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Die Wahrheit · 1934-06-29 · Heft 27 (29.6.1934) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1934
Issue
Heft 27 (29.6.1934)
Date
1934-06-29
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8 V. b. b. ME WAMBBBT Kalender-, Sidra-, Perek», Omer- und Haftorah-Tafel <Mb*t*tanOui Tamm S694 Juni-Juli 1984 Mb abdc 7 00 Tamns 16. 7-35 fBolok ) (4. B. M.) 8-30 , 17. J Hatto« [ | Wehojo *M scheeris (6. Perek J / . 18. Fasten, acbiwo > 7.00J oor betamus J7.00 1 . 19, bis 22. ) abds. Freitag, 29. Juni 7'35 Samstag, 30. Juni 8 35 Sonntag, l. Jili Mil7|m Donnerst., S. Juli l w Todesfall Am 25. d. M. starb im 73. Lebensjahre Kommerzialrat Emil Siegel, der Präsident des Gremiums der Buchdrucker und Schriftgießer in Wien und zweiter Vorsitzender des Hauptverbarides der .graphischen Unternehmungen Oesterreichs. 1911 erlangte er die Würde eines Gremialpräsidentenstellvertreters und übernahm nach Kriegsausbruch die Führung der Präsidialgeschäfte in Vertretung des eingerückten Präsidenten Kommerzialrates Honetz. 1921 wurde er der endgültige Nachfolger des Präsidenten, der freiwillig den Posten des Vizepräsidenten übernahm. Mitte des Krieges wählte der Hauptverband der graphischen Unternehmungen Oesterreichs Emil Siegel zum zweiten Vorsitzenden. Er wurde mit dem Titel eines Kommerzialrates ausgezeichnet, das Gremium verlieh ihm die silberne Gutenberg-Denkmünze und die Wiener Handelskammer die große silberne Kammermedaille für besondere Verdienste um die Wirtschaft Er genoß als ausgezeichneter Organisator in allen fragen des Gremiums und des Hauptverbandes sowie als Verhandler in Arbeiterangelegenheiten großen Ruf. Die Beerdigung des Dahingeschiedenen, der auch ein guter Jude gewesen ist, fand unter sehr starker Beteiligung am Mittwoch auf dem Zentralfriedhofe (1. Tor) statt In Hofgastein sind, wie vor einigen Jahren Kantor Josef Grob in unserem Blatte berichtete, auf dem dortigen christlichen Friedhof zwei jüdische Kriegsopfer begraben. Herr Grob regte damals an, die Leichen dieser beiden Helden zu exhumieren und auf dem nächsten jüdischen Friedhof zu beerdigen. Dieser Aufruf ist leider wirkungslos verhallt Nun erhalten wir von geschätzter Seite die Anregung, man möge durch Spenden zumindest das Geld aufbringen, um die Gräber der zwei jüdischen Soldaten, die knapp an der niedrigen Mauer Heeen, an welcher ein öffentlich begangener Weg liegt, würdig zu erhalten. Wir publizieren diese Anregung gerne, deren Sachverhalt gewiß auch den „Bund jüdischer Frontsoldaten" interessieren wird. Aus Bad Hall erreichen uns fortwährend über««-- stimmende Nachrichten, wie zufrieden die jüdischen Besucher dieses wunderschönen Kurortes mit der kürzlich erfolgten Neueröffnung des Cafe-Restaurants A. Barschak in der Villa Mayerhofer sind. Besonders begeistert äußern sich die Pensionäre dieses unter Aufsicht des Herrn Rabbiner Babad stehenden streng orthodoxen Hauses, in dem der liebenswürdige Wirt für das restlose Wohlbefinden seiner Gäste in umsichtiger Weise sargt. Alle jüdischen Besucher des Kurortes seien deshalb auf das erstklassig geführte Haus aufmerksam gemacht ScMuBieier der Döblinger Bibelschule. Dienstag, den 19. d. M. fand die Schlußprüfunc der Bibelschule des israelitischen Tempelvereins XIX. statt. Es waren erschienen die Herren Rabbiner Prof. Dr. Frankfurter, der Obmann des Tempervereins Bela Frank 1. der I. Tempelvorsteher Moriz G ä 1 und der Vorsteher Ed. T r n k a, für den Frauenverein XIX. Frau Dr. Frankfurter, sowie die Eltern der Schüler und Schülerinnen. Rabbiner Dr. Frankfurter eröffnete die Prüfung mit einer kurzen eindrucksvollen Ansprache, in der er über die Bedeutung der Kenntnis des Lehrinhaltes und der Geschichte des Judentums sprach. Die Lehrerin, Frl. Edith Frankfurter, prüfte die Kinder, die fließend die Texte lasen, mit Verständnis übersetzten und die aus der biblischen Geschichte