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Die Wahrheit · 1934-07-13 · Heft 29 (13.7.1934) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1934
Issue
Heft 29 (13.7.1934)
Date
1934-07-13
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8 V. b. b. DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perelt-, Omer- und Haftorah-Taffel Oebatsttwde n Aw 6694 Juli 1034 froh abds; 1-40 Aw 1. Rausch Cbandescta 7'35 fMataus-Mase ] (4. B. M.) «•30 . 2. |Haftora, g35 IScblma de war 1 ascbem U. Perek ) 7.0o| 7 bis |7.00 abds. Freitag, 13. Juli 7*35 Samstag, 14. Juli 8 35 Sonntag, 15. kll 1 Donnerst, 19. Julil Beiüs gestorben. Am 9. Juli verstarb inNew Yorkan Altersschwäche Mendel Bei Iis, der Angeklagte im Biewer Ritualmord-Prozeß vom Jahre 1913, der damals die russische, Judenheit und die Juden der ganzen Welt erschüttert hat Gemeindeiftronik. Bet ha Midrasch „Maimonides Institut". Der am 7. Juli von Herrn Rabbiner Dr. Kaminka gehaltene Vortrag schloß das zehnte Jahr des Bestandes ab. Herr Dr. Kaminka leitete seinen Vortrag damit ein, daß er ehrende Worte des Gedenkens dem durch seine hervorragenden Fähigkeiten, durch seine Dichtungen und wissenschaftlichen Arbeiten, besonders aber durch seine Liebe und Treue zum jüdischen Volke ausgezeichneten Manne Ch. N. Bialik widmete, der am 4. Juffi in Wien verstorben ist. Sodann erklärte der Vortragende in der ihm eigenen geistreichen und allgemein verständlichen Weise Einzelnes aus der Sidra „Pinchas": aus seinem profunden, universellen Wissensschatz hob er den Charakter des Eiferers Pinchas hervor, schilderte auch den Typus des Simri, darauf hinweisend, wie sich solche Personen in allen Perioden der Zeitgeschichte — bis in die gegenwärtige Zeit — in anmaßender Weise vorgewagt haben und schlechte Beispiele gaben, wenn sie sich als Führer einer Volksschichte zeigen wollen. Femer erläuterte er in tiefsinniger Weise die sehr interessante Erzählung von den 5 Töchtern des Zelofchod, welche durch ihr offenes und ehrliches Auftreten Hervorragendes geleistet haben, den Beweis erbringend, daß das Judentum niemals das soziale Wirken von Frauen minder bewertet hat: ja, es gab zu allen Zeiten der jüdischen Geschichte Heldinnen und Prophetinnen, die mit ihren besonderen Fähigkeiten Großes geleistet haben und mit ihrem Geiste viel wissenschaftlich Wertvolles hervorbrachten. Am Schlüsse bemerkte der Vortragende, daß er mit efaigen geehrten und selehten Männern vor 10 Jahren diese Lehranstalt für d&e jüdische Wissenschaft gegründet habe. Es freue ihn, feststellen zu können, daß sich diese Institution bisher bewährt habe, indem die von Gelehrten gehaltenen Vorträge aus Bibel. Talmud und Midrasch vor einem zahlreichen Publikum stattfinden, das teils aus wissenschaftlich gebildeten Herren und Damen, teils aus Interessenten für die jüdische Wissenschaft besteht Nicht nur dem ehrenwerten Rabbinen-Studienrat Dr. Moriz Bauer, M. Horowitz und Dr. Zikier gebühre daher der volle Dank für ihre gelehrten Darbietungen, sondern auch den geschätzten Hörern und Hörerinnen, welche mit Aufmerksamkeit die Vorträge besuchen und dies öfters so zahlreich, daß es geböten wäre, für die Veranstaltungen einen größeren Saal zu erhalten. Anschließend an die ScWußvorträge der vier Dozenten sprach jedesmal der gelehrte und seit 10 Jahren lobenswert getreue Leiter der Institution. Herr Hirsch Intrater, dem Vortragenden den Dank des Kuratoriums aus und der hochgeschätzte Gelehrte. Herr