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Die Wahrheit · 1934-07-27 · Heft 31 (27.7.1934) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1934
Issue
Heft 31 (27.7.1934)
Date
1934-07-27
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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V. b. b. Seite 8 DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Haftorah-Tafel Qebatstunden Aw 5694 Jnli-Augutl934 früh sbd>- 7-00 Aw 15. Cbamiscbo oior 7-20 AVoeschanon \ | (5. B. M.) ISobabos *» W- {Hllflor^ChaBID} «-30 iNacbMnn 1 Nacbnmn ami U. Perek ' 7j00 . 17. bis 11 7.00 abds. Freitag, 27. Juli 7 20 Samstag, 28. Juli 8 30 Sonntag, 29. Hl i?w Donnerst, 2.Aug.| Predigt in der Gemeindesynagoge L, Seitenstettengasse 4. Freitag, den 27. Juli wird Herr Oberrabbiner Dr. David Feuchtwang bei dem um 7 Uhr 20 Minuten beginnenden Abendgottesdienst in der Qemeindesynagoge I., Seitenstettengasse 4, eine Predigt halten. Trauung. Sonntag, den 29. d. M., 3 Uhr nachmittags, findet im Pazmaniten-Tempel die Trauung des Fräuleins Grete Skall, Tochter des Herrn und Frau Otto Skall, mit Herrn Erich Kohn, Sohn des Herrn und Frau Josef Kohn, statt. Die „Vereinigung für soziale Fürsorge" zur Bekleidung und Ausspeisung armer jüdischer Schulkinder, insbesondere Waisenkinder, und der Hiffsvereln für notleidende und erholungsbedürftige jüdische Schulkinder. Sitz IL, Taborstraße 60 (Cafe Nizza), Obmänner Rechtsanwalt Dr. Erich Brünauer und Jakob Morgenstern danken allen Gönnern und Förderern für ihre Spenden, wodurch es den Vereinen möglich war, eine größere Anzahl von armen, erholungsbedürftigen jüdischen Schulkindern unentgeltlich teils in Grado, teils in Vöslau unterzubringen. Die Vereinsleitungen bitten, auch in Zukunft diesen Wohlfahrtsvereinen das Wohlwollen zu bewahren, da zu Chanuka, wie dm Vorjahre, eine größere Kinderbekleidungsaktion durchgeführt wird. Jüdische Kulturstelle (Kunststelle), IL, Aspernbrückengasse 2. R 48-2-91, Büro 10-13. Reisedienst 17-18. Den . Mitgliedern stehen . ermäßigte Karten für das Theater an der Wien, Raimundtheater, Burggarten zur Verfügung. Reisen: Oesterreich (Ausflüge), Schweiz, Polen, Ungarn, Italien, Varna usw. Besondere Arrangements. Bad Tatzmannsdorf. Zu den idealsten und zugleich bestbesuchten Kurorten des letzten Jahrzehnts gehört sicherlich das im Burgenland gelegene schöne Bad Tatzmannsdorf. Gewiß bilden die unvergleichlich guten Kohlensäure-Bäder ein Heilmittel für Herzleidende, die Stahlbäder für Behebung der Blutarmut, die Moorbäder gegen Frauenleiden und rheumatische Schmerzen, wie die Kaltwasserkuren zur Behebung der Nervosität gerne in Anspruch genommen werden. Was Bad Tatzmannsdorf aber besonders auszeichnet und ihm einen Vorsprung vor den anderen Bädern gewährt das ist sein wunderbares Klima. Wer von der Großstadt mit ihren Hitzewellen nach Bad Tatzmannsdorf kommt, vermeint hier einen milden, blühenden Frühling zu finden. Da Bad Tatzmannsdorf in Wälder eingebettet ist, so decken die Bäume die Strahlen der Sonne und die Ausströmungen der Fichten legen sich auf Lunge und Nerven und über den ganzen Körper beruhigend und besänftigend, so daß mancher vermeint, in einer anderen Zone sich zu befinden und nicht in einer Entfernung von Wien, die mit den Triebwagen in zweidreiviertel Stunden zu erreichen ist Kein Geringerer als der Altbundeskanzler Carl Vaugoin. der 10 Jahre ununterbrochen zu den freuesten Gästen und Gönnern Bad Tatzmannsdorf gehört, hat jüngst in einer öffentlichen Ansprache hervorgehoben, was seine Gesundheit dem Aufenthalt in dem Kurort Bad Tatzmannsdorf zu verdanken habe. Zu dem überaus günstigen klimatischen Moment gesellt sich noch ein gesellschaftliches und geselliges hinzu, was von einer nicht genug hochschätzenden Bedeutung für das Wohlergehen der Gäste ist In der