Mannheim
Compact Memory

Die Wahrheit · 1934-05-18 · Heft 21 (18.5.1934) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1934
Issue
Heft 21 (18.5.1934)
Date
1934-05-18
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3062972-3064504-3064524--19770-3084942
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 8 V. b. b. DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perelt-, Omer- und Haftorah-Tafel Gebstetaxtden Slwan 5694 froh 7-00 Siwan 4. abds. 7-25 8-30 -8 80 «io«j.3o; 7-00 Erew Schewoaus Bamidbor 5. I (IV. B. M.) } 8.25 Haftora, wehojo mispar 6. P«rek 6. 1. Tag Schewoaus 7.50 7. 2. . . Mllkir8.1S 8. bis 10. 7.00 Hai 1934 abds. Freitag, 18. Mai 7'25 Samstag, 19. Mai 8-26 Sonntag, 20. Mai 1. Tag Schewoaus 7.50 Montag, 21. Mai 2. Tae Schewoaus Maskir 8.1S Dienstag, 22. bis 17 m Donnerst., 2«. Mai? schon vor Jahrzehnten als typischen Justizirrtum charakterisiert, und Th. G. Masaryk hat sich bekanntlich mit seiner ganzen Existenz gegen die politische Korruption und Demagogie der Ritualmordpropagandisten eingesetzt. Seiner Beweisführung mußte sich der österreichische Kassationshof im Jahre 1900 beugen; heute aber werden dem deutschen Volk die längst widerlegten Ausgeburten der Rassenverhetzung und schwer überwundener Massenhysterie als historische Fakten vorgeführt. Eine soeben erscheinende umfassende Darstellung der Hilsner-Affäre (Bruno Adler: „Kampf um Pol na", ein Tatsachenroman, Kacha-Verlag, Prag XIX) gewinnt durch diese Wiederbelebung vermoderter Geschichtslügen eine traurige Aktualität Jakob Wassermanns nachgelassener Roman erscheint Den Bemühungen der Berliner Jüdischen Buch-Vereinigung ist es gelungen, den letzten großen Roman Jakob Wassermanns für ihre Mitglieder zu erwerben. Die Jüdische Buch-Vereinigung rechnet es sich als besondere Leistung an, daß sie das „kostbare Vermächtnis eines der größten jüdischen Dichter, die in deutscher Sprache geschrieben haben", den deutschen Juden zuerst und ausschließlich zugängig macht Der Roman führt den Titel „Kerkhovens dritte Existenz" und ist der letzte Teil der großartigen Trilogie, die mit dem „Fall Mauritius" anhebt Des mächtigen Umfanges wegen — der Roman enthält 640 Seiten — erscheint er in zwei Bänden. Levante-Messe-Sondernummer! Anläßlich der VI. Levante-Messe in Tel-Aviv ist im Verlage der „Allgemeine Handels-Zeitung", Wien I-, Werdertorgasse 4, eine Sondernummer in deutscher und englischer Sprache -erschienen, die den Zweck verfolgt, die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Oesterreich und dem Orient auszubauen. In der Sondernummer, die viele praktische Anregungen für den Export nach dem Orient enthält, sind unter anderem von folgenden Persönlichkeiten sehr interessante Beiträge erschienen: Bundesminister Fritz Stockinger, Generalkonsul Dr. Jorda. Präsident der Handelskammer E. Streeruwitz, die Präsidenten Strafella, Langer, Kremenezky. Jolles, Fürst, Adolf Böhm, Hochmuth, Robitsek usw. Moulin Rouge. Der Direktion des Moulin Rouge ist es gelungen, für ihre neue Farkas-Revue „Sonne im Herzen" den bekannten Filmstar Ernst Verebes zu verpflichten. Für die weiblichen Hauptrollen wurden die bekannte Soubrette Heidi Eisler und der Pariser Tanzstar Jeanette engagiert. Eine besondere Attraktion in der neuen Revue bilden die Fritz Favorits, sechs junge hübsche, singende und musizierende Damen, die eine erfolgreiche Europa-Tournee hinter sich haben. Die Premiere der Revue findet am 18. Mai statt Die künstlerische Leitung liegt in den Händen von Karl Farkas, der sich mit Ernst Verebes;n die männlichen Hauptrollen teilt. Die Ausstattung dieser Revue, einer Rundreise durch die 21 Wiener Bezirke, besorgt akademischer Maler Alfred Kunz. Die Tänze studiert Franz Rott ein. Musik und musikalische Leitung Kapellmeister Walther Hahn. Die Revue wird bei freiem Entree gezeigt Zeitung8* vom Verleger versemdet. Journal expedtf par l'eattesr. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden: mit neuer Adresse zurück an Verlag „Die Wahrheit". Wien II., HelneslraBe 13/19 LeopoldstäMer Tcmpelwcreln Aesc&el Awro&om n., PazmmHtenilasae 6, Tel. tt 4f4M»s Auma dangen *. Aalgeboten, TrannBgen fandi nnt. freiem Himmel) n. Donnlzwaos PartelanvarfcelHan Werktagen von 2 bis Vt4 Uni nach, mittags, an Sonntagen von 10 bis 12 Übt vormittags Qebetatunden früh Slwan 6694 abds. BS) Siwan 4. 7-20 {Erew Schewoaus Bamidbor (III. B. M.) Haftora, weboje mispar 6. Perek 6.30 u. 8.30 . 