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Die Wahrheit · 1934-08-03 · Heft 32 (3.8.1934) · page 6

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1934
Issue
Heft 32 (3.8.1934)
Date
1934-08-03
Page
– (sequence 6)
Language
German
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- i»1—. ----- Seite 6 V. b. b. tot wABwrirr Ii g|! % Kalender-, Sidra-, Perek-, Ömer- und Häftörah-Taffel QctMtBtnadra Aw 5684 Angurt 1834 trüb ebda- 7-SÖ Aw 21. 7-20 (Ekern (5. B. M.)i Haftora Watan-1 />. mer Zijaon I . 8 30 ' 22 Ueworchlm [ 825 Hacbaadeach 1 [5. Perek J 7j00 . 23. bi«28.(Janiu kipnr koUttn) 7.00 abds. Freitag, 3. Augnit 7'20 Samstag, 4. . 8 25 Sonntag, 5. Ml i-j^ Donnerst* S.Aug./ Der Verband der Tempetvereine der Stadt Wien gibt bekannt, daß aus Anlaß der bevorstehenden hohen Feiertage in nachstehenden Tempeln täglich zu den gewöhnlichen Amtsstunden Betsitzkarten in allen Preislagen zu haben sind: 2. Bezirk: Leopoldsgasse 29; 2. „ Sebastian Kneippgässe 14; 2. „ Pazmanitetigasse 6; 3. „ Untere Viäduktgasse 13; 3. „ Erdbergstraße 15: 5. „ Siebenbrunriengasse 1 ä; 6. „ Scmhalzhofgässe 3; 8. „ Neudeggergässe 12; 9. „ Müllnergasse 21; 10. „ Humboldtgasse 27; 11. „ Braiinhubergasse 11; 13. „ Eitetbergergässe 22; 19. „ Dollinergasse 3: 20. „ Kluckygasse 11; 20. „ Kaschlgasse 4. Aktion zur Unterbringung jüdisdäer ZflttaitiaV. Wji. iriHg+x v«ir.B«Bd«it. J**n*l «EpeäM p*r l'tUUvr. Falls Adressat verzögen, nicht nachsenden: mit neuer Adresse zurück an „Die Wahrheit", Wieiii IL, HtflhestraB« IS/15 Leopoldstddrer lempelfcrcin Aeschel AwtoHohi n., Pazmaniietiftasfe §, Tel. D 47-5-63 AnmeMaMteii i. AnfgeboietvTraniimfen tandia.it. treten fltmneOn. pannizwaus Pirtatenvorfcetir an Weticticeo tob 2 bis. <A< Uni nacbmittagt, an SoBBtages Ton 10 blf 12 Ilht vortnHtagt bfb 6-80 Gkbetatnnden Aw 5684 Aw 2i. 6 30 u. 9-00 0.30 f Ekew <5. B. M.) oo ( Haftora Wataamer Zljäun ' I Meworctalm Hacbandeicb l S. Perek 23. bis 23. (Janm kipnr kolaiin) abda. 7-20 r 25 7-CO Schulentlassene jüdische Knaben und Mädchen melden sich seit Wochen in großer Zahl im Verein f ür unentgeltlichen Arbeitsnachweis und bitten um Lehrlingsstellen in handwerklichen Betrieben, in der Erwartung, daß der Ruf nach Umschichtung bei der jüdischen Bevölkerung verständnisvolle Verwirklichung findet. Hoffnungsvolle jüdische Kinder erfassen instinktiv den Ernst der Lage, perhorreszieren gemäß der neuzeitlichen Einstellung den sogenannten unproduktiven Beruf und wollen bei Schlossern, Bäckern, Elektrotechnikern, Installateuren, Schneidern. Tischlern, Friseuren, Tapezierern usw. Lehrlingsstellen erlangen. Es soll gesagt werden: Es ist in dieser Zeit schwer, älteren familienerhaltenden arbeitsuchenden Menschen mitteilen zu müssen,, daß für sie keine Buchhalter-, Lageristen-, Manipulänten-, Inkassantenstellen zur Verfügung stehen. Aber schwerer ist es, jungen Menschen trotz ihres Hanges und Dranges zur Arbeit keine Lehrlingsstelle geben zu können und sie beim ersten ernsten Lebensschritt zu enttäuschen oder zu entmutigen. Die jüdische Oeffentlichkeit muß mithelfen. Es ergeht daher an sie folgende dringende Bitte: Jeder stelle sich in den Dienst der Aktion zur Beschaffung von Lehrlingsstellen für schulentlassene jüdische Kinder, bemühe sich für einen Lehrling eine Stelle in einem ihm zugänglichen handwerklichen Betrieb ausfindig zu machen und dies dem gefertigten Verein umgehend mitzuteilen. Das jüdische Herz darf trotz der Ungunst der Zeit nicht abgestumpft sein. Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, L, Kohlmessergasse 4, Tel. U 27-0-65. Bädgästein. Sonntag, den 29. Juli., fand eine FeieT in Badgastein statt, die demjenigen, zu dessen Ehren sie geschah, wie nicht minder den Veranstaltern bei den zahlreich Erschienenen dankbare Erinnerung verbürgte. Schalom Asch, der große Dichter und einzigartige Romancier, nahm, wie seit Jahren, in Badgastein seine Kur, in seiner hochragenden Gestalt, seinem bedeutenden Aeußern tnid in seiner internationalen Berühmtheit Gegenstand der Hochachtung von selten des gesamten Kurpublikums, das seine bedeutendsten Werlte, in den Auslägen, auch der nichtjüdischen Buchhändler zusehen .täglich Gelegenheit hat Die Herren Öberkäritbr Marguli es and Oberkantpr Kwartin, der von Wien Ausgehend Weltruf .erlangt hat; verari? stalteten in Verbindung mit Dr. David Rothbluhi einen Abend zu Ehren des den Kurort verlassenden Dichters. Ursprünglich war an einen ganz Jdeinen Kreis gedacht worden; aber die Kunde hatte sich von Mund zu Mund verbreitet und am Abend war der große Saal des Hotel Bristol vom., distinguiertesten. Kurpublikum fiberfüllt An blumengeschmückten Tische saß der Dichter mit seiner würdigen Frau. Dr. Rothblum eröffnete den Abend mit einer kurzen, aber zündenden hebräischen Ansprache. Die feierliche Stimmung hob dann in hingebungsvoller und temperamentvoller Weise Oberkantor M a r g u 1 i e s mit jüdischen Liedern, die, aus der Volksseele stammend, jene festliche Atmosphäre schufen, die des Abends würdig erschien. Ueber Wunsch des Gefeierten ergriff Rabbiner Dr. Bach das Wort and besprach in , edler Form Bedeutung der Dichtkunst die klassisch genannt zu werden verdient um auf Schalom Asch überzugehen, der so viel Köstliches der Welt geschenkt und dem er Kraft für weiteres geniales Wirken wünschte. Oberkantor Kwartin brillierte in seinem berühmten Chasonns, dem er seine süße Stimme verlieh. Dr. Leopold Plaschkes beugte sich vor dem „Friedensmanne Schalom", der jetzt doppelt nach Bialiks Tode uns notwendig sei. Prof. Z i m b 1 e r entzückte mit seinen Darbietungen aus jüdischen Themen auf der Vipline. Dr. Kaiqinka pries,den Dichter als den Vermittler mensclilicher Aufklärung über jüdisches Wesen. Nun sprach Schalom .Ascti selbst Er gedachte, während alle Anwesenden sich erhöben, mit Tränen seines verstorbenen Freundes. Bialik, dankte für die schöne Ehrung und versprach, nach Kräften weiterzuarbeiten. Nach kurzer Darbietung eines Gebetes durch Oberkäntqi- Kwartin beschloß, stürmisch bejubelt Oberkähtor Märgulies den Abend mit „Kaddisch". Ein herrlicher, ühvergfeßiicher Abend! Trauung. Sonatag; den 29. v. M., fand im Pazmanitentempel unter starker Beteiligung die Trannng des Fräuleins Grete Skall, Tochter des in weitesten Kreisen beliebten Ehepaares Otto Skall, mit Herrn Erich Kohn, Sohn des Herrn und Frau Josef Kohn, statt Die Funktionen versahen in erhebender Weise Rabbiner Dr. Z. Taubes und Oberkantor J. Müller. Das Brautpaar und die Brauteltern waren Gegenstand herzlichster Beglückwünscbuhgen. JodjBrpmbad Bad Hall, Oberösterreich. Bad Hall, der liebliche Kurort im" Kremstale, erfreut sich wegen der -Heilwirkung seinei Öae|len großer Beliebtheit Die Frequenzziffer des Vorjahres ist bereits erreicht Die Kurdirektion unter Leitung des Regierungsrates Ingenieur Franz Pesendorfer und die Kurkommission unter Kurkommissär Oskar Purtscher bieten aber, auch alles auf, um den