Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1934
- Issue
- Heft 23 (1.6.1934)
- Date
- 1934-06-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Hafftorah-Tafel «tetMtctutäaii Siwan 8684 Juni 1034 früh abds. 7-00 Siwan 18. 7-40 Bebaalauscho ] (4. B. M.) 1 8 30 . 19. Haftora } 8.40 Roni wesimcbi 1 2. Perek j ,■00 „ 20. bis 24. 7-00 abds. Freitag, 1. Juni 7'40 Samstag, 2. Juni 8 40 Sonntag, 3. bi« i? „ Donnerst., 7. Jun: ( hard FeiBler, der viele Jahre hindurch im Vorstande des Vereines wirkte, hervorhob: ferner betonte Herr Dr. Weiner die Liebe zum Judentum seitens seiner Großeltern mütterlicherseits, Herrn Ferdinand und Frau Therese Berger aus Leopolsdori, welche trotz des entfernten Wohnortes sehr bewährte Vereinsmitglieder sind. Die kantorale Funktion hat Herr Oberkantor Weiß mit Chorbegleitung in vorbildlicher Weise versehen. Mädchen-Konfirmation. Sonntag, den 27. Mai d. J., iand in der festlich dekorierten Synagoge des Israelitischen Tempel- und Schulvereines für den X. Bezirk die feierliche Mädchen-Konfirmation statt, an der der Gesamtvorstand des Vereines und viele Gäste teilnahmen. Herr Rabbiner Dr. Albert Weiner hielt an die Konfirmandinnen eine zu Herzen gehende Ansprache. Die kantorale Funktion versah Herr Oberkantor Simon Weiß mit Chorbegleitung in ausgezeichneter Weise. TlmtRdje VerfauWarungen der Jsraefitisdjen Xaftosgemeinbe Wien Israelitische Jugendgottesdienste. U Jugendgottesdienst für Volks,- Haupt- und Mittelschüler (-Schülerinnen). ' Samstag, den 2. Juni d. J., um 3 Uhr nachmittags, in allen Gemeinde- und Vereins-Synagogen. 2. Besondere Jugendgottesdienste für Mittelschüler- und •schtUerinenen für Unterklassen im 2. und 9. Bezirke. Samstag, den 2. Juni, um K5 Uhr nachmittags, im Leopoldstädter Tempel, IL, Tempelgasse 5, und in der Vereins-Synagoge, IX., Müllnergasse 21. 3. Gottesdienste für die reifere Mittelschuljugend (4. bis 8. Klasse). Freitag, den 1. Juni, um 6 Uhr 30 Minuten abends, im Stadttempel, I., Seitenstettengasse 4 (Ansprache Dr. Emil Lehmann), über das Thema: „Der Gemeinschaftsgedanke im Judentum'" und in der Vereins- Synagoge, VIII., Neudeggergasse 12 (Ansprache Studienrat Rabbiner Dr. M. Bauer), über das Thema: „Die soziale Gesetzgebung der Bibel." * i. Mädchen-Konfirmation. Die Konfirmation der Mädchen in den Gemeindetcmpeln findet im Jahre 1934 an folgenden Tagen statt: 1. Bezirk (Stadttempel): Seitenstettengasse 4. Sonntag, den 3. Juni, um 10 Uhr vormittags. 2. Bezirk (Leopoldstätdter Tempel): Tempelgasse 5, Sonntag, den 10. Juni, um 10 Uhr vormittags. 15. Bezirk (Fünfhauser Tempel): Turnergasse 22, Sonntag, den 17. Juni, um 10 Uhr vormittags. IC. Bezirk (Ottakringer Tempel): Hubergasse 8, Sonntag, den 10. Juni, um 9 Uhr vormittags. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Die Kleider-Stelle der Fürsorge-Zentrale bittet dringendst um Zuweisung von brauchbaren Bekleidungsgegenständen jeder Art, Wäsche, Schuhe usw. für Männer. Frauen und Kinder. Telephonische oder schrittliche Benachrichtigung erbeten an die Fürsorge-Zentrale der israel. Kultusgemeinde Wien I„ Seitenstettengasse 2, Tel. U 25-5-85, welche die Abholung veranlaßt. Jiimst und Xitewa&m. Margarethe Bach in Paris. Die bekannte Wiener Vortragskünstlerin Margarethe Bach veranstaltete vergangenen Samstag abends auf Einladung der Pariser Universität einen Vortragsabend in einem der größten Säle der Sorbonne. Fräulein Bach, die vom Leiter des Germanistischen Instituts der Pariser Universität, Professor Lichtenber- K e r, mit herzlichen Worten dem französischen Publikum vorgestellt wurde, trug Stellen aus der Bibel sowie Gedichte von Goethe, Mörike, Heine, Rilke, Werfel usw. mit feinstem Stilgefühl und reifer Vortragskunst vor. Das zahlreiche Publikum, unter dem man den österreichischen Gesandten Dr. Kgger-MöIIwald sowie eine Reihe von bekannten Persönlichkeiten der französischen Literatur bemerkte, spendete der Wiener Künstlerin überaus reichen Beifall. „Candide'-Preis für Jehuda Menuhin. Der Preis der Pariser Zeitung „C a n d i d e" für das beste Konzert für Kammermusik wurde Zeltncg.n von Verleger versandet. Journal «xpediä par i'editeor. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an Verlas ..Die Wahrheit", Wien II., HalnestraBe 13/12 leopoldsf&dfer Tempelfereln Aescbel Awrobom n., PazmanHengasse 0, Tel. P 47-8-63 Antuet (hingen f. Aufboten, Trauungen (aucn auf. freiem nimmel) u. Barmizwaus Partelenvorfcehr an Weikti£en von 2 bis </•< Uhr nachmittags, an Sonntagen von 10 bis 12 Uhr vormittags Oebetstnnden Mb Siwan 6694 abd«. 6-30 Siwan 18. 720 Bebaalauscbo (4. B. M.) 1 Haftora, {H.,n Roni wes'mclii | 6*30 u. 9 f« 19 I 1 1B> 1 6.30 12. Perek 20. bis 24. 7-15 „Ahasver." Die englische Filmproduktion erzielt jetzt nacheinander Welterfolge mit Filmen größten Formats, die sowohl durch ihre künstlerische Qualitäten, ihre originellen Themen, als auch ihre große Ausstattung bemerkenswert sind. Erinnert sei an „Das Privatleben Heinrich VIII." und den Bergner-Film „Katharina die Uroße". In dieser Reihe befindet sich der Conrad V e i d t - Großfilm „Ahasver, der ewige Jude", dessen Handlung sich über zwei Jahrtausende erstreckt und in dessen Mittelpunkt ein immens aktuelles Problem gestellt ist. Die Premiere dieses Films, dem der Ruf eines großen Meisterwerkes vorangeht, iindet demnächst im S c h w e d e n k i n o statt. dem 16jährigen bekannten Künstler Jehuda Menuhin und seiner 13jährigen Schwester, einer äußerst talentierten Pianistin, zuerkannt. Die jungen Künstler spielten meisterhaft eine Sonate von Mozart. Der Vater der beiden Künstler spendete den Preis, der eine Höhe von 10.000 Francs hat, zugunsten der arbeitslosen Musiker Frankreichs. Theater in der joseistadt. Aus den schönen Zeiten „Alt Heidelbergs", die längst entschwunden sind, führt das „Tiroler Hütchen" in unsere .Zeit, von der man nicht so ruhig behaupten kann, daß sie gar so schön wäre. Aber auf der Bühne der Josefstadt sieht sich auch unsere Zeit schön an, insbesondere wenn der Schauplatz die herrlichen Tiroler Berge sind, für die auf diese Weise Propaganda gemacht wird, eine Propaganda, die im Einklang zu jener steht, die den Ausgangspunkt für die Verwicklungen bildet die das Lustspiel von Stephan G r e n g g, bearbeitet von Hanns Sassmann bietet. Diese Verwicklungen finden jenes Ende, das man ab und zu schon bei solchen Lustspielen zu sehen bekam, sie kriegen sich, obwohl er Ski-Langlaufmeister von Flirsch' in Tiro! und