Wurzel, verdolmetschte in herzlichen Worten den Dank der Hörerschaft Es wäre zu wünschen, daß es dem Maimonides-Institute gelingen würde, auch materiell so gefördert zu werden, um auch fernerhin JÜDISCHE KULTURSTELLE IL, AsperabrückenstraBe 2, Telephon R 48-2-91. _Büro: 17 bis 18.30 Uhr._ Den Mitgliedern stehen Karten für das Theater a d Wen und das Raimundtheater zur Verfügung. Reisen: Auskünfte übe«1 die von der Kulturstelle veranstaltete" Peisen nach Polen,Tschechoslowakei, lra'ipn.Da'marien. Schweiz sowieeine Anzahl schflner Ausflüffpin den Amts«tunden imBüroderKullurstelle MODERNE LEIHBIBLIOTHEK r*l. RATH Wien, 2. Bez., Taborstraße 20A Telephon R 43-1-58 Reichhaltige Auswahl. — ALLE NEU¬ ERSCHEINUNGEN. Judaica u.Hebraica. Täglicher Umtausch. Monatsgebühr nur S 3.10 Keine Bandgebühr. In unserer Budihandlung: Reichste AuswahL Billige BQcher. Z«itn&r«n vom Verleger?i»Md«t Josnwl ezpedtf pn Vedttao*. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an Verlag „Die Wahrheit". Wien II., HelnestraB« 13/12 Leopoldsfödter Tempelfcretn Aesc&el Awrohom IL, Pazmanitcmatic 6, Tel. R 4f-a-63 Anmemanfien v. ABlgeboten, Trauungen Condi nnt. freiem ntinnieDu. Bannizwaus Partelanvarfcetir aa Werktagen von 2 bis •/•* Übt nachmittagt, ao Sonntagen von 10 bis 12 Uhr vormittags Gebetetunden Iran "Aw 5694 abds. 630 Aw 1. Rausch Cbaudescb 7-30 i Mataua-Mase (4. B. M.) ) &30 u. 9 , 2.{ Haitora, Schlmu dewar ascbem }8-40 y 2. Perek J 6.30 \ f bis ^7-15 seine segensreiche Tätigkeit zu entfalten im Dienste der Verbreitung der jüdischen Wissenschaft. Die Vorträge finden s. G. w. ab 6. Oktober (Schabas Bereschis) im Lokale, IL, Praterstraße 11, ihren Fortgang. R. Kraus. Prag. Zum Präsidenten der Kultusgemeinde wurde mit 21 von 24 Stimmen (drei leere Stimmzettel) der Prager Advokat Dr. Maximilian Reiner, Führer des Verbandes tschechischer Juden, gewählt, zum ersten Stellvertreter der bisherige Präsident Dr. Gottlieb Stein und zum zweiten Vizepräsidenten das Mitglied der zionistischen Fraktion Dr. Richard Wert heimer. In Settignano bei Florenz wurde im Beisein der Führer der faschistischen Partei ein Denkmal für den jüdischen Studenten Gino Bolaff i. der 1920 im Kampf für den' Faschismus gefallen ist, enthüllt. Die jüdische Gemeinde war durch Mitglieder des Vorstandes und den Kantor vertreten. Der Großrabbiner von Husyatin verläßt Wien. Großrabbiner Israel Friedtnann-Husyatin. der seit dem Kriege in Wien sein Domizil hat, hat sich entschlossen, dem Rufe seiner Anhänger in Lemberg' zu folgen. Der Großrabbiner wird gleich nach den hohen Feiertagen dorthin übersiedeln. Unter den zahlreichen Anhängern des Großrabbiners \n C-Msden hat die Nachricht von der bevorstehenden Uebersiedlung große Freude ausgelöst. Salomon Rozanes' vierter Band der Geschichte der Juden im Orient Soeben ist die vierte Band der „Geschichte der Juden im Orient und der Türkei" von dem bekannten Historiker der sephardischen Juden Salomon Avram Rozanes in hebräischer Sprache erschienen. Der Band ist 520 Seiten stark und behandelt in sechs Kapiteln die Epoche 1640—1730. Er enthält mehrere Bildkarten, darunter Bilder von Sabbataj Zwi und seines „Propheten" Nathan aus Gaza. UmtticQe Verfautöarungen der Jsraefitisdfen Tuftusgemeinbe Wien Lieiemngs-Vergebung für den Zubau zum VerSorgungshause in Wien IX« Seegasse 9—11. Sämtliche für den Zubau erforderlichen Arbeiten gelangen zur Vergebung. Jene Firmen, welche zur Offertstellung herangezogen werden wollen, werden