Gästen den Aufenthalt hier im idyllischen, auch derzeit vollkommen ruhigen Badeort so angenehm als möglich zu machen. Viele, die hier den größten Schatz, die Gesundheit wieder gefunden haben, kehren alle Jahre wieder, um damit ihre Dankbarkeit zu beweisen. Die Preise, der Wirtschaftslage angepaßt, ermöglichen jedem den Aufenthalt in Bad Hall. Die Lebensversicherungs-Gesellschaft „Phönix" hat dieser Tage ihre 51. ordentliche Generalversammlung abgehalten. Der Versicherungsbestand Ende 1933 umfaßt 879.522 Polizzen mit S 3060,117.316.— versicherter Summe und S 4,659.708.— jährlicher Rente. Die Prämieneinnahme beträgt S 176,92433520. die Erträgnisse der Kapitalsanlagen S 34,078.193.04 An Versicherte und deren Hinterbliebene wurden S 71,712.923.82 ausgezahlt. Der Realitätenbesitz der Gesellschaft im Gesamtwerte von S 104,110.681.43 umfaßt 141 Gebäude und 11 Baugründe in 12 Staaten Europas und des nahen Orient. Der Wertpapierbestand hat einen Buchwert von S 313213.568.62, wovon 95% auf festverzinsliche Anlagewerte und 5% auf Anteile von Notenbanken, diverse Aktien und Beteiligungen an Versicherungsanstalten entfallen. Der Hypothekenbestand umfaßt 442 Hypothekardarlehen mit zusammen S 39,022.696.13; die Darlehen auf eigene Polizzen betragen S 72,420.95.7.04. Die gesamten Gewährleistungsmittel der Gesellschaft belaufen sich auf S 679,70921421. In der GruppehversScherung (gemeinsam mit der Metropolitan Life Insurance Company in New York) sind 40.617 Angestellte und Arbeiter atif ein Kapital von rund S 90,000.000.— versichert Die Gesellschaft ist an einer Anzahl in- und ausländischer Versicherungsanstalten durch Aktienkapital und gemeinsam mit, der Prudential.,Assurance Company Ltd. in London durch Rückversicherung beteiligt Aus dem Ueberschuß von S 757.704.50.;wird eine 5% Aktiendividende im Betrage von S 200.000.— verteilt; aus dem Rest werden die 'Kapitalsreserven dotiert und S 190.343.50 auf neue Rechnung vorgetragen. Adas Jisrbel (SchUischul), .Wien, IL Große Schiffgasse 8. Kanzlei: IL, Große Schiffgasse 1. Tel. A 46-5-84. Die Kräftigung und Festigung des jüdischen Bewußtseins bei der Jugend war niemals dringlicher als gerade jetzt Es gibt kein Mittel, das diesem Zwecke besser dienlich wäre, als die Einhaltung des Sabbathgesetzes: Aus diesem Grunde beehrt sich der gefertigte Vorstand, die Eltern der Kinder, die die öffentlichen Schulen besuchen, auf. die gesetzlichen Bestimmungen aufmerksam zu machen, nach welchen die jüdischen Schüler der Volks-, Haupt- und Mittelschulen von der Teilnahme am Schreib-, Zeichen- und Handarbeitsunterricht an Samstagen und jüdischen Feiertagen befreit sind und daß bei Verfassung des Stundenplanes auf diese Tatsache tunlichst Rücksicht zu nehmen ist. (K. U. M. Erl. vom 21. Jänner 1876, Z. 1208, und K. U. M. Erl. vom 19. Februar 1876, Z. 1683.) Die Eltern werden aufmerksam gemacht möglichst schon bei der Einschreibung, ihrer Kinder die diesbezügbehen Wünsche bekanntzugeben. Diesen Wünschen wurde bisher immer entsprochen; wenn in einem oder anderen Falle sich Schwierigkeiten ergeben, ist der . Vorstand der Adas Jisroel (Schiffschul), Wien, II,, , Große Schiffgasse U gerne .bereit helfend öder beratend einzugreifen. Wien, im Tamus 5694 . Der Vorstand der Adas Jisroel (Schiffschul). Achtung! Trotz großer Hitze speist man mit Äpj*r tit im schönen schattigen Garten des Restaurants Hotel Stefanie, IL TaborstraBe 12; i&un&en •fjz}-'--'^<x i>-i~ <S 24. Juli . 