6. 1. Tag Schewoaus 630 u. 8.30 . 7. 2. „ . Maskir 6.30 . 8. bis 10. |8-20 8.00 8.15 7.15 flmtfidfe Verlautbarungen der Jsrsdltischen Tuftusgemeinbz Wien Predigten in den Gemeinde- und Bezirkssyagogen. Am diesjährigen Schowuausfeste werden in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen beim Vormittagsgottesdienste. Beginn *A9 Uhr, Predigten abgehalten, und zwar: Am 1. Tage (Sonntag, den 20. Mai): 1. Bez., Seitenstettengasse 4 (Oberrabbiner Dr. D. Feuchtwang). 2. Bez., Tempelgasse 5 (Oberrabbiner Dr. I. Taglicbt). 3. Bez., Untere Viaduktgasse 13 (Ratbiner Dr. K. Kupfer). 9. Bez., Müllnergasse 21 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz). 16. Bez., Hubergasse 8 (Rabbiner Dr. J. M. Bach). 19. Bez., Dollinergasse 3 (Rabbiner Dr. A. Frankfurter). 20. Bez., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Munnelstein). Am 2. Tage (Montag, den 21. Mai): 2. Bez., Pazmanitengasse 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes). 3. Bez., Untere Viaduktgasse 13 (Rabbiner Dr. K. Kopier). 5. Bez., Siebenbrunnengasse 1 a (Rabbiner Dr. M. G Mehrer). 6. Bez., Schmalzhofgasse 3 (Rabbiner Dr. J. Droblnsky). 8. Bez., Neudeggergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Bauer). 10. Bez.. Humboldtgasse 27 (Rabbiner Dr. A. Weiner). 13. Bez., Eitelbergergasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin). 15. Bez., Turnergasse 22 (Doz. Dr. H. J. Zimmels). 18. Bez., Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. A. Frankfurter). 19. Bez., Dollingergasse 3 (Rabbiner Dr. A. Frankfurter). 20. Bez., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstein). 21. Bez., Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann). * Israelitische Jugendgottesdienste. (Schowuausfeiern für die Schuljugend.) 1. Jugendgottesdienst für Volks-. Haupt- und Mittelschüler (Schülerinnen). Samstag, den 19. Mai um 3 Uhjnachmittags in allen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. 2. Besondere Jugendgottesdienste für Mittelschüler und -Schülerinnen der Unterklassen im 2. und 9. Bezirke. Samstag, den 19. Mai um Vtä Uhr nachmittags im Leopoldstädter Tempel, II., Tempelgasse 5, und in der Vereins-Synagoge, IX., Müllnergasse 21. 3. Gottesdienste für die reifere Mittelschuljugend (IV.—Vitt Klasse). Freitag, den 18. Mai um 6 Uhr abends im Stadttempel. 1., Seitenstettengfisse 4 (Ansprache Prof. Dr. M. Papo) und in der Vereinssynagoge, VIII., Neudeggergasse 12 (Ansprache Studienrat Rabb. Dr. M. Bauer). Thema der Ansprachen: „Die Offenbarung am Sinai". * Maskir-Andachten am Schewuothfeste. Zur Vermeidung des großen Andranges in den Gemeindetempeln zur „Haskarah" veranstaltet der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien am diesjährigen Schewuothfeste, Montag, den 21. Mai, um 6 Uhr früh, im Stadttempel, I., Seitenstettengasse 4, und im Leopoldstädter Tempel, IL, Tempelgasse 5, sowie um 9 Uhr vormittags im Saale des Hotel „Post", I., Fleischmarkt 24 (Eingang: I., Drachengasse 1), anläßlich der Maskir- Andachten feierliche Gottesdienste. * Kundmachung. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien hat den Rechnungsabschluß über die Einnahmen und Ausgaben der Kultusgemeinde und sämtlicher in der Verwaltung derselben stehenden Fonds und Anstalten für das Jahr 1933 fertiggestellt. Gemäß § 92 des Kultusgemeindestatutes wird dieser Rechnungsabschluß 14 Tage vom Tage der Kundmachung gerechnet, vor Prüfung und Erledigung durch den Kultusvorstand zur Einsicht der Gemeindemitglieder in der Amtsdirektion der Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, 3. Stock, aufgelegt. Die Gemeindemitglieder sind berechtigt, innerhalb dieser Frist Erinnerungen bezüglich des Rechnungsabschlusses beim Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde Wien schriftlich zu überreichen, welche bei der Prüfung des Rechnungsabschlusses in Erwägung gezogen werden. Diese Kundmachung wird unter einem im Amtlichen Teile der „Wiener Zeitung" verlautbart Carl und Rosalia Goldschmidtsche Stiftung für Waisenunterstützung. Anzahl der Plätze: Unbestimmt, im Gesamtbetrage von S 2000.