sie die hochgeborene Tochter eines englischen Lords ist. Man verzeiht diesen so ungewöhnlichen Schluß den Darstellern der beiden konträren Typen, der reizenden Leny Marenbach und dem rassigen Attila Hör biger, die der köstliche Alfred Neugebauer zusammengebracht hat. Fr. Brunstädt, Logik, München 1933, R. O I d e nb o ii r r, Mk. 4,30. Die 39. Lieferung des „Handbuches der Philosophie" geht vom philosophischen Logos aus, iiuir mit dem Hinweis auf den theologischen. Von besonderem theologischen Wert ist die ganze Arbeit, die einen originellen Versuch darstellt, die Logik Hegels mit Kants Vernunftkritik in Einklang zu bringen. Im Sinne des jüdischen Monotheismus heißt es Seite 91: „Gott ist nicht das Absolute, sondern die unbedingte Person. Wir haben nicht ein Absolutes als Gegenstand des Erkennens, sondern die unbedingte Verbindlichkeit, der wir gehorchen, als Voraussetzung des Erkennens." Man kann nicht besser, als es hier und in den darauf folgenden Sätzen geschieht, philosophisch erläutern das jüdische: „Gort erkennen heißt in seinen Wegen wandeln." Beerdigungen. 23. Mai 1934: Marianne Glück, 62 Jahre 9. Bez. (I. Tor). — Karl Hohenberg, 50 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Leo Lever. 49 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Julius Schapiro, 51 Jahre. 18. Bez. (IV. Tor). — Anna Deutsch, 57 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Bertha Herzl, 52 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Alexander Hefter, 74 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Rosa Pordes, 78 Jahre, 1 Bez. (IV. Tor). 24. Mai: Jakob Pollak. 85 Jahre, Markgraf-Neusiedl (I. Tor). — Therese Austerlitz. 66 Jahre, 9 Bez. (IV. Tor). — Ferdinand Schick. 73 Jahre. 18. Bez. (IV Tor). — Charlotte Sametz, 58 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Chaje Heller, 65 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Mathilde Braun. 66 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). 25. Mai: Anna Braun, 70 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Max Stern, 59 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Max Kurt, 51 Jahre. 6. Bez. (IV. Tor). — Julius Gerstmann, 70: Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Fritz Goldhaber. 42 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). — Karl Prager, 52 Jahre. 9. Bez. (Döblinger Friedhof). 27. Mai: Irene Hess, 47 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). 28. Mai: Ignaz Stern, 82 Jahre. 15. Bez. (IV Tor). — Deborah Schander, 69 Jahre, 18. Bez. (IV Tor) — Dina Pustilnik. 19 Jahre, Rischkani (IV. Tor). — Moriz Botstieber, 89 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Hermann Pollak, 91 Jahre. 8. Bez. (I. Tor). — Dr. Richard Freund. 56 Jahre, 4. Bez. (I. T_or). — Salomon Rosenrauch, 81 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — .Moses Brandstätter,. 67 Jaibre, 20. Bez. (IV. Tor). MODERNE LEIHBIBLIOTHEK M. RATH Wien, 2. Bez., Taborstraße 20 A Telephon R 43-1-58 Reichhaltige Auswahl. — ALLE NEU- ERSCHEINU NGEN. Judaica u. Hebraica. Täglicher Umtausch. Monatsgebühr nur S 3.10 Keine Bandgebühr. In unserer Buchhandlung: Reichst« Auswahl. Bfliige Bücher. 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