1934: Paullne Polläk, 82 Jahre, 17. Bez- (I. Tor). — Herihine Lewy, 78 Jahre. 20. Bez. (I. Tor). — Dr. Karl Moser, 25 Jahre, 18. Bez: (Döblinger Friedhof). — Moriz Bender, 39 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Wilhelm Schwarz. 71 Jahre. 1. Bez. (IV. Tor). — Adolf Gollerstepper, 76 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). 25. Juli: Robert Buoneventurä, 46 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Sophie Senser, 75 Jahre. 8. Bez. (I. Tor). — Samu Prleszner. 56 Jahre, 8. Bez. (1. Tor). — Josef Weiß, 52 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Söphie Polläk, 75 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Berthold Steckerl, 59 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). — Marie Horbwitz, 53 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Jakob Roth, 76 Jahre. 6. Bez. (IV. Tor). —Antonie Kreisel, 48 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Matthias Deutsch, 66 Jahre, 14. Bez. (IV. Tor). 26. Juli: Rosa Taussig. 76 Jahre, 9. Bez. (I. Tor).— Greti Barasch, 69 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Regine Brecher, 60 Jahre, 11. Bez. (IV. Tor). — Eduard Friedmann, 51 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — Siegfried Weiß, 55 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Clara Perlmann, 71 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Hermann Fischer, 62 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 27. Juli: Oskar Fried, 4 Monate, 20. Bez. (IV. Tor). — Olga Jerse, 47 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Dr. Leo Frankl, 40 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). 29. Juli: Josef Teiler, 60 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Moriz Spitzer, 42 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Dr. Rudolf Broch. 60 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Max Schlesinger, 48 Jahre, 11. Bez. (IV. Tor). — Anna FasäU 86 Jahre, 9. Bez. (IV. Tör). — Gertrüde Wbrtsrnahn, 24 Jähre, 2. Bez. (IV. Tor). — Josef Baumöhl. 59 Jahre. 20. Bez. (IV. Tor). — Manele Lehr, -50 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — Adolf Weinberger, 68 Jahre. 9. Bez. (IV. Tor). — Jonas Stern, 78 Jahre. 7. Bez. (IV. Tör). — Karbline Glück, 73 Jahre, 2. Bez, (IV. Tor). — Emma Schlesinger, 69 Jahre,, 1. Bez. (IV. Tor). . , 30. Juli: Sophie Heim, 47 Jahre, 6. Bez. (I. Torh,— Moriz Goldstern. 70 Jähre. 12. Bez. (I. Tor). — Chaim Bloch, 76 Jahre. 10. Bez. (IV. Tor). — Clara Cfairer, 72 Jahre, 19. Bez. (IV. Tor). — Max. Löwenstein, 55 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Emil Abraham, 66 Jahre, 18. Bez. (IV. Tor). — Amalie Haas, 70 Jahre. 9. Bez.. (IV. Tor). . Zzt^'ClliJ i-n* Weiland Oberkantor Josef G o 1 d s t e i n Wellie und sdmnrze Talare unfl Barette in mannigfaltigen Slilarten erhalten Sie, wie seit Jahrzehnten in der altbekannten Uniformierung und Maßschneiderei RUDOLF GOLDSTEIN Lieferant vieler in- und ausländischer Kultusgemeinden Wien II., TabOrStraße 54 (Achtung auf die Hausnummer) Gegründet 1866 Versand nach allen Ländern 1 Telephon R 49-0-48 Alle Uniformierungssorten und Sportausrüstungen. Vereine und Verbände Preisermäßigung! Moderne Zlvlloarderobe nach Maßl ■■■BHnHMnBa^^ Rifentßm.-r. Ileti>u<t'rber. Vnt<>i-er und verziKwartiicber Schriftteiter: Oakar Hirscbleld Wien Ii., Praterstraße 29 — Brock Itnas Soitr & Söhne. Wien 11.. Rob«*-«se 2.

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