—. Bewerbungsberechtigt sind: Bedürftige israelitische eitern- oder vaterlose Kinder, welche sich nicht in Anstaltspflege befinden. Vorzugsberechtigt sind: In erster Linie solche Bewerber, welche nachzuweisen in der Lage sind, daß sie von jenen Bediensteten israelitischer Konfession abstammen, welche bei den Firmen „Goldschmidt & Spnnenfeld", „Goldschmidt, Kobler & Co.", „Goldschmidt & Landsinger" „und „Carl Goldschmidt", sämtliche in Wien, im Dienstverhältnisse gestanden sind; in zweiter Linie solche Bewerber, deren Vater, bzw. Mutter kultussteuerzahlendes Mitglied der Wiener Kultusgemeinde war und nachträglich in Verarmung geraten ist. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Heimatsschein, Armutszeugnis, Verwendungsausweis (Schulzeugnis, Bestätigung des Arbeitgebers usw.), Verwaisungsnachweis und gegebenenfalls bei Geltendmachung des Anspruches auf ein Vorzugsrecht die entsprechenden Nachweisungen hierüber. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 15. Juni 1934. Einreichstelle: Fürsorge-Zentrale der israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 2, I. Stock, Tür 17. Das Stiftungskuratorium. Zur Bewerbung sind Gesuchsbögen zu verwenden, welche in der Fürsorge-Zentrale, I.. Seitenstettengasse 2, I. Stock, Tür 17, unentgeltlich zu haben sind; diese Formulare enthalten auch nähere für die Einschreiter wichtige Bestimmungen. Beerdigungen, 8. Mai 1934: Klara Low, 83 Jahre, 14. Bez. (I Tor). — Marie Breuer, 39 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor) — Siegfried Metzl, 20 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). — Pauline Tachau, 85 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Moriz Olanz. 65 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Ernestine Grün. 63 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Josef Schweinburg. 73 Jahre, 14. Bez. (IV. Tor). — Gerson Rehberger. 48 Jahre. 17. Bez. (IV. Tor). — Adolf Lilienfeid, 17 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 9. Mai: Isidor Schacherl, 51 Jahre. 9. Bez. (I. Tor). — Anna Katyganer, 3'A Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). 10. Mai: Max Schlesinger, 59 Jahre 5. Bez. (I. Tor). — Rosa Taussky. 56 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Ernst Goldmann, 38 Jahre. 8. Bez. (IV. Tor) — Heinrich Schick, 78 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). — Gustav Pach 85 Jahte, 13. Bez. (IV. Tor). — Emil Kapellner, 47 Jahre, 3 Bez. (IV. Tor). — Ignaz Stein, 82 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 11. Mai: Josef Bortstieber, 56 Jahre, 7. Bez. (I. Tor). — Katharina Wiener, SO Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Eduard Oesterreicher. 75 Jahre. 1. Bez. (I Tor) — Sei:« Falik, 79 Jahre,- 2. Bez. (IV. Tor). — Sofie Fischer. 66 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Isak Tartakower, 31 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). 13. Mai: Anna Garai, 75 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Rosa Bittmann, 76 Jahre. 2. Bez. (i. Tor). — Moriz Fuchs. 73 Jahre. 2. Bez. (I. Tor). — Henriette Engler, 80 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Siegfried Dankner. 21 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Lilly Roubicek. 21 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Hermine Jellinek, 52 Jahre. 7. Bez. (IV. Tor). — Anna Liebermann., 51 Jahre 3. Bez. (IV. Tor). — Emil Lakner, 38 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Walter Hirsch. 22 Jahre. 14. Bez. (IV. Tor). — Mathilde Holzer. 84 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Reffine Wieseltier, 70 Jahre. 20. Bez. (IV. Tor). — Rosa Duschak, 65 Jahre. 20. Bez. (IV. Tor). — Ida Mayer, 59 Jahre. 1. Bez. (IV. Tor). — Lea Fiederspiel, 72 Jahre, 16. Bez. (IV. Tor). 14. Mai: Heinrich Schreiber, 58 Jahre, 14. Bez. (IV. Tor). — Cäzilie Stern. 86 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Jeanette Altschul. 70 Jahre. 1. Bez. (Döblinger Friedhof). — Isidor Werth. 75 Jahre, 16. Bez. (I. Tor). Synagogen-Ornate u. Barette in den mannigfaltigsten Slilarfen erhalten Sie sowohl vorrätig als auch nach Maß in der altbekannten Uniformierung und Maßschneiderei RUDOLF GOLDSTEIN Lieferant vieler in- und ausländischer Kultusgemeinden Wien II., TabOrStraße 54 (Achtung auf die Hausnummer) Gegründet 1866 Versand nach allen Ländern! Telephon R 49-0-48 Weiland Oberkantor Moderne Zivilgarderobe nach Maß, billigste Preise 1 Josef Goldstein Vereine und Verbände, komplette Ausrüstungen Preisermäßigung. ©eentomer. Herausgeber. Verleerer und verantwortlich« SenrifÜeUer: Oskar Hirschfeld Wi«a Ii., Praterstraße 29. — Drude Irma SdUz & Söhne. Wien II.. Rober*-«se 2.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.