eingeladen, "dies bis längstens v Freitag, den 20. Juli 1934 dem Technischen Amte der Israelitischen Kultusgemeinde Wien I., Seitenstettengasse 2, IV. Stock, nur schritt- 1 i c h bekanntzugeben. Wien, 6. Juli 1934. Der Vorstand. Aus der „UNION" Bezirksorganisation Neubau. Montag, den 2. Juli diese Jahres hielt die Ortsgruppe Neubau, die ihre Kreise immer weiter zu ziehen versteht, eine Vorstandssitzung ab. die sich mit der Tagesordnung ..Organisation und Agitation" beschäftigte. Der Vorsitzende Gremialrat Hugo Großmann erteilte zur Berichterstattung dem Schriftführer Julius A11 das Wort, der über das Thema ..Warum nnd in welcher Weise organisieren wir?" referierte. Reg.-R?t Dr. Max Lenk stellte seine reichen Erfahrungen zur Verfügung. Die Herren Dr. Stefan Bricht. S. Deutsch. Morita Felsenburg, Franz Glaser. Dr. Oskar Gottfried. Nathan Pollak.. Otto Salus. Dir. Dagobert Stein und Eduard Widrich gaben nützliche Anregungen. ^Beerdigungen. 3. Juli 1934: Leopold Blau. 56 Jahre, 9. Bez^ (I. Tor). — Wilhelm Singer, 91 Jahre. 4. Bez. (I. Tor). — Josef Bergmann, 71 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). — Ignaz Schächter, 48 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). — Anna Weiß, 48 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Karoline Ehrenwald, 66 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 4. Juli: Eleonore Feitier, 81 Jahre. 13. Bez. (IV. Tor). — Charlotte Hoffmann, 90 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). — Leopold Kohn. 65 Jahre. 13. Bez. (IV. Tor).. — Anna Fischer, 41 Jahre. 5. Bez. (IV. Tor). — Robert Lederer, 34 Jahre, Paris (IV. Tor). 5. Juli: Max Glaser, 49 Jahre. 3. Bez. (I. Tor). — Paul Mittler, 54 Jahre, 17. Bez. (I. Tor). — Friedrich Justh. 35 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Jakob Eisler, 74 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Alfred Klein, 69 Jahre, 4. Bez. (IV. Tor). — Richard Dubsky, 56 Jahre. 5. Bez. (IV. Tor). 6. Juli: Theodor Felgl, 77 Jahre, 8. Bez. (I. Tor). — Antonie Fleißig, 69 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Jakob Lippowitz, 69 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Simon Low Neubauer, 78 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 8. Juli: Hermine Koch, 50 Jahre. 6. Bez. (I. Tor). — Lina Kauders, 84 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Jose! Peterselka, 62 Jahre,, 3. Bez. (I. Tor). — Karoline Koch, 70 Jahre, Stammersdorf (IV. Tor). — Max Neumann, 74 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). — Josefine Salzer, 74 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Viktor Lob!, 51 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — Jenny Pick, 63 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 9. Juli: Josef ine Fruchtmann, 78 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Wilhelm Millet, 55 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Cäzilie Schäfer, 80 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). BEAf RIIBADI niCHAElERBAD Unke Bshtigasse 9, nächst Stadtpark | XVIII., Mlchaelerstr. 12, nächst Volksoper Größter Komfort Ausschneiden! Enntt0l£»Um£* Aufbewahren! Gegen diese Anweisung zahlen Sie bis Ende Juli im Beatrixbad nnr S 1.30 (statt S 2.20) für ein originales (ftumsistfiea fteinsdiivlfoßod inkL Wäsche. —Ärztlich empfohlen gegen Eheuma,Gicht, Ischias, als Vorbeugungsmittel gegen Erkaltungen, vorzeitiges Altern usw. 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