gisela Blauer, ist im Alter von 37 Jahren nach langer schwerer Krankheit dahingeschieden. Dem so furchtbar getroffenen Gatten, seinem Sohn und den anderen Hinterbliebenen wendet sich die allgemeine Anteilnahme weiter jüdischer Kreise zu. Mittwoch, den 8. d. fand das Begräbnis statt Die Gebete verrichtete Herr Oberkantor Fischer. Da die Hinterbliebenen ersucht hatten, von Gedenkreden Abstand zu nehmen, hielt nur Herr Oberrabbiner Dr. David Feuchtwang einen kürzet Nachruf. Er pries die Verstorbene als eine wackere jüdische Frau, die es verstanden habe, die Zeltungr*& von Vorleser vfiitaaet, Journal «xpedtf par Vaditerar. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden: mit neuer Adresse zurück an Verlag »Die Wahrheit", Wien IU, HalneslraBe 13/12 Leopolds!fidler lempclfcrcin Aescnel Awronom n„ Pazmanltcmtassc 6, Tel. tt 47-8-63 Anmeidiingen v. Aufgeboten, Tronangen fandianf. freiem nimmel)n. Bannizwaus Partalenvarkahr an Werktagen von 2 61s i/,4 Ubi nachmittags, an Sonntagen von 10 bis 12 Uhr vormittag« froh 680 6=30 u. 9-00 . 6.30 Oabetetandea Elul 5694 Elul 6. f Scbanftim (S. B. M.) 7.{ Haftora, onauchi onauchi y l. Perek 8. bis 12. abda. 700 S7-50 7-fO Tätigkeit im Familienkreise mit einer hingebungsvollen Tätigkeit für "die jüdische Sache zu verbinden. Zum Begräbnis hatten sich u. a. eingefunden: der Präsident der Kultusgemeinde, Dr. Friedmann, mit Regierungsrat Fuchsgelb, mehrere Kultusvorsteher und Mitglieder der Bezirks- und Fürsorgekommissionen. Die Wizo war durch zahlreiche Mitglieder vertreten. Die große Beteiligung beim Begräbnis war ein Beweis der großen Wertschätzung, deren sich die Verstorbene erfreute, und der Anteilnahme an dem großem Schmerz ihrer Familie. — Die Bezirksorganisation Neubau der „Union" gibt teilnahmsvoll bekannt daß die Schwiegermutter ihres Vorstandsmitgliedes Herrn Leo Terner verschieden ist Sie war nicht nur eine gute Mutter seiner Frau, sie hat auch an ihm selbst Mutterstelle vertreten. — Am 3. d. M. ist Herr Dr. Salomon Bohin, Mitglied des Bethausvorstandes für den XVI. und XVII. Bezirk nach kurzer Krankheit verschieden. Der Verblichene, der erst am Schewuothfeste den 70. Geburtstag gefeiert hatte, war ein Mann, der anspruchslos für seine eigene Person, stets hilfsbereit dastand, wo man seines Rates und seiner Tatkraft bedurfte. Die allgemeine Achtung und Verehrung, die er sich erworben hatte, kam hei seinem Leichenbegängnisse, welches am 5. d. M. a>f dem Zentraliriedhofe, I. Tor, stattfand, zum Ausdruck,, indem eine große Zahl von Trauergästen sich eingefunden hatte. Die Mitglieder des Bethausvorstandes mit dem Obmann Leopold Sitzmann an der Spitze und die Vorstandsmitglieder der Chewra Kadischa XVI. unter Führung des Vize-Präsidenten Samuel Fischer waren fast vollzählig erschienen. Nach den rituellen Gesängen, welche Kantor .M. Harendorf vorgetragen hatte, würdigte Rabbiner Dr. M. Bauer in einem tiefempfundenen Nachruf die schönen Eisenschaften und Tugenden des Heimgegangen. Hierauf sprach Kultusvorsteher Dr. J. Kl ab er namens der Kultusgenieinde Worte des Dances für seine Tätigkeit im Betiiausvorsrande und für seine Verdienste um das Judentum. Sodann sprachen Obmann Leopold S i t z m a n n und Direktor Reich für die „Kadimah" tief bewegt innige Worte des Abschiedes. New York. Die Beisetzung des belgischen Gesandten in Washington Paul May. der strenggläubiger Jude war, fand unter außerordentlich starker Beteiligung der diplomatischen Kreise auf dem jüdischen Friedhof in Arlington statt. Dem Sarge folgten der amerikanische Staatssekretär (Außenminister) Hull und viele andere hohe Beamte der amerikanischen Regierung. Havanna. Roberto Namer. ein sephardischer Jude, wurde zum kubanischen Konsul in Haifa ernannt Er ist. der erste Jude, der im Dienste Kubas einen diplomatischen Posten bekleidet. TlmtttcQe Verfautßarungen der Jsraefitisdjen TCuftusgemeinbe