gestellten Fragen beantwoiteten. Die helle Begeisterung, mit der die lerneifrigen Kleinen alle Fragen lückenlos beantworteten, machte auf die Anwesenden einen rührend schönen Eindruck. Der Vorstand dankte Frl. Frankfurter für die große Mühe um die Kleinen und beglückwünschte sie zu dem schönen Erfolge. Nach einer Beschenkung der glück- und freudestrahlenden Kinder schloß die schöne Feier. . „Hacbnusas Kahf". Verein zur Unterstützung armer jüdischer Bräute und Waisenmädchen (Obmann S. Buchsbaum), hat in den letzten Monaten viele Bräute unterstützt und ihnen namhafte Beträge übergeben. Außerdem wurde einigen Mädchen durch größere Unterstützungen zu einer Reise nach Palästina verhol- MODERNE LEIHBIBLIOTHEK ML RATH Wien, SL Bez., Taborstrafie 20A Telephon R -43-1-58 Reid-ihalfige Auswahl. — ALLE NEU¬ ERSCHEINUNGEN. Judaicau.Hebraica. Täglicher Umtausch. Monatsgebühr nur S 3.10 Keine Bandgebübr. In unserer Buchhandlung: Reichale Auswahl. Baiige Bücher. Zaltunff«* w ▼•rlet*r ▼•»•■dat. •xpeftii pax l'c Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an Verlag „Die Wahrheit". Wlam iL, N«ln«slraBe M/12 leopoldsf&dter Tempelvcrelii Aescttd Awrobom n., PazmanHemume c, Tel. P 4?-a-*s Anmeldungen t. Aatfteoofen, Tranutfen (aacbmil. treten lUmaen n. Darmiziraus PartelMivarkafcr an Werktages von 2 bl« Vi* Unr nicbmlttagz, an Somatogen von 10 bis 12 Uni varotttagt Oabetatnnden frih Tamua SS94 abds. 630 Tamusl6. 7-30 {Bolok U. B. M.) ) HÄo«ch.eris 850 6. Perek J . 18. Fasten, schiwo oior betamua ' 1,.,. . 19. bis 22. (' 15 6.3o{ fen, um sich dort eine Existenz zu gründen. Um das edle Wohlfahrtswerk weiterhin fortsetzen zu können, wird um gütige Spenden gebeten. Postsparkassenkonto 128.882. hoher Beliebtheit erfreute und ein gastfreies Haus führte, hier auch sein Grab gefunden hat. In aller Ackeren Andenken lebt noch B e 11 a c h i n i. umsponnen von Anekdoten, in denen u. a. auch Wilhelm I. auftritt. Letzterer hat auch den erst 1918 verstorbenen besonders in Wien wohlbekannten, auch von Kaiser Franz Josef ausgezeichneten Roman, zum Hofkünstler ernannt. Einer seiner Schüler warE.Thorii CrecteAbr.Moses). Wie fast alle die Genannten stammt auch H. G o I d i n (Goldstein) und der in Wien wohnende Ron e r aus Polen. H o n d i n i (E. Weiß) erregte besonders dadurch in aller Welt Aufsehen, daß er aus allen Fesseln, Zwangsjacken, stählernen Gefängniszelten, in die er sich sperren ließ, auf rätselhafte Weise sich zu befreien wußte. Ein Taschenspieler Abr. Romaldi, gestorben 1807, auf dem Währinger Friedhof in Wien beerdigt. Noch heute betätigen sich in diesem Berufe in Wien und anderwärts Künstler von Ruf. Zu den Amateuren zählt sich der Verfasser selbst. Von den sorgfältigen biographischen und bibliographischen Angaben ganz abgesehen, bietet diese Monographie reichliche Belehrung über die mannigfaltigen Leistungen dieser Künstler, von denen einige zu den größten Berühmtheiten ihrer Zeit gehörten. flmtlid}e Verlautbarungen her Jsraeßtisdfen Xüftusgemeinde Wien Israelitischer Jugendgottesdienst. Feierlicher Schluß-Jugendgottesdienst für Volks-, Haupt- und Mittelschüler (-Schülerinnen). Samstag, den 30. Juni 1934, um 3 Uhr nachmittags, findet in allen Gemeinde- und Bezirks-Synagogen der feierliche Schluß-Jugendgottesdienst für die Schüler und Schülerinnen der Volks-, Haupt- und Mittelschulen statt. Jiunst und Siiewatuw. Dammann G. Die Juden in der Taschenspielerk^nst. Berlin 1933. Selb^sreriag (Berlin. Wißmannstraße Nr. 17). lieber Juden. <Ker~teJl5"- als Amateure, teils professionsmäßig diese Kunst in älterer Zeit geübt haben, findet sich manches in Grunwalds „Mitteilungen" 1898, 1900. 