Bannmeile von Tatzmannsdorf herrscht nämlich ein restloser politischer Frieden. Die braune Gefahr, die andere Kurorte unsicher macht und unter den Gästen das Gefühl der Unruhe hervorruft ist von Bad Tatzmannsdorf verbannt Es herrscht angenehmer Ver- MODERNE LEIHBIBLIOTHEK M. RATH Wien, 2. Bez., Taborstraße 20A Telephon R 43-1-58 Reichhaltige Ausward. — ALLE NEU- . ERSCHEINUNGEN. Judaica u. Hebraica. Täglicher Umlausch. Monatsgebühr nur S 3.10 Keine B>ndgeb9nt, In unserer Buchhandlung: Reich»fo Auswahl. SBüge BOcher. Z»ita&r«B vom Verleger ▼•raeadet, Journal axpedli pax l'edit«nr. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden: mit neuer Adresse zurück an Verlag „Die Wahrheit". Wien II., HalnestraBe 13/12 Leopoidstfidter Tempclfcreln Aesc&el Awrohom nM Pazmoollcngasse 6, Tel. P 4T-C-63 Anmeldungen v. ABigebofen, Trauungen Coudi nnf. freiem Himmel) n. Bormlzwiius Partelanverfcetir in Weiktiftn von 2 bli «fc4 Übt nicbtnltttg», an Sonntagen von 10 bis 12 übt Vormittage Gabetttonden taflb AwMM abdt. 680 Aw IB. Cheariscbo oier f Woescnantra (5. B. M.) 7-30 1 6<30 o. 9 1 Scbabos Nachamn ' 1 Haftora, Nacbamu Nacbnnn aml U. Perek |8-40 0.30 . 17. bis 21. 7-15 kehr unter den Gästen ohne jeden Mißton und ohne jede Mißstimmung; so konnte man beobachten, wie ein hier zur Kur weilender Wiener Rabbiner mit einem katholischen Geistlichen auf einer Bank im Kurpark sich gemütlich unterhielt und beide Herren nicht selten zusammen gingen. Ebenso lauschen alle Kurgäste, mögen sie welcher Konfession immer angehören, den Klängen der Kurkapelle unter Leitung des vorzüglichen Meisters Max Geiger. Das Verdienst an dem Aufschwung des Kurortes sowie für die Harmonie, die in demselben herrscht, ist zum großen Teile dem Präsidenten der Aktiengesellschaft zu verdanken. Kommeraalrat Moritz Heinrich versteht es durch' umsichtiges und taktvolles Verhalten allen Wünschen gerecht zu werden und dabei sein Judentum in keiner Weise zu verleugnen. So hat er es auch veranlaßt, daß jenen Glanbensgenossen, die auf streng rituelle Kost Gewicht legen, das Recht eingeräumt wurde, im Rahmen der Kurpension ohne welche Aufzahlung in zwei jüdischen Restaurants speisen zu können. Der Besuch des Bades Tatzmannsdorf ist in diesem Jahr ein vorzüglicher und dürfte "die Nachkurzeit aller Wahrscheinlichkeit nach in dem mit Zentralheizung und Bädern ausgestatteten- Kurhof "bis zum Eintritt des Winters ausgedehnt werf*a. H. Schlüsse des Herrn Streicher. In der eben erschienenen Nummer des „Stürmer" schreibt Julius - Streicher im Leitartikel folgendes: „Der Stürmer" erfährt durch den Herausgeber der „Neuen Literatur", daß Richard Strauß eine neue Oper schreibt, deren Textbuch den Juden Stefan Zweig zum Verfasser hat. Der Direktor der sächsischen Staatstheater, Adolph, hat die Oper schon zur Aufführung erworben. Daß Herr Adolph keine Skrupel in bezug auf Juden hat, die heute noch Opemlibretti schreiben, mag vielleicht durch den Umstand erklärt werden, daß Herr Adolph mit einer Jüdin verheiratet ist, die ihm Kinder geschenkt hat. Einer, der mit den Juden derart verbändelt ist, wie Herr Adolph, wird natürlich nichts Unpassendes darin finden, daß im heutigen Deutschland Juden noch Operntexte schreiben können. Wer mit Mitgliedern der jüdischen Rasse zusammenlebt, wird jener feineren Empfindsamkeit beraubt, die man besitzen muß, um in dieser Zeit der deutschen Nation wirkliche Dienste zu leisten. Wir können also das Verhalten des Herrn Adolph verstehen. Aber, daß Dr. Richard Strauß mit vollem Bewußtsein für seine neue Oper das Textbuch eines Autors von jüdischer Rasse gewährt hat das können und wollen wir nicht glauben. Sollte es Tatsache sein, daß Richard Strauß jüdische Mitarbeiter für seine künftigen Werke wünscht, so müßten wir daraus Schlüsse ziehen, die für ihn nicht sehr