Wien Gottesdienst. Der Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wien veranstaltet anläßlich der diesjährigen hohen Feiertage im Großen Musikvereinssaal, I., Dumbagasse 3. sowie im Sofiensaal, III., Marxergasse 13, feierliche Gottesdienste. Jene Parteien, welche auf die im Vorjahre benützten Sitzplätze reflektieren, können die neuen Karten gegen Vorweisung der vorjährigen an der Kartenkassa der Israel. Kultusgemeinde. Wien I., Seitenstettengasse 4, I. Stock, in der Zeit vom 22. bis 30. August 1. J. während der Amtsstunden von 8 bis 13 Uhr beheben. Der allgemeine Verkauf beginnt am 31. August 1. J. / (Beerdigungen. 7. August 1934: Adolf Urich. 74 Jahre. 2. Bez. 0. Tor). 8. August: Otto Körner. 59 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Mina Fleischmann. 56 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Julius Wasser, 46 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). — Julie Fuchs, 80 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Gisela Blauer. 38 Jahre. 9. Bez. (IV. Tor). 9. August: Richard Löwy, 54 Jahre. 16. Bez. (I. Tor). — Sofie Beer, 76 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Margarethe Braunfeld, 47 Jahre, 4. Bez. (IV. Tör). — Selig Press, 68 Jahre, 16. Bez. (IV. Tor). — Rudolf Bäuml, 59 Jahre. 3. Bez. (IV. Tor). 10. August: Rudolf Wiesmeier, 73 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Bertha Saudek. 65 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). 12. August: Riebard Weinstock. 2 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Siemund Spitzer, 71 Jahre. 9. Bez. (IV. Tor). — Katharina Reichenfeld, 77 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Rosa Meisel, 32 Jahre, Litauen (IV. Tor). — Siegmund Kalmahn, 71 Jahre. 12. Bez. (IV. Tor). — Lina Waldbaum, 68 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Sofie Kreuter, 70 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). — Cäcilie Pfeffer, körn, 61 Jahre. 20. Bez. (IV. Tor). 13. August: Ulrich Kupfernere, 10 Monate. 2. Bez. (I. Tor). — Wilhelm Haberfeld. 24 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Grete Goldringer, 34 Jahre. 3. Bez. (IV. Tor). — Berta Ebenstein, 57 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Ester Eisenstein, 81 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Julie Goldenberg, 73 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). BEAfRfXBAD III., Linke Bahngasse 9, nächst Stadtpark raiCHAElERBilD XVIII., Mlchaelerstr. 12, nächst Volksoper Größter Komfort Ausschneiden! EaTlIliifiiSllII^ Aufbewahren! Gegen diese Anweisung zahlen Sie bis Ense August im Beatrixbad nur S 1.30 (staU S 2.20) für ein originales StuasisttkcB ^StcinstftnittxBad inkl. Wäsche. —Ärztlich empfohlen gegen Rhenma,Gicht, Ischias, als Vorbengungsmittel gegen Erkältungen, vorzeitiges Altern nsw. Billige Preise g'AnWCiSUn^ lür die Leser der „Wahrheit" Gegen diese Anweisung erhalten Sie im Beatrix- oder Michaeierbad ein ermäßigtes Dampf', Wannen- oder Schwimmbad. Im Vorverkauf auch: Pichtennadel, Schwefel-, Kohlensaure-. Radinm- und Darmbad: Wasserkur, Original Pistjaner Schlammpackung, Hohensonne, Diathermie, Hochfrequenz, Tonisator und alle anderen Heilbehandlungen. Weiland Oberkantor Josef G o 1 d s t e i n Weiße unO sdnoarze Talare unö Barette in mannigfaltigen SUlarten erhalten Sie, wie seit Jahrzehnten in der altbekannten Uniformierung und Maßschneiderei RUDOLF GOLDSTEIN Lieferant vieler in- und ausländischer Kultusgemeinden Wien II., TabOrStraße 54 (Aditung auf die Hausnummer) Gegründet 1866 Versand nach allen Ländern! Telephon R 49-0-48 Alle Uniformierungssorten und Sportausrüstungen. Vereine und Verbände Preisermäßigung! Moderne Zivilgarderobe nach Maß! ^_ Eieentümer. Herauseeber. Verleger und verantwortlicher Schriftleiter: Oskar Hirscbf eld Wien II., PratfrstraBe »■ — Druck Im:* Sorte & Sohne. Wie» H„ Rober*-we 2.