1908 und 1909 sowie in E. Levy's „Hokus Pokus" in der Festschrift für Israel Levy, auch in noch ungedrucktem Material. Einzelne Berufskünstler auf diesem Gebiete seit dem 18. Jahrhundert hat der Verfasser aus einer umfangreichen Fachliteratur mit großem Fleiße zusammengestellt. Wir begegnen hier u. a. manchem alten Bekannten. Philadelphia (recte Meyer) kennen wir aus Schillers „Phantasie an Laura", Hoffmanns „Serapionsbrüdern", auch Schopenhauer gedenkt seiner und Friedich II. sowie Lichtenberg spielen in seinem Leben eine Rolle. Der Vater Goldkette s. dessen Urenkel die als Clowns bekannten Brüder Bronett sind, hatte als Seiltänzer und Kunstreiter zur Krönungsfeier Maria Theresias am Hofe eine Vorstellung gegeben. Von Napoleon I. für eine Vorführung beschenkt, wurde Com pars Herr mann, der in Wien beim Baron Rothschild und anderen Spitzen der Gesellschaft sich Beerdigungen. 19. Juni 1934: Emmy Josefine Steiner. 4 Monate, 18. Bez. (L Tor). — Leo Deutsch. 58 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Dr. Bernhard FrankL 74 Jahre, 18. Bez. (I. Tor). — Karoline Löwit. 88 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Therese Nettel, 76 Jalrre. 3. Bez. (IV. Tor). — Hermine Weiß, 43 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Wilhelm Wunder, 71 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Siegmund Röhn. 66 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Franziska Stengel, 62 Jahre. 3. Bez. (IV. Tor). 20. Juni 1934:. Juda Rosenblatt, 59 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Dr. Hermann Gerstl. 56 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Ludwig Papernik. 55 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Dr. Josef Gottesmann, 55 Jahre 8. Bez. (IV. Tor). — Bela Popper. 94 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 21. Juni 1934: Charlotte Grünberger, 53 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Emil Grünfeld. 63 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Benzion Stroh, 57 Jahre, 18. Bez, (IV. Tor). 22. Juni 1934: Jakob Osias Wischnowitzer recte Jeczles, 77 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Wilhelm Schneider, 69 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Rosa Grünzweig, 74 Jahre. 20. Bez. (IV. Tor). — Josef Leituer, 84 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Ludmilla Spitzer, 71 Jahre, 2. ßez. (IV. Tor). — Pauline Mütz. 41 Jahre» 2. Bez. (I; Tor).! 24. Juni: Frieda Sema. 78 Jahre. 13. Bez. (I. Tor). — Maria Pollak, 96 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Franz Oesterreicher, 43 Jahre, 5. Bez. (I. Tor). — Therese Schreiber, 66 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Leopold Biach, 80 Jahre, 18. Bez. (IV. Tor). — Leopold Scherer, 42 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Anna Boksenbaum, 70 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Regine Menasche, 42 Jahre. 3. Bez. (IV. Tor). — Rubin Mendelsohn, 55 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Aron Holzer, 80 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Hermann (Armin) Guttmann, 59 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Samuel Pisk. 50 Jahre, 4. Bez. (IV. Tor). — Ludwig Seidler. 46 Jahre 16. Bez. (IV. Toi). — Isidor Pollitzer. 83 Jahre, 12. Bez. (IV. Tor). — Aron Schwarz, 59 Jahre. 1. Bez. (IV. Tor). BEATRIXBAD III., Unke Bntwigasse 9, nächst Stadtpark miCHilEIERBAD XVIII., Mlchaelerstr. 12, nächst Volksoper Größter Komfoit Ausschneiden! Ei"IlltlOifiUn£| Aufbewahren! Gegen diese Anweisung zahlen Sie bis Ende Juni im Beatrixbad nur S 1.30 (statt S 2.20) für ein originales Sluusiatfkcs #tetnscfkn>ttx6aa inkl. Wäsche. —Ärztlich empfohlen gegen Rheuma, Gicht, Ischias, als Vorbeugungsmittel gegen Erkaltungen, vorzeitiges Altern usw. Billige Preise «•Anweisung für die Leset der „Wahrheit'' Gegen diese Anweisung erhalten Sie im Beatrix- oder Michaeierbad ein ermäßigtes Dampf-, Wannen- oder Schwimmbads Im Vorverkauf auch: Pichtennadel, Schwefel-, Kohlensaure-, Radium? und Darmbad; Wasserkur, Original Pistyaner Schlammpackung, Höhensonne, Diathermie, Hochfrequenz, Tonisator und aUe anderen Heilbehandlungen. 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