freundlich sind. Indessen wir können es wirklich nicht glauben! (Richard Strauß hat noch vor dem Anbruch des Dritten Reiches ein Werk Stefan Zweigs zur Vertonung erworben. Diese neue Oper, „Die schweigsame Frau", ist inzwischen vollendet. Nach der Machtergreifung Hitlers wollte Stefan Zweig sein Libretto zurückziehen, jedoch ließ der Vertrag hiezu keine Möglichkeit. Infolgedessen hat Stefan Zweig schon vor vielen Monaten Abmachungen getroffen, wonach alle auf ihn entfallenden Tantiemen aus der neuen Oper dem sozialen Hilfswerk für die deutschen Juden zugewendet werden sollen. Emen Erfolg; darf aber der „Stürmer" immerhin in Anspn eh nehmen: In den letzten Tagen sind Gerücht« i Umlauf, daß Intendant Adolph von s. nein Posten zurücktreten wolle.) ■ •■r. - - (Beerdigungen. 17. Juli 1934: -Salomon Klein, 56 Jahre. 13. Bezi. (I. Tor). — Ignaz Helm, 73 Jahre, 13. Bez. CiV. Tor).-— Emma Spitzer, 50 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Alois Neubrunn, 62 Jahre. 17. Bez. (IV. Tor). — Mortz Refahold. 70 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Eisig WefeeL 77 Jahre, 14. Bez. (IV. Tor). — Rachel Schlesinger 19 Jahre, Kaschau (IV. Tor). : 18. Juli 1934: Gisela Barber, 56 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). — Dora Glückmann. 71 Jahre. 18. Bez~ (IV. Tor). — Adolf Aron Scbutzberger, 48 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). -19. Juli 1934: Anna Bodansky. 81 Jahre. 4. Bez. (I. Tor). — Josef Graßner, 58 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Moriz Ticbo..60 Jahre, 2. Bez. .(IV. Tor). . — - Amalie Hager, 76 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 20. Juli 1934: Amalie Königstein, 88 Jahre, 15: Bez. (I. Tor). — Emanuel Spielmann, 74 Jahre, 15. Bez. (I. Tor). — Leopold Blair, 78 Jahre, 19. Bez. (i. Tor).— Adele Gartenberg. 63 Jahre, 4. Bez. (I. Tor). — Dora Landau. 82 Jahre, 19. Bez. (I. Tor). — Elise Neoleld, 30 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 22. Juli 1934: Betty Braun, 79 Jahre, 3. Bez, (I. Tot). — Josef Koppel. 56 Jahre, ä Bez. & Tor). — Josef Kohn, 9» Monate, 20. Bez. (I. Tor). — Julie Ehrlich. 2. Bez. (I. Tor). — Karl Spitz, 62 Jahre, 16. Bez. (IV. Tor). — Lea Markowska, 38 Jahre. Grudzäaz (Polen) (IV. Tor). — Julius Dalma, 49 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Franziska Füredi, 73 Jahre. 9. Bez. (IV. Tor). — Farha Charbol. 67 Jahre. 7. Bez. (IV. Tor).. — Oskar Nowak. 64 Jahre. 16. Bez. (TV. Tor). 23. Juli 1934: Schelndl Libe Spitz, 77 Jahre. 2. Bez.. (IV. Tor). — Otto Singer, 57 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). &Um. MflHonenoperette mit Lillan Harvey. Der größte Filmtriumph, den Lilian Harvey in Amerika feierte und der größte Film, der überhaupt jemals mit ihr hergestellt wurde, nämlich der Fox film „Ich bin Susanne", gelangt demnächst zur europäischen Uraufführung. Amerikas berühmtestes Marionettentheater spielt in der gewaltigen Luxusrevue eine hervorragende Rolle. Die Uraufführung findet am 3. August im Elite-, Schottenring-, Lustspieltheater- und Flotten-Kino statt ^^^M^HH^BMH^MMBH Weiland Oberkantor Josef Goldstein Weine und schwarze Talare unö Barette in mannigfaltigen Stilarten erhalten Sie, wie seit Jahrzehnten in der altbekannten Uniformierung und Maßschneiderei RUDOLF GOLDSTEIN Lieferant vieler in- und ausländischer Kultusgemeinden Wien II» TabOrStraße 54 (Achtung auf die Hausnummer) Gegründet 1866 Versand nach allen Ländern! Telephon R 49-0-48 Alle Uniformierungssorien und Sportausrüstungen. Vereine und Verbfinde PreisermSßigungl Moderne Zivilgarderobe nach Maß! _ BICOTtamcr, H«rant«ber, Vcftegcr und MrortWMtBchK'Sdirtfatlter: Oricar Hlrschteld Wtt« II., Pr*ttr»traße 29. - Bruck Iira» Soitz & sahne. Wien!I_ Rober*-«se 2.

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